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Veröffentlicht am 01.06.2026

Gemütlicher Bayernkrimi mit Charme, Humor und einer ordentlichen Portion Waldmeisterlikör

Mord mit Schwips
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Mit Mord mit Schwips hat Eva Cramer einen Cosy Crime geschrieben, der genau das liefert, was ich mir von diesem Genre wünsche: sympathische Figuren, eine stimmungsvolle Kulisse, humorvolle Momente und ...

Mit Mord mit Schwips hat Eva Cramer einen Cosy Crime geschrieben, der genau das liefert, was ich mir von diesem Genre wünsche: sympathische Figuren, eine stimmungsvolle Kulisse, humorvolle Momente und einen Kriminalfall, der zum Miträtseln einlädt.

Besonders gut gefallen hat mir Romy Fuchs. Sie wirkt bodenständig, neugierig und angenehm menschlich. Auch die Dynamik mit ihrem Exfreund Ben sorgt immer wieder für unterhaltsame Situationen und bringt zusätzlich Leben in die Ermittlungen. Überhaupt sind die Figuren eine der großen Stärken des Buches. Die Familienmitglieder, allen voran Hannelore und Annemarie, sorgen regelmäßig für Schmunzler und verleihen der Geschichte ihren eigenen Charme.

Die Atmosphäre rund um den Bayerischen Wald und die Region Passau hat mir ebenfalls gefallen. Man merkt, dass die Autorin ihre Schauplätze mit viel Liebe beschreibt. Gleichzeitig hatte ich stellenweise das Gefühl, dass manche Orte eher angerissen als wirklich ausgeschöpft wurden. Gerade dort hätte ich mir manchmal noch etwas mehr Atmosphäre und Tiefe gewünscht.
Der Kriminalfall selbst bleibt durchgehend nachvollziehbar und der rote Faden geht nie verloren. Wer allerdings einen rasanten Thriller voller Blut und Schockmomente erwartet, ist hier falsch. Mord mit Schwips setzt stattdessen auf Gemütlichkeit, Humor und liebenswerte Figuren – und genau das funktioniert sehr gut.

Ein gelungener Wohlfühlkrimi mit bayerischem Flair, der Lust auf weitere Fälle macht.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Wenn der Sturm mehr verschweigt als das Meer

Fünf Fremde
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Romy Fölck hat mit Fünf Fremde einen Thriller geschrieben, der sich nicht über billige Schockmomente definiert, sondern über Atmosphäre. Dieses permanente Gefühl, dass unter der Oberfläche etwas fault. ...


Romy Fölck hat mit Fünf Fremde einen Thriller geschrieben, der sich nicht über billige Schockmomente definiert, sondern über Atmosphäre. Dieses permanente Gefühl, dass unter der Oberfläche etwas fault. Das Meer, die raue Stimmung und diese fünf Menschen, die sich eigentlich kaum kennen und doch auf seltsame Weise miteinander verbunden sind – genau das zieht einen immer tiefer hinein.
Besonders stark fand ich, wie beklemmend die Geschichte wirkt, ohne ständig laut werden zu müssen. Viele Szenen leben eher von Blicken, Andeutungen und diesem unterschwelligen Misstrauen. Man merkt schnell: Hier trägt jeder etwas mit sich herum. Und genau das macht die Dynamik so spannend.

Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig, dabei aber eindringlich und bildhaft. Gerade die Naturbeschreibungen haben bei mir richtig funktioniert. Teilweise hatte ich das Gefühl, selbst mitten in diesem kalten Wind und dem grauen Wetter zu stehen.

Nicht jede Wendung hat mich komplett überrascht, aber die Spannung blieb trotzdem konstant hoch, weil ich einfach wissen musste, was wirklich hinter allem steckt. Vor allem das Zusammenspiel der Figuren hat für mich funktioniert.

Ein atmosphärischer Thriller, ruhig erzählt, aber mit einem starken Sog. Kein hektisches Dauerfeuer, sondern eher ein langsames Zuziehen der Schlinge. Genau mein Ding.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Zwischen Fjorden, Schweigen und eisiger Spannung

Einsam wie der Tod
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Einsam wie der Tod hat genau diese nordische Stimmung, die man entweder liebt oder nach 20 Seiten wieder weglegt. Ich mochte dieses Kalte, Einsame sofort. Die Fjorde, das graue Wetter, kleine Orte, in ...


Einsam wie der Tod hat genau diese nordische Stimmung, die man entweder liebt oder nach 20 Seiten wieder weglegt. Ich mochte dieses Kalte, Einsame sofort. Die Fjorde, das graue Wetter, kleine Orte, in denen jeder jeden kennt und trotzdem niemand wirklich ehrlich wirkt – das hatte direkt Atmosphäre.

Wolf Larsen funktioniert für mich als Ermittler ziemlich gut, weil er nicht geschniegelt oder überzogen „cool“ wirkt. Eher rau, still und manchmal fast so verloren wie die Landschaft selbst. Gerade das passt perfekt zu diesem Fall.
Der Krimi setzt nicht dauernd auf Blut oder Action, sondern eher auf Spannung, unterschwelligen Druck und dieses Gefühl, dass hinter der Ruhe jederzeit etwas kippen könnte. Manche Szenen ziehen sich ein klein wenig, aber dafür nimmt sich die Geschichte Zeit für die Charaktere und die bedrückende Stimmung.
Das Cover passt einfach perfekt dazu. Dieses kleine Boot vor den riesigen Bergen wirkt gleichzeitig wunderschön und komplett verlassen. Genau dieses Gefühl transportiert das Buch auch beim Lesen.

Wer schnelle Thriller mit Dauerfeuer sucht, wird hier vielleicht nicht komplett glücklich. Wer aber Nordic Crime mit Atmosphäre, Kälte und stiller Spannung mag, dürfte hier ziemlich gut aufgehoben sein.

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Veröffentlicht am 26.05.2026

Zwischen Küstennebel, alten Geheimnissen und menschlichen Abgründen

Akte Nordsee - Die letzte Predigt
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Mit Akte Nordsee – Die letzte Predigt liefert Eva Almstädt erneut einen ruhigen,
atmosphärischen Nordsee-Krimi, der weniger auf spektakuläre Schockmomente setzt als auf unterschwellige Spannungen, alte ...

Mit Akte Nordsee – Die letzte Predigt liefert Eva Almstädt erneut einen ruhigen,
atmosphärischen Nordsee-Krimi, der weniger auf spektakuläre Schockmomente setzt als auf unterschwellige Spannungen, alte Verletzungen und menschliche Abgründe.

Schon der Prolog hat mich sofort abgeholt. Die Wanderung wirkt zunächst fast idyllisch, bis die Stimmung kippt und der Absturz alles verändert. Gerade weil die Szene so ruhig aufgebaut wird, entfaltet sie eine starke Wirkung.

Besonders gefallen hat mir wieder die Atmosphäre. Die norddeutsche Küstenstimmung zieht sich durch das gesamte Buch und sorgt dafür, dass sich die Geschichte angenehm greifbar anfühlt. Gleichzeitig leben die Figuren nicht nur vom eigentlichen Kriminalfall, sondern auch von ihren Beziehungen, Unsicherheiten und Konflikten.

Fentje mochte ich erneut sehr. Sie wirkt nicht perfekt oder künstlich abgeklärt, sondern menschlich, manchmal impulsiv und oft hartnäckig. Gerade diese Mischung macht sie für mich zu einer sympathischen Ermittlerin. Auch die Dynamik zwischen ihr und Niklas bleibt spannend. Die beiden funktionieren als Team hervorragend, und ich finde es sogar gut, dass ihre Beziehung nicht einfach glatt und problemlos dargestellt wird.

Die Auflösung selbst war nachvollziehbar aufgebaut, auch weil die Autorin früh kleine Hinweise streut, die sich nach und nach zusammensetzen. Einige Entscheidungen der Täter wirkten auf mich allerdings etwas konstruiert beziehungsweise nicht immer vollkommen überzeugend. Gerade gegen Ende wurde es stellenweise recht dramatisch. Trotzdem blieb die Geschichte insgesamt stimmig.

Was mir außerdem gefallen hat: Der Krimi nimmt sich Zeit für seine Figuren und entwickelt die Spannung eher langsam. Wer ausschließlich auf Action und permanente Wendungen hofft, könnte das vielleicht als ruhiger empfinden. Für mich passte dieser Stil jedoch sehr gut zur Atmosphäre des Buches.

Insgesamt ist „Die letzte Predigt“ für mich vielleicht nicht der stärkste Band der Reihe, aber definitiv ein lesenswerter, atmosphärischer Krimi mit glaubwürdigen Figuren, Küstenflair und einer angenehm unterschwelligen Spannung.

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Veröffentlicht am 24.05.2026

Lauf. Einfach lauf.

The Only Witness
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He Only Witness war genau die Art Thriller, bei der ich ständig dachte: „Lauf einfach weg.“
Diese bedrückende Stimmung im Wald, das Gefühl beobachtet zu werden und dieser unterschwellige Druck haben für ...

He Only Witness war genau die Art Thriller, bei der ich ständig dachte: „Lauf einfach weg.“
Diese bedrückende Stimmung im Wald, das Gefühl beobachtet zu werden und dieser unterschwellige Druck haben für mich super funktioniert. Kein großes Dauerfeuer, sondern eher dieses langsame Unwohlsein, das immer schlimmer wird.
Besonders mochte ich, dass man nie das Gefühl hat, wirklich sicher zu sein. Selbst ruhige Szenen wirken irgendwie falsch, als würde gleich etwas passieren. Genau sowas liebe ich bei Thrillern.
Der Schreibstil ließ sich schnell lesen und hat mich ohne große Umwege direkt in die Geschichte gezogen. Die Handlung war vielleicht nicht komplett neu, aber die Atmosphäre hat das für mich locker getragen.
Und dieses Cover? Sieht aus wie: „Nur kurz durch den Wald.“
Nein. Gehst du nicht. Du stirbst da wahrscheinlich.

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