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Veröffentlicht am 06.09.2023

Die bleichen Ruhelosen

Wranglestone
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Vor wenigen Jahrzehnten tauchten die ersten Zombies - oder Ruhelosen, wie sie hier genannt werden - zum ersten Mal auf, überrannten irgendwann die Städte und Dörfer. Die Welt, wie wir sie kannten, existiert ...

Vor wenigen Jahrzehnten tauchten die ersten Zombies - oder Ruhelosen, wie sie hier genannt werden - zum ersten Mal auf, überrannten irgendwann die Städte und Dörfer. Die Welt, wie wir sie kannten, existiert nicht mehr, nur wenige, geschützte Konklaven der Menschheit existieren. In einer davon, einem Seengebiet in den USA, lebt Peter, ein sensibler Junge. Schon seit Jahren ist er heimlich in Cooper, den stillen Kämpfer, verschossen, traut sich aber nicht, seine Gefühle öffentlich zu machen. Durch einen seiner Fehler gerät ihre ganze Gemeinschaft in Gefahr und er muss sich den Patrouillen anschließen, um die Ruhelosen fernzuhalten. Dabei kommen sich Cooper und er näher, doch sie haben keine Zeit für die Liebe, denn der Tod lauert überall - aber stimmt es eigentlich, was ihnen die Erwachsenen schon immer eingebläut haben?

Das Buch lässt mich ein wenig zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite hat es eine wirklich spannende Idee, nicht nur, was die Zombies angeht, sondern auch die Art und Weise, wie die letzten Überlebenden damit umgehen. Und ja, die Message, die übermittelt wird, ist hart, ungerecht und absolut realistisch. Einige Szenen waren geradezu zu Tränen rührend. Dann wiederum stolpert man über den oft unausgereiften Stil des Autors, und ja, es ist sein Debüt, aber trotzdem hätte man einiges besser machen können. Wobei da natürlich auch das Lektorat gefragt ist, wenn es zum Beispiel zu Perspektivfehlern kommt, die da nichts zu suchen haben. Trotzdem konnte mich das Buch meistens durchaus mitnehmen und ich habe es im Endeffekt gern gelesen. 3.5/5 Punkten.

Veröffentlicht am 05.09.2023

Schnüffler, Katzen und Cold Cases

Hals- und Pfeilbruch
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Mit diesem Buch haben wir den zweiten Band der Niederbayernkrimireihe um Ronja, Veit und Kitten vorliegen. Gleich vorneweg: Auch der hat mich wieder kurzweilig unterhalten und amüsieren können.

Ronja ...

Mit diesem Buch haben wir den zweiten Band der Niederbayernkrimireihe um Ronja, Veit und Kitten vorliegen. Gleich vorneweg: Auch der hat mich wieder kurzweilig unterhalten und amüsieren können.

Ronja und Veit, ihr Kriminalkommissar, mit dem sie seit Band 1 zusammen ist und den sie mit ihrer Vorliebe fürs Bogenschießen angesteckt hat, sind zusammen auf einem Bogenparcours, als ihnen plötzlich eine tote Frau vor die Füße fällt. Unfall? Selbstmord? Ronja ist sich sicher, dass sie kurz vorher jemanden mit der Frau hat sprechen hören. Als sie erfährt, dass die Tote die Vorsitzende einer Autorenvereinigung ist, kommt sie unverhofft in Kontakt mit seltsamen Menschen der schreibenden Zunft. Doch dann gibt es einen zweiten Todesfall unter den AutorInnen und irgendwie möchte sie auch noch herausfinden, was es mit dem vierzig Jahre alten Mord auf sich hat, der sich in ihrer Gegend ereignete ...

Ich habe schon den ersten Band richtig abgefeiert. Man merkt, dass die Autorin weder sich noch ihre Charaktere allzu ernst nimmt und alles mit einem Augenzwinkern erzählt. Was die Katze von Ronja jedes Mal abzieht, ist so extrem aus dem Leben gegriffen - Katzenbesitzer wissen, was ich meine. Richtig gut finde ich, dass hier der männliche Part nicht als supercool, sondern als einfach feiner, netter Kerl dargestellt wird und Ronja keine Zicke ist. Und wenn sie doch Zickenanwandlungen hat, das selbst merkt und blöd findet. Das Buch ist nicht lang, punktet aber mit viel Sympathie, Charme und Humor. Wo bleibt Teil 3?

Veröffentlicht am 05.09.2023

Kampf dem Tyrannen!

Das Buch der gestohlenen Träume (Das Buch der gestohlenen Träume 1)
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Einst war Krasnia ein Land, in dem Bildung und Kultur geschätzt wurde. Dann übernahm der Tyrann Charles Putin ... Verzeihung, Charles Malstain die Regierung und alles, was schön und gut war, wurde verboten. ...

Einst war Krasnia ein Land, in dem Bildung und Kultur geschätzt wurde. Dann übernahm der Tyrann Charles Putin ... Verzeihung, Charles Malstain die Regierung und alles, was schön und gut war, wurde verboten. Kinder dürfen nicht mehr draußen spielen, sie dürfen nur zur Schule und werden danach zuhause eingesperrt. Die zwölfjährige Rachel Klein und ihr Bruder wachsen nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrem Vater auf. Als der eines Tages festgenommen wird, gelangt ein wertvolles Buch in ihren Besitz - das Buch der gestohlenen Träume, mit dessen Hilfe man angeblich den Tod überwinden kann. Ausgerechnet dieses will der todkranke Tyrann Charles Malstain in die Finger bekommen und so beginnt eine Jagd, die bis in ein anderes Land und zurück, über Waisenhäuser zu Geistern und hilfreichen Dieben führt ...

Zugegeben, anfangs war das Buch ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Doch sobald man sich in den Schreibstil, bei dem der Autor manchmal die vierte Wand bricht, eingefuchst hat, macht es nur noch Spaß. Nicht, dass es wirklich lustig oder amüsant zu lesen wäre, das nicht. Aber wir haben hier ein spannendes Kinderabenteuer vorliegen, bei dem die beiden Jugendlichen immer in höchster Gefahr waren und über sich hinauswachsen mussten. Dabei spart der Autor auch nicht mit Anspielungen auf historische und jetzige Ereignisse, auch Tod, Folter, Tyrannei spielen eine gewichtige Rolle. Manche werden genau das anprangern - ich finde es jedoch gut, wenn auch Kinder schon mit diesen Themen konfrontiert und auf kindgerechte Weise rangeführt werden. Für mich hätte das Buch mit diesem Ende auch abgeschlossen sein können, aber ich bin trotzdem gespannt, was uns im nächsten Band erwarten wird.

Veröffentlicht am 03.09.2023

Der Pfandleiher

The Red-headed League / Die Liga der Rothaarigen (mit kostenlosem Audio-Download-Link) (Sherlock Holmes Collection)
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Das Geschäft des rothaarigen Pfandleihers Jezeb Wilson läuft nicht sonderlich gut, weshalb er sich auch nur einen Assistenten leisten kann, weil der für die Hälfte des üblichen Lohns arbeitet. Ein Glücksfall, ...

Das Geschäft des rothaarigen Pfandleihers Jezeb Wilson läuft nicht sonderlich gut, weshalb er sich auch nur einen Assistenten leisten kann, weil der für die Hälfte des üblichen Lohns arbeitet. Ein Glücksfall, zumal ihn dieser Assistent auch auf eine Anzeige in der Zeitung aufmerksam macht: Die Liga der rothaarigen Männer bezahlt viel Geld für jemanden mit roten Haaren, nur damit er seine Vormittage damit verbringt, die Enzyklopädia Brittanica abzuschreiben. Wilson ist hocherfreut, als er den Job erhält, und tieftraurig, als nach ein paar Wochen plötzlich sein Büro geschlossen ist und niemand weiß, wer die Liga der rothaarigen Männer ist. Mit diesem Problem sucht er Sherlock Holmes und dessen Freund Dr. Watson auf. Der Detektiv ahnt schnell, dass ein Verbrechen hinter dieser scheinbaren Banalität steckt ...

Wieder eine amüsante und kurzweilige Folge bester detektivischer Unterhaltung, in der Holmes wieder mit messerscharfen Schlüssen glänzen kann. Die Sprecher sind routiniert und machen einen guten Job, und auch wenn die ganze Geschichte ein bisschen an den (roten) Haaren herangezogen wirkt, so macht sie doch wirklich Spaß, sie zu hören und ins Viktorianische London einzutauchen.

Veröffentlicht am 03.09.2023

DIE Frau

Ein Skandal in Böhmen
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Es ist ein seltsamer Besucher, der sich eines Abends in der Baker Street 221b einfindet und den Rat von Sherlock Holmes sucht. Der Mann, ein wahrer Riese von Gestalt, erscheint mit einer Gesichtsmaske ...

Es ist ein seltsamer Besucher, der sich eines Abends in der Baker Street 221b einfindet und den Rat von Sherlock Holmes sucht. Der Mann, ein wahrer Riese von Gestalt, erscheint mit einer Gesichtsmaske und stellt sich als böhmischer Adliger vor, der eine delikate Angelegenheit erledigt haben möchte. Holmes erkennt in ihm natürlich sofort den König von Böhmen und erfährt, dass dieser als junger Mann eine leidenschaftliche Affäre mit der berühmten Abenteuerin und Schauspielerin Irene Adler gehabt hatte und diese noch immer eine belastende Fotografie von ihnen beiden besitzt, mit deren Hilfe sie seine Heirat mit einer dänischen Prinzessin verhindern kann. Holmes verspricht Abhilfe für das Problem - doch er merkt bald, dass Miss Adler niemand ist, den er hinters Licht führen kann ...

Ich mag diese Geschichte ganz gern, zeigt sie doch, dass auch ein Holmes nicht immer Erfolg hat und dass ausgerechnet eine Frau, auf deren Intelligenz er nicht immer allzu sehr viel gibt, ihm ebenbürtig sein kann. Und auch, wenn ich noch immer finde, dass der Sprecher von Watson eindeutig ein bisschen zu alt für die Rolle klingt, so haben doch alle Sprecher einen guten Job gemacht. Allerdings hat mir die Hörspielumsetzung nicht in allen Belangen immer gut gefallen und ich könnte mir vorstellen, dass manche HörerInnen, die die Geschichte nicht kennen, von der Auflösung irritiert sein könnten. Trotzdem nette und angenehme Unterhaltung.