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Ari_Morrison

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2020

Nichts für zart besaitete Leser

Der Insasse
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Klappentext:

Zwei entsetzliche Kindermorde hat er bereits gestanden und die Berliner Polizei zu den grausam entstellten Leichen geführt. Doch jetzt schweigt Guido T., der im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie ...

Klappentext:

Zwei entsetzliche Kindermorde hat er bereits gestanden und die Berliner Polizei zu den grausam entstellten Leichen geführt. Doch jetzt schweigt Guido T., der im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie einsitzt, auf Anraten seiner Anwältin. Die Polizei ist sicher: Er ist auch der Entführer des sechsjährigen Max, der seit einem Jahr spurlos verschwunden ist. Die Ermittler haben jedoch keine belastbaren Beweise, nur Indizien. Und ohne die Aussage des Häftlings werden Max' Eltern keine Gewissheit haben und niemals Abschied von ihrem Sohn nehmen können.

Monate nach dem Verschwinden von Max macht ein Ermittler der Mord-Kommission dem verzweifelten Vater ein unglaubliches Angebot: Er schleust ihn in das psychiatrische Gefängnis-Krankenhaus ein, in dessen Hochsicherheitstrakt Guido T. eingesperrt ist. Als falscher Patient, ausgestattet mit einer fingierten Krankenakte. Damit er dem Kindermörder so nahe wie nur irgend möglich ist und ihn zu einem Geständnis zwingen kann.

Denn nichts ist schlimmer als die Ungewissheit.

Dachte er.

Bis er als Insasse die grausame Wahrheit erfährt ...

Meinung:

Der Schreibstil von Sebastian Fitzek ist flüssig und man fliegt geradezu durch die Seiten. Das hat natürlich auch mit der unglaublich spannenden Story und den unerwarteten Plot Twists zu tun, die Fitzek immer wieder einbaut. Die Story verliert auch im Laufe des Buches nicht an Spannung und man kann kaum aufhören zu lesen.

Vor einiger Zeit hatte ich „Flugangst 7a“ gelesen – meinen ersten Fitzek – und war schon überzeugt von dem Talent des Autors, sich fesselnde Geschichten auszudenken und diese zu einem großartigen Buch zu verarbeiten, doch nach diesem Buch bin ich wirklich sprachlos. Die Geschichte ist toll, die Charaktere sind authentisch und gut ausgearbeitet und die Spannung wird auch über mehrere hundert Seiten aufrechterhalten.

Die Geschichte ist aus der Sicht verschiedener Figuren geschrieben, sodass man alle besser kennenlernt und ihre Absichten verstehen kann.
Dadurch werden einem verschiedene Sichtweisen auf bestimmte Dinge aufgezeigt und diese bringen einen immer wieder zum Nachdenken. Natürlich helfen die Wechsel einem auch dabei, besser in die Geschichte eintauchen zu können, wodurch das Buch nur noch spannender wird.

Der Protagonist Till, Max´ Vater, möchte unbedingt herausfinden, was mit seinem Kind passiert ist. Till ist sich sicher, dass Guido Tramnitz seinen Sohn entführt und ermordet hat.
Um ein Geständnis von ihm zu bekommen, lässt Till sich als Patient einweisen.
Das zeugt schon von unglaublichem Mut und seine Entschlossenheit, den Mörder seines Sohnes zu überführen, finde ich erstaunlich.
Er war mir von Anfang an sympathisch und ich habe über das ganze Buch hinweg mit ihm gelitten.

„Der Insasse“ behandelt ein ziemlich emotionales Thema; die Ermordung von Kindern. Und Fitzek bringt die Gefühle des verzweifelten Vaters so realistisch rüber, macht sie so greifbar, dass das Buch selbst die hartgesottensten Leser nicht kalt lässt.

Der Schluss ist unglaublich überraschend und einfach genial. Teilweise ist es zum Ende hin jedoch ziemlich grausam und gewalttätig, also nichts für zart besaitete Leser.

Cover:

Das Cover ist wirklich toll gestaltet und passt perfekt zu der Geschichte. Der rote Buchschnitt der Limited Edition ist traumhaft schön; er harmoniert mit dem weißen Cover und der roten Schrift.

Fazit:

„Der Insasse“ ist ein super guter Psychothriller, der mich gefesselt und nicht mehr losgelassen hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2020

Ein schönes Kinderbuch

Spirit Animals, Band 1: Der Feind erwacht
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Klappentext:

In Erdas trinken jedes Jahr alle elfjährigen Kinder von einem geheimnisvollen Nektar. Wenn sie zu den Auserwählten gehören, erscheint ihnen daraufhin ein Seelentier, mit dem sie eine besondere ...

Klappentext:

In Erdas trinken jedes Jahr alle elfjährigen Kinder von einem geheimnisvollen Nektar. Wenn sie zu den Auserwählten gehören, erscheint ihnen daraufhin ein Seelentier, mit dem sie eine besondere Bindung eingehen.

In diesem Jahr verbinden sich vier der Kinder jeweils mit einem der legendären Gefallenen Tiere: Abeke erscheint die Leopardin Uraza, Conor ruft den Wolf Briggan, Meilin die Pandabärin Jhi und Rollan den Falken Essix.

Erdas wird kurz darauf von einer dunklen Macht angegriffen, die nur mithilfe der Freunde bezwungen werden kann. Plötzlich stehen sie im Mittelpunkt eines Konflikts, dessen Ursprung viele Jahre zurückliegt. Wem können sie trauen? Wer will Erdas retten und wer das Land zerstören?

Conor, Meilin und Rollan werden von dem Bund der Grünmäntel um Unterstützung gebeten. Abeke dagegen wird von Zerif abgefangen, der ein Freund zu sein scheint. Im Gebirge von Amaya treffen die vier Freunde wieder aufeinander. Hier lebt das Große Tier Arax, dessen Talisman seinem Besitzer übermenschliche Kräfte verleiht. Die Grünmäntel wollen ihn nutzen, um Erdas zu schützen. Zerif verfolgt jedoch ein ganz anderes Ziel …


Meinung:

Der Schreibstil von Brandon Mull ist flüssig und gut verständlich. Dadurch können auch kleinere Kinder der Handlung folgen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Abeke, Connor, Meilin und Rollan erzählt und durch die Abbildungen der Seelentiere über der jeweiligen Kapitelüberschrift weiß man immer, aus wessen Sicht das Kapitel geschrieben ist.

Abeke hatte eine schwierige Kindheit, da ihr Vater ihre ältere Schwester Soama bevorzugt hat. Da Abeke – im Gegensatz zu den anderen Mädchen in ihrem Dorf – lieber jagt als zu töpfern, kommt es gleich zu Beginn des Buches zu einem Streit zwischen ihr und ihrem Vater. Ihr Seelentier, die Leopardin Uraza, passt gut zu ihr und ihrer kämpferischen Art, wodurch die beiden von Anfang an ein Herz und eine Seele sind.

Der 12-jährige Connor arbeitete vor der Zeremonie als Diener von Devin Trunswick, dem ältesten Sohn des Grafen, bei dem Connors Vater Schulden hatte. Als der Sohn des Schäfers den Wolf Briggan ruft, ist er zunächst misstrauisch. Wölfe hatten drei seiner Lieblingshunde getötet und nur durch den Verlust vieler Schafe durch die Wölfe hatte Connors Vater überhaupt Schulden gemacht. Doch schnell legt sich das Misstrauen und der loyale und gutmütige Connor freundet sich mit Briggan an.

Meilin ist die Tochter eines angesehenen Kommandanten und bekam schon in früher Kindheit Privatunterricht in verschiedensten Kampftechniken. Anfangs ist sie erschrocken, weil sie sich ein Seelentier erhofft hatte, das besser zu ihr und ihrem Charakter passt. Doch im Laufe der Geschichte wird klar, dass sie und die Pandabärin Jhi sich perfekt ergänzen und die Ruhe, die Jhi ausstrahlt, wirkt sich positiv auf die temperamentvolle Meilin aus.

Rollan ist als Waisenkind in den Straßen Concorbas aufgewachsen. Schon auf den ersten Seiten beweist er seinen Mut und seine Treue, als er für einen Freund ein Medikament besorgen will. Besonders anfangs ist auch die Beziehung zwischen Rollan und seinem Seelentier Essix, dem Gerfalken, angespannt. Sie hört nicht auf ihn und scheint genauso stur zu sein wie Rollan, doch er lernt, mit ihr umzugehen und die beiden werden zu einem eingespielten Team.

Insgesamt wird in dem Buch immer wieder betont, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind. Dadurch werden den Kindern wichtige Werte vermittelt.

Cover:

Das Cover zeigt die vier Helden und ihre Seelentiere. Es ist schön gestaltet und passt gut zu der Handlung.

Fazit:

Ein schönes Buch für Kinder ab ca. 10 Jahren mit einer spannenden Geschichte und tollen Charakteren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2020

Ein tolles Kinderbuch über Freundschaft und Zusammenhalt

Das wilde Uff, Band 1: Das wilde Uff sucht ein Zuhause
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Klappentext:

Lio Peppel macht einen irren Fund: das Uff, ein freches Urzeitwesen mit großer Klappe. Vor Millionen von Jahren hat es sich zu einem kurzen Nickerchen hingelegt und ist erst in unserer Zeit ...

Klappentext:

Lio Peppel macht einen irren Fund: das Uff, ein freches Urzeitwesen mit großer Klappe. Vor Millionen von Jahren hat es sich zu einem kurzen Nickerchen hingelegt und ist erst in unserer Zeit wieder aufgewacht. Nun bringt es das Leben der Peppels gehörig durcheinander: Es entfacht gemütliche Lagerfeuer in der Küche, futtert Porzellanteller und verschönert die Schulaula mit Höhlenmalereien. Lio könnte nicht glücklicher sein. Doch andere wittern eine Sensation ...

Meinung:

Der Schreibstil von Michael Petrowitz ist altersgerecht und angenehm zu lesen. Er erzählt die Geschichte von Lio und Uff mit viel Humor und Ironie.

Gleich am Anfang lernen wir Professor Dr. Dr. Othenio Snaida, den Antagonisten, und seinen einzigen Freund, eine in Bernstein eingeschlossene Mücke namens Churchill, kennen. Er ist ganz versessen darauf, das Uff zu fangen, da ihm die Forschungsgelder gestrichen wurden und seine Kollegen ihn nicht ernst nehmen. Der verrückte Professor sorgt mit seinen seltsamen Angewohnheiten immer wieder für Lacher.

Mit dem Uff findet Lio einen herzensguten, lustigen und treuen Freund, wie ihn sich jedes Kind wohl wünschen würde. Die beiden erleben eine Menge zusammen und wachsen dem Leser sofort ans Herz. Man ist sofort mittendrin und kann gar nicht mehr aufhören, zu lesen.

Uff ist durch sein „kurzes Nickerchen“ ein wenig aus der Zeit gefallen. Er bemüht sich allerdings, dazu zu lernen.

Auch Lio ist ein toller Charakter und total sympathisch. Er kümmert sich rührend um Uff und an vielen Stellen hat man Mitleid mit ihm, wenn ihm der Vermieter Herr Winz oder auch der Professor wieder einmal zusetzen. Auch wenn seine Versuche, Uff zu verstecken, oft scheitern, ist er ihm ein guter Freund und setzt sich für Uff ein.

Durch die angemessene Schriftgröße und Sprache ist „Das wilde Uff“ ein gutes Buch für Leseanfänger.
Das Ganze wird durch die schönen Illustrationen von Benedikt Beck unterstützt, welche das Leseerlebnis besonders für die Kleinen noch viel greifbarer machen.

Cover:

Das Cover zeigt Uff, der sich an Lios Air-Spider 325 festhält, und Lio, der den Hubschrauber steuert.
Das Cover passt gut zu der lustigen Geschichte und auch die Farbwahl ist für ein Kinderbuch geeignet.

Fazit:

„Das wilde Uff“ ist spannend und witzig und daher gut für Kinder geeignet, kann aber auch älteren Lesern Spaß machen. Petrowitz hat eine schöne Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt erschaffen, die den Lesern einige wichtige Werte vermittelt.
Ein interessantes Buch für Leseanfänger und eine absolute Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2020

Ein magisches Kinderbuch

Drachenreiter
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Klappentext:

Eine abenteuerliche Reise liegt vor Lung, dem silbernen Drachen, und seinen Begleitern, dem Koboldmädchen Schwefelfell und dem Waisenjungen Ben. Sie sind auf der Suche nach einem sicheren ...

Klappentext:

Eine abenteuerliche Reise liegt vor Lung, dem silbernen Drachen, und seinen Begleitern, dem Koboldmädchen Schwefelfell und dem Waisenjungen Ben. Sie sind auf der Suche nach einem sicheren Ort für Lungs Artgenossen, für die es in der Menschenwelt keinen Platz mehr zu geben scheint. Lung setzt seine ganze Hoffnung auf den sagenumwobenen "Saum des Himmels". Dort, irgendwo zwischen den Gipfeln des Himalaya versteckt, soll die ursprüngliche Heimat der Drachen liegen. Noch ahnen die drei jedoch nicht, dass es etwas viel Bedrohlicheres als die Menschen gibt - Nesselbrand den Goldenen, das gefährlichste Drachen jagende Ungeheuer, das die Welt je gesehen hat. Und er ist ihnen auch schon auf der Spur ...

Meinung:

Der Schreibstil von Cornelia Funke ist flüssig und gut verständlich, sodass auch kleinere Kinder der Geschichte gut folgen können. Das Buch bietet ein magisches Leseerlebnis für Groß und Klein.

Der mutige Silberdrache Lung tut alles, um seine Artgenossen zu retten. Das macht ihn zu dem eigentlichen Helden der Geschichte. Er ist so warmherzig und treu und vom Charakter her ein typischer Kinderbuchheld. Trotzdem wirkt er nicht klischeehaft, sondern gerade durch seinen Mut unglaublich sympathisch.

Ben, der Menschenjunge, der sich als Waise allein in der Speicherstadt durchschlagen musste, wird im Laufe der Geschichte zu einem von Lungs besten Freunden. Er gibt nicht so schnell auf und ist eine sehr mutige und starke Figur.

Das aufmüpfige Koboldmädchen Schwefelfell sorgt immer wieder für Lacher. Sie ist launisch und definitiv nicht auf den Mund gefallen, was sie zu meinem absoluten Lieblingscharakter macht. Besonders ihre Gespräche mit dem Homunkulus Fliegenbein sind amüsant und drollig.

Nesselbrand, der Goldene ist der Hauptantagonist. Er versucht, den Saum des Himmels zu finden, um die Silberdrachen zu fressen. Dafür lässt er Lung von seinem Panzerputzer Fliegenbein ausspionieren, welcher sich jedoch auf die Seite der Drachen schlägt und Nesselbrand für seine neuen Freunde verrät.

Die schwarz-weißen Bilder sind hübsch gestaltet und begeistern besonders jüngere Leser. Auch die Länge der Kapitel ist auf die Zielgruppe abgestimmt, was das Lesen für die Kleinen zusätzlich erleichtert.

Cover:

Das Cover zeigt Ben, Schwefelfell und Fliegenbein auf Lungs Rücken. Es ist gut gelungen und passt gut zu dem Cover des zweiten Bands. Auch die Farbwahl gefällt mir und betont den Titel noch einmal ganz besonders.

Fazit:

„Drachenreiter“ ist ein rundum gelungenes, wunderschönes Buch für Leser aller Altersgruppen. Die Illustrationen und die kurzen Kapitel sind zwar besonders für Jüngere geeignet, die Geschichte kann durch Funkes bildhaften, anschaulichen Schreibstil allerdings Jung und Alt fesseln.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.10.2020

Ein ganz besonderes Buch

Love Letters to the Dead
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Klappentext:

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls ...

Klappentext:

Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse und Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie den Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben …

Meinung:

Ich habe „Love Letters to the Dead“ vor einiger Zeit auf BookTube entdeckt und der Klappentext hat sofort meine Neugier geweckt. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Erstmal muss ich sagen, dass mir die Form wirklich gut gefällt. Ich dachte, dass man bei Briefromanen nicht so gut in die Geschichte reinkommt und mit den Charakteren nicht richtig warm wird, aber meine Bedenken wurden schnell ausgeräumt.

Schon nach wenigen Seiten hatte die Handlung mich gefesselt und Laurel war mir total sympathisch, weil sie eben nicht als makellose Heldin dargestellt wird, sondern als ein verwirrter Teenager, der sich alleingelassen und fühlt und mit Schuldgefühlen ringt. Man merkt schon am Anfang des Buches, dass Laurel und May eine ganz besondere Beziehung zueinander hatten. Laurel wirkt ohne ihre große Schwester ziemlich verloren, macht aber eine bemerkenswerte Charakterentwicklung durch. Sie wird zunehmend selbstständiger, findet eigene Freunde und hinterfragt nicht mehr alles und jeden.

Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Sky finde ich süß; sie ist unaufdringlich und realistisch.
Die Konflikte, mit denen Laurels Freunde zu kämpfen haben, gefallen mir auch. Jeder hat eigene Probleme, die sich auf seine Handlungen und seine Denkweise auswirken.

Leider sind die berühmten Personen, denen Laurel schreibt, meiner Meinung nach etwas zu kurz gekommen. Ich hätte gern mehr über ihre Lebensgeschichten erfahren, da mir beispielsweise Amelia Earhart noch unbekannt war. Darüber kann ich aber hinwegsehen, da ich das Buch ansonsten wirklich gut fand. Vor allem das Ende war sehr berührend und traurig und hat die Handlung zu einem guten Abschluss gebracht.

Cover:

Das Cover zeigt einen wunderschönen Abendhimmel. Auch die Schrift gefällt mir, da sie so handgeschrieben aussieht und deshalb gut zu dem Thema passt. Insgesamt illustriert das Cover die Melancholie, die man in dem gesamten Werk wiederfindet.

Fazit:

„Love Letters to the Dead“ überzeugt nicht nur mit einem spannenden Plot und tollen liebenswürdigen Charakteren, sondern auch mit vielen tiefgründigen Zitaten, die zum Nachdenken anregen. Ein absolutes Must-Read!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere