Ein ungewöhnlicher Deal, der zur Großen Liebe führt
Mayfair Ladys - Drei Junggesellen für Lady BeatriceIch hatte sehr viel Freude an dem Buch und es passt wunderbar zur romantischen Jahreszeit!
Worum geht es?
In „Mayfair Ladys – Drei Junggesellen für Lady Beatrice“ begleiten wir Lady Beatrice, eine ältere ...
Ich hatte sehr viel Freude an dem Buch und es passt wunderbar zur romantischen Jahreszeit!
Worum geht es?
In „Mayfair Ladys – Drei Junggesellen für Lady Beatrice“ begleiten wir Lady Beatrice, eine ältere Jungfer, die sich damit abgefunden hat, auf dem Heiratsmarkt kaum noch Beachtung zu finden. Nach einem Unfall trägt sie sichtbare Narben im Gesicht – und mit ihnen die Vorurteile der Gesellschaft. Dennoch wird ihr Leben auf den Kopf gestellt, als sie den drei jungen Herren eines angesehenen Hauses bei der Brautwerbung helfen soll. Was als pragmatischer Deal beginnt, entwickelt sich zu einer emotionalen Reise, in der Beatrice nicht nur ihr eigenes Herz entdeckt, sondern auch erkennt, dass wahre Anziehung weit tiefer geht als gesellschaftliche Erwartungen oder äußere Schönheit.
Meine Meinung zum Buch (inkl. leichter Spoiler)
Die Grundidee des Romans hat mir ausgesprochen gut gefallen. Besonders erfrischend fand ich, dass die Protagonistin nicht die typische junge Schönheit aus gutem Haus ist, die in die Gesellschaft eingeführt werden soll, sondern eine Frau, die längst von ihrem Umfeld abgeschrieben wurde und trotzdem eine wichtige, aktive Rolle einnimmt. Die Dynamik mit Francis fand ich sehr schön und auch teilweise berührend. Das Motiv, dass für jeden „Topf ein Deckel“ existiert und dass wahres Begehren nichts mit gesellschaftlichen Maßstäben zu tun hat, wird im Buch glaubwürdig aufgegriffen.
Wenn ich etwas kritisieren müsste hätte ich mir ganz persönlich an manchen Stellen etwas mehr Leichtigkeit oder Humor gewünscht – gerade weil drei unverheiratete Junggesellen doch viel Potenzial für humorvolle Momente bieten. Und ich hätte auch gerne mehr gesehen, wie sich die Dynamik zwischen Hugh, Walther und deren Angebeteten entwickelt. Das ist aber vermutlich eher eine Frage meiner eigenen Erwartungshaltung als ein wirklicher Makel des Buches (Oder vielleicht sind weitere Bücher geplant? :D Ich hoffe es sehr…).
Zudem hat mich die intime Szene etwas überrascht. Für meinen Geschmack wirken solche Szenen manchmal eher wie ein Zugeständnis an bestimmte Genre-Erwartungen. Allerdings fand ich es sehr schön, dass die Autorin erklärt hat, warum ihr diese Szene wichtig war: um zu zeigen, wie tief die Francis‘ Wertschätzung für Beatrice geht, Narben und gesellschaftliche Normen hin oder her. Mit diesem Hintergrund wirkt die Szene deutlich sinnvoller und emotionaler verankert.
Insgesamt habe ich das Buch wirklich gern gelesen und die Botschaft sowie die besondere Heldin sehr geschätzt. Ich freue mich, mehr von der Autorin zu lesen~