Profilbild von Barbara-Ann

Barbara-Ann

Lesejury Star
online

Barbara-Ann ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Barbara-Ann über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2019

Spannender Reisebericht

Das Jahr nach dem Abi
0

Bevor ich die Leseprobe zu diesem Buch lesen durfte, hatte ich von diesem Autor, der schon einen Bestseller geschrieben hat, noch nichts gehört. Aber die Leseprobe hat mich direkt überzeugt, da ich selber ...

Bevor ich die Leseprobe zu diesem Buch lesen durfte, hatte ich von diesem Autor, der schon einen Bestseller geschrieben hat, noch nichts gehört. Aber die Leseprobe hat mich direkt überzeugt, da ich selber gerne reise. Der Autor Paul Bühre hat nach seinem Abitur erst einmal eine große Reise unternommen. Da er Kung-Fu aus den Filmen so toll fand, ist er nach China gereist, um es an einer Kung-Fu-Schule zu lernen. Da war er dann einer der wenigen westlichen Schüler, während an der Schule noch viele chinesische Kinder unterrichtet wurden.

Nach den Monaten in China ist Paul Bühre nach Indien weiter gereist, um dort an einer Schule zu helfen. Gut beschreibt er im Buch die gewaltigen Unterschiede zwischen den Kulturen und dem Verhalten der Kinder. Als Lehrer beißt er sich durch und versucht es immer wieder, den Kindern etwas beizubringen, was oft schon daran scheitert, dass die Kinder einfach kein Englisch können.

Nach einem kurzen Aufenthalt in Berlin ging es für den Autor dann weiter nach Schottland, wo er auf einem Hof gearbeitet hat und gerne lernen wollte, mit Holz zu arbeiten. Er schreibt sehr gut, dass alle diese Erfahrungen aus im den Menschen gemacht haben, der er nun ist und dass es nach den Reisen auch schön ist, wieder nach Hause zu kommen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Autor beschreibt sehr angenehm seine Tage in den jeweiligen Orten, so dass man sich ein gutes Bild davon machen kann. Er möchte die Orte und die Menschen kennenlernen und das ohne Vorurteile, das gefällt mir sehr gut, denn nur so kann man sich ein richtiges Urteil erlauben.

Empfehlen würde ich das Buch den Menschen, die vielleicht wirklich noch keinen Plan haben und sich inspirieren lassen möchten, wie es im Titel steht. Aber gleichzeitig würde ich das Buch auch allen empfehlen, die sich für fremde und dabei vor allem asiatische Kulturen interessieren und darüber etwas aus erster Hand erfahren möchten.

Veröffentlicht am 03.04.2019

Ein Buch aus der Praxis

Die Macht der Affäre
0

Die Autorin ist Psychotherapeutin und eine der berühmtesten Paartherapeutinnen der Welt. Ich finde, dass man dem Buch diese Erfahrung mit dem Thema definitiv anmerkt. Es beschreibt sehr anschaulich Beispiele ...

Die Autorin ist Psychotherapeutin und eine der berühmtesten Paartherapeutinnen der Welt. Ich finde, dass man dem Buch diese Erfahrung mit dem Thema definitiv anmerkt. Es beschreibt sehr anschaulich Beispiele aus der Praxis der Autorin und dazu dann auch eine Erklärung, warum die Menschen in dem Moment so gehandelt haben, auch wenn das für Außenstehende im ersten Moment teilweise unverständlich ist.

Aber was sie schreibt, klingt sehr plausibel und wirkt sehr gut recherchiert. Zudem finde ich es eben gut, dass es nicht nur trockene Lektüre über dieses Gebiet der Psychotherapie ist, sondern durch die Beispiele wirkt das Buch sehr interessant. Das Buch ist in vier große Bereiche unterteilt, die der Reihe nach die Themen und Fälle besprechen, in denen Betroffene sich vermutlich alle irgendwo wiederfinden können.

Ich finde es auch sehr interessant zu lesen, wie sie von Patienten berichtet und zu welchen Wegen und Lösungen die Autorin den betroffenen Paaren oder Personen geraten hat. Das Cover gefällt mir gut. Es zeigt angedeutet schön, worum es geht und zusammen mit dem Titel ist es dann sofort klar, was für eine Lektüre man erwarten darf.

Ich würde das Buch vor allem den Menschen empfehlen, die von einer der beschriebenen Situationen betroffen sind, damit die Leser vielleicht Klarheit bekommen, wie es weiter gehen kann. Aber auch wenn man nicht betroffen ist, ist es eine interessante Lektüre, weil man einiges über die Psychologie in einer Beziehung erfahren kann.

Veröffentlicht am 01.04.2019

Ein wichtiges Buch

Die große Heuchelei
2

In seinem Buch beschreibt der Autor die Kriege, die es aktuell gibt und wie die Menschen in den Ländern darunter leiden, während die westlichen Länder davon reden, dass die Werte aufrechterhalten werden ...

In seinem Buch beschreibt der Autor die Kriege, die es aktuell gibt und wie die Menschen in den Ländern darunter leiden, während die westlichen Länder davon reden, dass die Werte aufrechterhalten werden müssen, während es eigentlich nur um die eigenen Interessen geht. Es gibt keine sauberen Kriege und weil die Regierungen einem nie die volle Wahrheit sagen, schreibt der Autor seine Bücher.

Ich hatte bisher noch kein Buch des Autors gelesen, fand das vorliegende Buch aber mehr als beeindruckend. Er berichtet über Kriege und die Betroffenen Zivilisten aus erster Hand, denn er sieht sich die Regionen vor Ort an und redet mit den Menschen. Dabei schreibt er nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern beschreibt einfach, was er sieht und über die Kriege weiß.

Genau das macht das Buch für mich so besonders, dass man sich selber sehr viele Gedanken machen muss. Leicht zu lesen ist das Buch nicht, aber das ist bei dem Thema auch klar. Trotzdem ist das Buch sehr lesenswert und wichtig, denn es zeigt einige Themen auf, über die wir Bürger uns Gedanken machen müssen. Auch über die Geschichte lernt man einiges, aber ich fand es immer spannend und nicht zu trocken. Allgemein würde ich das Buch allen empfehlen, die auch mal hinter die Kulissen blicken möchten und aus erster Hand auch von der Seite etwas erfahren möchten, über die man in unseren Medien kaum oder nichts lesen und hören kann.

Veröffentlicht am 12.03.2019

Wirklich ein Jugendbuch?

Deathland Dogs
0

Zu diesem Buch bin ich zwiegespalten. Einerseits ist es wirklich sehr spannend geschrieben und vor allem mit dem Hauptcharakter Jeet wird man sehr schnell warm. Man kann sein Handeln in weiten Teilen verstehen, ...

Zu diesem Buch bin ich zwiegespalten. Einerseits ist es wirklich sehr spannend geschrieben und vor allem mit dem Hauptcharakter Jeet wird man sehr schnell warm. Man kann sein Handeln in weiten Teilen verstehen, zumindest erging es mir so.

Jeet kann als einer der wenigen noch verbliebenen Menschen lesen und schreiben und soll seine Geschichte aufschreiben und der Nachwelt erhalten. Das fängt er auch gerne an, nur wird es immer schwieriger im Verlauf der Geschichte.

Schon am Anfang des Buches wird darauf hingewiesen, dass auf einige Satzzeichen, vor allem auf Kommas, verzichtet wird und ich muss zugeben, dass ich mich im Verlauf des ganzen Buches nicht recht mit dieser Tatsache anfreunden konnte.

Was ich noch für ein Jugendbuch schwierig fand, war die zum Teil sehr detaillierte Beschreibung von brutalen und blutigen Szenen, bei denen ich als Erwachsene schon schlucken musste.
Aber davon abgesehen fand ich das Buch sehr gut geschrieben und auch das Cover finde ich toll. Es fällt in der Buchhandlung den interessierten Jugendlichen sicher sehr schnell auf.

Veröffentlicht am 02.03.2019

Ein spannendes Jahrzehnt in Paris

An den Ufern der Seine
0

Dieses Buch beginnt fast mitten im Krieg und erst einmal fühlte ich mich ein wenig erschlagen von den vielen Menschen, über die im Buch berichtet wird. Schnell stellt sich aber heraus, dass es vor allem ...

Dieses Buch beginnt fast mitten im Krieg und erst einmal fühlte ich mich ein wenig erschlagen von den vielen Menschen, über die im Buch berichtet wird. Schnell stellt sich aber heraus, dass es vor allem um die drei Schriftsteller Camus, de Beauvoir und Sartre geht, die sozusagen den Kern dieser Geschichte bilden. Während des Krieges und auch danach geht es um das Leben in Paris, das während der deutschen Besatzung natürlich sehr schwer ist, danach aber umso lebendiger ist.

Da sich das Buch um diese Schriftsteller und ihre Freunde und andere Künstler im Paris dieser Zeit dreht, liest es sich wie ein Roman und nicht so sehr wie ein Sachbuch, um das es sich ja eigentlich handelt. Aber ich hatte zwischendurch dieses Gefühl, dass ich immer weiter wissen wollte, was passiert und das kenne ich bei Sachbüchern von mir gar nicht so wirklich.

Empfehlen kann ich dieses Buch allen, die sich für die Geschichte Frankreichs und besonders der Hauptstadt Paris zu dieser Zeit interessieren und die auch ein Interesse an der französischen Literatur haben, die in dieser Zeit entstand. Ich muss zugeben, dass das bei mir bislang nicht der Fall war, aber dieses Buch hat mich doch inspiriert, einige Bücher der vorgestellten Autoren mal lesen zu wollen.