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Veröffentlicht am 27.10.2018

Zwölf Leben

Zwölf Leben
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In diesem Buch geht es um Hattie, die elf Kinder auf die Welt gebracht hat. Auch von einem Enkelkind wird erzählt. Zwölf Leben sind es, die sich völlig unterschiedlich entwickeln. Als Hattie aus dem Süden, ...

In diesem Buch geht es um Hattie, die elf Kinder auf die Welt gebracht hat. Auch von einem Enkelkind wird erzählt. Zwölf Leben sind es, die sich völlig unterschiedlich entwickeln. Als Hattie aus dem Süden, genauer gesagt aus Georgia, nach Philadelphia in den Norden kommt, ist es für sie eine ganz andere Welt, weil sie das Gefühl hat, auch als dunkelhäutige Frau etwas erreichen zu können, was im Süden ganz unmöglich scheint. Genau deswegen gibt sie ihren ersten Kindern, den Zwillingen auch die Namen Philadelphia und Jubilee, die eben diese Freude und Hoffnung zum Ausdruck bringen sollen. Dass sich die Hoffnung nicht erfüllt, wird in diesem Buch sehr gut und eindringlich beschrieben.

Die Kapitel sind so aufgeteilt, dass es immer um eines oder zwei der Kinder oder um das Enkelkind geht. Dabei sind die Kapitel im Grunde wie Kurzgeschichten aufgebaut, weil man sie auch alleine lesen und verstehen könnte. Aber die gesamte Geschichte wird doch erst dann deutlich, wenn man die Kapitel hintereinander liest, wie es bei einem Roman eben üblich ist. Auf einer der letzten Seiten gibt es einen Stammbaum, der gut aufgebaut ist und einem hilft, den Überblick zu bewahren, wessen Geschichte wann erzählt wird.

Alles in allem ist es ein Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Es bringt die Geschichte der dunkelhäutigen Bevölkerung in Amerika in dieser Zeit sehr gut rüber und scheint auch allgemein sehr gut recherchiert zu sein. Über die Geschichten der Kinder wird auch die Geschichte von Hattie erzählt, die es in ihrem Leben trotz all der Hoffnungen nicht leicht hatte, weil diese sich einfach nicht erfüllt haben. Trotz des nicht ganz leichten Themas ist es ein Buch, das ich verschlungen habe und in dem ich in jeder freien Minute weiter lesen wollte.

Veröffentlicht am 27.10.2018

Die Sänger des großen Flusses

River Singers: Aufbruch ins Ungewisse
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Obwohl ich nicht mehr ganz zur Zielgruppe dieses Buches gehöre, hat es mir gut gefallen. Das Cover erinnert mich sehr an viele andere Bücher für Kinder, die von Tieren handeln. Es zeigt ein Raubtier und ...

Obwohl ich nicht mehr ganz zur Zielgruppe dieses Buches gehöre, hat es mir gut gefallen. Das Cover erinnert mich sehr an viele andere Bücher für Kinder, die von Tieren handeln. Es zeigt ein Raubtier und darunter zwei kleine Schermäuse, die sich zusammen kauern, um nicht gefunden und gefressen zu werden. Damit zeigt das Cover schon ganz gut, worum es in dem Buch geht. Es geht um Sylvan und seine Geschwister, die in ihrem Territorium am großen Fluss nicht mehr sicher sind, seit ein Raubtier ihre Mutter und auch die Weibchen der Nachbarterritorien gefressen hat.

Also entschließen sich die Jungtiere dazu, sich eine neue Heimat zu suchen. Dass das natürlich für die Jungtiere, die von der Mutter erst einen Tag Instruktionen zu dem Umgang und dem Leben in der Natur bekommen haben, sehr gefährlich ist, versteht sich dabei von selbst. Vorher waren die jungen Fluss-Sänger, wie die Schermäuse wegen ihrer Verbundenheit zum Fluss auch genannt werden, nur in ihrem Bau unterwegs. Auf ihrer Reise lernen sie eine Ratte kennen, mit der sie sich anfreunden, was ungewöhnlich ist, weil Ratten eigentlich Feinde der Schermäuse sind und deren Jungtiere fressen.

Das Buch ist gut und verständlich geschrieben und wird von Kindern in der angegebenen Altersklasse von ca. 9 Jahren gut verstanden werden. Was mich gestört hat, ist die Sprache der Ratte, die sehr merkwürdig ist. Das finde ich bei einem Kinderbuch nicht wirklich angebracht, weil möglicherweise doch die Gefahr besteht, dass Kinder sich so etwas falsches einprägen. Sehr schön finde ich bei dem Buch, dass die Kinder viele verschiedene Tiere kennen lernen. Wie ich das verstanden habe, ist das Buch der Auftakt einer Serie, was ich mir auch sehr gut vorstellen kann.

Veröffentlicht am 27.10.2018

Interessantes, aktuelles Sachbuch

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Dieses Buch gefiel mir gut, auch wenn ich sonst mit Sachbüchern in der Regel eher weniger anfangen kann. Aber das Buch beschreibt ein so aktuelles Thema und vor allem ein Thema, mit dem die meisten Menschen ...

Dieses Buch gefiel mir gut, auch wenn ich sonst mit Sachbüchern in der Regel eher weniger anfangen kann. Aber das Buch beschreibt ein so aktuelles Thema und vor allem ein Thema, mit dem die meisten Menschen auf irgendeine Weise konfrontiert sind. Irgendwie hinterlassen wir doch alle unsere Spuren im Netz und diese können natürlich auch ausgewertet werden. Das Cover gefällt mir sehr gut, weil es einfach gehalten ist, aber aus dem Bild doch sofort hervorgeht, worum es in dem Buch geht. Es ist schön, dass sich ein Buch mit dem Thema befasst und den Trend analysiert, dass man alles ins Netz stellt und auch Apps und solche Dinge ausgewertet werden. Sicher geht der Trend der Zeit in diese Richtung, aber trotzdem finde ich es wichtig, dass man sich über die Vor- und Nachteile informiert. Dafür sorgt das Buch unheimlich gut, weil es sehr gut recherchiert ist und die Vor- und Nachteile oft beschrieben werden, ohne dem Leser eine Antwort zu geben, wie er etwas machen muss. Man muss schon selber nachdenken, was für einen selbst das richtige ist. Das Buch ist sehr gut in Kapitel strukturiert und auch das erleichtert einem das Lesen ungemein. Allgemein ist es ein Buch, was ich auf jeden Fall weiterempfehlen würde, weil ich es wichtig finde, dass man informiert darüber ist, wie man seine Spuren hinterlässt und ob man das wirklich immer möchte.

Veröffentlicht am 27.10.2018

Der Sommer der Freiheit

Der Sommer der Freiheit
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Ich habe von der Autorin noch kein Buch gelesen, wurde aber doch sofort warm mit diesem Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Es wirkt sehr gut recherchiert und auch die Orte und Routen werden gut beschrieben. ...

Ich habe von der Autorin noch kein Buch gelesen, wurde aber doch sofort warm mit diesem Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Es wirkt sehr gut recherchiert und auch die Orte und Routen werden gut beschrieben. Auch die Protagonisten mit ihrer Kleidung und Sprechweise sorgten sofort dafür, dass ich schnell in die Geschichte und damit in das Jahr 1913 hinein kam. Die Autorin schafft es mit ihrem Schreibstil sehr gut, einen richtig in die Geschichte hinein zu ziehen, so dass man nach Stunden des Lesens beinahe verwundert ist, dass kein Krieg herrscht und dass man im Jahr 2018 ist. In der Geschichte geht es um Selma, die mit ihrer Familie im Jahr 1913 in der Sommerfrische in Baden-Baden weilt und dort das Auto ihres Verlobten fahren darf, weil dieser nicht in die Sommerfrische folgen kann.

Bei diesen Touren lernt sie Constanze und Robert kennen, die zu guten Freunden von Selma werden und mit denen sie so einige Touren in die Umgebung unternimmt. Robert ist Franzose und das wird im Krieg noch zu einigen Verwicklungen führen, ebenso wie der Umstand, dass sich Selma in ihn verliebt. Das Buch spielt zwar in der Zeit des Krieges, aber trotzdem steht der Krieg nicht direkt im Vordergrund, was mir sehr gut gefallen hat. Es geht hauptsächlich um das gesellschaftliche Leben und wie es sich in der Zeit verändert hat. Aber das bedeutet nicht, dass die Schrecken des Krieges außen vor gelassen worden wären.

Da Selmas Mann und auch der Bruder in den Krieg ziehen und auch andere Menschen im Umfeld der Familie davon berichten, wie schwer sie vom Krieg getroffen wurden, ist der Krieg doch immer allgegenwärtig, auch wenn in Berlin die Lage nicht so schlimm ist wie in anderen Orten, wie zum Beispiel der Heimat von Constanze, die nahe der französischen Grenze in Metz liegt. Auch wenn das Buch mit 652 Seiten nicht gerade dünn ist, so fand ich es doch nie langatmig und immer spannend.

Veröffentlicht am 26.10.2018

Nicht nur für Jugendliche ein packender Thriller

Lost Souls Ltd. 1: Blue Blue Eyes
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Der Thriller um die Organisation „Lost Souls Ltd.“ ist wirklich gelungen, wie ich finde. Auf jeden Fall ist es ein Buch, das nicht nur Jugendliche lesen können. Auch als erwachsene Leserin fand ich es ...

Der Thriller um die Organisation „Lost Souls Ltd.“ ist wirklich gelungen, wie ich finde. Auf jeden Fall ist es ein Buch, das nicht nur Jugendliche lesen können. Auch als erwachsene Leserin fand ich es sehr spannend und konnte es kaum zur Seite legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Die Autorin hat es sehr gut geschafft, das Team zu beschreiben und auch die Aufgabe, die erfüllt werden muss. Das Team besteht aus den drei Jugendlichen Ayden, Raix und Nathan, die alle drei schlimme Erlebnisse verkraften mussten und es sich nun zu ihrer Aufgabe gemacht haben, anderen Jugendlichen ein ähnliches Schicksal zu ersparen.

Ihre momentane Aufgabe besteht darin, die 17-, bzw. im weiteren Verlauf 18-jährige Kata zu beschützen. Sie kommt einen Tag zu früh aus dem Internat nach Hause und dadurch wird sie beinahe bei dem Anschlag auf ihre Adoptiveltern auch getötet. Durch Raix wird sie geschützt und natürlich bleiben bei ihr einige Fragen offen. Ihr Patenonkel John Owen taucht auf und nimmt sie mit zu sich nach Hause. Ohne jetzt zu viel verraten zu wollen, so habe ich es mir gleich gedacht, dass dieser Patenonkel in der Geschichte mit drin steckt und so war es dann auch.

Man erfährt in dem Buch nur immer Stück für Stück weitere Teile aus der aktuellen Geschichte, aber auch aus der Vergangenheit der einzelnen Protagonisten. Besonders spannend fand ich auch die Suche von Kata nach ihrer Vergangenheit und zu ihrer richtigen Familie. Ich finde es toll, dass es sich bei dem Buch um einen Auftakt zu einer Serie handelt und ich freue mich schon auf weitere Teile.