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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2018

Das Leben mit Kindern

Eltern haften an ihren Kindern
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Auf dem Buch steht auf der Vorderseite und auch auf der Rückseite groß drauf, dass es kein Ratgeber ist. Das ist es auch nicht, sondern ein sehr witzig aufgemachtes Buch, das das Leben mit Kindern beschreibt. ...

Auf dem Buch steht auf der Vorderseite und auch auf der Rückseite groß drauf, dass es kein Ratgeber ist. Das ist es auch nicht, sondern ein sehr witzig aufgemachtes Buch, das das Leben mit Kindern beschreibt. Dass der Vater, der dieses Buch geschrieben hat, hauptberuflich Kabarettist ist, das merkt man dem Buch an, in dem es wirklich auf jeder Seite einiges zu lachen gibt. Als Vater von drei Jungen weiß der Autor aber natürlich auch ganz genau was es bedeutet, mit Kindern zusammenzuleben. Und das beschreibt er in diesem Buch auf eine sehr lustige Weise. Schon die Überschriften sind sehr lustig geschrieben und verraten sehr gut, worum es in dem folgenden Kapitel gehen wird.

Sicherlich sind einige Stellen im Buch auch mal recht provokant geschrieben, weil sich nicht jeder von der Meinung des Autors angesprochen fühlen wird, aber wenn man sich ein Kabarett ansieht, ist das ja auch nicht viel anders und so bleibt der Autor eben seinem Beruf treu. Auf jeden Fall ist Humor auch im Umgang mit Kindern nicht der verkehrte Weg, so sehe ich es zumindest.

Die Kinder des Autors werden natürlich im Buch immer wieder zitiert und beschrieben, aber der Autor schreibt keine Namen der Kinder in die Texte. Allerdings sind einige Kunstwerke seiner Kinder im Buch vertreten, die durch den Autor natürlich auch sehr witzig beschrieben werden.

Ich muss sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat, auch wenn ich keine Kinder habe. Trotzdem ist es derart lustig beschrieben, was sich im Leben mit Kindern ändert und wie sich das dann auch in den ganzen Jahren abspielt, dass man sich auch dann sehr gut unterhalten fühlt, wenn man selber keine Kinder hat. Es ist eben einfach ein Buch, das der Unterhaltung dient und als ein solches ist es wunderbar gelungen.

Veröffentlicht am 04.10.2018

Freundschaft in unruhigen Zeiten

Unsere Hälfte des Himmels
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Johanna und Amelie sind sehr gute Freundinnen und gemeinsam haben sie einen großen Traum. Sie möchten unbedingt fliegen und haben auch schon die ersten Flugstunden mit dem Segelflieger gemacht. Aber die ...

Johanna und Amelie sind sehr gute Freundinnen und gemeinsam haben sie einen großen Traum. Sie möchten unbedingt fliegen und haben auch schon die ersten Flugstunden mit dem Segelflieger gemacht. Aber die beiden haben größere Ziele und möchten richtige Pilotinnen werden und mit dem Fliegen ihr Geld verdienen, statt einem anderen Beruf nachzugehen, der eben nicht der große Traum ist. Die beiden sind ihrem Traum auch schon ein gutes Stück nahe gekommen, aber es sind schwierige Zeiten um das Jahr 1935 herum. Und als Amelie sich in Felix, Johannas Fluglehrer, verliebt, macht es das nicht leichter. Johanna fürchtet, dass Amelie den gemeinsamen Traum aufgrund eines Mannes aufgibt und greift zu einer drastischen Maßnahme, die alles zwischen den Freundinnen verändert.

Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeiten. Einerseits erfährt man direkt etwas über die Freundinnen und ihre Leidenschaft für das Fliegen. Dann wieder springt die Geschichte ins Jahr 1971. Nachdem Amelie nach einem Unfall im Koma liegt, versucht ihre Tochter Lieselotte herauszufinden, was früher im Leben ihrer Mutter wichtig war. Sie möchte es ihrer Mutter erzählen, um sie so aus dem Koma zu holen. Mit Hilfe neuer Freunde gelingt es ihr, viel über die Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren, obwohl diese immer darüber geschwiegen hat.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte ist sehr spannend und wunderbar beschrieben. Auch die Zeitsprünge sind überhaupt nicht verwirrend, weil über jedem Kapitel die Jahreszahl steht, also sieht man es gleich, in welchem Jahr man sich gerade befindet. Die Charaktere werden auch sehr gut beschrieben und man kann sich toll in die einzelnen Situationen hinein versetzen. Ich liebe solche Familiengeschichten sehr, die in verschiedenen Zeiten spielen und als solche ist dieses Buch wunderbar gelungen.

Auch das Cover gefällt mir schon sehr gut. Dieses schwarz-weiß-Foto von zwei Freundinnen, die scheinbar ein Geheimnis teilen und die sehr vertraut wirken, passt super zu der Geschichte. Außerdem ist es ganz bestimmt auch ein Blickfang im Buchhandel, der viele Leute dazu bringen wird, das Buch in die Hand zu nehmen und den Klappentext zu lesen.

Veröffentlicht am 04.10.2018

Percy möchte Jenna retten

Sweetgirl
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Percy ist 16 Jahre alt und macht sich in einem Schneesturm auf die Suche nach ihrer Mutter. Da die Mutter drogenabhängig ist, sucht sie im Haus des Drogendealers Shelton nach ihr. Sie findet ihre Mutter ...

Percy ist 16 Jahre alt und macht sich in einem Schneesturm auf die Suche nach ihrer Mutter. Da die Mutter drogenabhängig ist, sucht sie im Haus des Drogendealers Shelton nach ihr. Sie findet ihre Mutter nicht, dafür aber ein Baby in einem der Räume. Dort ist das Fenster offen, was in dem Schneesturm dazu geführt hat, dass das Baby beinahe erfroren wäre. Da der Drogendealer und die Mutter des Babys im Haus ihren Rausch ausschlafen, nimmt Percy sich des Kindes an und möchte es retten. Da an der Seite des Bettchens der Name des Babys steht, kennt Percy diesen und kann die kleine Jenna auch mit Namen anreden.

Sie sucht Hilfe bei einem Mann, der eine Zeit lang mit ihrer Mutter zusammen gewesen ist. Portis ist wie alle anderen in der Gegend ein rauer Mensch, aber in ihm steckt ein weicher Kern und er hilft Jenna und Percy so gut er kann. Da es den beiden klar ist, dass Shelton bald nach der kleinen Jenna suchen wird, brechen sie auf und flüchten mit Jenna vor ihm. Shelton erwacht dann auch bald aus seinem Rausch und als er nach Jenna sehen möchte, ist er doch sehr geschockt, als er ihr Bettchen leer vorfindet. Er begibt sich sofort auf die Suche nach ihr und heuert auch einige seiner Männer dafür an, die er mit einer Belohnung ködern möchte, die es eigentlich gar nicht gibt.

Da er keine Ahnung hat, wo das Baby sein könnte, hat er schnell einige Verdächtige gefunden und diese auf dem Kieker. Das sorgt natürlich für einiges Chaos und bedauerlicherweise auch für vermeidbare Todesfälle. Es ist schon ein rasantes Buch, in dem man viel über die Berglandschaft Michigans, aber auch einiges über die Bewohner des Ortes erfährt, wo das Buch spielt. Es ist ein raues Klima und so sind auch die Menschen. Einige sind drogenabhängig und sehen keine große Zukunft vor sich.

Percys Schwester Starr hat es geschafft. Sie lebt mit Mann und Kind in Portland und möchte, dass ihre Schwester auch dorthin kommt. Es ist schon eine zerrüttete Familie, über die in dem Buch berichtet wird. Aber Percy ist stark und ihr traut man es zu, dass sie über die Erlebnisse hinweg kommt und aus ihrem Leben etwas vernünftiges machen wird.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich weiß nicht, in welche Kategorie ich es stecken würde, aber ein Thriller ist es nicht, so ist es mit "Roman" schon gut beschrieben. Es ist eine packende Geschichte und man kann sich in die Protagonisten schon gut hinein versetzen. Sogar bei den eigentlich unsympathischen Charakteren ist es doch so, dass man zwischendurch verstehen kann, was sie antreibt. Auch das Cover gefällt mir sehr gut. Es ist nicht sonderlich aussagekräftig, passt aber wunderbar zur Geschichte. Sicher führt das dazu, dass man in der Buchhandlung dieses Buch in die Hand nimmt und es näher betrachtet.

Veröffentlicht am 03.10.2018

Geschichte einer starken Frau

MUTIG
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Ich muss erst einmal sagen, dass ich die Autorin nicht kannte und auch keine der Serien oder Filme von und mit ihr gesehen habe. Trotzdem klang der Klappentext sehr interessant und das Buch war es auch, ...

Ich muss erst einmal sagen, dass ich die Autorin nicht kannte und auch keine der Serien oder Filme von und mit ihr gesehen habe. Trotzdem klang der Klappentext sehr interessant und das Buch war es auch, auch wenn ich schon etwas anderes erwartet hatte. Ich hatte erwartet, dass eine Anleitung in dem Buch zu finden wäre, wie man selber mutig werden kann, wenn man das noch nicht ist.

Aber eigentlich war das Buch mehr eine Biografie der Autorin und erst zum Ende hin kam der Teil, den ich erwartet hatte, in dem die Autorin andere Menschen dazu aufruft, so mutig zu sein wie sie selber. Dass die Autorin wütend wurde und dann später auch mutig aufstand und sich zu wehren wusste, das ist bei ihrer Lebensgeschichte absolut kein Wunder und ich finde es bewundernswert, dass sie bei dem allen noch die Kraft zum Kämpfen hatte.

Dass Hollywood nicht gerade ein leichtes Pflaster ist, gerade für die Frauen, das hat man ja in den letzten Monaten oft gehört, aber es ist nochmal etwas anderes, es direkt zu lesen und die Geschichte einer Frau zu erfahren, die selber mittendrin steckte.

Auch wenn ich am Anfang des Buches wegen anderer Erwartungen meinerseits eher enttäuscht war, legte sich das recht schnell und das Buch mit der Geschichte von Rose McGowan war sehr interessant und dadurch schnell zu lesen. Das Cover passt sehr gut zum Buch und dazu, wie die Autorin sich von ihrem bisherigen Leben befreit hat.

Veröffentlicht am 03.10.2018

Interessanter Ratgeber

Goodbye Beziehungsstress
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Auch wenn ich andere Bücher der Autorin noch nicht kenne, fand ich dieses schon interessant und das hat sich beim Lesen auch bestätigt. Das Buch ist interessant geschrieben und es kann sich jeder Leser ...

Auch wenn ich andere Bücher der Autorin noch nicht kenne, fand ich dieses schon interessant und das hat sich beim Lesen auch bestätigt. Das Buch ist interessant geschrieben und es kann sich jeder Leser auch wiederfinden, weil viele Situationen und Beispiele aufgeschrieben wurden. Besonders interessant fand ich den Fakt, dass man oft andere Erwartungen an eine Beziehung hat, die sich aber nicht erfüllen können. Dadurch entsteht Stress und Streit, der aber vermeidbar wäre.

Die Aufteilung des Buches ist gut und übersichtlich, so dass man auch Stellen gut wiederfinden kann, wenn man sie erneut lesen möchte. Auch das Cover finde ich schön. Es ist sehr schlicht gehalten und das gefällt mir gut. Ob es allerdings in der Buchhandlung auch auffällt und interessierte Leser finden kann, weiß ich nicht.