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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2019

Ein schöner Auftakt eines spannenden Fantasy-Abenteuers!

Silberdrache (Silberdrache 1)
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„Silberdrache“ von Angie Sage erscheint 2019 im Verlag arsEdition und umfasst in der gebundenen Ausgabe 320 Seiten.
Das Cover des Buches ist ein absoluter Eyecatcher und wirklich toll gelungen. Es stellt ...

„Silberdrache“ von Angie Sage erscheint 2019 im Verlag arsEdition und umfasst in der gebundenen Ausgabe 320 Seiten.
Das Cover des Buches ist ein absoluter Eyecatcher und wirklich toll gelungen. Es stellt den Silberdrachen in Blautönen und natürlich schimmerndem Silber dar.

Um was geht es? (dem Klappentext entnommen)
Ein silbernes Drachenei! Joss traut seinen Augen kaum, als ihm das Ei einfach so vor die Füße fällt. Wer sich mit einem silbernen Drachen verbündet, heißt es, erhält unermessliche Macht. Bald schlüpft Drache Lysander. Doch skrupellose Drachenjäger sind hinter ihm her ...
Sirin ist mit den Legenden über Drachenreiter aufgewachsen, die über Generationen weitergegeben wurden. Doch als ihre Mutter krank wird, hat Sirin Mühe, noch an Magie zu glauben ... bis sie einen geheimnisvollen Silberstreifen am Nachthimmel über London sieht.
Bald stehen Joss, Lysander und Sirin im Mittelpunkt eines Kampfes zwischen den Drachen, welche die Menschheit beschützen – und denjenigen, die sie zerstören wollen.

Angie Sage schreibt gekonnt und in einer absolut jugendgerechten, klar verständlichen Sprache ihre Geschichte. Sie ist in meinen Augen für Leser ab 12-12 Jahren ohne Limit nach oben geeignet.
Es gelingt Angie Sage, die zwei Welten von Joss und Sirin gekonnt zu vernetzen und die Spannung blieb meines Erachtens durchgängig erhalten. Ich konnte mich gut in die meisten Charaktere hineinversetzen, so zum Beispiel Sirin, Allie und Joss als Menschen und Lysander und Bellacrux als Drachengestalt.
Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist, dass mir die Verbindung zwischen den Menschen und ihren Drachen zu wenig herausgearbeitet wurde, aber dies kann ja in Folgebänden noch erfolgen. Ich würde mir dies jedenfalls wünschen.
Dass noch weitere Bände folgen werden, lässt das Ende des ersten Bandes erahnen, das neugierig auf die nächsten Abenteuer macht mit neuen und bereits bekannten Drachen. Ich bin jedenfalls gespannt.
Insgesamt würde ich an das Buch „Silberdrache“ von Angie Sage 4 von 5 Sternen vergeben.

Veröffentlicht am 04.08.2019

Die Geschichte einer starke Frau vor dem Hintergrund der Meißner Porzellanmanufaktur im Jahr 1750

Das Erbe der Porzellanmalerin
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„Das Erbe der Porzellanmalerin“ von Birgit Jasmund ist 2019 im Aufbau Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 412 Seiten. Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil des Meißen-Epos. Der ...

„Das Erbe der Porzellanmalerin“ von Birgit Jasmund ist 2019 im Aufbau Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 412 Seiten. Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil des Meißen-Epos. Der erste Teil trägt den Titel „Das Geheimnis der Porzellanmalerin“.

Um was geht es? (dem Klappentext entnommen):
Meißen im Jahre 1750: Kurz nachdem Geraldine ihren leiblichen Vater kennengelernt hat, stirbt dieser. Allerdings hat er vor seinem Tod sein Testament geändert – zugunsten der unehelichen Tochter. Sie allein soll sein Rittergut erben. Sehr zum Missfallen ihres Halbbruders, der mit allen Mitteln versucht, ihr das Erbe streitig zu machen. Dann taucht plötzlich ein Dokument auf, das vor Generationen verfasst wurde, und nach dem der Besitzer des Gutes nur ein Mann sein darf. Für Geraldine scheint es keine Handhabe zu geben, um dagegen vorzugehen, es sei denn, sie würde heiraten …

Die Autorin Birgit Jasmund hat hier einen tollen Schreibstil gefunden: flüssig, locker, leicht, unterhaltsam. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint und ich konnte mich wunderbar in all die Charaktere hineinversetzen. Besonders gut gefallen hat mir die Protagonistin Geraldine. Sie wird dargestellt als eine starke Frau, die Durchsetzungs- und gleichzeitig Einfühlungsvermögen zeigt. Sie weiß einerseits genau, was sie will, kann sich aber auch fallen lassen.
Birgit Jasmund hat ihr Buch mit historischen Tatsachen unterlegt und gleichzeitig auch eine fiktive Geschichte erzählt. Diese Mischung habe ich sehr genossen: ich habe vieles über die Zeit um 1750 und die Porzellanmalerei erfahren und mich gleichzeitig wunderbar unterhalten gefühlt.

Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Es hat mich gut unterhalten, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und im Augenwinkel saß auch die ein oder andere Träne. Ein schöner Roman!

Veröffentlicht am 31.07.2019

Ein informativer, kreativer, inspirierender Bauerngarten-Glücksgriff!

Bauerngartenglück
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„Bauerngarten-Glück – Ernten und Genießen rund ums Jahr“ von Wallburga Schillinger und Charlotte Pohse ist 2019 im Ulmer Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 192 Seiten.

Dieses Buch ...

„Bauerngarten-Glück – Ernten und Genießen rund ums Jahr“ von Wallburga Schillinger und Charlotte Pohse ist 2019 im Ulmer Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 192 Seiten.

Dieses Buch macht so unglaublich viel Lust, sofort mit dem Anlegen, Gärtnern und Genießen in einem Bauerngarten anzufangen. Ich habe so viele Informationen und tolle Ideen erhalten und ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch noch unzählige Male in Händen halten werde.

Den sechs großen übergeordneten Kapiteln ist ein Vorwort und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anlegen eines eigenen Bauerngarten voran- und ein Serviceteil mit Bezugsadresse etc. nachgestellt.
Die sechs großen Kapitel bgleiten den Leser rund um sJahr und hier sind immer zwei Folgemonate in einem Kapitel zusammengefasst. Sie sind immer nach der gleichen Art und Weise aufgebaut:
1. Gartenpraxis: Hier geht es um Planung und Vorbereitung der anfallenden Arbeiten.
2. Die eigene Kinderstube: Aussaat, Samen, Sorten sind hier im Blickpunkt.
3. Ab in den Boden: Arbeiten im Blumen-, Kräuter-, Gemüsebeet und im Obstgarten sind hier das Thema.
4. Charlottes Mischkulturbeet: Jetzt geht Charlotte mit ihrem Mischkulturbeet voran .
5. Do it yourself: Hier werden viele Anregungen zum Selbergestalten gegeben.
6. Die Guten ins Töpfchen: Leckere Rezepte, Tipps zum richtigen Erntezeitpunkt und zum Konservieren der Ernte warten hier auf den Leser.
7. Was die Oma schon wusste: Zum Abschluss warten die Autorinnen hier mit altem Gärtnerwissen auf.

Den Autorinnen gelingt es mit ihrem persönlichen und dabei unglaublich informativen Schreibstil, dem Leser ihre Leidenschaft für das Gärtnern in einem Bauerngarten nahe zu bringen. Ihnen gelingt dies auf sehr angenehme, lebendige, praxisnahe und anschauliche Art und Weise. Viele Tipps, Tricks und Rezept- und Kreativideen lassen das Buch zu einem absoluten Leseerlebnis werden.

Besonders hervorzuheben sind auch die wunderschönen, natürlich gehaltenen, bunten Zeichnungen und die vielen Fotos. Die ganze Gestaltung und das Layout sind qualitativ hochwertig und gut durchdacht und man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht wurden.

Fazit: Hier handelt es sich um einen umfassenden Ratgeber zum Thema „Praxiswissen aus dem Bauerngarten“, der Anfängern einen tollen Einblick gibt, aber auch erfahrenere Gärtner können von diesem Buch, den Tipps, Tricks und enormen weitergegebenen Wissen profitieren.
Dieses Bauerngarten-Glück-Abenteuer hat mich absolut überzeugt und gefällt mir außerordentlich gut.

Veröffentlicht am 30.07.2019

Erschreckend realistisch, höchst amüsant, auf die Spitze getrieben!

Überflieger
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„Überflieger“ von Karin Ernst ist 2019 im Verlag Droemer HC erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 448 Seiten.

Um was geht es? (dem Klappentext entnommen):
Claire und ihr Mann Niko glauben, ...

„Überflieger“ von Karin Ernst ist 2019 im Verlag Droemer HC erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 448 Seiten.

Um was geht es? (dem Klappentext entnommen):
Claire und ihr Mann Niko glauben, es geschafft zu haben. Sie genießen finanzielle Unabhängigkeit, bewohnen ein wunderbares Haus in einer beliebten Großstadt, sehen blendend aus und sind gesund. Gerade von einem langjährigen Aufenthalt in den USA nach Deutschland zurückgekehrt, führen sie voller Stolz ihren wohlgeratenen Nachwuchs vor. Denn natürlich haben sie zwei großartige und begabte Kinder, denen der Erfolg quasi in die Wiege gelegt wurde.
Cordelia, die Ältere, ist eine talentierte Pianistin, vor allem aber ruhen die Hoffnungen auf dem jüngeren Sohn Raffi, der sich schon als Dreijähriger Lesen und Schreiben beigebracht hat und von dem alle Großes erwarten.
Doch mit Raffis Schuleintritt erweisen sich sämtliche Hoffnungen als reine Fantasie, und es beginnt eine wahre Tour de Force für die Familie…

Karin Ernst schafft es mit seinem Schreibstil gekonnt, den Leser in den Bann der Geschichte um die beiden Familien zu ziehen. Die Autorin schreibt klar, prägnant, schlicht, wunderbar humorvoll, spitzzüngig und treibt manches gerne auf die Spitze und darüber hinaus. Sie regt an, über den Umgang innerhalb von Familien nachzudenken, über Wunschphantasien, über Eigenprojektion in Kinder, über unser Schulsystem und dessen Unzulänglichkeiten allen Kindern gerecht zu werden, über den Fluch und Segen von Hochbegabung und den Umgang damit.
Mir persönlich hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich habe auch die teilweise überzogenen Schilderungen sehr genossen und darüber herzlich lachen können, denn dazu soll es sicherlich auch anregen: zum Nachdenken und Darüber-Lachen.

Fazit: „Überflieger“ ist ein sehr humorvolles, teilweise erschreckend realistisches Buch, das ganz deutlich am Schein und Sein, am Wunschtraum und der Wirklichkeit unserer Mittelschicht kratzt.
Lesespaß ist in meinen Augen hier 100% garantiert und ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

Veröffentlicht am 29.07.2019

Ein einzigartiger, wunderbarer und gefühlvoller Roman

Die Tage mit Bumerang
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„Die Tage mit Bumerang“ von Nina Sahm verfasst ist 2019 im Hanser Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 240 Seiten.

Annu ist umgeben von guten Freunden und genießt ihr Leben nach ihrem ...

„Die Tage mit Bumerang“ von Nina Sahm verfasst ist 2019 im Hanser Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe 240 Seiten.

Annu ist umgeben von guten Freunden und genießt ihr Leben nach ihrem ganz eigenen Lebensstil. Eines Tages jedoch passiert ihr ein schrecklicher Unfall und ab da an verändert sich ihr Leben. Ihre Nachbarn und Freunde wenden sich ab. Annu steckt in einer echten Lebenskrise und weiß nicht mehr weiter und dann steht da eines Tages Bumerang, ein Schaf, in ihrem Garten…

Der Autorin Nina Sahm gelingt es sehr gefühlvoll, anschaulich und fesselnd zu schreiben und ich fand es einfach wunderbar, dieses Buch zu lesen und habe dies sehr genossen. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht, mitgedacht und mitgeweint und ich konnte mich wunderbar in all die Charaktere, aber vor allem in die bezaubernde Annu, hineinversetzen.
Besonders gut hat es mir gefallen, wie Nina Sahm die Entwicklung von Annu beschrieben hat, als ihr eben dieser schwere Fehler unterlaufen ist. Wie schön war es, zu bemerken, dass Annu aus der depressiven Phase wieder in ihr Leben zurückfindet und wieder akzeptiert wird, wie sie Mut und Hoffnung schöpft und wieder anfängt, an sich selbst zu glauben – auch dank guter Freunde.
Sicherlich hätte die Autorin an der ein oder anderen Stelle etwas mehr in die Tiefe gehen können, aber mir persönlich hat es so sehr gut gefallen.

Fazit: Ich empfehle dieses Buch gerne als sehr schöne, leichte Lektüre weiter. Es hat mich glücklich gemacht, hat mich schmunzeln lassen, nachdenklich gestimmt und im Augenwinkel saß auch die ein oder andere Träne. Ein toller, ganz besonderer Roman!