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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2019

Abgebrochen- schlechter als Teil 1

DARK LOVE - Dich darf ich nicht finden
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Eden und Tyler- eine Liebe, die nicht sein darf, da die beiden Stiefgeschwister sind. Tyler war nun eine lange Zeit in New York und Eden besucht ihn über die Ferien mehrere Wochen. Doch sind die Gefühle ...

Eden und Tyler- eine Liebe, die nicht sein darf, da die beiden Stiefgeschwister sind. Tyler war nun eine lange Zeit in New York und Eden besucht ihn über die Ferien mehrere Wochen. Doch sind die Gefühle zwischen ihnen noch immer so wie früher?

Cover/Schreibstil:
Das Cover liebe ich einfach. Es fügt sich perfekt in die Reihe ein, ich liebe, dass es so clean ist, und wie immer übermittelt es die perfekte Atmosphäre von New York, Sommer und verbotener Liebe. Der Schreibstil hingegen konnte mich nicht so sehr überzeugen. Im ersten Buch passte es noch perfekt zu Eden, doch Eden ist älter geworden und gereift, doch ihr Erzählstil nicht wirklich, was meiner Meinung nach nicht mehr so gut passte.

Handlung:
Wie bereits in der Überschrift erkennbar, habe ich das Buch exakt bei der Hälfte abgebrochen. Am Anfang war ich noch voll dabei. Ich habe den ersten Teil der Reihe geliebt und habe nahtlos zum zweiten Teil gegriffen, da ich noch so gehyped war und unbedingt wissen wollte, wie es mit den beiden weitergeht, zumal mich das Ende vom ersten Teil sehr überrascht hat. So las ich die ersten Kapitel sehr gespannt und war noch voll dabei. Doch schon bald sank mein Interesse. Tyler und Eden waren beide nicht mehr das, was sie im ersten Teil waren. Tyler hat sich zu seinem Vorteil verändert, finde ich, jedoch ist durch die "Badboy-Goodguy" Transformation auch ein bisschen die Spannung an manchen Stellen flöten gegangen. Dafür war Eden die ganze Zeit über sehr eifersüchtig und hatte den Drang, ständig im Mittelpunkt zu stehen. Das hat mich nach einer Zeit wahnsinnig gestört, denn ihre Eifersuchtsattacken waren das einzige Mittel, dass die Handlung immer weiter angetrieben hat. Stellenweise habe ich es so empfunden, als ob man mit Gewalt irgendwie Drama in die Handlung pressen musste, obwohl ich es ohne das ganze Drama sicher schöner gefunden hätte.

Charaktere:
Wie bereits oben erwähnt haben sich Tyler und Eden sehr verändert. Tyler ist vom Badboy zum (fast) Goodguy mutiert, was mir an sich ganz gut gefallen hat, jedoch fand ich sein Auftreten im ersten Teil spannender. Vielleicht war er nun als Mensch angenehmer- doch im Buch fehlte mir dadurch manchmal die Spannung, da er dieses unberrechenbare etwas eingebüßt hat. Eden ist reifer, aber auch zu einer eifersüchtigen Zicke geworden, zumindest habe ich es so empfunden. Sie wollte stets im Mittelpunkt stehen, zog voreilige Schlüsse und musste dann immer wieder zurückrudern, weil sie etwas über das Ziel hinausgeschossen hat. Das funktioniert ein, zwei, vielleicht auch dreimal, aber immer wieder hat sie sich so verhalten, und das hat mich auf Dauer gestört. Auch die Nebencharaktere Snake (der Mitbewohner von Tyler) und Emily (eine Freundin von Tyler) haben mich eher genervt.

Fazit:
Ich will dieses Buch nicht komplett schlecht Reden, da viele es sicher lieben und auch ich ein absoluter Fan des ersten Teiles war. Doch da ich den ersten Teil so geliebt habe, war ich wahrscheinlich auch umso enttäuschter. Ich werde dem Buch durchaus nochmal eine Chance gebe, da ich es so schade finde, dass es mir nicht mehr zugesagt hat. Doch im Moment nerven mich Eden, Tyler und Co eher.

Veröffentlicht am 21.04.2019

Achterbahnfahrt der Gefühle bis zur letzten Seite

Der letzte erste Kuss
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Luke und Elle sind beste Freunde. Von Tag eins an haben sie sich geschworen, nie mehr als das zu werden, zu groß das Risiko, dass ihre Freundschaft daran kaputt gehen könnte. Doch ein Kuss kann alles verändern. ...

Luke und Elle sind beste Freunde. Von Tag eins an haben sie sich geschworen, nie mehr als das zu werden, zu groß das Risiko, dass ihre Freundschaft daran kaputt gehen könnte. Doch ein Kuss kann alles verändern. Ein Kuss kann dazu führen, dass die Grenzen zwischen Freundschaft und "Mehr" immer weiter verwischen. Und ein Kuss kann dazu führen, dass ihre Freundschaft Risse bekommt...

Cover/Schreibstil:
Das Cover ist süß und passt einfach perfekt zu dem Buch und zu den anderen Teilen der Reihe. Und ich liebe einfach den Schreibstil von Bianca Iosivoni. Ich habe ihn als sehr ehrlich und authentisch erfunden. Zwar waren keine signifikanten Unterschiede bei der Erzählweise aus Lukes oder aus Elles Sicht zu erkennen, finde ich, trotzdem habe ich die Perspektivwechsel unfassbar geliebt. So wurde man selbst zu einer Art Allwissender Leser, bekam aber alle Handlungen und Eindrücke aus erster Hand. Das ganze Buch ließ sich locker und flüssig lesen.

Handlung:
ich fand die Handlung sehr vielschichtig und abwechslungsreich. Das Prickeln zwischen Luke und Elle war stets zu spüren, doch die ganzen Begleitumstände, ihre Vergangenheiten und familären Verhältnisse wurden sehr hervorgehoben. Das führte dazu, dass sich das Buch nicht zog. Man fieberte mit und war stets voller Spannung. Vielleicht war das Hin- und Her zwischen Luke und Elle manchmal zu viel, doch ich finde es essenziell für ihre Geschichte, für ihre innere Zerrissenheit und die Gratwanderung, die sie damit vollzogen. Ich habe bis zur letzten Seite mitgefiebert und war stets voller Spannung.

Charaktere:
Elle und Luke harmonieren wunderbar. Ich mochte ihren Humor und die Art, wie sie miteinander umgingen. Gerade Luke habe ich sehr in mein Herz geschlossen, da man ihn mit der Zeit immer mehr verstanden hatte. Er wurde für mich richtig real und greifbar. Auch Elle war mir von Grund auf sympatisch, wenn auch nicht so sehr wie Luke. Trotzdem ist und bleibt sie eine tolle beste Freundin, die selbstbewusst für das steht, was sie tut und sich mit aller Kraft selbstständig gemacht hat. Auch die Nebencharaktere mochte ich alle sehr gerne, die kleine Clique um Elle und Luke, Lukes Bruder Landon, seine Großtante DeeDee, Elles Schwester Sadie und und und. Alle Charaktere sind auf ihre Art besonders und charakteristisch und könnte sich nicht stärker unterscheiden, harmonieren trotzdem alle ganz wunderbar.

Fazit:
Ich finde das Buch auf jeden Fall sehr empfehlenswert! Die Charaktere sind toll und harmonieren wunderbar, die Handlung ist vielschichtig und erhält die Spannung bis zur letzten Seite!

Veröffentlicht am 13.04.2019

Schräges und gewohnt lustiges Finale!

Die Känguru-Offenbarung
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Dieser Teil bildet den fulminanten Schluss der Känguru-Trilogie, in dem Marc-Uwe und das Känguru dessen Antagonisten, den Pinguin, ausfindig zu machen und dabei auch Berlin verlassen.

Schreibstil:
Der ...

Dieser Teil bildet den fulminanten Schluss der Känguru-Trilogie, in dem Marc-Uwe und das Känguru dessen Antagonisten, den Pinguin, ausfindig zu machen und dabei auch Berlin verlassen.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Marc-Uwe Kling ist und bleibt einmalig. Er spielt mit Dialekten, Gedichten und Passagen, die am Sprachjargon der Bibel angelehnt sind. Das Buch ist sehr politisch und stellenweise intellektuell geschrieben, sodass ich ehrlichgesagt nicht immer alles verstanden habe. Doch all das tut dem Buch keinen Abbruch- es ist lustig von Anfang bis Ende, nicht zuletzt durch die sprachlichen Spielereien des Autors und die Wortgefechte zwischen Marc-Uwe und dem Känguru.

Inhalt:
Tatsächlich springt dieser Teil etwas aus der Reihe. Während in den anderen Teilen die kurzen Sketche mehr oder minder willkürlich aneinandergereiht werden und keinen wirklichen kontextuellen Zusammenhang besitzen, so bauen hier die Kapitel aufeinander auf. Es gibt einen roten Faden, einen richtigen Handlungsstrang die mich auf eine Art und Weise gefesselt hat. Auch wenn Fußnoten oft Cliffhänger am Ende des Kapitels "zerstören" (als Insider sozusagen") so war ich doch stets sehr interessiert, wie sich die Handlung entwickelt. Sehr lustig fand ich auch den Anhang mit Mainfesten verschiedenster Anti-Terror-Anschläge. Sie triefen einfach vor Insidern, und das liebe ich so an den Känguru-Chroniken. Es gibt einfach so viele lustige kleine Anekdoten, die mich auch im Alltag begleiten.

Charaktere:
Marc-Uwe und das Känguru sind einem einfach schon extrem vertraut. Auch die ganzen Nebencharaktere, die in diesem Buch neu auftauchen, haben mich alle überzeugt, sie sind alle so extrem schräg und grotesk, machen einfach den Charme dieser Reihe aus.

Fazit:
Um ehrlich zu sein war dieser Teil mein liebster aus der ganzen Reihe. Er war gewohnt lustig, wenn nicht sogar lustiger als die beiden Teile davor (meine subjektive Meinung), er hatte eine richtige Handlung, einen roten Faden, und auch wenn das Ende wirklich sehr schräg und absurd war, empfinde ich es als einen höchstgradig gelungenen Teil der Reihe!

Veröffentlicht am 11.04.2019

Klug, erfrischend und so unverwechselbar lehrreich!

Hey Hirn!
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Haben Sie schon einmal etwas von der Sunk-Cost-Fallacy gehört? Wahrscheinlich nicht. Doch nach diesem Buch werden Sie das und so viele weitere Fragen rund um unser Handeln und Denken viel besser verstehen.

Schreibstil:
Der ...

Haben Sie schon einmal etwas von der Sunk-Cost-Fallacy gehört? Wahrscheinlich nicht. Doch nach diesem Buch werden Sie das und so viele weitere Fragen rund um unser Handeln und Denken viel besser verstehen.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Leon Windscheid ist einfach unverwechselbar. Normalerweise sind Sachbücher so sachlich geschrieben, das es teilweise schon etwas langweilig ist und sich zieht. Doch nicht so bei "Hey Hirn!". Ich habe dieses Buch verschlungen, was nicht zuletzt an dem tollen Schreibstil lag. Es ist eine leicht verständliche Fachsprache, die wahnsinnig verständlich und wissensreich war. Leon Windscheid hat die Gabe, alles in "normale Sprache" zu übersetzen, sodass jeder es versteht. Es lässt sich einfach flüssig und schnell lesen.

Inhalt:
Auch der Inhalt hat mich komplett überzeugt. An so vielen Stellen habe ich mich, mein Verhalten oder das meiner Mitmenschen wiedererkannt, nur haben diese Verhaltensmuster und Denkweisen nun einen Namen bekommen. Nach diesem Buch fühlt man sich richtig normal und erleichtert, da man merkt, dass auch andere Menschen ähnliche alltägliche, psychologische Fallstricke kennen und eventuell in die gleichen Fallen tappen. Die Kapitel sind nicht allzu lang, aber sehr kompakt. Jede These wird mit einer Studie und/oder einem Experiment unterlegt, was sie noch deutlich lebendiger und anschaulicher gestaltet. Stellenweise kommen auch Metaphern zum Einsatz, um einen gewisse psychologische Phänomene verständlich vor Augen zu führen. Kombiniert ist all das noch mit nützlichen Tipps und Tricks. Fast jeder Bereich des alltäglichen Lebens ist abgedeckt, vom Nicht-Einschlafen können bis hin zum verlustreichen Geschäft ist alles dabei. Einige Ratschläge sind sehr hilfreich und haben meine Denkweise und mein Handeln auf positive Art und Weise verändert.

Fazit:
Ein absolut lesenswertes Buch! Ich habe selten ein Sachbuch so verschlungen und so viele hilfreiche Tipps und Tricks mit in meinen Alltag genommen. Der Schreibstil ist toll, und man selbst fühlt sich nach diesem Buch besser und einfach normaler.

Veröffentlicht am 05.04.2019

Besser als erwartet

DARK LOVE - Dich darf ich nicht lieben
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Eden reist für den Sommer nach Santa Monica zu ihrem Vater, der sich vor Jahren von ihrer Mutter trennte und von da an nicht wirklich viel Wert auf den Kontakt zu seiner Tochter legte. Mittlerweile hat ...

Eden reist für den Sommer nach Santa Monica zu ihrem Vater, der sich vor Jahren von ihrer Mutter trennte und von da an nicht wirklich viel Wert auf den Kontakt zu seiner Tochter legte. Mittlerweile hat er eine neue Frau, Ella, die 3 Söhne hat. Direkt am ersten Tag veranstaltet Ella eine Gartenparty, um Eden mit allen bekannt zu machen. Bis plötzlich jemand die Gartenparty sprengt und Edens Interesse erweckt und Schmetterlinge in ihrem Bauch tanzen lassen. Und dieser jemand, Tyler, ist niemand geringerer als einer ihrer neuen Stiefbrüder...

Schreibstil/Cover:
Das Cover repräsentiert das Lebensgefühl und die Atmosphäre in diesem Buch sehr gut, wie ich finde. Sommer, Sonne, Strand und ein geheimnisvoller Typ- das beschreibt Dark Love eigentlich ziemlich gut. Der Schreibstil passt gut zu der Protagonistin, er liest sich außerodentlich flüssig.

Handlung:
Anfangs habe ich wirklich befürchtet, dass es eine absolut klischeehafte und kitschige Geschichte wird. Gut, Klischees bleiben, Kitsch vielleicht auch, doch ich finde, es ist wirklich gut umgesetzt worden. Denn so oberflächlich und absurd die Geschichte auf den ersten Blick klingen mag, es steckt mehr dahinter, als man denkt. Es ist eine Goodgirl-Badboy-Geschichte, das muss man natürlich mögen. Aber Tyler hat wirklich eine harte Vergangenheit und Gründe, warum er sich so betrinkt und Drogen nimmt. Und Eden gibt einfach nicht auf, dahinter zu kommen. Am Ende gab es eine Szene, die mich tatsächlich sehr berührt hat. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber das Buch hat mich auf eine eigene Art und Weise gefesselt. Es ist viel Drama, viel Zickenkrieg und ein Taumel der Gefühle, ein Versteckspiel der Gefühle, Lügen, Intrigen und Hass, doch es war nicht zu viel auf einmal. Im Epilog wurde ich auch nochmal komplett überrascht. Denn das Buch nimmt eine andere Endung, als man vielleicht erwartet- oder vielleicht erwartet man es auch, wer weiß.

Charaktere:
Die Charaktere mochte ich an sich eigentlich ganz gerne. Tyler ist nun mal ein Badboy, wie man ihn kennt. Er kifft, er trinkt Alkohol, ist nicht gerade freundlich, wird aber von vielen Mädchen angehimmelt. Eden ist sehr unverbraucht und frisch, jung und eigentlich sehr vernüftigt, doch im Laufe des Buches verändert sie sich. Sie sammelt Erfahrungen, die sie prägen und verändern auch ihre Ansichten. Ich weiß nicht, welche Eden mir besser gefallen hat, aber es schreckt mich nicht vom Lesen ab. Die Nebencharaktere gingen. Tylers Freundin Tiffany fand ich ehrlichgesagt fürchterlich, aber sie ist nun einmal so etwas für Edens Antagonistin und muss ja auch eine Prise Drama und Hass hineinbringen.

Fazit:
An sich hat mir das Buch schon gut gefallen. Ich weiß nicht, ob ich es direkt empfehlen würde, da es schon etwas klischeehaft ist und ich kann mir gut vorstellen, dass einige es nicht so sehr mögen wie ich. Doch ich habe mit Freuden direkt den zweiten Teil begonnen und würde auch den ersten Teil immer wieder lesen.