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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2020

Einfach ÜBERWÄLTIGEND gut

Die Spur des Schweigens
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Schon während des Lesens habe ich meine Familie immer wieder begeistert von der Geschichte erzählt. Tatsächlich habe ich ununterbrochen mit der Geschichte mitgefiebert und habe das Buch quasi in einem ...

Schon während des Lesens habe ich meine Familie immer wieder begeistert von der Geschichte erzählt. Tatsächlich habe ich ununterbrochen mit der Geschichte mitgefiebert und habe das Buch quasi in einem Rutsch durchgelesen.

Bereits der Epilog hatte mich schon in seinem Bann und wie die Autorin es schafft die Geschichte aus der Vergangenheit mit der Gegenwart zu verweben, hat mir unglaublich gut gefallen. Nie hatte ich das Gefühl aus einem Strang der Geschichte hinaus gerissen zu werden oder umdenken zu müssen. Die "Me-Too"-Thematik wird sehr gut verpackt und beleuchtet, sodass diese weder übergangen wird noch mit den immer gleichen bekannten Parolen abgeklatscht wird. Es geht um sexuelle Gewalt und Unterdrückung und um Ausübung von Macht, sowie die hochaktuelle Problematik, dass dies als Politikum kleingehalten wird, um Imageschäden zu verringern. Um die Hürden, die Betroffenen überwinden müssen, sich zur Veröffentlichung zu entscheiden und die Probleme, die danach noch erst folgen.

Die Haupt- und Nebencharaktere, die Haupt- und Nebenschauplätze der Geschichte sind unglaublich detailliert erschaffen und beschrieben und die Autorin schafft jeweils einen wunderbaren Spagat zwischen Spannung und Information, sodass man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2020

Auch deutsche Autoren können "Young Adult"

Finding Back to Us
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Eine Inhaltszusammenfassung werde ich nun nicht schreiben. Dafür muss man nur etwas zu meinen Vorredner(inne)n weiterscrollen.
Also eher zu meiner Meinung und meinem Leseeindruck.

Ich muss zugeben, dass ...

Eine Inhaltszusammenfassung werde ich nun nicht schreiben. Dafür muss man nur etwas zu meinen Vorredner(inne)n weiterscrollen.
Also eher zu meiner Meinung und meinem Leseeindruck.

Ich muss zugeben, dass ich von der Autorin zuvor noch nie etwas gehört habe und auch ein paar Vorurteile hatte.
Eine junge Deutsche, die jetzt anfängt selbst Romane zu schreiben. Okay, davon haben wir schon einige und da habe ich auch schon ein paar sehr schlecht aufgemacht und eher kopiert als selbst neu erarbeitet.
Und dann auch noch ein eigentliches Tabuthema, wo doch die Gefahr besteht, die Problematik selbst etwas in den Hintergrund zu stellen.

Ich muss zugeben, dass ist tatsählich der Punkt warum ich gerne einen halben Punkt abgezogen hätte.
Ja, die Geschichte ist toll und die Liebesgeschichte ist toll rausgearbeitet. Und ja, die beiden sind nicht blutsverwandt.
Dennoch war mir am Ende das Problem doch etwas zu schnell "behoben" bzw. hätte ich gerne noch etwas über die Probleme im tatsächlichen Alltag gewünscht. Aber da dies kein ganzer Punktabzug wert ist und ich keinen halben Punkt abziehen kann, bleibt es bei der vollen Punktzahl.
Dafür hat mir die Geschichte zu gut gefallen.

Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und der Schreibstil so flüssig, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Die Autorin hat es geschafft mich mit Haut und Haaren in die Geschichte einzuziehen, sodass ich mit den Charakteren mitgefiebert habe und diverse Gefühlsachterbahnen mit auf und ab gefahren bin.

Sehr gerne wieder!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2020

Solider Kriminalroman mit Startschwierigkeiten

Nordseedämmerung
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Zugegeben: ich hatte meine Probleme auf den ersten Seiten. Der Protagonist war mir etwas zu schwammig, das Setting hat mich nicht ganz abgeholt und plötzlich tauchten sehr viele neue Namen und Protagonisten ...

Zugegeben: ich hatte meine Probleme auf den ersten Seiten. Der Protagonist war mir etwas zu schwammig, das Setting hat mich nicht ganz abgeholt und plötzlich tauchten sehr viele neue Namen und Protagonisten auf, dass ich ein wenig von der Geschichte und Erzählweise überrollt wurde. Doch nachdem das Setting erst einmal passte, alle Protagonisten vorgestellt wurden (und ich zugegebenermaßen den ein oder anderen als „weiteres Teammitglied“ abgestempelt hatte), kam ich endlich in der Geschichte an und hatte viel Freude beim weiteren Lesen. Mir gefällt das Schauplatz auf Juist sehr und hätte mir hier und dort sogar noch etwas mehr Schnack zu Land und Leuten gewünscht. Aber das nur nebenbei. Als ich erst einmal im Geschehen angekommen war, hat das Lesen viel Spaß bereitet. Man bekommt richtig Spaß beim Miträtseln und wird sehr lange im Dunkeln gehalten und gleichzeitig auf die eine oder andere falsche Fährte geführt. Für mich ein toller Krimi mit ein paar Startschwierigkeiten, trotz derer sich das Durchhalten aber definitiv lohnt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2018

Packed und kurzweilig bis zum letzten Abschnitt

Im Kopf des Mörders - Kalte Angst
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Sebastian Fitzek beschriebt sein Gütesiegel mit den Worten "so spannend, dass man sie nicht aus der Hand legen kann".
Und genau das habe ich auch erlebt. Eigentlich wollte ich das Buch als Geschenk für ...

Sebastian Fitzek beschriebt sein Gütesiegel mit den Worten "so spannend, dass man sie nicht aus der Hand legen kann".
Und genau das habe ich auch erlebt. Eigentlich wollte ich das Buch als Geschenk für eine Freundin gekauft und habe dazu eine Gratis-Leseprobe bekommen.
Um es kurz zu halten: Leseprobe verschlungen, musste weiterlesen und das Buch wurde dann für die Freundin noch einmal gekauft

Arno Strobel hat einen sehr angenehmen, unaufgeregten Schreibstil, der die Ereignisse eher noch unterstreicht, als sie fad wirken zu lassen.
Mir gefällt das Ermittlerduo Bischoff/Böhmer sehr, gerade weil es keine falsche Harmonie, sondern eher wirklichen Teamgeist mit seinen kleinen oder großen Problemen aufzeigt. Da fehlt an der einen Stelle mal das Vertrauen und wird später durch Offenheit und einfühlungsvermögen wieder wettgemacht. Es menschelt halt und das gefällt mir sehr sehr gut.
Auch spielt das Privatleben der Ermittler immer wieder eine Rolle ohne aber die Geschichte zu erdrücken, wie es leider so oft in festen Ermittlerteam-Romanen der Fall ist.

Arno Strobel hatte ich bislang nicht auf dem Schirm. Aber dies wird sicher nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein.

Veröffentlicht am 01.12.2016

Bewahre dein Herz... ein bisschen zu flach...

Das Lied der Liebe
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Jed King ist der Sohn eines bekannten Country-Sängers und steht schon seit Jahren im Schatten seines berühmten Vaters. Wenn er selbst die Bühne betritt, begeistert er die Zuhörer meist nur dann, wenn er ...

Jed King ist der Sohn eines bekannten Country-Sängers und steht schon seit Jahren im Schatten seines berühmten Vaters. Wenn er selbst die Bühne betritt, begeistert er die Zuhörer meist nur dann, wenn er die Songs seines Vaters spielt. Mit dem Entschluss, dass er doch einen anderen beruflichen Weg einschlagen sollte, spielt er als Krankheitsvertretung auf dem Erntefest von Roses Familie. Rose und Jed treffen aufeinander und schnell entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden.
Schon kurz darauf heiraten die beiden und eine vielversprechende Ehe beginnt. Als Jed scheinbar erfolglose Karriere dann plötzlich durch einen Song angefeuert wird, welches er für Rose schrieb, ändert sich der Alltag der beiden plötzlich drastisch. Während Rose daheim bleibt, wird Jeds Leben plötzlich von Tourneen, Groupies und Partys bestimmt. Und bevor er sich, befindet sich Jed in einem scheinbar unaufhaltbaren Strudel in die raue Welt des Show-Biz und weg von seinen Wurzeln. Eine Entwicklung, die auch in seiner Ehe tiefe Spuren hinterlässt.

Ich persönlich brauchte etwas, um mich in die Geschichte einzufinden. Einerseits fand ich es angenehm, dass man die Protagonisten und ihr Umfeld dadurch etwas besser kennenlernen konnte, als es vielleicht in so manch anderer Geschichte nicht möglich ist. Jedoch führte es in diesem Fall bei mir dazu, dass mich der zähe Anfang doch etwas angestrengt und auch etwas abgeschreckt hat.
Erstmal im Geschehen angekommen, liest sich der Roman jedoch sehr flüssig. Chris Fabry hat einen sehr angenehmen Schreibstil und die Geschichte ist sehr packend, sodass man das Buch auch nur ungern aus der Hand legen mag.
Schön fand ich, dass man beiden Protagonisten, also sowohl Jed als auch Rose, folgen konnte. Gerade in den Zeiten, die sie nicht miteinander verbracht haben, war man bei beiden im Bilde.

Interessant finde ich auch, dass beide Protagonisten aus einem christlichen Kontext entstammen. Meist ist es in christlichen Romanen doch eher so, dass einer der Protagonisten nicht gläubig ist und die Bekehrung im Vordergrund steht. Somit war in Glaubensfragen mehr das Zweifeln und das „neben dem Glauben leben“ im Vordergrund.

Vom Hocker gehauen hat mich der Roman nicht. Trotzdem ist es keine schlechte Geschichte und nach anfänglichen Schwierigkeiten liest es sich sehr schnell und ist kurzweilig. Nach dem holprigen Beginn hat mich die Geschichte doch gefesselt und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Rose und Jed weitergeht und ob es überhaupt eine Chance auf ein Happy End gibt. Daher von mir 3,5 Sterne.