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Veröffentlicht am 11.11.2017

Auch die Liebe macht Fehler

The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte
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"The Romantics- Oder wie Gael das mit der Liebe lernte" ist ein kurzweiliger Roman, geschrieben von Leah Konen, der aus der Sicht der Liebe erzählt wird.

Dieser Erzählstil gefiel mir sehr gut. Das Gefühl ...

"The Romantics- Oder wie Gael das mit der Liebe lernte" ist ein kurzweiliger Roman, geschrieben von Leah Konen, der aus der Sicht der Liebe erzählt wird.

Dieser Erzählstil gefiel mir sehr gut. Das Gefühl immer ein wenig "über" der Geschichte zu stehen, und das Geschehen von oben zu betrachten, habe ich als frisch empfunden.

Der Schreibstil ist einfach, weshalb sich die Seiten schnell lesen lassen.
Die Kapitel sind kurz gehalten - teilweise sehr kurz.
Eigentlich bin ich ein Fan von kurzen Kapiteln, in diesem Buch stieß mir dies jedoch immer wieder schwer auf. Die Kapitel waren teilweise so kurz, dass ich aus dem Kapitel nur wenig mitgenommen habe.
Aufgrung der Kürze, konnten Kapitelinhalte oft nur angerissen werden, ohne dabei in die Teife zu gehen, was dazu führte, dass ich den Inhalt bestimmter Kapitel schnell nicht mehr im Sinn hatte.

Die Charaktere habe ich als nichts Besonderes empfunden. Ich konnte mich mit keinem der Charaktere in irgendeiner Weise identifizieren, was dazu führte, dass ich die Charaktere als langweilig empfand.

Während des Lesens habe ich immer wieder gemerkt, dass dieses Buch wohl eher an eine jüngere Zielgruppe gerichtet ist. Mir kamen viele Dialoge und Handlungen als sehr kindisch vor, wobei die Protagonisten natürlich auch sehr jung sind. Sie handlen ihrem Alter nach also wahrscheinlich entsprechend.

Alles in allem, ist das Buch "The Romantics" ein nettes Buch, das man an einem verregneten Nachmittag lesen kann. Aus dem Buch habe ich nur leider nicht viel mitgenommen. Ich habe eine tiefgründigere Geschichte erwartet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Gefühl
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 11.11.2017

Spitzfindiger Krimi

Schmitts Fall
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Privatschnüffler Schmitt, der von seiner Berufung mehr schlecht als recht leben kann, erhofft sich von seinem neuen Fall einen finanziellen Aufschwung. Dabei ist er mir jedoch nicht wirklich sympathisch, ...

Privatschnüffler Schmitt, der von seiner Berufung mehr schlecht als recht leben kann, erhofft sich von seinem neuen Fall einen finanziellen Aufschwung. Dabei ist er mir jedoch nicht wirklich sympathisch, soll er vielleicht aber auch nicht sein.
Sowieso ist mir keiner der Charaktere in dem Werk wirklich sympathisch, was mir das Lesen immer wieder schwer gemacht hat.
Die Protagonisten wurden schrifstellerisch jedoch sehr gut und lebendig dargestellt. Die Spitzfindigkeit und den Witz konnte der Autor wirklich gut rüberbringen.

Die Hintergrundgeschichte hat einen wirklich schrecklichen Beigeschmack. In dem Buch wurde dies, meiner Meinung nach, nicht deutlich genug kritisiert, was diesen Beigeschmack noch verstärkte.

Die Spannung konnte während der gesamten Geschichte aufrecht erhalten werden. Die kurzen Kapitel verhalfen mir zu einem schnellen Leseerfolg.
Die Aufmachung der Seiten erinnerte mich jedoch stark an Schullektüre, was mir besonders den Einsteig in das Buch erschwerte.

Veröffentlicht am 23.10.2017

Spannender, eher "leichter" Psychothriller

Die stille Kammer
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Klappentext:
Mein Name ist Emma Cartwright. Noch vor drei Jahren war ich Susan Webster - jene Susan Webster, die ihren zwölf Wochen alten Sohn Dylan getötet hat. Fast drei Jahre verbrachte ich in der Forensischen ...

Klappentext:
Mein Name ist Emma Cartwright. Noch vor drei Jahren war ich Susan Webster - jene Susan Webster, die ihren zwölf Wochen alten Sohn Dylan getötet hat. Fast drei Jahre verbrachte ich in der Forensischen Psychiatrie. Seit vier Wochen bin ich wieder draußen. Unter neuem Namen lebe ich nun in einer Stadt, wo niemand von meiner dunklen Vergangenheit weiß. Doch heute Morgen erhielt ich einen Brief, adressiert an Susan Webster. In dem Umschlag befand sich das Foto eines etwa dreijährigen Jungen, auf der Rückseite standen die Worte: Dylan - Januar 2013. Kann es sein, dass mein geliebter Sohn noch lebt?

Cover und Titel:
Das Cover sticht ins Auge, hat nur leider nichts mit dem Buch zu tun. Auch der deutsche Titel hat mit der Geschichte nichts gemein, sondern lässt eher eine ganz andere Story vermuten. Der Originaltitel "How I lost you" hätte hier lieber übernommen werden sollen.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfach und flüssig zu lesen. Die Seiten verfliegen beim Lesen regelrecht. Sehr schnell hat man die fast 450 Seiten gelesen. Rechtschreibfehler sind mir leider aufgefallen, wenn auch nur wenige. Die Kapitel sind kurz, was ebenfalls zu einem schnellen und befriedigendem Lesen beiträgt.
Was mir an dem Schreibstil der Autorin jedoch besonders gut gefällt ist, dass sie mit minimalen und unterschwelligen Worten, den Leser an der Nase herumzuführen weiß. Der Schreibstil passt daher wirklich super zu diesem Thema, denn ich habe mich häufig genauso naiv gefühlt, wie es die Protagonistin ebenfalls ist.

Protagonisten/Handlung/Meinung:
Ich habe bereits gelesen, dass sich einige an Susans Naivität stören. Mich stört dies gar nicht, da ich es eher als Charakterzug empfinde. Jedoch muss ich sagen, dass mich, bis auf Nick, wirklich kein Charakter in diesem Buch emotional irgendwie tiefer berührt hat. Die Charaktere wirkten auf mich allesamt eher flach. Es ist zwar keine Figur dabei, die mich stört oder nervt, aber eben auch keine die mich emotional packt
Die Spannung ist das gesamte Buch über auf einem guten Level. Zu keinem Zeitpunkt hat mich das Buch gelangweilt und es gab keine Seiten, die ich lieber überflogen hätte. Was mir an diesem Buch besonders gut gefiel erwähnte ich bereits oben. Die Autorin schafft es, den Leser an der Nase herumzuführen. Immer wenn ich mir sicher war, eine Figur nun durchschaut zu haben, geriet meine Vermutung kurze Zeit später wieder ins Wanken. Ich habe Figuren vertraut, denen ich lieber nicht vertraut hätte und Figuren verurteilt, die es eigentlich gar nicht verdient hatten. Die Autorin ließ mich einige Male denken: "Scheiße, war ich naiv!" oder auch "Scheiße, war ich vorurteilig!" Das hat die Autorin wirklich grandios gemacht.
Die Rückblenden waren knackig und spannend geschrieben. Das Miträtseln, wie diese Rückblenden mit der Geschichte zusammenhängen, hat mir besonders Spaß gemacht.
Bei dem Ende des Buches (letzter großer Spannungsbogen) habe ich mich ein wenig wie in einem low budget Film gefühlt, was ich amüsant, aber eben nicht mehr 100%ig authentisch fand. Dennoch hat mich die Aufklärung der Story zufriedengestellt.

Fazit:
Insgesamt ein Psychothriller, den ich Leuten weiterempfehlen würde, die eher einen "leichten" Psychothriller lesen möchten. Das Buch eignet sich wunderbar zum Miträtseln und lässt sich durch den angenehmen Schreibstil wirklich flüssig lesen.
Die Autorin werde ich definitiv im Auge behalten!



  • Cover
  • Spannung
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Figuren