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BettinaHertz

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2020

Super Fortsetzung der Trilogie

Gut Greifenau - Goldsturm
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Inhalt: „Konstantin und Rebecca kämpfen mit den Folgen, die Misswirtschaft und Krieg auf ihrem Pommerschen Gut hinterlassen haben. Doch schwerer als die aufkommende Hyperinflation wiegen die persönlichen ...

Inhalt: „Konstantin und Rebecca kämpfen mit den Folgen, die Misswirtschaft und Krieg auf ihrem Pommerschen Gut hinterlassen haben. Doch schwerer als die aufkommende Hyperinflation wiegen die persönlichen Schicksalsschläge. Noch ist nichts entschieden, wenn es um Greifenau geht – nicht, solange Konstantin keinen Erben hat. Die ehemalige Komtess Katharina dagegen kann sich alles leisten, was sie will. Doch bleibt ihr der eine große Traum vom Medizinstudium versagt. Und auch in der Dienstbotenetage warten einige noch auf ihr persönliches Glück …“

Eine Trilogie geht weiter! Ich war sehr gespannt und voller Vorfreude. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es ist wie nach Hause kommen. Durch den brillanten Schreibstil der Autorin – lebendig, spannend, emotional, bildhaft – ist man wieder sofort im Geschehen drin. Ich hatte keinerlei Probleme, an die Geschichte anzuknüpfen. Ein verheerender Krieg ist zu Ende und neue Herausforderungen warten sowohl bei den Herrschaften, als auch in der Dienstbotenetage. Der Beginn der Weimarer Republik, die sich so mancher dann doch anders vorgestellt hatte. Die Goldenen Zwanziger mit einer fürchterlichen Hungersnot.

Da sind vor allem Konstantin und Rebecca, Albert und Ida, Katharina und Julius, Feodora, Nikolai und Alexander nicht zu vergessen inkl. der gesamten Dienstbotenschar. Alle bieten genug Zündstoff für absolut spannende Unterhaltung. Der Autorin gelingt es fabelhaft, die historischen Fakten in den Handlungsablauf einzubetten. Man merkt genau, dass hier eine umfangreiche, akribische Recherche stattgefunden hat.

Es macht sehr viel Freude, die einzelnen Protas in ihrer Entwicklung zu begleiten, mit ihnen zu bangen und zu hoffen. Alle stehen vor ihren kleinen und großen Wünschen und Herausforderungen. Ich kann wirklich sagen, dass ich sie alle mit Spannung verfolgt habe.

Des Weiteren sind dann noch diese „kleinen Dinge“ wie die Erwähnung vom KaDeWe oder Chanel Nr. 5, die im Handlungsverlauf ihre Geburtsstunde hatten und bis zum heutigen Tage Bestand haben, darüber liest man denn schon ziemlich ehrfurchtsvoll.

Auch optisch ist das Buch wieder richtig gut gelungen und fügt sich perfekt in die bisherige Reihe ein. Besonders gefällt mir auch das Personenverzeichnis, dass ich mehr als einmal durchgegangen bin.

„Gut Greifenau – Goldsturm“ ist eine sehr gelungene Fortsetzung der Gut Greifenau Trilogie. Ich bin absolut begeistert und vergebe hier fünf verdiente Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2020

Sternenblütenträume

Sternenblütenträume
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Inhalt: „Nur wenn Liebe im Vertrauen wurzelt, kann sie zum Himmel wachsen

Die Hochzeitsfotografin Nina braucht eine neue Wohnung und einen neuen Mann. In dieser Reihenfolge. Seit sie wieder Single ist, ...

Inhalt: „Nur wenn Liebe im Vertrauen wurzelt, kann sie zum Himmel wachsen

Die Hochzeitsfotografin Nina braucht eine neue Wohnung und einen neuen Mann. In dieser Reihenfolge. Seit sie wieder Single ist, lebt sie notgedrungen bei ihren Eltern, und das hält sie einfach nicht aus. Da trifft sie auf einer sonnendurchfluteten Lichtung im Wald auf den Schulsozialarbeiter Felix, der so gerne Bäume umarmt. Sie verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Und er in sie. Alles ist perfekt. Sogar die riesige Narbe auf ihrem Bauch stört ihn nicht. Doch dann entdecken die beiden, welch schreckliches Geheimnis sie verbindet.„

“Sternenblütenträume“ ist mein erster Roman von Ulrike Sosnitza und er hat mir sehr gefallen. Den Schreibstil empfand ich total angenehm und leicht zu lesen. Er beginnt mit leisen, harmonischen Tönen, der im Verlauf an Dramatik gewinnt und doch harmonisch bleibt. Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Nina und Felix erzählt, somit kann man sich als Leser in beide Charaktere perfekt hineinversetzen.

Die Protas sind Ulrike Sosnitza absolut gelungen, authentisch und vielseitig. Nina hat mir unglaublich gut gefallen, sie ist selbstkritisch, ehrlich und mit Leib und Seele Fotografin. Sie hört einfach auf ihren Bauch und lässt sich nicht beeinflussen, das hat mich am meisten im Handlungsverlauf imponiert.
Felix war mir auch sofort sympathisch, seine soziale Ader gefiel sehr und nachdem man seine Vergangenheit kannte, um so mehr.
Es gibt noch viele Nebencharaktere, Felix Familie, Ninas Familie, beider Freunde und Bekannte. Und Marlon, auch seinPart im Handlungsverlauf ist super eingefangen.

Hervorheben möchte ich die Liebe zur Natur, die Ulrike Sosnitza durch ihre Protas sagen lässt und außerordentliche Erkenntnisse der Fotographie. Hat mir super gefallen.

Die Geschichte ist absolut lesenswert. Es geht um Familie, Vergangenheit, Verzeihen, Neuanfang, Liebe zur Natur, Sozialengagement und vieles mehr. Ein Buch mit sehr viel Tiefgang. Ich gebe dafür eine klare Kaufempfehlung, natürlich mit fünf Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2020

Ein Roman, den man nicht mehr aus der Hand legt!

Eine Sommerliebe in Schweden
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Inhalt: „Ein Sommer auf der Insel Smögen? Klingt idyllisch! Doch die Bäckerin Tove und ihre drei Kinder reisen nicht ganz freiwillig dorthin. Sie sind auf das Geld des Knäckebrot-Fabrikanten Patrik angewiesen. ...


Inhalt: „Ein Sommer auf der Insel Smögen? Klingt idyllisch! Doch die Bäckerin Tove und ihre drei Kinder reisen nicht ganz freiwillig dorthin. Sie sind auf das Geld des Knäckebrot-Fabrikanten Patrik angewiesen. Und der wiederum braucht, quasi leihweise, eine Bilderbuch-Familie, um einen amerikanischen Investor zu beeindrucken. Aber kann der ewige Junggeselle Patrik überzeugend den Familienvater spielen? Und wie soll Tove den kleinen Benny dazu bringen, einen fremden Mann Papa zu nennen?“

Mein spontanes Kurz-Fazit: Es ist ein Buch, das man nicht mehr weglegt!

“Eine Sommerliebe in Schweden“ purzelte mehr zufällig zu mir ins Wohnzimmer und von der Beschreibung und natürlich auch vom Cover her sprach es mich sehr an. Mal kurz reinlesen, das gelang mir gar nicht. Vielmehr bin ich sofort zu Tove nach Schweden abgetaucht.

Der Schreibstil ist einfach toll. Er lässt sich locker und flüssig lesen. Auch die bildhafte Ausdrucksweise macht es absolut leicht, die jeweiligen Handlungsorte zu erkunden, vor allem auf der Insel Smögen, die wirklich wunderschön sein muss.

Die Charaktergestaltung ist Mia Jakobsson richtig gut gelungen. Mit Tove, ihren Kindern und Patrik hat sie tolle Figuren geschaffen. Auch sämtliche Nebencharaktere fügen sich hier mühelos in die Story ein. Ich habe die Dialoge, den Schlagabtausch einfach geliebt. Der kleine Benny, Toves Sohn, war mein kleiner Held. Aber auch die beiden älteren Geschwister sind mir ans Herz gewachsen, jeder macht seine eigene Entwicklung durch und es macht einfach Spaß, diese zu verfolgen. Bei Patrik wusste ich lange nicht, wo die Reise hingeht, aber am Ende konnte ich sehr zufrieden das Buch zuklappen.

Einen großen Pluspunkt bekommt von mir noch die optische Gesaltung des Buches, zwischendrin sind immer wieder Brotrezepte und Toves berühmte Zimtschnecken. Diese und das Whsikybrot befinden sich gleich im Buchdeckel vorn bzw. hinten. Eine tolle Idee und es passt super zum Inhalt.

“Eine Sommerliebe in Schweden“ hat mich total überrascht, es ist ein tolles Buch, der kleine Benny würde vielleicht sagen: „die perfekte Mischung aus Spannung, Spiel und Schokolade“ (in diesem Fall Knäckebrot mit Schoki oder „mit ohne Alles“ 😉). Dieser Roman hat noch viele, viele Leser verdient, deshalb gebe ich gerne eine klare Kaufempfehlung und volle Punktzahl.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2020

Libellenjahre

Libellenjahre
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Inhalt: „Eine starke Frau im Spiegel ihrer Zeit, eine verlorene Welt und eine große Liebe: der bewegende erste Band von Izabelle Jardins Familiensaga um die ostpreußische Familie von Warthenberg.
Königsberg, ...

Inhalt: „Eine starke Frau im Spiegel ihrer Zeit, eine verlorene Welt und eine große Liebe: der bewegende erste Band von Izabelle Jardins Familiensaga um die ostpreußische Familie von Warthenberg.
Königsberg, 1930: Die selbstbewusste Constanze von Warthenberg ist neunzehn Jahre alt, als sie während einer Segelregatta dem weltläufigen Clemens Rosanowski aus Warschau begegnet. Es wird die große Liebe. Trotz einigen Widerstandes in Constanzes Familie heiratet das Paar und lässt sich in Danzig nieder. Die beiden erleben Jahre voller Leichtigkeit.
Doch die politische Lage in der alten Hansestadt wird unter den neuen Machthabern zunehmend schwieriger, und mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges muss Clemens als Soldat der Wehrmacht gegen sein Heimatland Polen kämpfen.
Seine Feldpostbriefe werden immer seltener, und eines Tages erreicht Constanze eine erschütternde Nachricht. Für sie beginnt nun eine dramatische Odyssee Richtung Westen.“

“Libellenjahre“ ist der Auftaktband zu Izabelle Jardins Familiensaga um die ostpreußische Familie von Warthenberg. Er hat bei mir gnadenlos eingeschlagen.

Schon allein optisch finde ich das Buch überaus gelungen. Der Titel „Libellenjahre“ hat einen wunderbaren Bezug auf die Handlung und zwar bis zum letzten Satz!

Der Schreibstil ist umwerfend, fesselnd, bildhaft, feinfühlig – man kann sich keiner freigesetzten Emotion entziehen. Von Herzklopfen, Aufatmen, Luftanhalten, weinen ist alles dabei und viel mehr… Ich konnte meine „Umwelt“ komplett ausblenden und war IM Buch. Die historischen Hintergründe dürften jedem bekannt sein. Izabelle Jardin knüpft dieses „unheilvolle Etwas“, dass damals auf die Menschen zurollte, zunächst als leise, dennoch gefährliche Hintergrundmusik ein, die im Verlauf tosend im Desaster endete.

Wir lernen Constanze von Warthenberg als eine selbstbewusste, junge Frau von 19 Jahren kennen und erleben mit ihr und Clemens Rosanowski ihre große Liebe. Beide Charaktere sind mir sofort ans Herz gewachsen. Auch die vielen Nebenfiguren sind wundervoll gezeichnet und authentisch in Szene gesetzt. Eine davon ist Charlotte, Constanzes Großmutter, die ich richtig in mein Herz geschlossen habe.

Die Story ist einfach toll mit den historischen Fakten verwoben. Sehr bewegend, sehr emotional. Der Ausbruch des Krieges lässt jede Leichtigkeit verschwinden. Clemens muss als Wehrmachtsoldat an die Front, gegen seine eigenen Leute kämpfen. Es geht immer weiter Richtung Osten, seine Briefe werden immer seltener. Constanze zunächst in Sicherheit in Königsberg bis zur überstürzten Flucht Richtung Westen. Diese einzelnen Handlungsstränge hat Izabelle Jardin lebendig geschrieben, die eine Flut von Bildern im Kopf auslösen. Constanzes Flucht empfand ich so erschütternd. Sie ist ein Beispiel von Abertausenden, unglaublich, immer wieder! Mehr vom Inhalt möchte ich nicht preisgeben, die Spoilergefahr ist einfach zu hoch.

Das Ende vom Buch bekommt hier noch einen Extraabschnitt. Ich kann es in Worten gar nicht beschreiben. Der letzte Satz – man liest einmal, zweimal, dreimal. Im ersten Moment totaler Schock! Und dann Emotionen pur! Und ich weiß immer noch nicht, ist der Ausgang gut oder schlecht? Eines ist jedenfalls Gewiss, die Fortsetzung muss her!

Ich bin absolut begeistert vom grandiosen Start der Warthenberg Familiensaga und fiebere der Fortsetzung aufgeregt entgegen. Hierfür gibt es volle Punktzahl und klare Kaufempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2020

Der Luzifer Killer

Der Luzifer-Killer
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Inhalt: „Er schneidet seinen Opfern ein L in die Stirn – bis seine Botschaft entschlüsselt ist.
Als ein Junge in einen zugefrorenen Teich einbricht, entdecken die Rettungskräfte unter der Eisschicht einen ...

Inhalt: „Er schneidet seinen Opfern ein L in die Stirn – bis seine Botschaft entschlüsselt ist.
Als ein Junge in einen zugefrorenen Teich einbricht, entdecken die Rettungskräfte unter der Eisschicht einen Kindersarg. Allerdings befindet sich darin keine Leiche, sondern eine Chiffre und ein vergilbtes Zeitungsfoto, auf dem Kriminalhauptkommissarin Klara Frost mit ihrem ehemaligen Studienkollegen Erik Donner zu sehen ist.
Während die Kripo über den Sarginhalt rätselt, taucht im Internet ein schreckliches Video auf, das ein altes Verbrechen zeigt. Die Veröffentlichung der Aufnahmen markiert den Anfang einer beispiellosen Mordserie. Um den Killer aufzuhalten, benötigt Frost dringend die Unterstützung von Kriminalhauptkommissar Donner. Jedoch scheitert jeglicher Kontaktversuch, denn Donner sitzt inzwischen in der Psychiatrie …“
Ich war sehr gespannt auf diesen neuen Thriller, denn Klara Frost und Erik Donner- diese beiden extravaganten Exemplare – treffen hier höchst persönlich aufeinander, allein der Gedanke daran sorgt schon für Kopfkino. Es ist zunächst kein freudiges Wiedersehen, vielmehr werden sie in einem höchst brisanten Fall hineingezogen, der seinen Ursprung in den Tiefen der DDR Vergangenheit hat und plötzlich in der Gegenwart für mörderische Unruhe sorgt. Zum Team Frost/Donner gesellt sich außerdem Sokrates Vogel dazu, ein wirklich schräger Vogel, so einer entspringt nur aus der „Elias Haller Feder“. Somit ist es nicht verwunderlich, dass immer einer aus der Reihe tanzt. Ich wusste gar nicht, wem ich mehr Aufmerksamkeit schenken sollte, da plötzlich keinem mehr zu trauen war. Klaras Vergangenheit wird sehr präsent, man erhält tiefe Einblicke in ihre damalige Familie…
Die Grundidee zum Buch finde ich wirklich gut, wenn auch ein äußerst heikles Thema. Der Aufbau ist wie gewohnt spannend und Verdachtsmomente, Motive, Erkenntnisse präsentiert uns Elias Haller gewohnt häppchenweise, was wiederum ständig ein völliges Umdenken fordert. Der Thriller kommt weniger blutig rüber, so mein Empfinden, trotzdem nicht weniger grausam, nur halt auf eine andere Art. Auf dem letzten 100 Seiten nimmt der Thriller dermaßen an Fahrt zu, dass man von ein Extrem ins nächste fällt. Und wieder meine Feststellung, die Auflösung hätte ich so niemals erwartet. Ich bin eher völlig schockiert.
Ein weiterer großer Pluspunkt sind die einzelnen Charaktere und an dessen Empfindungen und Gedankengänge lässt uns Elias Haller mit sarkastischen, ironisch humorvollen Äußerungen teilhaben, somit musste ich trotz der Verbrechen oft schmunzeln. Diese Gratwanderung zwischen „Galgenhumor“ und Ernsthaftigkeit gelingt Elias Haller nahezu perfekt.
Insgesamt bin ich wieder schwer beeindruckt. Klara und Erik zusammen erleben zu dürfen hat mir persönlich sehr gefallen und ja, sie sollten weiter Kontakt haben, wie auch immer, ob sie nun möchten oder nicht, dem „Ziehvater“ Elias Haller wird schon etwas einfallen. Von mir gibt es erst einmal fünf verdiente Sterne für den imposanten Thriller.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere