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Veröffentlicht am 23.08.2024

Spannender Krimi in tollem Setting!

Sonne über Gudhjem
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Inhalt
Weiße Strände, goldgelbe Felder, idyllische Küstendörfer und Sonne rund ums Jahr: Die beschauliche dänische Urlaubsinsel Bornholm scheint der ideale Platz, um das Leben ein wenig ruhiger angehen ...

Inhalt
Weiße Strände, goldgelbe Felder, idyllische Küstendörfer und Sonne rund ums Jahr: Die beschauliche dänische Urlaubsinsel Bornholm scheint der ideale Platz, um das Leben ein wenig ruhiger angehen zu lassen. Das denkt sich auch der hochdekorierte Kriminalpolizist Lennart Ipsen, als er – frisch geschieden – bei der überschaubaren Insel-Kripo anheuert. Doch statt Angelfahrten und Joggen am Strand wartet gleich sein erster Mordfall auf ihn: Schweinebauer Kristensen wird tot in der eigenen Räucherkammer aufgefunden. Schnell wird klar, dass Kristensen ein unangenehmer Zeitgenosse war, mit dem viele eine Rechnung offen hatten. Und dass eine Mordermittlung auch auf Dänemarks Sonneninsel so manche Schattenseite ans Licht zu bringen vermag …


Meinung
Ja, ihr habt recht. Den Namen Michael Kobr kennt man als Krimi-Leser*in bereits. Aber in einem anderen Zusammenhang: Nämlich von den Klufti-Krimis. Ich kann eigentlich gar nicht oft genug erwähnen, wie sehr ich die Kluftinger-Reihe liebe. Sie begleitet mich schon so viele Jahre und ist aus meinem Lese-Leben eigentlich nicht wegzudenken. Und auch andere Bücher, die das Aurorenduo geschrieben haben, habe ich gerne gelesen. Zum Beispiel Draußen. Doch heute soll es um etwas anderes gehen. Und vor allem geht es heute nur um einen der beiden Auroren, nämlich um Michael Kobr.

Ich lese unheimlich gerne Krimis an gemütlichen Orten. Besonders gerne habe ich Frankreich, aber auch Italien finde ich spitze. Was ich bisher noch nicht hatte, war ein kriminalistischer Ausflug nach Bornholm. Noch nie davon gehört? Kein Problem! Es handelt sich um eine dänische Insel. Und Michael Kobr ist nicht nur selbst gerne dort, sondern hat nun auch seine Protagonisten dorthin verfrachtet und einen in meinen Augen sehr gelungenen Kriminalroman geschrieben.

Wir begleiten die Insel-Kripo und Lennart Ipsen. Dieser hat gleich super viel Sympathie ausgestrahlt. Auch die restlichen Figuren schreien eigentlich danach, sie in Band 2 (und weiteren Folgebänden?) besser kennenzulernen. Fest steht: Da sind die Geschichten noch nicht auserzählt!

Ich mochte das Setting unheimlich gerne und fand die Figuren durch die Bank weg gelungen! Irgendwo habe ich im Bezug auf das Buch das Wort “hyggelig” gelesen. Und ja, das trifft es! Zeitgleich haben wir hier eine charmante Art und Weise, uns allen diese Urlaubsinsel näherzubringen. Ich will auf jeden Fall auch mal hin! Und falls das nichts wird, dann verlasse ich mich eben auf Michael Kobr.

Fazit
Wer hier etwas Rasantes erwartet, der wird vermutlich enttäuscht werden. Aber das sollte man bei einem Krimi auf einer Urlaubsinsel eher nicht tun wenn man mich fragt. Und um ehrlich zu sein, gab es hier alles, was man braucht. Tolle Charaktere, ein super Setting und ein spannender Fall. Leider hat mir im Fall selbst noch so ein bisschen das “Gewisse Etwas” gefehlt, weswegen es ganz minimale Abzüge gibt.

4 von 5 Buchherzen ♥♥♥♥

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Veröffentlicht am 01.08.2024

Wenn eine Mauer Risse bekommt

Morgen ist alles schön
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Inhalt
Als Amy Ashtons Welt vor zehn Jahren auseinanderbrach, fing sie an zu sammeln. Nur ein paar Erinnerungsstücke: Geißblattblüten, mit denen ihr Freund sie früher beschenkte, ein angestoßener Porzellanvogel, ...

Inhalt
Als Amy Ashtons Welt vor zehn Jahren auseinanderbrach, fing sie an zu sammeln. Nur ein paar Erinnerungsstücke: Geißblattblüten, mit denen ihr Freund sie früher beschenkte, ein angestoßener Porzellanvogel, rissige Tontöpfe… Sachen, die andere Leute wegwerfen würden, die für Amy aber ein Leben verkörpern, das so schön hätte sein können. Da trifft Amy den frechen kleinen Nachbarsjungen Charlie. Sie merkt: der bringt ihr ruhiges Leben völlig durcheinander. Könnte doch noch alles schön werden – vielleicht schon morgen?


Meinung
Dieses Buch hat mich ehrlich gesagt ziemlich an meine emotionalen Grenzen gebracht. Erst einmal war ich etwas skeptisch, denn unsere Protagonistin Amy war mir wahrlich nicht sympathisch. Das ist oft so bei dieser Art von Roman, bei der der etwas kauzige Hauptcharakter einem dann doch ans Herz wächst. Aber hier hatte ich wirklich über einige Seiten hinweg den Eindruck, dass sich das nicht ändern würde.

Ich hatte zwischenzeitlich keine Ahnung, in welche Richtung dieses Buch noch gehen würde. Der Klappentext ist ehrlicherweise auch nicht besonders aussagekräftig. Nichtsdestotrotz habe ich weitergelesen und war am Ende dann so begeistert!

Wir lernen nicht nur Amy und Charlie kennen, sondern auch Charlies Eltern. Und mit dabei immer das unterschwellige Wissen darüber, dass da in Amys Leben irgendetwas passiert ist, was sie zu der Person hat werden lassen, die sie heute ist. Etwas, was nur schwer greifbar war und was das Buch dann doch zu spannend gemacht hat, um es wegzulegen. Charlie ist einfach ein wunderbarer Charakter, ein wuseliges Kind, eine ehrliche Seele. Einige Reisen in die Vergangenheit bringen immer wieder etwas Klarheit über die Vergangenheit. Und alle die Erinnerungsstücke, die Amy sammelt, bekommen ihren ganz eigenen Reiz.

Amys Mauer bekommt nach und nach Risse und sie fängt an, ihr Leben wieder in die Hand zu nehmen. Der Roman ist einfühlsam, fantastisch und hat mich dann wirklich absolut abgeholt. Ich hatte am Ende sogar Tränen in den Augen, weil ich so ergriffen war. Ich mochte das Buch wirklich wahnsinnig gerne und kann es nur empfehlen!

4 von 5 Buchherzen ♥♥♥♥

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Veröffentlicht am 01.08.2024

Hat mich nicht überzeugt ...

Panda Kingdom - Reißende Flut
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Inhalt
Panda Kingdom ist seit der großen Flut ein zerrissenes Land. So kommt es, dass die drei Geschwister Blättchen, Regen und Geist einander nicht einmal kennen. Aber als der Bambus rar wird und die ...

Inhalt
Panda Kingdom ist seit der großen Flut ein zerrissenes Land. So kommt es, dass die drei Geschwister Blättchen, Regen und Geist einander nicht einmal kennen. Aber als der Bambus rar wird und die Goldstumpfnasen eine böse Intrige spinnen, sind diese drei Pandas dazu auserkoren, Panda Kingdom zu retten. Dazu muss ihnen gelingen, was vor ihnen niemand gewagt hat: Sie müssen den großen Fluss überqueren. Sie müssen sich gegen ihren Anführer stellen. Und das Schwierigste: Sie müssen einander in den Bergwäldern finden und erkennen.


Meinung
Zwischendurch sind immer mal wieder Kinder- und Jugendbücher in meinem Lesemonat zu finden. Als ich gesehen habe, dass es eine neue Reihe der “Warrior-Cats”-Autorinnen gibt, wollte ich dem Buch unbedingt eine Chance geben. Warrior Cats habe ich nicht gelesen, weil die Bücher damals völlig an mir vorbeigingen und es dann zu spät war. Dass es so wahnsinnig viele Bände gibt, spricht aber eigentlich für sich, weshalb ich auch von “Panda Kingdom” dachte, dass es erstklassig sein muss.

Natürlich lese und bewerte ich ein Kinderbuch anders als einen Roman für Erwachsene. Aber leider muss ich hier zugeben, dass mich das Buch enttäuscht hat. Vielleicht konnte ich mich dann letztendlich doch nicht genügend auf das völlig andere Setting und die Art des Erzählens einstellen – aber ich fand das Buch leider langweilig, verwirrend und nur wenig unterhaltsam.

Was mich wohl am meisten gestört hat, sind die vielen Namen und Erzählstränge. Das hat dafür gesorgt, dass ich relativ schnell durcheinander gekommen bin und mir irgendwann auch gar nicht mehr die Mühe gemacht habe, mich auf die Details zu konzentrieren.

Die Atmosphäre fand ich gelungen, auch die Art und Weise wie das Setting beschrieben wurde. All das spricht dafür, dass die Autorinnen eigentlich wirklich gut schreiben können. Aber vielleicht ist es mir dann doch irgendwie aufgefallen, dass da viele verschiedene Autorinnen mitgearbeitet haben – hinter dem Pseudonym Erin Hunter verbergen sich nämlich gleich mehrere Autorinnen.

Das Cover ist tatsächlich total ansprechend und fängt die Atmosphäre total gut ein. Aber leider fehlte es mir sonst überall an Tiefe und Sinn. Deswegen vergebe ich an dieser Stelle nur 2 von 5 Buchherzen ♥♥

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Veröffentlicht am 01.08.2024

Enttäuschend zu Band 1

Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war
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Inhalt
Mit Feen abzuhängen, durch Portale in eine Parallelwelt zu spazieren und Superkräfte zu besitzen, daran hat Quinn sich mittlerweile gewöhnt. Blöd nur, dass ihn jedes Geheimnis, das er aufdeckt, ...

Inhalt
Mit Feen abzuhängen, durch Portale in eine Parallelwelt zu spazieren und Superkräfte zu besitzen, daran hat Quinn sich mittlerweile gewöhnt. Blöd nur, dass ihn jedes Geheimnis, das er aufdeckt, vor neue Rätsel stellt. Ohne Matilda und ihre ganz spezielle Art, den Dingen auf den Grund zu gehen, wäre er völlig aufgeschmissen. Dass er sie doch eigentlich vor den Gefahren des Saums beschützen wollte, hindert Matilda nicht daran, sich kopfüber ins Abenteuer zu stürzen. Denn die beiden müssen dringend ein paar Fragen klären: Steckt eine Geheimgesellschaft hinter dem Tod von Quinns Vater? Wie bändigt man eine Sphinx– und erst die intrigante neue Mitschülerin? Und kann man überhaupt verliebt sein, wenn man ständig in Lebensgefahr gerät?


Meinung
Eine Ewigkeit haben wir alle auf dieses Buch gewartet. Band 1 von “Vergissmeinnicht” erschien 2021 und hat mich damals vollkommen begeistern können. Ich habe es verschlungen und geliebt und war ziemlich schnell in dieser Welt von Kerstin Gier gefangen. Deswegen war ich super vorfreudig auf Band 2. Leider wurde ich letztendlich ein wenig enttäuscht.

Matilda mochte ich in Band 1 wahnsinnig gerne. Sie war taff, cool, einfach sympathisch. Eine Figur, wie sie in jedem Jugendroman vorkommen sollte. Leider habe ich von all ihren tollen Eigenschaften in Band 2 nicht mehr so viel wahrgenommen. Ich fand sie an einigen Stellen etwas nervig und kindisch und kam irgendwie nicht mehr so gut mit ihr zurecht wie noch im ersten Teil. Bei Quinn war es nicht ganz so schlimm, aber irgendwie habe ich auch hier den Witz etwas vermisst … schade!

Die Grundidee ist natürlich nach wie vor wahnsinnig gut und hat mir auch hier extrem gut gefallen. Daran konnte ich mich beim Lesen etwas “festklammern” und habe große Teile des Buches dann doch genießen können. Aber leider blieben für mich die großen Überraschungen aus und der Roman hat sich zwischendurch wirklich in die Länge gezogen.

Schade, aber vielleicht hatte ich auch einfach etwas zu große Erwartungen. Am Ende vergebe ich 3 von 5 Buchherzen, was verglichen mit einem meisterhaften ersten Band leider etwas enttäuschend war.

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Veröffentlicht am 01.08.2024

So viele Geheimnisse!

Bretonische Sehnsucht
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Inhalt
Ein keltischer Musiker wurde am Ufer angeschwemmt. In seinem Haus entdeckt die Polizei einen Hinweis, der mit einem uralten dunklen Ritus in Verbindung gebracht wird.

Doch die eingeschworene Gemeinschaft ...

Inhalt
Ein keltischer Musiker wurde am Ufer angeschwemmt. In seinem Haus entdeckt die Polizei einen Hinweis, der mit einem uralten dunklen Ritus in Verbindung gebracht wird.

Doch die eingeschworene Gemeinschaft der abgelegenen Insel erschwert Dupin das Ermitteln – Sirenen, Priesterinnen und Geschichtenerzählerinnen leben hier abseits der Norm und wissen: Auf das Unsichtbare kommt es an. Und Dupin stellt sich der beinahe unlösbaren Aufgabe, herauszufinden, was das sein könnte.


Meinung
Mittlerweile habe ich beinahe das Gefühl, ich würde selbst jeden Sommer in die Bretagne fahren! Dabei war ich noch nie da, zumindest nicht persönlich. Allerdings fahre ich gedanklich und emotional jedes Jahr hin. Seit 2012, wo der erste Fall rund um Kommissar Dupin erschien. Seitdem bin ich jedes Jahr dabei, habe einen kleinen Dupin-Stapel hier im Bücherregal und liebe einfach alles an der Geschichte und an den Figuren. Und es gibt für mich wirklich kaum ein Buch, geschweige denn eine ganze Reihe, in der die Atmosphäre so grandios und geheimnisvoll ist. Dass das nach all den Bänden immer noch möglich ist, erscheint eigentlich fast unmöglich. Aber es ist so. Und die Anführerin der Geheimnisse war auch in diesem Fall wieder Nolwenn. Meine geheime Lieblingsfigur, die Assistentin, gute Seele und eine menschliche Schatzkiste voller bretonischem Wissen.

Abseits dieser vielen tollen Figuren, die ich alle auf eine ganz seltsam familiäre Art in mein Buchherz geschlossen habe, hatte auch der Fall wieder einiges zu bieten. Dieser Kriminalroman ist voller Musik. Auf so vielen Ebenen. Nicht nur ist ein Musiker der erste Tote dieses Buches, er tritt neben Dupins Ermittlungen auch eine Reihe von Mysterien los. Auf der Insel Ouessant dreht sich plötzlich alles um uralte Riten. Dazu Bewohner, die nie so richtig die Wahrheit zu sprechen scheinen. Und vor allem eine Frau, die Dupin mit ihren Erzählungen über die Geheimnisse der Insel erstaunlich beeinflusst. Der sonst so unerschütterliche Dupin wird hier von einer geradezu verletzlichen Seite gezeigt. Etwas, was ich noch nicht an ihm kannte.

Wie immer lässt sich auch dieses Buch super schnell lesen. Die Ermittlungen ziehen sich bei den Büchern von Jean-Luc Bannalec ja nie über einen besonders großen Zeitraum – etwas, was ich sehr schätze – und dadurch ist es einfach immer spannend. Manchmal fragt man sich, wie viel wirklich in einen Tag gepackt werden kann, aber es wirkt trotzdem nie überladen. Liegt vermutlich auch an dem grandiosen Schreibstil des Autors.

Hier und da waren es mir dann aber doch etwas zu viele Abschweifungen, gerade durch Riwal. Diesen hat sogar Dupin zwischenzeitlich unterbrochen, aber davon ließ er sich meist nicht abhalten. Ich weiß, dass es sehr viel zu erzählen gibt, viel mehr noch, als in dieses Buch passt, aber das war dennoch ein Punkt, der mich an der ein oder anderen Stelle etwas gestört hat.

Fazit
Vielleicht der Fall mit dem wenigsten Kaffee, dafür aber wohl der mit den meisten Geheimnissen. Sehr gelungener dreizehnter Band einer grandiosen Krimi-Reihe.

4 von 5 Buchherzen ❤❤❤❤

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