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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.05.2024

Spannung - Fehlanzeige

End of Story - Der Mörder unter uns
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Wie sicher einige andere Leser auch, habe ich “The Woman in the Window" gelesen und war begeistert. Mit dieser Vorstellung bin ich an dieses Buch herangetreten. Vielleicht war das schon der erste Fehler.
Ein ...

Wie sicher einige andere Leser auch, habe ich “The Woman in the Window" gelesen und war begeistert. Mit dieser Vorstellung bin ich an dieses Buch herangetreten. Vielleicht war das schon der erste Fehler.
Ein Krimiautor, der nicht mehr lange zu leben hat, Frau und Sohn verschollenen und eine Journalistin, die seine Geschichte aufschreiben soll.
Wird Nicky das Geheimnis aufdecken? Wer ist die weibliche Leiche?
Alle Zutaten angerichtet für ein spannendes Buch.
Aber leider kam es anders. Schon die ersten Kapitel gestalteten sich extrem zäh.
Viele Querverweise zu anderen Büchern oder Zitaten, die ein Buch oft lesenswert machen, aber hier ist es eindeutig zu viel. Man hat ja schon Probleme, überhaupt einen roten Handlungsfaden zu erkennen, ohne auch noch ewig über Sinn und Unsinn der Zitate nachzudenken.
Die Charaktere bleiben blass und unnahbar. Die Wendungen waren mir dann doch zu konstruiert.
Für mich war hier kein Spannungsbogen erkennbar.
Das größte Hindernis war aber der Schreibstil. Die Sätze kurz und irgendwie unvollständig, ständiges wechseln des Themas, langwierige Beschreibungen.
Für mich war es leider nichts.

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Veröffentlicht am 20.05.2024

Alles, nur kein Krimi

Weißglut
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Sarah Fuchs, Teil der Schickeria in München, wird von ihrem Mann für eine Jüngere verlassen und flieht vor der Presse in die Einsamkeit von Finnland. Was passiert? Sie stolpert über eine Leiche.
Was leidlich ...

Sarah Fuchs, Teil der Schickeria in München, wird von ihrem Mann für eine Jüngere verlassen und flieht vor der Presse in die Einsamkeit von Finnland. Was passiert? Sie stolpert über eine Leiche.
Was leidlich spannend beginnt, lässt leider extrem nach.
Eine Protagonistin, die völlig overdressed durch Finnlands Wälder stolpert, um sich auf die Spur eines Mörders zu machen, ein Kommissar, der Sarah verdächtigt, aber gute Ermittlungsansätze vermissen lässt. Dazu noch Onni, der wohl Asperger hat und auf der Suche nach einer Statue ist. Skurille Szenen und gewollter Humor untermalen die Handlung.
Erzählt wird aus mehreren Perspektiven, aber auch das sorgt leider überhaupt nicht für Spannung.
Hier waren wirklich alle Zutaten für einen spannenden Krimi gegeben, die aber leider überhaupt nicht genutzt wurden.
Weder Personen noch Handlung konnten mich an irgendeinem Punkt abholen. Zu abstrus die Handlung und leider auch viel zu wenig Spannung. Das war für mich leider nichts.

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Veröffentlicht am 13.05.2024

Tolle Märchenadaption

Schattengold – Ach, wie gut, dass niemand weiß ...
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Märchen habe ich schon immer geliebt, ihre Adaptionen jetzt aber für mich ganz neu entdeckt.
Rumpelstilzchen war nicht unbedingt mein Lieblingsmärchen, da mir das Rumpelstilzchen immer unsympathisch war.
Das ...

Märchen habe ich schon immer geliebt, ihre Adaptionen jetzt aber für mich ganz neu entdeckt.
Rumpelstilzchen war nicht unbedingt mein Lieblingsmärchen, da mir das Rumpelstilzchen immer unsympathisch war.
Das Cover von Schattengold und die Aussicht auf Feen und Magie haben aber gesiegt. Und was soll ich sagen, es war toll.
Ach wie gut, dass niemand weiß - diesen Satz kennt wohl jeder. Christian Handel hat die Grundidee des Märchens belassen und es auf eine sehr kreative Weise neu erzählt. Farah, die Müllerstochter ,missachtet alle Anweisungen, die den Umgang mit den Wesen aus der Feenwelt betrifft. Sie muss einen Handel mit einem dieser Wesen eingehen und ein Märchenabenteuer der besonderen Art startet. Es ist unglaublich spannend, voller Wendungen und unvorhergesehener Ereignisse. Die Charaktere sind sehr facettenreich, hin- und hergerissen zwischen Lüge und Wahrheit, Liebe und Hass, Vertrauen und Misstrauen. Sie sind fein ausgearbeitet und ja, die adaptierte Version des Rumpelstilzchen hat diesmal keine Antipathie bei mir ausgelöst, sondern am Ende sogar Verständnis und Mitleid.
Die Feenwelt, mit ihren Gestalten des Lichts und der Dunkelheit ist ein wunderbarer Rahmen für die Neuerzählung.
Für diese Version des Märchens, das altbekannt ist, aber hier einen ganz neuen Rahmen bekommen hat, gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 11.05.2024

Bester Band der Reihe

Wintermord
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Der 13. Fall mit der sympathischen Romy Beccare und Team. Ein Krimi, der einen von der ersten bis zur letzten Seite mitnimmt. Der Spannungsbogen zieht immer wieder an, die Wendungen sind trickreich. Obwohl ...

Der 13. Fall mit der sympathischen Romy Beccare und Team. Ein Krimi, der einen von der ersten bis zur letzten Seite mitnimmt. Der Spannungsbogen zieht immer wieder an, die Wendungen sind trickreich. Obwohl man den Täter zu kennen glaubt , kann man sich nie sicher sein.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und die besondere Atmosphäre an der Ostsee wird toll vermittelt. Die Charaktere werden weiter entwickelt und dieses Mal liegt der Focus auf der sympathischen Ruth und Finn, der seit dem letzten Band dazu gekommen ist. Das Privatleben bleibt aber dezent, so dass der Fall nie überlagert wird.
Der Fall selbst ist ausgesprochen spannend. Eine Familientragödie, die rasch geklärt zu sein scheint. Doch dann beginnt, durch eine Zufallsentdeckung, alles von vorne. Ein Verwirrspiel der besten Art. Das Team steht vor vielen Fragezeichen und einer fast unmöglichen Aufgabe.
Mich hat dieser Krimi bestens unterhalten und es gibt eine klare Leseempfehlung für das Buch und natürlich für die ganze Reihe.

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Veröffentlicht am 04.05.2024

Vom Glück, sich selbst zu finden

Bonjour Agneta
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Wo fange ich an? Das Cover ist hübsch, steht aber für mich in keinem Zusammenhang mit dem Inhalt.
Agneta, 49, zwei erwachsene Kinder, ein Mann, der nicht zu ihr passt. Er schwebt auf der Fitnesswelle, ...

Wo fange ich an? Das Cover ist hübsch, steht aber für mich in keinem Zusammenhang mit dem Inhalt.
Agneta, 49, zwei erwachsene Kinder, ein Mann, der nicht zu ihr passt. Er schwebt auf der Fitnesswelle, sie liebt gutes Essen und das Sofa
Agneta fühlt sich unsichtbar und farblos.
Eine Zeitungsannonce mit einem Jobangebot in der Provence wird für sie zum lebensverändernden Angebot.
Sie bricht aus, aus Ehe und Job.
In der Provence trifft sie auf Einar, 80 Jahre und beginnende Demenz. Um ihn soll sie sich kümmern. Er lebt in einem alten Kloster, im Dorf trifft sie auf einen Barbesitzer, eine alte Frau, die wunderbar nähen kann. Sie trifft auf Menschen, die sich lebendig fühlen. Und zum ersten Mal sieht sie sich wieder, hat das Gefühl zu leben.
Die Autorin hat einen leichten und flüssigen Schreibstil. Die Figuren sind gut dargestellt. Am Anfang konnte mich das Buch mitnehmen, das hat aber mit fortlaufender Story nachgelassen. Mir persönlich wurden hier zu viele Themen verarbeitet.
Das Ende war versöhnlich, die Botschaft klar. Es ist nie zu spät, etwas zu ändern, sein Glück zu finden.

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