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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2024

Idee gut - Umsetzung na ja

Becoming Megan
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Cover, Titel und Bewusstseinsübertragung, diese drei Punkte haben mich bewogen, dieses Buch zu lesen. Dass ich weit außerhalb der eigentlichen Zielgruppe (ab 13) liege, habe ich zunächst nicht für relevant ...

Cover, Titel und Bewusstseinsübertragung, diese drei Punkte haben mich bewogen, dieses Buch zu lesen. Dass ich weit außerhalb der eigentlichen Zielgruppe (ab 13) liege, habe ich zunächst nicht für relevant gehalten.
Die interessante Thematik, Mord für ein Weiterleben im fremden Körper, wurde leider nur oberflächlich umgesetzt. Auch bei Jugendbüchern kann man erwarten, dass Handlungen einer gewissen Logik folgen und somit glaubwürdig bleiben. Das ist hier an vielen Stellen leider nicht der Fall.
Die Charaktere bleiben blass und bieten wenig Möglichkeiten, irgendeine Art Verbindung zu ihnen aufzubauen.
Ich mag ja kurze Kapitel, aber diese sind schon sehr kurz. Dadurch ist eine Vertiefung der Thematik und der Handlung von Beginn an schon recht schwierig.
Die Wortwahl ist sehr einfach gehalten, insgesamt eine lockere Schreibweise, vielleicht beides der Altersgruppe geschuldet.
Das Buch hat meine Erwartungen nicht erfüllt, aber wie schon erwähnt, bin ich auch nicht die Zielgruppe.

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Veröffentlicht am 06.03.2024

Rosalind Franklin und die DNA

Das verborgene Genie
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Rosalind Franklin, die unbekannte Größe bei der Entschlüsselung der DNA. Ihr gilt der 5. Band der Reihe “ Starke Frauen der Weltgeschichte”.
Wir begleiten Rosalind von 1947 bis 1958. Es sind die wichtigsten ...

Rosalind Franklin, die unbekannte Größe bei der Entschlüsselung der DNA. Ihr gilt der 5. Band der Reihe “ Starke Frauen der Weltgeschichte”.
Wir begleiten Rosalind von 1947 bis 1958. Es sind die wichtigsten Jahre in ihrem Forscherleben, die sie in Paris und London verbrachte.Sie ist ein sehr sachlicher Mensch, der sich vollkommen der Wissenschaft verschrieben hat. Das Lesen von Mitmenschen und angemessene Reaktionen auf ihre Gegenüber sind ihr nicht gegeben. Während ihres Berufslebens hat sie einen ständigen Kampf gegen die eingeschworene Männerfront geführt.
Da dieses Buch einen großen Anteil an wissenschaftlichen Fakten hat, ist ein bisschen Vorwissen bzw. Begeisterung für diese Themen von Vorteil. Die Zeit in Paris wird in den Beschreibungen immer wieder von französischen Begriffen unterbrochen. Für mich hat das den Lesefluss gestört, auch wenn die deutsche Bedeutung klar war. Die Zeit ihrer Forschung hat mir gut gefallen. Man erfährt viel über den Inhalt und mit welchen Schwierigkeiten Frauen in der Forschung zu kämpfen hatten. Das Ende konnte mich nicht überzeugen, da es von der rosaroten Kitschbrille überzogen war. Das passte für mich nicht zum Rest des Buches und wurde der Leistung von Rosalind Franklin nicht gerecht. Der letzte Kritikpunkt ist das Nachwort. Bei einer Romanbiographie erwarte ich von einem Nachwort, dass es Fakten und Fiktion einordnet.
Insgesamt hat man aber diese brillante Wissenschaftlerin, deren Leistungen so spät gewürdigt wurden, näher kennengelernt.

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Veröffentlicht am 26.02.2024

Vampirpotential verschenkt

When The King Falls
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Da Vampirromane ja im Moment im Trend liegen, führt natürlich auch kein Weg an “When the King falls” vorbei.
Florence, eine junge Rebellin, wird die neue Blutbraut von Benedict, dem Vampirkönig. Ziel: ...

Da Vampirromane ja im Moment im Trend liegen, führt natürlich auch kein Weg an “When the King falls” vorbei.
Florence, eine junge Rebellin, wird die neue Blutbraut von Benedict, dem Vampirkönig. Ziel: Sein Tod
Mit der Ankunft im Schloss beginnt die Handlung, sich etwas zu ziehen. Florence und Benedict gehen den Weg der Enemies to Lovers Charaktere.
Marie Niehoff gelingt es gut, die Zerrissenheit von Florence zwischen Aufgabe und Gefühlen, Familie und eigenem Willen, darzustellen.
Benedict bleibt für mich bis zum letzten Drittel vergleichsweise blass.
Insgesamt gab es für mich zu wenig Vampiranteil in der Story. Man erfährt wenig über das Leben am Hof bzw. über Benedicts Leben als Vampir. Lediglich auf den letzten Seiten nimmt die Handlung Fahrt, auf und endet dann in einem Cliffhanger.
Der Schreibstil ist locker und flüssig und trägt einen auch durch die Längen des Buches.
Obwohl in meinen Augen Potential verschenkt wurde, hat mich das Buch gut unterhalten, wenn es auch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.
Von mir gibt es 3,5 Sterne und ich möchte trotzdem wissen, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Subtile Spannung mit Schwächen

Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück
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Das Cover ist auffällig grün und die abgebildete Landschaft gibt dem Leser schon einen guten Ausblick auf Setting und Atmosphäre.
Wir begleiten die Freunde, Anna, Hendrik und Milena bei ihrer jährlichen ...

Das Cover ist auffällig grün und die abgebildete Landschaft gibt dem Leser schon einen guten Ausblick auf Setting und Atmosphäre.
Wir begleiten die Freunde, Anna, Hendrik und Milena bei ihrer jährlichen Wanderung in Schwedens wilder Natur. Neu dabei ist Jakob, Milenas Freund. Er ist auch dafür verantwortlich, dass die ursprüngliche Route geändert wird.
Von Beginn an schwelen Misstrauen, Geheimnisse und Spannungen innerhalb der Gruppe. Die psychologische Komponente ist auch im ganzen Verlauf des Buches ein wichtiger Bestandteil.
Es ist dem Autor vortrefflich gelungen, die Atmosphäre im Wandergebiet einzufangen. Auch die möglichen Risiken, die bei diesen Touren plötzlich auftreten können, finden ausreichend Erwähnung. In Teilen hat sich die Landschaftsbeschreibung etwas gezogen, was aber den Lesefluss nicht wirklich behindert hat.
Die ganze Story wird uns aus der Ich- Perspektive von Anna erzählt. Unterbrochen durch Befragungsprotokolle nach ihrer Rückkehr. Diese Protokolle lassen einen schon früh fragen, was zur Hölle auf diesem Trip passiert ist.
Einen Stern Abzug gibt es dennoch von meiner Seite, da der Autor zwar wendungsreich schreibt, aber bei weitem nicht so unerwartet, wie vielleicht geplant. Spätestens ab der Mitte des Buches ist klar, wer Täter und wer Opfer ist, wenn man es so differenzieren möchte. Die genauen Beweggründe bleiben am Ende im Detail offen. Dieses teiloffene Ende hat mir dagegen sehr gut gefallen. Nicht immer muss man alles ganz genau wissen.
Auch wenn es nicht das 5 Sterne Highlight geworden ist, hat das Buch eine Leseempfehlung verdient.

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Veröffentlicht am 23.02.2024

Aus Rebecca wird Rosie

Schwestern in einem anderen Leben
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Ein junges Mädchen, ein Ereignis, das im Rahmen der damals herrschenden gesellschaftlichen Strömungen, auf geradem Weg in einer Katastrophe endet.

Das Thema, dass Christiane Wünsche aufgreift, ist interessant. ...

Ein junges Mädchen, ein Ereignis, das im Rahmen der damals herrschenden gesellschaftlichen Strömungen, auf geradem Weg in einer Katastrophe endet.

Das Thema, dass Christiane Wünsche aufgreift, ist interessant. Ein junges Mädchen bricht alle Brücken hinter sich ab und verschwindet.

Was macht das mit allen Beteiligten? Der Leser erlebt mit, wie die Familie damit umgeht. Aus wechselnden Perspektiven und in unterschiedlichen Zeitebenen verfolgen wir ihr Schicksal.

Soweit, so gut. Leider werden in diese Handlung unzählige Themen eingeflochten. Kommunen, RAF, Endometriose, Punk, toxische Beziehungen……Durch die Vielzahl der Themen werden dann alle nur sehr oberflächlich behandelt.

Rosies Auseinandersetzung mit ihrem Verschwinden/Identitätswechsel, der Umgang mit Schuld und das Thema ungewollte Schwangerschaft kommen für mich zu kurz. Diese Themen hätten mehr Potential gehabt.

Das Nachwort greift diese Themen auf und bildet eine gute Ergänzung.

Zusätzlich hatte ich Probleme mit der Hauptprotagonistin. Ihr Verhalten als Jugendliche - klar dem Alter und der Situation geschuldet, obwohl ich sie hier auch schon zum Teil sehr klar und strukturiert in ihrem Handeln gesehen habe. Aber in ihrer folgenden Lebensgeschichte konnte ich keine Sympathie für sie aufbauen. Das Schicksal der Familie war für mich nachvollziehbarer und berührender.

Insgesamt ein Buch, das von der Thematik her, mehr Potential gehabt hätte.

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