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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2025

Historischer Roman mit einige Längen und überraschendem Inhalt

Der Krieger und die Königin
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Der Krieger und die Königin, ein umfangreicher historischer Roman des bekannten Autorenpaar In Lorentz. Zeitraum der Handlung 6. Jahrhundert, Frühgeschichte Bayerns.

Wir begleiten den Krieger Garibald ...

Der Krieger und die Königin, ein umfangreicher historischer Roman des bekannten Autorenpaar In Lorentz. Zeitraum der Handlung 6. Jahrhundert, Frühgeschichte Bayerns.

Wir begleiten den Krieger Garibald und eigentlich auch die Langobarden-Prinzesssin Waltrada.Das Autorenduo steigt tief ein in die Geschichte und fordert den Leser heraus, sehr viele Namen, Orte und Verwandschaftsverhältnisse, die einen schon nach kurzer Zeit zur Verzweiflung bringen. Man verliert häufig den Überblick, wer denn nun gegen wen kämpft und warum.

Mit Garibald haben wir hier eine Figur, die durchaus sympathisch rüber kommt. Ein ausgezeichneter und kluger Kämpfer, der bei allen Kämpfen auch den Sinn für Menschlichkeit und Gerechtigkeit nicht verliert. Seine kleinen Schwächen für das weibliche Geschlecht machten ihn authentisch.

Kommen wir zum Titel und dem Wort "und" bzw. der Tatsache, dass wir einen Krieger und eine Königin auf ihrem Weg begleiten sollten. Nur, dem ist bei weitem nicht so. Waltrada hat einige wenige Gastauftritte (um es mal so zu formulieren), ansonsten beschäftigt sich das Buch bis kurz vor dem Ende nur mit Garibald und unzähligen Schlachten.

Die sogenannte Liebe, die ganz Deutschland veränderte, wird dann lieblos und unlogisch auf wenigen Seiten abgehandelt.

Mich konnte dieses Buch daher überhaupt nicht überzeugen. Ein paar Kriege weniger und einen deutlich Bezug zu Klappentext und Inhalt hätten dem Buch sehr gut getan. So war es leider einfach nur anstrengend zu lesen.

Von dem Autorenduo bin ich anderes gewohnt. Historisch recherchiert ist das Buch sicherlich, Glossar und Personenverzeichnis hat nicht immer geholfen. Eine Karte über den örtlichen Verlauf der langen Reise wäre hier von Vorteil gewesen. Im historischen Hintergrund habe ich Einordnung von Fiktion und Fakten vermisst.

Von mir gibt es knappe drei Sterne (hauptsächlich wegen der offensichtlich umfangreichen Recherche)

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Was will uns die Autorin sagen??

I Know Where You Buried Your Husband
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I know where you burried your husband, ein Debütroman, der vom Cover,Klappentext und Werbung her sehr vielversprechend klang. Fünf Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, finden den Ehemann ...

I know where you burried your husband, ein Debütroman, der vom Cover,Klappentext und Werbung her sehr vielversprechend klang. Fünf Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, finden den Ehemann von Sophia tot im Haus vor. Sie beseitigen ihn, vielleicht nicht die überlegteste Entscheidung, aber ab hier habe ich definitiv Desperate Housewife Erwartungen gehabt.
Es sollte leider alles ganz anders kommen. Auf den versprochenen schwarzen Humor habe ich bis zum Schluss vergebens gewartet. Die Story an sich dümpelt so vor sich hin, ein paar Wendungen, die in der Wirkung verpuffen. Das größte Manko sind aber die Charaktere. Von wegen das Patriarchat stürzen, hier ist jede einfach nur irre dargestellt. Selbst, wenn man sich dem vermeintlichen Thema des Romans (was mir bis zum Schluss nicht so ganz klar war) aus gesellschaftskritischer Sicht nähert, wird es nicht besser.
An zweiter Stelle die Handlung, an vielen Stellen wird es so unrealistisch, dass man sich einfach fragen muss, was soll das?
Das Ende reiht sich in die negativen Punkte ein. Absurd und unrealistisch.
Es tut mir leid, aber das war (zumindest für mich) weit weg von einem guten Buch.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Außergewöhnlich gut

Love, Mom
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Ein tolles Cover und ein noch besserer Inhalt.
Die Mutter von Mackenzie, eine bekannte Thrillerautorin, kommt bei einem Unfall ums Leben.
Die Beziehung sowohl zur Mutter als auch zum Vater sind/waren ...

Ein tolles Cover und ein noch besserer Inhalt.
Die Mutter von Mackenzie, eine bekannte Thrillerautorin, kommt bei einem Unfall ums Leben.
Die Beziehung sowohl zur Mutter als auch zum Vater sind/waren kompliziert.
Unerwartet erhält Mackenzie Briefe, unterzeichnet von ihrer Mutter. Und es entfaltet sich eine verstörende Familiengeschichte. Zusammen mit EJ, ihrem besten Freund, versucht sie das Geheimnis zu lüften. Was sie dabei entdecken, ist unglaublich, verstörend, spannend und entsetzlich.
Die Charaktere sind perfekt ausgearbeitet. Man baut direkt eine Verbindung zu ihnen auf, sowohl positiv als auch negativ. Der Schreibstil entwickelt eine unglaubliche Sogwirkung. Es geht über verschiedene Zeitebenen, unterschiedliche Perspektiven und wird immer wieder von den Briefen unterbrochen. Auf diese Briefe wartet man als Leser genauso wie die handelnden Personen.
Ich habe mich schon lange nicht mehr so gut unterhalten gefühlt. Wer also auf außergewöhnliche und wendungsreiche Thriller steht, der sollte Iliana Xander unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 25.08.2025

Spannung, Forensik und Geschichtsstunde

Die Sprache der Flammen
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Temperance Brennan, Nr. 23, verschlägt es diesmal nach Washington D.C.. Um ihrer Tochter einen Gefallen zu tun, verzichtet sie auf Urlaub mit Ryan, sondern begutachtet Leichen in einem illegalen Airbnb. ...

Temperance Brennan, Nr. 23, verschlägt es diesmal nach Washington D.C.. Um ihrer Tochter einen Gefallen zu tun, verzichtet sie auf Urlaub mit Ryan, sondern begutachtet Leichen in einem illegalen Airbnb. Und, es gibt eine weitere Leiche, die nichts mit dem Brand zu tun hat, gefunden in einem sogenannten Tiefkeller.
Ihre Ermittlungspartnerin ist diesmal eine Journalistin, eine Freundin ihrer Tochter, bei der sie auch wohnt.
Gewohnt professionell und unbeeindruckt von den zuständigen Ermittlern macht Temperance ihren Job. Stets mit Herzblut dabei, möchte sie auch hier dem 5. Opfer einen Namen und Gerechtigkeit geben.
Verwoben wird die Handlung mit der Geschichte des berüchtigten Viertels Foggy Bottom.
Kathy Reichs überzeugt abermals mit forensischen Details und einer Temperance, die gleichwohl kompetent, aber auch emotional, humorvoll und sarkastisch agiert.
Mir hat besonders die Zusammenarbeit mit Ivy Doyle, der Journalistin, gefallen, da es die Berufsgruppe ist, die von Temperance sonst stets gemieden wird.
Wer Fan der Reihe ist, für den ist auch die Nr. 23 ein Must-Read.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Nicht vollständig überzeugend

Mein Name ist Emilia del Valle
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Emilia del Valle, uneheliche Tochter von Molly und einem chilenischen Aristokraten. Eine Frau, die sich schon früh nicht einschüchtern lässt und ihren Weg geht. Sie entdeckt ihr Schreibtalent, zunächst ...

Emilia del Valle, uneheliche Tochter von Molly und einem chilenischen Aristokraten. Eine Frau, die sich schon früh nicht einschüchtern lässt und ihren Weg geht. Sie entdeckt ihr Schreibtalent, zunächst mit Groschenromanen unter männlichem Pseudonym. Sie hat redlichen Erfolg damit, doch sie will mehr. Angestellt bei einer Zeitung gelingt ihr, was für diese Zeit ungewöhnlich ist, sie darf unter ihrem Namen schreiben. Ihr Auftrag führt sie zusammen mit ihrem Kollegen nach Chile, in ein vom Bürgerkrieg geschütteltes Land und die Heimat ihres Vaters. Ihre Chance sich als Journalistin zu profilieren und gleichzeitig nach ihren Wurzeln zu suchen
Die Beschreibungen Chiles, der Menschen und des Bürgerkriegs sind Allende gut gelungen. Aber insgesamt kann ich der Person Emilia seit ihrer Ankunft in Chile nicht mehr richtig folgen. Trotz der Ich-Perspektive, die normalerweise ja einen größeren Zugang zu den Charakteren ermöglicht. Ihre Geschichte ist emotional, aber sie hat auch viele Längen, die für mich den Lesefluss gestört haben.
Es bleibt als Fazit, die Geschichte einer Frau, die ihren Weg sucht und findet, aber mich nicht richtig überzeugen konnte.

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