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Veröffentlicht am 29.01.2026

Ein kleiner Tiger entdeckt seine Welt

Der kleine Tiger - Zu Hause in Indien
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Der kleine Tiger – Zu Hause in Indien begleitet ein Tigerjunges durch seinen Alltag im Dschungel: bei den ersten Erkundungen, beim Spielen mit den Geschwistern und beim Lernen von der Mutter. Kinder bekommen ...

Der kleine Tiger – Zu Hause in Indien begleitet ein Tigerjunges durch seinen Alltag im Dschungel: bei den ersten Erkundungen, beim Spielen mit den Geschwistern und beim Lernen von der Mutter. Kinder bekommen dabei einen schönen Einblick in den Lebensraum des Bengaltigers und erfahren ganz nebenbei, wie diese Tiere leben und aufwachsen.

Besonders gelungen sind die Illustrationen. Sie sind farbenfroh, freundlich und zeigen den Dschungel lebendig und detailreich, ohne zu überladen zu wirken. Auch die Mischung aus Geschichte und Sachwissen funktioniert gut – vieles wird spielerisch vermittelt und fühlt sich nicht wie klassischer Unterricht an. Der kleine Infoteil am Ende über bedrohte Tierarten rundet das Buch sinnvoll ab.

Allerdings konnte mich der Text nicht durchgehend überzeugen. An manchen Stellen wirkt er etwas schlicht oder holprig formuliert, hier hätte man sprachlich noch etwas mehr Feingefühl und Tiefe zeigen können. Für Kinder ist er zwar gut verständlich, als Vorlesetext für Erwachsene aber nicht immer ganz rund.

Trotzdem ist das Buch insgesamt sehr gelungen und eignet sich gut zum gemeinsamen Lesen und Anschauen. Es weckt Interesse an Tieren und Natur und bietet eine ruhige, schöne Geschichte für Kinder ab vier Jahren.

Fazit: Ein liebevoll illustriertes Tierbuch mit viel Wissenswertem, kleinen sprachlichen Schwächen, aber großem Entdeckerspaß.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Freundschaft ist wichtiger als jeder Schatz

Wir zwei vertragen uns
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Schon das Cover von „Wir zwei vertragen uns“ zeigt Hase und Igel eng umschlungen – doch bis es so weit ist, müssen die beiden erst einen ordentlichen Streit überstehen.

In der Geschichte machen sich die ...

Schon das Cover von „Wir zwei vertragen uns“ zeigt Hase und Igel eng umschlungen – doch bis es so weit ist, müssen die beiden erst einen ordentlichen Streit überstehen.

In der Geschichte machen sich die Freunde auf die Suche nach einem Schatz. Statt Gold findet Hase jedoch eine große Wurzel, die er sofort für etwas Besonderes hält. Igel sieht das anders, denn schließlich war es seine Idee, genau an dieser Stelle zu graben. Aus dem kleinen Fund entsteht schnell ein großer Konflikt. Beide wollen recht behalten, keiner gibt nach – und plötzlich steht nicht mehr die Wurzel, sondern die Freundschaft auf dem Spiel.

Sehr einfühlsam zeigt das Buch, wie sich Streit anfühlt: Wut, Trotz, aber auch dieses unangenehme Ziehen im Bauch, wenn man merkt, dass ohne den anderen alles nur halb so schön ist. Hase und Igel denken jeder für sich über das Geschehene nach und erkennen, dass der Verlust des Freundes viel schwerer wiegt als der einer Wurzel. Die spätere Entschuldigung wirkt ehrlich und erleichternd – genauso, wie Kinder es aus ihrem Alltag kennen.

Der Text ist einfach gehalten, aber emotional stark, und eignet sich wunderbar zum Vorlesen und gemeinsamen Besprechen. Die Illustrationen von Joëlle Tourlonias sind erneut ein Highlight: warm, detailreich und voller kleiner Szenen, die zum Entdecken einladen.

„Wir zwei vertragen uns“ vermittelt auf liebevolle Weise, dass Streit dazugehört, Versöhnen aber noch viel wichtiger ist. Ein wunderschönes Bilderbuch über Freundschaft, Gefühle und den Mut, den ersten Schritt zu machen.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Keine Angst vorm Kinderarzt – ein Bilderbuch, das wirklich hilft

Willkommen beim Kinderarzt
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„Willkommen beim Kinderarzt“ vom Kids.Doc ist ein richtig schönes Pappbilderbuch, das kleinen Kindern zeigt, was sie in einer Arztpraxis erwartet – und zwar ohne zu gruseln oder zu überfordern. Stattdessen ...

„Willkommen beim Kinderarzt“ vom Kids.Doc ist ein richtig schönes Pappbilderbuch, das kleinen Kindern zeigt, was sie in einer Arztpraxis erwartet – und zwar ohne zu gruseln oder zu überfordern. Stattdessen nimmt es Ängste ernst und erklärt alles ruhig und verständlich: vom Ankommen über das Warten bis zur Untersuchung und dem Abschied.

Die Geschichte begleitet verschiedene Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen beim Arzt sind – zur Vorsorge, zum Impfen oder weil sie sich wehgetan haben. So merken Kinder schnell: Das passiert vielen, und das ist ganz normal. Besonders gut gefällt mir, dass auch Gefühle wie Unsicherheit oder Angst angesprochen werden, ohne daraus ein Drama zu machen.

Die Bilder sind freundlich, bunt, aber nicht zu wild, und ziemlich nah an der Realität. Stethoskop, Liege, Pflaster – alles ist so dargestellt, wie Kinder es später auch sehen. Das hilft enorm, weil vieles dann schon vertraut wirkt.

Praktisch ist außerdem, dass das Buch nicht nur für Kinder gedacht ist. Für Eltern gibt es zwischendurch kleine Tipps, wie man sein Kind vorbereiten oder beruhigen kann. Das macht das Ganze noch hilfreicher.

Durch die dicken Pappseiten ist das Buch perfekt für Kinder ab zwei Jahren und hält auch häufiges Vorlesen locker aus. Bei uns wird es nicht nur vor Arztterminen gelesen, sondern auch einfach so, weil es ein schönes gemeinsames Ritual ist.

Ein tolles Buch, das Kindern Mut macht und Eltern unterstützt – ehrlich, alltagstauglich und mit viel Herz gemacht.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Über Abschied sprechen lernen – ein einfühlsames Sachbuch für kleine Leser

WAS IST WAS Junior Band 38 Abschied nehmen - Tod, Trauer und Erinnerung
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Mit „WAS IST WAS Junior – Abschied nehmen: Tod, Trauer und Erinnerung“ widmet sich Band 38 einer der schwierigsten Fragen, die Kinder stellen können: Was passiert, wenn ein Mensch stirbt – und wie geht ...

Mit „WAS IST WAS Junior – Abschied nehmen: Tod, Trauer und Erinnerung“ widmet sich Band 38 einer der schwierigsten Fragen, die Kinder stellen können: Was passiert, wenn ein Mensch stirbt – und wie geht man mit der Traurigkeit um? Das Buch findet darauf ruhige, ehrliche und erstaunlich tröstliche Antworten.

Im Mittelpunkt steht die Geschichte des erfundenen Opa Werner. Kinder begleiten ihn durch seine letzten Tage und erleben anschließend, was nach seinem Tod geschieht – vom Abschiednehmen bis zur Beerdigung. Dieser erzählerische Rahmen macht das Thema greifbar, ohne zu überfordern, und gibt jungen Leserinnen und Lesern die Möglichkeit, Gefühle wie Angst, Verwirrung oder Trauer wiederzuerkennen und einzuordnen.

Besonders gelungen ist die Mischung aus Geschichte und Sachwissen. Auf jeder Seite gibt es kleine Zusatzrubriken wie „Schon gewusst?“, „Nachgefragt“ oder „Mach mit“, in denen Fragen behutsam aufgegriffen und erklärt werden: Woran erkennt man, dass jemand tot ist? Warum sind Erwachsene manchmal genauso traurig wie Kinder? Und weshalb hilft es, sich zu erinnern? So wird nicht nur informiert, sondern auch zum Nachdenken und Sprechen angeregt.

Trotz des ernsten Themas ist das Buch farbenfroh und freundlich gestaltet. Die vielen Illustrationen nehmen der Schwere etwas von ihrer Bedrohlichkeit und vermitteln Geborgenheit. Auch die Ausstattung überzeugt: stabile Seiten, ein robuster Hardcover-Einband und aufklappbare Elemente, die neugierig machen und zum Verweilen einladen – ideal für kleine Hände.

Dieses Buch ist mehr als ein klassisches Sachbuch. Es ist Gesprächsanlass, Trostspender und Orientierungshilfe zugleich. Ob zu Hause, im Kindergarten oder in der Grundschule: Es unterstützt Erwachsene dabei, mit Kindern über Verlust zu sprechen, ohne auszuweichen oder zu beschönigen.

Ein sensibles, klug aufgebautes und kindgerechtes Buch, das zeigt: Trauer darf sein – und man muss damit nicht allein bleiben.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Ein Buch, das erklärt, warum Opa manchmal einfach „anders“ ist

Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank
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„Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank“ ist ein richtig schönes und wichtiges Kinderbuch über ein Thema, das sonst oft schwer zu erklären ist: Demenz.

Bennys Opa verhält sich plötzlich komisch – er verlegt ...

„Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank“ ist ein richtig schönes und wichtiges Kinderbuch über ein Thema, das sonst oft schwer zu erklären ist: Demenz.

Bennys Opa verhält sich plötzlich komisch – er verlegt Sachen, denkt sich Wörter aus oder stellt seine Schuhe in den Kühlschrank. Für Benny ist das erst mal total verwirrend und manchmal auch traurig, vor allem wenn Opa wütend oder still wird. Aber nach und nach versteht er, dass sein Opa krank ist und das alles nicht mit Absicht passiert.

Besonders hängen geblieben ist mir die Stelle, in der Benny seinem Opa sagt, dass er immer für ihn da sein wird. Das ist einfach total rührend und zeigt, worum es eigentlich geht: füreinander da sein, auch wenn es schwierig wird.

Die Bilder passen super zur Geschichte – schön gezeichnet, nicht zu voll und genau richtig für jüngere Kinder.

Ich finde, das Buch erklärt das Thema Demenz echt gut und kindgerecht, ohne traurig oder schwer zu wirken. Gerade wenn Kinder in der Familie so etwas miterleben, ist das eine große Hilfe. Klare Empfehlung.

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