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Veröffentlicht am 01.01.2020

Super Normannenfinale

Der Sturm der Normannen
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Ich muss sagen, dass dies das erste Buch ist, welches ich von Ulf Schiewe gelesen habe. Die ersten Teile der Reihe kenne ich noch nicht, aber ich bin sehr begeistert von diesem hier. Obwohl ich die Vorgänger ...

Ich muss sagen, dass dies das erste Buch ist, welches ich von Ulf Schiewe gelesen habe. Die ersten Teile der Reihe kenne ich noch nicht, aber ich bin sehr begeistert von diesem hier. Obwohl ich die Vorgänger nicht kenne, bin ich gut in die Geschichte reingekommen, da es hin und wieder kurze Rückblicke gibt, die einem die Handlung erklären ohne vom eigentlichen Handlungsstrang abzuweichen.
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und man versteht sofort wer mit wem befreundet oder verfeindet ist, auch wenn sehr viele verschiedene Personen in der Geschichte auftauchen. Besonder die Hauptperson Gilbert ist ein sehr liebevoll ausgearbeiteter Charakter, der meist sehr klug und nachvollziehbar handelt und loyal zu seinen Leuten steht. 
Zwischendurch gibt es auch Einblicke in die privaten Leben zwischen den einzelnen Personen, in denen man die Freundschaft oder Liebe sehen kann. Diese Momente sind sehr schön, um die Figuren besser kennenzulernen und bringen einen auch manchmal zum Lachen, was einen guten Ausgleich zu den politischen Handlungen schafft. 
DIe Kampfszenen sind sehr spannend beschrieben. Nicht zu übertrieben blutig und doch so, dass man bis zum Ende die Luft anhält, weil man nicht weiß wie schlimm die Folgen für die Hauptperson sein werden. Aber auch so bleibt die Handlung durchgehend spannend, zwischen Intrigen, waghalsigen Aktionen und dem schmieden von Plänen. 
Nebenbei erfährt man auch immer wieder etwas über die historischen Begebenheiten, was ich sehr gut finde, da Geschichtsbücher nicht halb so spannden geschrieben werden wie historische Romane und man so so einiges beim Lesen lernen kann.
Beim Nachwort des Autors erfährt man dann auch was Fiktiv ist und was auf wahrer Begebenheit beruht.
Der Schreibstil ist wirklich sehr angenehm zu lesen und passt zu dem Buch. Man kann beim Lesen wirklich in der Geschichte versinken und vergisst manchmal schon, dass man am Lesen ist. Da es aus Gilberts Sicht geschrieben wurde, ist es schon fast so als ob man selbst Gilbert ist. Mich hat nur manchmal gestört, dass die Handlung vorweggenommen wurde, indem dann da stand, dass sich etwas noch als Fehler offenbaren sollte. Aber es hat der Spannung kaum einen Abbruch getan.

Zusammengefasst ist das Buch wirklich sehr gelungen und für alle die auf actionreiche historische Romane stehen ein Muss. Es ist schon schade, dass dies der letzte Teil einer Reihe ist. Davon kann man kaum genug bekommen, aber es gibt ja auch noch die drei anderen Teile auf die ich mich schon freue. 

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Veröffentlicht am 01.01.2020

Stimmungsvoll und winterlich

Das Frostmädchen
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In dem Buch das "Frostmädchen" geht es um Neve, die nach einem Streit mit ihrem Freund in die kalte, verschneite Nacht läuft und dort zusammenbricht. Dabei wird sie von Lauri gefunden, der sie mit zu sich ...

In dem Buch das "Frostmädchen" geht es um Neve, die nach einem Streit mit ihrem Freund in die kalte, verschneite Nacht läuft und dort zusammenbricht. Dabei wird sie von Lauri gefunden, der sie mit zu sich nimmt und ihr hilft. Jedoch ist etwas mit Neve geschehen, dass ihre frische Liebe auf eine harte Probe stellt.

Die Geschichte erinnert leicht an das Märchen, der Schneekönigin, obwohl es von der Handlung ganz anders ist, aber trotzdem ein leichtes Märchen "Feeling" zurückbleibt. Man kann es also als modernes Märchen sehen.
Der Schreibstil ist leicht zu lesen und es wird abwechselnd aus Neves und Lauris Sicht erzählt. DIe Dinge werden alle sehr gut und detailliert beschrieben, besonders die Gefühle. Wobei ich sagen muss, dass es an einigen Stellen deswegen etwas langatmig wird. Jedoch bleibt es bis zum Schluss sehr spannend. Am Anfang beginnt es sehr langsam und die Beziehung der beiden ist sehr feinfühlig und sanft, während es gegen Ende stürmischer wird und genauso verändert sich auch die Handlung. Dadurch kann man gut sehen wie sich die Personen weiterentwickeln und sich die Handlung zuspitzt.
Die Geschichte an sich ist sehr fantasievoll. Manchmal erinnert sie sogar an einen Gruselgeschichte z.B. in den Szenen in denen die Personen Nachts durch einen Schneesturm laufen. 
Man bekommt auch einen kleinen Einblick in das Leben in Kanada in kleinen Gemeinschaften, jedoch hätte ich mir gerne auch ein bisschen mehr Beschreibungen der Natur gewünscht, da ich ein großer Winterliebhaber bin. 
Die Personen wurden sehr schön beschrieben, nicht nur das Aussehen, sondern auch der Charakter. So konnte man sich auch in Personen einfühlen, deren Handlungen vielleicht nicht ganz nachvollzeihbar sind. Besonders die Winterherrin hat mir gefallen, da sie sehr schön den Winter repräsentierte und dabei mystisch wirkte. 

Allgemein ist die Geschichte sehr unterhaltsam, trotz kleiner Schwächen. Sie ist perfekt für verschneite Wintertage am Kamin, wenn man Fantasiegeschichten mag. Es ist mal was anderes als die klassische Schneekönigingeschichte und daher umso spannender.

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Veröffentlicht am 01.01.2020

Eiskalt und märchenhaft

Heiße Liebe - Kalter Tod
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In dem Buch geht es um Elsa, die Schnee und den Winter total liebt. Eines Tages trifft sie auf Jack Frost und verliebt sich in ihm. Doch ihre Zeit ist begrenzt, da die Eiskönigin Jack schon bald entführt ...

In dem Buch geht es um Elsa, die Schnee und den Winter total liebt. Eines Tages trifft sie auf Jack Frost und verliebt sich in ihm. Doch ihre Zeit ist begrenzt, da die Eiskönigin Jack schon bald entführt und Elsa alles daran setzen muss, um ihn aus ihren Klauen zu befreien.

Wie man schon am Klappentext merkt, handelt es sich hier um eine Märchenadaption und ich kann schon von vornherein sagen, dass sie wunderbar gelungen ist. Man kommt durch den Schreibstil und die Beschreibungen der Personen und Umgebung gut in die Geschichte rein und kann sich alles bildlich vorstellen. Besonders die Beschreibung der Natur im Winter hat mir gefallen. Ich hatte wirklich das Gefühl durch den Schnee zu stapfen und mir die verschneiten Bäume anzuschauen. Und die Begegnung von Elsa und Jack war einfach nur magisch. Aber auch die Entwicklung der Beziehung war sehr realistisch, da es weder zu schnell ging, noch hinausgezögert wurde. Ich fande nur an ein paar Stellen seltsam mit was für einer Selbstverständlichkeit akzeptiert wurde, dass Jack eine Märchengestalt ist. Aber es ist nun mal eine Fantasygeschichte und wer weiß wie Menschen wirklich darauf reagieren würden, wenn Jack Frost höchstpersönlich vor ihnen stehen würde.
Die Handlung war spannend und man konnte die Märchenparallelen gut erkennen. Trotzdem passierten Sachen, die man garnicht vorhersehen konnte, wodurch es spannend blieb. Besonders das Ende hat mich umgehauen, da ich es garnicht so erwartet hätte. Also es war wirklich kreativ und eine wunderbare Idee. 
Die Geheimnisse werden auch nach und nach offenbart oder sind nur teilweise zu erahnen, wodurch man manchmal schon ganz hibbelig wird, weil man wissen möchte was es damit auf sich hat.
Die emotinalen Szenen sind besonders gut gelungen. Sie waren nicht zu kitschig und gerade noch so, dass man vor Niedlichkeit dahinschmelzen kann. Elsa und Jack sind schon ein echt süßes Pärchen :)
Leider hat mir aber auch an der einen oder andern Stelle etwas gefehlt. Da man z.B. die Rettung von Jack etwas mehr ins Detail hätte gehen können. Das tut der Spannung und der "Actionszenen" jedoch keinen Abbruch. Man kann trotzdem total gut mitfiebern.

Allgemein kann ich nur sagen, dass mich das Buch total gefesselt hat. Ich hatte es an nur einem Tag durch, da ich immer wissen wollte wie es weitergeht. Und trotz ein paar Mängel, ist es eine wunderschöne Geschichte, der das Märchen der Eiskönigin zu Grunde liegt. Alle Märchen- und Winterfans werden hier auf jeden Fall ein paar schöne und zauberhafte Stunden haben.

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Veröffentlicht am 01.01.2020

Erschreckend

Zeilengötter
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ZeilengötterLena Werdecker

Rezension vom 18.12.2016(9)

In dem Buch geht es darum, dass Adrian Malin schon lange anhimmelt und sie von weitem beobachtet. Als sie dann aufeinander treffen ist es Liebe ...

ZeilengötterLena Werdecker

Rezension vom 18.12.2016(9)

In dem Buch geht es darum, dass Adrian Malin schon lange anhimmelt und sie von weitem beobachtet. Als sie dann aufeinander treffen ist es Liebe auf den ersten Blick. Jedenfalls scheint es nur so am Anfang und Malin merkt mit der Zeit in was für eine Falle sie gelaufen ist, die ihr Leben für immer verändern wird.

Vorab muss ich sagen, dass der Schreibstil wirklich schön ist. Man kann das Buch wirklich gut und flüssig lesen und sich alles bildlich vorstellen und mitfühlen. 
DIe Perspektive wechselt zwischen Malin und Adrian. Wobei es bei Adrian alles aus der allwissenden Erzähler Perspektive erzählt wird und bei Malin aus der Ich-Perspektive. Dadurch kann man wirklich gut nachvollziehen, wieso die Personen so handeln wie sie es tun und auch wie sie die Dinge erleben. Somit kann man sich denken und nachvollziehen wie Malin sich als Opfer fühlt, fast so als ob man selbst dabei wäre. Bei Adrian andererseits ist es so einfacher alles aus der Sicht eines wahnsinnigen zu sehen. Es wird wunderbar durch die Stimme veranschaulicht mit der er sich unterhält, wenn er allein ist. Ich glaube so ziemlich jeder hat sich schon einmal im Leben gefragt, wie es im Kopf eines irren aussieht und ich finde die Autorin hat es hier sehr schön dargestellt.
Ich musste mich auch die ganze Zeit fragen, wieso Malin sich auf so etwas einlässt, da man schon am Anfang sehen konnte, dass etwas nicht mit Adrian stimmt. Diese Fragen wurde jedoch im Laufe des Buches recht gut beantwortet. Man bekommt einen Einblick in die komplexe Psyche eines Menschen, der sich einfach nur Liebe wünscht und sich versucht die Welt schöner zu malen als sie ist. Das ist eine harte Realität und traurig, aber trotzdem leider wahr. Umso schrecklicher finde ich was Malin erleiden muss, wenn man erfährt, dass diese Geschichte nach einer wahren Begebenheit ist.
Das Ende hat mich jedoch etwas unzufrieden zurückgelassen. Es ist noch nicht mal annähernd ein Happy End, was ich der Hauptperson gerne gegönnt hätte, was jedoch umso autentischer wirkt, da es eher schlecht ausgeht. Dennoch bleibt das eklige Gefühl der Machtlosigkeit gegen so eine Ungerechtigkeit zurück. Aber ich denke genauso und noch um einiges schlimmer fühlt sich die Hauptperson in dem Buch.
Ich finde es aber auch die letzen Worte der Autorin am Ende der Geschichte gut. Sie fassen das Problem der häuslichen Gewalt nochmal auf den Punkt zusammen und regen zum Nachdenken an.

Insgesamt fand ich das Buch wahnsinnig gut. Es hat wirklich zum mitfiebern angestachelt und wahr während des Lesens eine Achterbahn von Emotionen. Außerdem bringt es einen dazu über wichtige Probleme in unserer Gesellschaft nachzudenken und gibt einen Einblick in die Abgründe von Menschen.
Ich kann es wirklich wärmstens weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 01.01.2020

Rotkäppchen mal anders

Die Luna-Chroniken 2: Wie Blut so rot
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In "Scarlet" liegt der Schwerpunkt auf der Rotkäppchengeschichte. Passend dazu trägt die Hauptperson Scarlet immer einen roten Pullover, was total passend ist. Es ist auch witzig, dass sie doch eher eine ...


In "Scarlet" liegt der Schwerpunkt auf der Rotkäppchengeschichte. Passend dazu trägt die Hauptperson Scarlet immer einen roten Pullover, was total passend ist. Es ist auch witzig, dass sie doch eher eine hartgesottene Farmerin ist, obwohl man sich das Rotkäppchen im klassischen Märchen eher als kleines, süßes Mädchen vorstellt. Der zweite Teil der "Lunar Chronicles" Reihe entpuppt sich als richtiges Abenteuer, da Scarlet mithilfe von Wolf nach ihrer Großmutter sucht und dafür nach Paris reisen muss und auf der anderen Seite versuchen Cinder mit Thorn aus dem Gefängnis zu fliehen und nicht wieder eingefangen zu werden. Dabei lässt Levana ihre Wolfsoldaten auf die Erde los. Die Persektive wechselt immer zwischen den verschiedenen Chrakteren und man will immer wissen wie es bei den anderen weitergeht, da sie teilweise in schwierigen Situationen stecken und man nie richtig weiß, welche Personen vertrauenswürdig sind und welche nicht. Es waren schon so manche Stellen im Buch bei denen ich kurz das Buch weglegen musste, weil ich so erstaut war, dass manche Dinge sich anders entwickelt haben als ich dachte oder weil ich Parallelen zu den klassischen Märchen gefunden habe, die wirklich wahnsinnig gut in die Geschichte eingearbeitet wurden. 

Wer von Cinder noch nicht ganz überzeugt gewesen ist, der wird es mit diesem Buch sein. Es wird mit jeder Seiter spannender und man kann ein atemberaubendes Abenteuer erleben.

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