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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2019

Der Kampf gegen die Pfunde

Dies ist kein Liebeslied
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Anne ist übergewichtig und das schon seit sie denken kann. Trotzdem gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass sie eines Tages dünn sein wird und sich damit all ihre Probleme lösen werden.  Und so muss sie ...

Anne ist übergewichtig und das schon seit sie denken kann. Trotzdem gibt sie die Hoffnung nicht auf, dass sie eines Tages dünn sein wird und sich damit all ihre Probleme lösen werden.  Und so muss sie sich mit sich selbst und ihrem Leben auseinandersetzten.

Ich glaube ich habe noch nie ein Buch gelesen, bei mir wirklich jede Person seltsam und unsympathisch vorkam. Besonders die Protagonistin ist kein einfacher Charakter. Ich verstehe irgendwie, dass ihr Leben nicht leicht ist und es sie zu dieser Person macht, die sie ist, aber dennoch musste ich immer den Kopf schütteln über ihre Handlungen und Gedanken. Aber auch die anderen Personen scheinen alle irgendwie verstört zu sein und gewisse Probleme zu haben.

Das sorgt für eine bedrückende Stimmung beim Lesen und die nicht besonders aufregende Handlung macht es da nicht besser. Besonders viel passiert nämlich nicht, außer dass man von Annes verkorkstes Leben erfährt, welches nur so dahinplätschert.

Letztendlich hatte ich nicht besonders viel Spaß beim Lesen und das Buch ist auch ziemlich bedrückend und teilweise etwas überzogen. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin versucht hat alles ins humorvolle zu ziehen, aber besonders lustig oder interessant fand ich es leider nicht. Dennoch versteckt sich hinter allem eine Tiefe und Kritik, was dem Buch etwas positives gibt.

Veröffentlicht am 05.11.2019

Der kaputte Rockstar

Midnight Blue
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Indie nimmt einen neuen Job als Assistentin an. Und das ausgerechnet bei dem bekannten Rockstar Alex Winslow. Leider scheint sie jedoch mehr ein Kindermädchen für ihn zu sein, denn sie soll dafür sorgen, ...

Indie nimmt einen neuen Job als Assistentin an. Und das ausgerechnet bei dem bekannten Rockstar Alex Winslow. Leider scheint sie jedoch mehr ein Kindermädchen für ihn zu sein, denn sie soll dafür sorgen, dass dieser während seiner Tour keine Drogen nimmt. Garnicht so einfach bei so einem arroganten Typen, besonders wenn er noch so gut aussieht.

Der Schreibstil des Buches ist sehr schön. Besonders die Abschnitte aus Alex Sicht sind teilweise sehr poetisch und wunderschön bildlich. Außerdem fühlt es sich beim Lesen so an als ob die Personen vor einem sitzten würden und ihre Geschichte erzählen.

So kann man gut mit den Personen mitfühlen, wobei ich jedoch zugeben muss, dass die Charaktere etwas schwierig sind. Ich fand sie zwar irgendwie sympathisch, aber man bekommt doch die Abgründe von Drogensucht und der Schattenseite vom Promileben mit, die den Personen im Buch einen komplizierten Charakter verleihen. Dadurch konnte ich das machmal sehr arrogante Verhalten besser verstehen und dieses Buch ist nicht so oberflächig wie es die meisten dieser Art sind. Denn durch die angesprochenen Probleme, welche sehr realistisch beschrieben werden, bekommt die Geschichte mehr Tiefe.

Und realistisch bleibt es auch in anderen Aspekten, denn die Liebesgeschichte ist keinesfalls kitschig. Mir kam sie teilweise sogar wie garkeine vor, denn meistens hatte ich das Gefühl ein Drama zu lesen. Romantik kommt letztendlich auch vor, aber eher dezent.

Ansonsten hat mir das Buch eigentlich gut gefallen. In der Mitte dreht sich die Handlung zwar etwas im Kreis und zwischendurch ist mir die Sprache etwas zu derbe, was mir nach ein paar Seiten davon einfach unnötig vorkam. Aber alles in allem habe ich die Geschichte genossen. Es ist mal eine ganz andere Art von Rockstarromanze. Sie ist realistisch und tiefgründig und hat etwas sehr poetisches.

Veröffentlicht am 30.10.2019

Wer lügt...

Lügenmädchen
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Stella ist alleine Zuhause, als plötzlich ein Mädchen vor ihrer Tür steht. Trotz ihrer Ängste, lässt Stella sie rein. Doch schon bald merkt sie, dass etwas mit dem Mädchen nicht stimmt.

An den Schreibstil ...

Stella ist alleine Zuhause, als plötzlich ein Mädchen vor ihrer Tür steht. Trotz ihrer Ängste, lässt Stella sie rein. Doch schon bald merkt sie, dass etwas mit dem Mädchen nicht stimmt.

An den Schreibstil des Buches musste ich mich erst einmal gewöhnen. Und auch der Wechsel der verschiedenen Handlungsstränge ist etwas gewöhnungsbedürftig, besonders da man am anfang noch nicht weiß was das alles soll. Dennoch konnte die Geschichte mich schnell fesseln. Die Autorin hat zwischen den Kapiteln viel Spannung aufgebaut und man bekommt einen großen Einblick in die menschliche Psyche bzw. In psychische Krankheiten. Das macht das Buch sehr interessant. Dennoch gab es manchmal ein paar Längen und allgemein ist die Geschichte auch etwas vorhersehbar.

Zusammengefasst fand ich das Buch spannend und unterhaltsam. Die Autorin hat hier einen Thriller über die Abgründe der Menschen geschaffen, der eine packende und beklemmende Atmosphäre hat. Zwar gibt es ein paar Kritikpunkte, aber trotzdem würde ich das Buch weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 24.10.2019

Ein Hamsterleben

Das Tagebuch von Edward dem Hamster 1990 - 1990
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In dem Buch geht es um das kurze Leben des Hamsters Edward. Mit kleinen Bildern wird die Geschichte unterstrichen und eine leicht dunkle Stimmung erzeugt.
Die Geschichte an sich ist schnell durchgelesen ...

In dem Buch geht es um das kurze Leben des Hamsters Edward. Mit kleinen Bildern wird die Geschichte unterstrichen und eine leicht dunkle Stimmung erzeugt.
Die Geschichte an sich ist schnell durchgelesen und an einigen Stellen lustig, an anderen eher traurig. Dennoch bringt diese kurze Geschichte zum Nachdenken, denn es werden philosophische Themen wie Freiheit, Liebe und Einsamkeit angesprochen.

Ein schönes kleines Büchlein, das schön anzusehen ist. Ich hätte gerne noch mehr davon gelesen, da es wirklich sehr schnell zu ende ist, aber an sich finde ich es sehr toll gemacht. Sowohl die Stimmung als auch das Thema wurde gut dargestellt.

Veröffentlicht am 24.10.2019

Harry am Abgrund

Messer (Ein Harry-Hole-Krimi 12)
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Harry Hole wacht mit blutverschmierten Händen auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Nur daran, dass Rakel ihn verlassen hat. Und das vielleicht für immer.

Dies ist der zwölfte Teil der Harry Hole ...

Harry Hole wacht mit blutverschmierten Händen auf und kann sich an nichts mehr erinnern. Nur daran, dass Rakel ihn verlassen hat. Und das vielleicht für immer.

Dies ist der zwölfte Teil der Harry Hole Reihe und um alles richtig verstehen zu können, würde ich empfehlen die anderen vorher gelesen zu haben. Denn es kommen alte Bekannte vor.
Die Idee dieses Falles hat mich richtig umgehauen. Es ist kein gewöhnlicher Fall und auch im Hinblick auf die Gesamtgeschichte um den Ermittler Harry ist sie echt krass. Da will ich nicht zu viel verraten.
Nur die Umsetzung fand ich nicht so gut wie immer, denm zwischendurch gab es ein paar Längen und die Ermittlung hatte keinen richtigen roten Faden und ging mal hierhin und mal dorthin. Dabei kam mir das Buch im Großen und Ganzen eher wie ein Psychodrama, anstatt wie ein Krimi vor. Bei den Ermittlungen konnte ich nicht richtig mitraten, auch wenn das Ende letztendlich sehr überraschend war und mich total umgehauen hat. Man konnte dennoch sehen wie detailliert durchdacht der Fall ist. Dabei stand die Psyche der Personen sehr in Vordergrund und es ist sehr interessant über die verschiedenen Probleme zu lesen. Da bekommt man ganz andere Eindrücke in die menschlichen Abgründe.

Alles in allem ist dies der schwächste Teil der Reihe, auch wenn ich ich immer noch der Meinung bin, dass keiner bessere Bücher als Jo Nesbø schreiben kann. Trotz der kleinen Schwächen ein sehr gutes Buch.