Ein aufwühlendes Werk
Die Farbe meines BlutesDieses Buch hat mich aufgewühlt und wütend gemacht, es ist schon etwas länger her, dass ich mit Protagonistinnen und ihren Problemen derart mitgelitten habe.
Millner hat ein Romandebüt hingelegt, das nur ...
Dieses Buch hat mich aufgewühlt und wütend gemacht, es ist schon etwas länger her, dass ich mit Protagonistinnen und ihren Problemen derart mitgelitten habe.
Millner hat ein Romandebüt hingelegt, das nur schwer zu topen sein wird. Sie beschreibt drei Frauenleben, die miteinander verknüpft sind: Grace, LoLo und Rae.
Grace, die leibliche Mutter Raes, die in den Südstaaten mit der Rassentrennung, KKK und Jim Crow Gesetzen der 50er Jahre aufwächst, sehr jung schwanger wird und gezwungen wird, ihr Kind herzugeben.
LoLo, die nach dem frühen Tod ihrer Mutter bei Verwandten unterkommt, misshandelt und missbraucht und später Rae adoptieren wird.
Schließlich Rae, eine moderne schwarze Frau, die gegen die Last der vererbten Traumata, den immer noch existierenden Rassismus und die Erwartungshaltung von Männern ankämpft
Die Erzählung umspannt die Zeit zwischen Mitte der 60er Jahre bis frühe 2000er und jeder der Frauen ist ein eigener Abschnitt gewidmet.
Dieses Buch ist intensiv und geht sehr unter die Haut, keine leichte Kost, aber dafür umso wichtiger.
Henriette Zeltner hat dieses Werk großartig übersetzt.