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Veröffentlicht am 01.09.2025

Alles für die Karriere opfern

Aufsteiger
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Darum gehts:
Felix Licht ist ein erfahrener und hochrangiger Journalist des wohl wichtigsten Magazins des Landes, welches für seine Pressefreiheit und Gesellschaftskritik sehr bekannt ist.
Felix hat alles ...

Darum gehts:
Felix Licht ist ein erfahrener und hochrangiger Journalist des wohl wichtigsten Magazins des Landes, welches für seine Pressefreiheit und Gesellschaftskritik sehr bekannt ist.
Felix hat alles für seine Karriere geopfert und sieht sich als Nachfolger des amtierenden Chefredakteurs, der nun zu alt und nicht mehr zeitgemäß ist.
Aber es kommt, wie es kommen muss - der begehrte Posten des Chefredakteurs wird nicht durch Felix besetzt, sondern ausgerechnet eine junge, woke Frau schnappt ihm diesen Job vor der Nase weg, Zoe Rauch heißt sie. Für Felix bricht eine Welt zusammen und dies hat weitreichende Folgen. Denn von diesem Moment an beginnt nicht nur für Felix, sondern auch in seinem Umfeld einiges schiefzulaufen ...

Meine Meinung
Der Autor, Peter Huth, beleuchtet in seinem Roman nicht nur die persönliche Krise des Protagonisten Felix, sondern auch die Folgen dieser Entscheidung für Felix' Umfeld.
Der Schreibstil des Autors ist prägnant und auf den Punkt gebracht, was die Tiefgründigkeit des Romans unterstreicht. Er ist in drei Teile gegliedert. Und obwohl das Buch stellenweise, insbesondere im ersten Teil, etwas zäh wirken kann, entwickelt sich im dritten Teil eine wendungsreiche Spannung.
Selbst die Nachnamen der Hauptcharaktere sind mit bedacht gewählt - ein Detail, das mir sehr gut gefällt.
Der Roman greift eine Vielzahl gesellschaftlicher Themen auf, darunter die Debatte um Klimakleber, Windräder, die Gendersprache, die Daseinsberechtigung des Feminismus und mehr. Der Autor selbst gendert im Buch kaum, was seine Auseinandersetzung mit diesem Thema widerspiegelt.
Das Cover ist in unauffälligen Farben gestaltet und passt gut zur Story.

Fazit
In seinem Roman "Aufsteiger" greift Peter Huth gekonnt komplexe und oft kontrovers diskutierte gesellschaftliche Themen auf.
Obwohl die Spannung im Buch variiert, bleibt der Roman durchweg interessant und nachvollziehbar, wodurch der Autor den Nerv der Zeit trifft.
Mich konnte dieses Buch aber nur teilweise fesseln und abholen. Dennoch gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.08.2025

Chaos und Liebe im Paradies

The Paradise Problem – Wenn das Herz den perfekten Plan durchkreuzt
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Worum geht es?
Anna, die kämpfende Künstlerin, und Liam "West" Weston, der superreiche Erbe, haben ein kleines "Problem": Ihre Fake-Ehe aus College-Zeiten muss plötzlich echt aussehen!
Als Anna ihren ...

Worum geht es?
Anna, die kämpfende Künstlerin, und Liam "West" Weston, der superreiche Erbe, haben ein kleines "Problem": Ihre Fake-Ehe aus College-Zeiten muss plötzlich echt aussehen!
Als Anna ihren Job verliert und West nur mit Ehefrau an sein Erbe kommt, finden sich beide als Gäste auf einer Privatinsel zur luxuriösen Hochzeit von Wests Schwester wieder ... Und Anna muss die perfekte Ehefrau für West spielen. Das Chaos ist also vorprogrammiert!

Meine Meinung
Der Schreibstil des Autorinnenduos ist herrlich leicht und unterhaltsam.
"The Paradise Problem" ist perfekt, um dem Alltag zu entfliehen.
Die Story sprüht vor Charme und Witz, was vor allem an den spritzigen Dialogen und den liebenswerten Hauptcharakteren Anna & Liam liegt, die man schnell ins Herz schließt. Ich musste beim Lesen oft lachen und die Chemie zwischen den beiden ist absolut greifbar. Natürlich wird auch die Dynamik der Weston-Dynastie beleuchtet, allen voran die Figur von Liams Vater.
Der Plot ist clever konstruiert und bietet einige überraschende Wendungen, die die Spannung aufrechterhalten, ohne zu überfordern. Besonders gut gefallen hat mir die detaillierte Beschreibung des Schauplatzes, die eine wunderbar idyllische Atmosphäre schafft und Lust auf Urlaub macht.
Und auch das Cover mit dem wunderschönen Farbschnitt passt hervorragend zur Story.

Fazit
Gelegentlich wirkten einige Konflikte etwas zu schnell gelöst und wenige Nebenstränge hätten etwas mehr Tiefe vertragen können. Mitunter war die Handlung ein wenig vorhersehbar und die "spicy" Momente waren mir persönlich etwas zu viel. Dies sind jedoch kleinere Kritikpunkte, die den Gesamtgenuss nicht trüben.
"The Paradise Problem" ist eine charmante Rom-Com mit den Tropes Fake-Marriage und Rich Boy Poor Girl. Ein Buch das definitiv Fernweh weckt und zum Träumen und Wohlfühlen einlädt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.08.2025

Wettlauf gegen die Zeit

Not Quite Dead Yet
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Worum gehts?
Jet, 27 Jahre alt, hat sich entschieden, Boston zu verlassen und zu ihrer Familie in die kleine Heimatstadt zurückzukehren. Doch schon bald wird sie durch einen brutalen Angriff jäh aus ihrem ...

Worum gehts?
Jet, 27 Jahre alt, hat sich entschieden, Boston zu verlassen und zu ihrer Familie in die kleine Heimatstadt zurückzukehren. Doch schon bald wird sie durch einen brutalen Angriff jäh aus ihrem Kleinstadtalltag gerissen. Sie überlebt nur knapp, und dennoch gibt es eine Hiobsbotschaft: Die Verletzungen sind so gravierend, das Jet nur noch wenige Tage zu leben hat. Sie setzt sich deshalb zum Ziel, in ihren verbleibenden Tagen ihren Mörder zu finden. Billy, ihr Freund aus Kindertagen, unterstützt sie dabei. Die Jagd nach dem Täter - und ein Wettlauf gegen die Zeit - beginnt ...

Meine Meinung
"Not quite dead yet" ist Jacksons erster Thriller für Erwachsene.
Ihr Schreibstil ist flüssig, packend und wendungsreich. Ihre Sprache ist angenehm salopp, ohne platt zu wirken, trocken, witzig und manchmal makaber. All dies lässt das Buch zugänglich und lebendig erscheinen.
Das Kleinstadt-Setting mit der wunderbaren Halloweenkulisse ist bildhaft dargestellt.
Jet ist ein sympathischer, aber dennoch schwieriger Charakter. Nicht immer realistisch, aber genau das schreibe ich der "künstlerischen Freiheit" der Autorin zu. Mich hat es keineswegs gestört.
Die mitunter schrägen und schrulligen Bewohner, die alle ihre kleinen düsteren Geheimnisse zu haben scheinen, sind lebendig gezeichnet.
Ich habe viel mitgerätselt, war von meinen Vermutungen überzeugt und lag dann doch wieder falsch. Jackson führt die Leser gekonnt in die Irre.
Das Cover war anfangs nicht meins. Doch kennt man die Story, passt es perfekt dazu, zeigt es doch auf dem Cover einen Ausschnitt eines Gehirn-CT. Der Einband selbst sieht edel aus - eine schöne rote Holzmaserung. Und der Farbschnitt passt mit dem Wald zur Namensgebung der Kleinstadt und mit dem roten Hintergrund zur Tat.

Fazit
Mich hat "Not quite dead yet" komplett in seinen Bann gezogen.
Trotz der jungen Hauptprotagonistin und ihrer mitunter unrealistischen Handlungen hat Holly Jackson einen hervorragenden Thriller verfasst. Ich bin begeistert! Von mir gibts eine klare Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 27.07.2025

Eine Offenbarung

Nackt
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Worum geht es?
Jennifer Weist, die Frontfrau der Band "Jennifer Rostock" und jetzige Solokünstlerin "YAENNIFER", gewährt in ihrem Buch "Nackt" tiefe und schonungslose Einblicke in ihr Leben. Es ist keine ...

Worum geht es?
Jennifer Weist, die Frontfrau der Band "Jennifer Rostock" und jetzige Solokünstlerin "YAENNIFER", gewährt in ihrem Buch "Nackt" tiefe und schonungslose Einblicke in ihr Leben. Es ist keine typische Autobiografie, sondern vielmehr eine Sammlung von Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen, die sie unzensiert mit ihren Leserinnen und Lesern teilt.
Sie spricht offen über ihre Ängste, Unsicherheiten und Verletzlichkeiten. Beleuchtet Themen wie Körperwahrnehmung, mentale Gesundheit, Alkoholmissbrauch, Drogenkonsum, Schönheitsideale und den Druck, in der Öffentlichkeit zu stehen. Dabei scheut sie sich nicht, auch unbequeme Wahrheiten auszusprechen und mit Klischees aufzuräumen.

Meine Meinung
Das Buch ist ein ehrliches Plädoyer für Selbstakzeptanz. Weist ermutigt ihre Leser, sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu lösen und zu sich selbst zu stehen.
Es ist an vielen Stellen sehr persönlich und authentisch, was es leicht macht, eine Verbindung zur Autorin aufzubauen. Sie ist zweifellos eine beeindruckende Persönlichkeit und ihr Schreibstil ist erfrischend, unverblümt und mutig.
Allerdings gibt es zwei Aspekte, die den Lesefluss für mich etwas getrübt haben. Zum einen empfand ich das konsequente Gendern, obwohl es zur Intention der Künstlerin gehört, stellenweise als störend. Zum anderen waren die vielen, teils sehr ausführlichen Erklärungsartikel zu verschiedenen Themen, zwar informativ, aber für meinen Geschmack etwas zu dominant. Sie fühlten sich manchmal wie Bevormundungen und Einschübe an, die das Tempo der eigentlichen Erzählung drosselten. Weniger ist hier manchmal mehr, und ich hätte mir gewünscht, dass diese Informationen kürzer und neutraler, statt "mit dem erhobenen Zeigefinger" gehalten worden wären.
Das Cover finde ich sehr gelungen, es passt im übertragenen Sinne zum Buch.

Fazit
"Nackt" ist für alle geeignet, die sich für Jennifer Weist interessieren oder eine ehrliche, ungeschönte und ungewöhnlich gestaltete Autobiografie suchen. Es bietet viele Denkanstöße und zeigt, dass es sich lohnt, zu sich selbst zu stehen. Und sehr passend finde ich die Triggerwarnungen gleich am Anfang des Buches. Auch das Kapitel "Outro" ist meines Erachtens sehr erwähnenswert.
Trotz meiner Kritikpunkte bekommt es von mir eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Psychospiel auf hoher See

Blaues Wunder
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Worum geht es?
Es sind nur sieben Erwachsene.
Drei Paare und ein Single - Rachel, Walter, deren Sohn David, sowie Ferdinand mit Nora und Kilian mit Franziska – sind auf einer scheinbar idyllischen Auszeit ...

Worum geht es?
Es sind nur sieben Erwachsene.
Drei Paare und ein Single - Rachel, Walter, deren Sohn David, sowie Ferdinand mit Nora und Kilian mit Franziska – sind auf einer scheinbar idyllischen Auszeit mitten im Ozean auf Walters Luxusyacht. Doch die exklusive Reise entwickelt sich schnell zu einem intensiven Psychospiel.
Denn Walter, als Firmeninhaber, hat seine besten Mitarbeiter, Ferdinand und Kilian, eingeladen. Beide konkurrieren um den zukünftig besseren Posten in der Firma.
Nun auf engstem Raum, isoliert von der Außenwelt, sind alle gezwungen, sich der Dynamik ihrer Beziehungen zu stellen. Langsam brodeln unterschwellige Spannungen und wohlgehütete Geheimnisse an die Oberfläche. Alte Verletzungen, unerfüllte Sehnsüchte und verborgene Konflikte treten zutage und lassen die perfekte Fassade bröckeln. Die extreme Nähe und fehlende Fluchtmöglichkeit führen zu einem Ende, mit dem niemand rechnet...

Meine Meinung
"Blaues Wunder" entpuppt sich schnell als brillantes, psychologisches Kammerspiel. Es offenbart schonungslos die Abgründe menschlicher Beziehungen und die Zerbrechlichkeit der Psyche. Förmlich greifbar wird, wie die Luft dicker und die anfänglich entspannte Atmosphäre immer beklemmender wird.
Anne Freytag versteht es meisterhaft, diese nicht gerade neue Idee eines Psychospielchens umzusetzen. Ihr Schreibstil ist flüssig und gut verständlich. Die Charaktere sind vielschichtig und realistisch gezeichnet. Ebenso ist der Blick in die Gedankenwelt der Figuren extrem faszinierend.
Das Cover wirkt sehr anziehend, nur deshalb bin ich auf das Buch aufmerksam geworden.

Fazit
Dieser Roman geht unter die Haut, weil er so nah am Leben bleibt. Er zeigt - dies gilt für alle Gesellschaftsschichten -, wie schnell Vertrauen zerbrechen kann, welche zerstörerische Kraft Geheimnisse entfalten können und wie wenig wir manchmal die Menschen kennen, die uns am nächsten stehen sollten. Aber auch, wie weit geht man, um den Konkurrent abzuhängen.
Ebenso spiegelt er das vernichtende Verhalten der High Society mit ihrem Neid, der Gier und den Intrigen sehr gut wider.
Sehr tiefgründig! Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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