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Veröffentlicht am 18.09.2021

Ich leide mit Jackson mit

Wenn deine Hand mich hält - FORBIDDEN HEARTS
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Nachdem mich der 1. Teil mitgerissen hat, konnte ich den Folgeband kaum erwarten und starte entsprechend gespannt mit dem Lesen.

Schon im 1. Band wird die Tragik dieser Story angedeutet, aber das wahre ...

Nachdem mich der 1. Teil mitgerissen hat, konnte ich den Folgeband kaum erwarten und starte entsprechend gespannt mit dem Lesen.

Schon im 1. Band wird die Tragik dieser Story angedeutet, aber das wahre Ausmaß erfahre ich erst hier. Rai lässt sich Zeit, um mich einzuweihen. Was mir gefällt, ist, dass sie komplett auf Rückblenden verzichtet und mir alles Wesentliche im Jetzt präsentiert. Durch Erinnerungen, Gespräche und einen Brief.

Zu den Figuren:
Ich leide mit Jackson Kane mit. Überhaupt geht mir sein Charakter massiv unter die Haut. Er, der große starke Mann, möchte sich am liebsten vor der Masse unsichtbar machen. Jackson drängt sich weder in den Vordergrund noch in den Mittelpunkt. Am liebsten gibt er den Randbeobachter, aber wenn jemand seine Hilfe braucht, dann ist er da. Seine Loyalität ist grenzenlos und dadurch wird er verletzlich.

Sadia ist eine unabhängige Frau, die Witwe ist, nachdem ihr Mann Paul, der ältere Bruder von den Zwillingen Jackson und Livvy, gestorben ist. Für ihren kleinen Sohn Kareem macht sie alles. Sadias Familie gefällt mir. Ihre Eltern, Gefangene der Oberklasse, eingekesselt in ein Reglement, dem ich nicht gerecht werden möchte, findet sie ihren Weg wie ihre anderen Schwestern auch.

Zur Umsetzung:
Der Schreibstil liest sich flüssig und emotional. Das Setting ist gelungen und lässt mein Kopfkino laufen. Rai spielt beim Wechsel der Perspektiven aus Sicht der 3. Person geschickt mit der Atmosphäre. Zielsicher vermittelt sie mir ein Gefühl für die Protagonisten, so das jeder ein Gesicht erhält. Auch die Randfiguren sind bestens ausgearbeitet und lassen mich nahe an sich heran.

Diesmal startet es ruhig und manches in der Handlung zieht sich. Das Feuer brennt zwischen den Figuren, das ist unbestreitbar, doch mich entzündet es nicht wie im ersten Band, was an Sadia liegt. Mit ihrer Art, ihr Leben zu gestalten und mit Jackson umzugehen, trifft nicht zu Hundertprozent meinen Geschmack.

Ich genieße lebhafte Dialoge, Geheimnisse, die ich zwar erahne, aber deren Enthüllung mich dennoch überraschen. Und ein Ereignis ist für mich noch immer ungeklärt. Es gibt Andeutungen und vielleicht laufen sie im 3. Band ins Leere, aber ehrlich gesagt, glaube ich nicht daran. Etwas ist für mich noch nicht dort, wo es sein soll, und ich bin gespannt, ob Evangelines Geschichte damit zu tun hat. Die Kane und Chandlers haben eine brisante Vergangenheit, in die ich immer mehr hineingezogen werde.

Mein Fazit:
„Wenn deine Hand mich hält“, bietet mir eindrucksvolle Charaktere und Jacksons schmerzhaften Weg zurück zu seiner Familie. Ich erlebe jede Menge Tiefe. Es wird spannungsvoll und ich erfahre Ungeheuerliches. Die Chemie zwischen Sadia und Jackson stimmt und so kribbelt und prickelt es in den Seiten, denn Rai versteht es, leidenschaftliche, hochexplosive Momente zu transportieren.

Die expliziten Szenen bleiben überschaubar, also keine Sorge, wer so etwas nicht allzu gerne liest. Die Protagonistin kann mich nicht restlos von sich überzeugen und es gibt ein paar Längen im Buch. Meine Leselust auf die Lovestory von Evangeline und Gabriel ist entfacht und ich freue mich, den letzten Band dieser Trilogie zu lesen.

So vergebe ich an „Wenn deine Hand mich hält“ 4 berührende Sterne von 5 und eine absolute Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.09.2021

Beim Lesen bricht mir das Herz

Wo auch immer ihr seid
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Auch scheinbar gekappte Wurzeln ändern nichts an unserer Herkunft und Vergangenheit.

Nach Beendung des Buches verspüre ich den ausgeprägten Drang tief durchzuatmen. Was ruhig und unscheinbar anfängt, ...

Auch scheinbar gekappte Wurzeln ändern nichts an unserer Herkunft und Vergangenheit.

Nach Beendung des Buches verspüre ich den ausgeprägten Drang tief durchzuatmen. Was ruhig und unscheinbar anfängt, sich in der Mitte in scheinbarer Distanz und Emotionslosigkeit verliert, steigert sich in eine Symphonie des Schmerzes, Leid und Verständnis. Ausdrucksstark, mitfühlend und schwer verdaulich, präsentiert mir Pham die Geschichte ihrer Angehörigen. Fehler, die begangen wurden und auf immer unkorrigiert bleiben werden, aber auch das Erkennen für gewisse Handlungen innerhalb der Familie – alles hat seinen Preis. Es fällt mir schwer, zu glauben, dass es in unserer heutigen Gesellschaft noch viele solcher Menschen gibt, die bereit wären, diesen Preis zu bezahlen.

Bemerkenswert ausgearbeitet:
Geschickt verwebt Pham hierbei die Erinnerungen aus Sicht von drei Generationen und reißt mich immer tiefer in einen Krieg hinein, den nie einer gewollt hat. Ich erlebe die vietnamesische Kultur, die mir mit ihren Traditionen völlig fremd ist, bestaune dadurch andersartige Familienregeln und lausche Geheimnissen, die ich mir im Jetzt kaum vorstellen mag. Was Menschen erleiden mussten und mit ihnen ihre Angehörigen, lässt mich innehalten und demütig werden.

Es ist so wichtig, dass Pham diese Geschichte aufgeschrieben hat. Nichts sollte je umsonst gewesen sein, was einige von ihnen ertragen mussten.

Mein Fazit:
„Wo auch immer ihr seid“ nimmt mich mit auf einen schmerzhaften Weg, der von Politik, Krieg, Trennung, Hoffnung und dem Weiterleben geprägt ist. In der Protagonistin prallen die westliche und vietnamesische Welt aufeinander und lösen ein Beben aus, das ihr am Ende hilft, sich selbst darin zu entdecken. Habt bitte keine Scheu vor dem Buch, auch wenn es keine leichte Literatur für zwischendurch ist. Was ihr dafür für euer Leben aus den Seiten ziehen könnt, ist jede intensive Lesestunde wert. Eine Geschichte, die lange nachklingt!

Von mir erhält „Wo auch immer ihr seid“ 5 dankbare Sterne von 5 und eine absolute und unbedingte Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2021

Hunter fordert mich heraus

Boston Belles - Hunter
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Boston Belles – Hunter
Von L. J. Shen, 480 Seiten, erschienen am 30.07.2021, LYX

Teil 1 von 3 der Reihe „Boston Belles“. Die Bände sind in sich abgeschlossen, aber die Figuren tauchen immer wieder auf, ...

Boston Belles – Hunter
Von L. J. Shen, 480 Seiten, erschienen am 30.07.2021, LYX

Teil 1 von 3 der Reihe „Boston Belles“. Die Bände sind in sich abgeschlossen, aber die Figuren tauchen immer wieder auf, so das es Sinn macht, sie in der Reihenfolge zu lesen.

Herausfordernde Figuren:
Sailor Brennan ist 18 Jahre alt und will als Bogenschützin bei Olympia antreten. Diesem Traum ordnet sie alles unter. Null Privatleben, keine Jungs, kein Spaß. Klingt traurig? Ist es auch, aber Sailor ist ehrgeizig und weiß, was sie will. Dabei macht sie keine Gefangenen.

Hunter Fitzpatrick ist 19 Jahre alt und an Gleichgültigkeit nicht zu übertreffen. Mit ihm wirft mir Shen einen schwer akzeptablen Charakter vor die Füße. Puh, der Mann kann noch so gut aussehen, seine Lebenseinstellung würde mich zu Tode langweilen und abstoßen: oberflächlich, prollig, kaltschnäuzig, egozentrisch. Was für ein unausstehlicher Typ.

Zur Umsetzung:
Shen hält meine Leselust bis zur letzten Seite hoch. Es gibt keine Längen und keine Passivität. Hunter bringt mein Blut zum Kochen, aber anfangs nicht auf die gute Art. Er provoziert mich mit seiner Gedankenwelt und seinem Handeln. Bei dieser Autorin erhält man ungefilterte Männlichkeit, die oft toxisch wirkt, doch zum Glück entwickeln sich ihre Figuren, und zwar auf beiden Seiten. Denn selbst was positiv erscheint, entlarvt sie einer Lüge. Hunter und Sailor tanzen einen gefährlichen Tanz über dem Fegefeuer. Beide brennen lichterloh und zünden mich an.

Ich sauge alles auf, jede Emotion, jede Entwicklung und mein Herz quillt über vor Eindrücken, die ich verarbeiten muss. Am Ende ist Hunter kein Softie, aber Sailor hat das beste von ihm nach außen gekrempelt und ich staune, was dabei zutage kommt. Hunters Story ist ganz nach meinem Geschmack. Ich erfahre aus den Ich-Perspektiven von Hunter und Sailor in der Vergangenheit alles, was ich wissen muss. Küsse, die ein Prickeln in meinem Bauch emporsteigen lassen, sind ein wunderbares Geschenk. Shen ist damit großzügig, ebenso darf ich explizite Szenen lesen, die großartig geschrieben sind. Was mich zusätzlich begeistert, sind die kleinen Crime-Anteile, die für mich ein zusätzliches Sahnebonbon bedeuten.

Was mich irritiert:
Im Buch ist die Protagonistin 18 Jahre alt, aber im Klappenteil des Buchdeckels wird ihr Alter mit 21 angegeben. Da ist wohl einigen etwas Wesentliches entgangen.

Mein Fazit:
„Boston Belles – Hunter“ ist ein Buch, das mit Direktheit punktet. Shens Figuren nehmen kein Blatt vor den Mund, und wer es als Leser lieber weniger anzüglich und verrucht mag, sollte die Finger davon lassen. Ich habe das Buch in wenigen Stunden inhaliert und jede Menge Lesespaß gehabt. Es hat geprickelt und gekribbelt, mein Herz wurde schwer und Hunter hat mich häufig wütend gemacht. Kurzum, ich war mittendrin und mir blieb nichts verborgen. Jetzt kann ich kaum den Folgeband erwarten, indem Cillian seine Geschichte erhält. Hui, da werden die Seiten ebenso brennen.

Von mir erhält „Boston Belles – Hunter“ 5 leidenschaftliche Sterne von 5 und eine absolute und unbedingte Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2021

Auf nach Schweden

The promises we made. Als wir uns wieder trafen
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Eine Liebe, die längst vergangen und doch nie fort war.

Um was es geht:
Dessie ist mit Leib und Seele Personenschützerin und ausgerechnet Sam ist ihr neuer Kunde. Ihre erste große Liebe. Aber zwischen ...

Eine Liebe, die längst vergangen und doch nie fort war.

Um was es geht:
Dessie ist mit Leib und Seele Personenschützerin und ausgerechnet Sam ist ihr neuer Kunde. Ihre erste große Liebe. Aber zwischen ihnen liegen 15 Jahre Trennung und damit besteht kein Risiko, erneut sein Herz zu verlieren. Schon gar nicht nach diesem traumatischen Ende. Ausgeschlossen. Von beiden Seiten. Doch Amor schießt und trifft, wie er es für richtig hält. Leider fliegen nicht nur Pfeile des Liebesgottes durch die Zeilen und Dessie wird nicht ohne Grund von Sam engagiert.

Zu den Figuren:
Desirée Dickson ist 34 Jahre alt und arbeitet als Personenschützerin bei Lodestar. Sie liebt ihren Job, der sie selbstbewusst und stark gemacht hat. Etwas, das sie als Teenager nicht wahr. Ihr Elternhaus erinnert mich an eine 5 Sterne-Premium-Gefriertruhe. Dessie ist geradlinig, ehrlich und immer Herr ihrer Sinne, außer Sam kommt ins Spiel. Dann steht ihre Welt kopf.

Sam Amini ist 34 Jahre alt und leitet eine Hotelkette mit Angestellten im vierstelligen Bereich. Er kommt aus bescheidenen, familiären Verhältnissen und hat sich nach oben gearbeitet. Aufgrund seiner iranischen Wurzeln ist er in Schweden nie vollständig akzeptiert, obwohl dies mehr seine Heimat ist als sein Herkunftsland. Sam ist ein engagierter, ehrgeiziger Mann, der sein gutes Aussehen genutzt hat, um sich anfänglich mit Modeljobs über Wasser zu halten. Er ist ials Hotelchef detailverliebt und kümmert sich um vieles selbst, wofür andere Personal haben.

Die Entwicklung der Figuren schreitet an einigen Stellen flott voran. Sie führen immer wieder ein Tänzchen auf. Zwei Schritte nach vorne, einen zurück. Emotional schaffen sie es nicht, mich abzuholen. Dennoch habe ich jede Menge Spaß mit ihnen.

Die Umsetzung:
Der Schreibstil liest sich weitestgehend flüssig, wobei er an einigen Stellen ausufernd ist und sich etliche Gedankengänge wiederholen. In dieser Geschichte gibt es zwei Handlungsstränge, die abwechselnd für Spannungsmomente sorgen und mir erfrischende Nebencharaktere bieten. Die Protagonisten sind komplex und mir eröffnet sich erst mit der Zeit ihre gemeinsame Vergangenheit und die daraus resultierenden Probleme in der Gegenwart. Sam setzt sich für Diversität ein, platziert ebenso viele Frauen wie Männer in Führungspositionen und beschäftigt gerne Migranten. Damit bietet er eine breite Angriffsfläche für Rassismus. Ahrnstedt hat dies in einigen Szenen prima herausgearbeitet. Dessie ist Soldatin durch und durch und hat bei ihrem letzten Einsatz, der auf ihre private Kappe geht, ein Trauma erfahren, das sie schwer belastet. Ich fühle jede ihrer Panikattacken mit.

Was mir allerdings verborgen bleibt, sind die tiefgehenden Gefühle zwischen Dessie und Sam. Rein körperlich spielt sich einiges ab und es gibt auch prickelnde, explizite Momente, die ich mit Genuss lese, aber die beiden lassen mich bis zum Schluss nicht an sich ran. Bei ihnen fühle ich mich immer wie ein Zuschauer, der nur in der letzten Reihe einen Platz ergattert hat und wegen lauter Köpfen vor ihm, dass Wesentliche verpasst.

Zum Druck:
Bei der Printausgabe ist mir das Schriftbild zu klein und eng gesetzt, was den Lesegenuss einschränkt.

Mein Fazit:
„The Promises We Made. Als wir uns wieder trafen“ bietet mir gelungene Crime-Anteile, Leidenschaft und gute Unterhaltung. Die Geschichte verfügt über geringe Längen und mit den Hauptdarstellern werde ich nicht warm, aber dennoch komme ich prima durch die Story und genieße die Handlungsstränge, die im Buch gelungen ineinandergreifen. Wer ein Faible für Security-Geschichten hat, auf toughe Frauen steht und Männer anziehend findet, die kein Problem damit haben, sich von einer Frau schützen zu lassen, der liest hier absolut richtig. Ich habe das Buch trotz privater Ablenkungen zügig durchgelesen.

Von mir erhält „The Promises We Made. Als wir uns wieder trafen“ 4 unterhaltsame Sterne von 5 und eine unbedingte Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 03.09.2021

Eine Story zum Verlieben

Mr. CEO
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Bücher von und mit Vi Keeland haben mich bisher immer mitgerissen und so tauche ich voller Leselust in die Story ein.

Kurz zum Inhalt:
Ireland moderiert die Morgennachrichten bei Lexington Industries ...

Bücher von und mit Vi Keeland haben mich bisher immer mitgerissen und so tauche ich voller Leselust in die Story ein.

Kurz zum Inhalt:
Ireland moderiert die Morgennachrichten bei Lexington Industries und liebt ihren Job, da wird ihr ein privates Video zum Verhängnis und sie erhält die Kündigung. Frustriert und nicht ganz nüchtern schreibt sie dem Boss von ihrem Boss von ihrem Boss eine E-Mail und tritt damit eine Lawine los, die ihr Leben auf den Kopf stellt und mir geniale Lesestunden beschert.

Berührende Figuren:
Ireland Saint James ist eine Seele von Mensch und hat für ihre Karriere hart gearbeitet. Alles, was sie erreicht hat, hat sie sich verdient, aber ganz sicher nicht dieses abgekartete Spiel mit der Kündigung. Ich schließe sie sofort in mein Herz, ebenso wie ihre witzige Freundin Mia, die immer für Ireland da ist. Die beiden sind ein geniales Gespann.

Grant Lexington ist 29 Jahre alt und der CEO von Lexington Industries. Er ist äußerst attraktiv, ein begnadeter Geschäftsmann und fasziniert mich vom ersten Augenblick an. Grant besitzt Humor, genießt die körperliche Liebe und versteht es, mit verruchten Aussagen der Damenwelt einzuheizen. Er ist ein vielschichtiger Charakter, der dominant auftritt, dabei aber nie die Bedürfnisse seines Gegenübers aus den Augen verliert.

Die Umsetzung:
Absolut großartig! Gut, es geht natürlich genauer. Es dauert nicht lange und Keeland lässt mich lachen. Das finde ich fantastisch, dass der Humor immer so viel Platz in ihren Büchern einnimmt. In diesem ist er besonders wichtig, weil ein heftiges Thema zugrunde liegt, dem etwas Auflockerung guttut. Gelungen webt die Autorin Rückblenden aus Grants Vergangenheit ein, die bis zu 15 Jahre zurückliegen. Zunächst werfen diese Fragen in mir auf, aber bald lassen sie mich Schreckliches erahnen.

Die Charaktere sind sexy, intelligent, warmherzig, teilweise mit abgrundtiefen Narben auf der Seele und absolut hinreißend. Ich fühle mich von der ersten bis zur letzten Seite wohl. Die Geschichte bietet mir eine heiße Office-Romance, die ordentlich Tiefe erreicht, dabei jeglichen Zickenalarm umschifft und mir echte und ungeschönte Emotionen präsentiert, die beim Lesen verarbeitet werden müssen. Romantik, Begehren und Leidenschaft wechseln sich mit Erkennen und verschwiegenen Tatsachen ab, die mich tief berühren. Die Geschichte wird aus den abwechselnden Ich-Perspektiven von Ireland (was für ein bemerkenswerter Name) und Grant in der Vergangenheit geschildert.

Mein Fazit:
„MR. CEO“ rauscht mir ungebremst ins Herz. Ich liebe den lebendigen und natürlichen Schreibstil von Keeland, der mir immer das Gefühl gibt, mitten in einem Kinofilm zu stecken. Alles läuft gestochen scharf vor meinen Augen ab und mir bleibt keine Emotion der authentischen Figuren verborgen. Mit diesem Buch träume ich mich sofort in eine andere Welt, die ich am Ende nur ungern wieder verlasse. Hoffentlich gibt es bald Neues von der Autorin. Was für geniale Lesestunden.

Von mir erhält „MR. CEO“ 5 begeisterte Sterne von 5 und eine absolute und unbedingte Leseempfehlung.

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  • Charaktere