Verworren
Before we were innocentWir begleiten Bess und Joni durch ihre Zeit in der Gegenwart, in der Joni ein Alini braucht und Bess darum bittet, ihr eins zu geben. In der Zeit ergeben sich immer mehr Hinweise zu dem tragischen Vorfall ...
Wir begleiten Bess und Joni durch ihre Zeit in der Gegenwart, in der Joni ein Alini braucht und Bess darum bittet, ihr eins zu geben. In der Zeit ergeben sich immer mehr Hinweise zu dem tragischen Vorfall vor 10 Jahren - dem Tod ihrer besten Freundin Ev.
Die Geschichte braucht etwas, um Fahrt auf zu nehmen, ist aber trotzdem am Anfang nicht langweilig. Es braucht einfach etwas, um den Leser in die Story zu bringen, was durchaus Sinn macht, da die ganze Geschichte wirklich sehr verworren ist und man die Charaktere kennenlernen muss, um das spätere Unrecht zu verstehen und als solches zu identifizieren.
Die Story wird in zwei unterschiedlichen Zeiten erzählt, der Gegenwart und zehn Jahre zuvor.
Man lernt so die jüngeren Versionen der Freundinnen kennen und weiß bereits, welche Konsequenzen diese zu erwarten haben.
Durch die Geschichte hindurch hat man schon das Gefühl, dass die Geschichte um Evs Tod nicht wirklich wahr ist und mehr dahintersteckt. Man wird als Leser wirklich oft auf verschiedene Fährten gebracht und kann so umso besser nachvollziehen, wie die Beziehung der drei und besonders von Joni und Bess aufgestellt sind.
Denn Joni schafft es permanent, Bess und damit auch den Leser auf andere Fährten zu führen, sodass ich zwischendurch wirklich mehrmals nicht mehr wusste, was ich jetzt noch glauben soll. Das hat die Story aber auch erst richtig spannend gemacht.
Die Charaktere waren mir irgendwie alle suspekt und alle drei hatten wirklich unsympathisch Züge. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, dass alle drei in den früheren Episoden ja auch einfach jung sind und einfach auch naiv, denken nicht über die Konsequenzen nach.
Die Dynamik der Freundschaft wurde gut dargestellt und man konnte die Machtverhältnisse so gut verstehen und nachempfinden.
Das Ende ist leider etwas offen geblieben. Ist zwar realistisch, mag ich persönlich aber nicht soo gern, aber das ist ja nun Geschmackssache.