Starker Abschluss
Das Gesetz der ZeitMit Das Gesetz der Zeit – Die Revolution beendet Genevieve A. Königsberg ihre Dilogie. Die Geschichte setzt direkt an die Ereignisse aus Der Funke an und begleitet Protagonistin Sophia in einer dystopischen ...
Mit Das Gesetz der Zeit – Die Revolution beendet Genevieve A. Königsberg ihre Dilogie. Die Geschichte setzt direkt an die Ereignisse aus Der Funke an und begleitet Protagonistin Sophia in einer dystopischen Zukunft, die sie verhindern will – und zugleich lieben lernt. Dabei steht sie nicht nur zwischen Vergangenheit und Zukunft, sondern auch zwischen Loyalität und neuen Gefühlen für Rebellionsführer Mark.
Im Gegensatz zum ersten Band wirken die Charaktere hier spürbar lebendiger. Sophia ist als Figur nachvollziehbarer und emotional zugänglicher geworden, ihr innerer Konflikt glaubhaft inszeniert. Auch Mark gewinnt an Profil: vom sensiblen Jungen zur glaubwürdigen Führungspersönlichkeit mit Ecken und Kanten. Selbst Nebenfiguren sind nuancierter dargestellt – eine klare Entwicklung im Vergleich zum Vorgänger.
Die Handlung kommt schneller auf den Punkt, wirkt entschlackt und dadurch spannender. Längen, wie sie im ersten Band zu finden waren, wurden weitgehend vermieden. Der Schreibstil bleibt zugänglich, die Dialoge wirken natürlicher und authentischer. Besonders positiv fällt auf, dass die Romanze sich gut in die Geschichte einfügt, ohne sie zu dominieren.
Das Finale beantwortet die offenen Fragen stimmig und bietet einen logischen, emotionalen Abschluss der Dilogie. Nicht jede Wendung ist vorhersehbar, doch alles fühlt sich folgerichtig an – ohne das Gefühl, dass etwas fehlt.
Fazit: Die Revolution ist ein gelungener Abschluss, der vieles besser macht als sein Vorgänger. Zwar bleibt die Geschichte in manchen Punkten Genre-typisch, überzeugt aber durch gewachsene Figuren, eine klarere Struktur und ein rundes Ende.