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Veröffentlicht am 04.01.2026

Eine Geschichte, die auf eine Zeitreise entführt

Das Wunder der Tannenbäume
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Ein historischer Roman, der sich gut lesen lässt und den Leser auch abtauchen lässt, weihnachtliche Stimmung und gar einen märchenhaften Touch verbreitet, so dass das herz erwärmt wird.

Im Jahre 1815:
Im ...

Ein historischer Roman, der sich gut lesen lässt und den Leser auch abtauchen lässt, weihnachtliche Stimmung und gar einen märchenhaften Touch verbreitet, so dass das herz erwärmt wird.

Im Jahre 1815:
Im Mittelpunkt steht Anneliese die gerade sechzehn Jahre jung ist, als der Vater tödlich im Wald verunglückt. Zurück bleibt Anneliese zusammen mit ihrer Mutter und ihren Bruder in einem Berg aus Schulden.
Fortan übernimmt Anneliese die Arbeit ihres Vaters als Holzfäller. Doch dann erinnert sich Anneliese an einen heidnischen Brauch und dekoriert einen Tannenbaum zu einem echten Schmuckstück. Diese Idee wird zu einem echten Erfolg und zieht jede Menge Aufmerksamkeit auf sich. Doch rettet das die Familie vor den Ruin?…

Eine Geschichte voller Wärme, die diese besondere Zeit mit einer ganz besonderen Tradition über das Baumschmücken lebendig erzählt und in die Vergangenheit reisen lässt.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich leicht lesen und von Seite 1 an reist man ohne Probleme in vergangene Zeiten.
Die Charaktere wurden sehr warm gezeichnet, was das abtauchen zusätzlich für mich leicht hat werden lassen. Besonders Anneliese wurde so zeitgemäß gezeichnet, dass ich oft innehalten musste. Innehalten über die Last der Verantwortung, die auf dem jungen Mädchen und auch ihren Bruder lastete und auch über die Gefahren, die gleichzeitig über sie schwebten. Der Kontrast zu der heutigen Zeit ist der Wahnsinn, gleichzeitig vermittelte es mir als Mutter aber auch Dankbarkeit, dass meine Kinder eine fortschrittliche Bildung und Versorgung umhüllt, als zu der damaligen Zeit. Ein Genuss, der nicht für jeden Selbstverständlich ist und das muss man sich auch selber mal bewusst machen.

Im Mittelpunkt steht der Tannenbaum, der zur Weihnachtszeit dekoriert und geschmückt wird.
Aus einem kleinen Einfall wurde eine Tradition, die sich bis heute durchsetzt und viele von uns mit Begeisterung zur Weihnachtszeit ausführen. Ein Bestandteil, der mich mit Wärme umhüllt und gleichzeitig viele schöne Momente, aus der Kindheit wieder hervorblitzen lässt.
Auch, wenn ich mir an dieser Stelle ein wenig mehr Hintergrundwissen gewünscht hätte, wurde dieses sehr schön in den Roman eingebunden und dargestellt.

Auf mich wirkte alles sehr authentisch und nahbar, so dass die Bilder von ganz alleine vor Augen erschienen.

Der Ausgang der Geschichte war sehr märchenhaft, ja auch ein wenig kitschig und dennoch passte alles perfekt zusammen.
Eine Geschichte voller Wärme, die sich beim Lesen wohlig auf den Leser einwirkt und auch den Zauber von Emotionen wirken lässt.


Fazit:
4 Sterne für eine Geschichte, die das Herz erwärmt

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2026

Die Reise nach Schweden blieb mir leider zu farb- und emotionslos

Zimtschnecken und Schneegestöber
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Auf dieses Buch war ich sehr gespannt gewesen. Das Cover wirkte sofort auf den ersten Blick sehr einladend und die Vorfreude auf einen Wohlfühlroman im winterlichen Schweden war dadurch sehr hoch.
Bei ...

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt gewesen. Das Cover wirkte sofort auf den ersten Blick sehr einladend und die Vorfreude auf einen Wohlfühlroman im winterlichen Schweden war dadurch sehr hoch.
Bei dem Buch handelt es sich um Zimtschnecken und Schneegestöber von der Autorin Hanna Blixt.

Im Mittelpunkt steht Nora, die frisch getrennt in Leksand ankommt. Zurück an dem Ort, mit dem sie glückliche Momente aus ihrer Kindheit verbindet, hofft sie dort die Ruhe und einen klaren Kopf zu bekommen, wohin ihre Zukunft gehen soll.
Als sie das kleine rote Holzhäuschen an einem See das erste Mal sieht, fühlt sie sich sofort wohl und mietet es an. Es gibt viel dort zu tun, genau das richtige um sich zu entfalten.
Ihr Nachbar Victor, unterstützt sie, wenn sie ihn braucht und schon bald vermischen sich zwischen in den Zukunftsplänen auch aufkeimende Gefühle…

Ich hatte mich auf eine Reise ins winterliche Schweden gefreut und das ist der Autorin auch sehr leicht gelungen.
Allerdings konnte ich mich nicht so richtig vom Geschehen treiben lassen.

Obwohl die Autorin die Charaktere an für sich gut beschrieben hat, so fand ich nur einen Zugang zu Nora, auch wenn sie so einige Entscheidungen traf, die ich nicht so richtig nachempfinden konnte.
Ihr Nachbar Victor, blieb mir hingegen zu blass und unnahbar.
Aber dieses Empfinden, hatte ich auch leider bei einigen weiteren Charakteren, was sich wiederum natürlich auch auf das Leseempfinden auswirkte. Vieles blieb einfach zu blass und auch die großen Emotionen blieben aus.

Was mich sehr überrascht hatet, war die Tatsache, dass es kurzzeitig einen zweiten Erzählstrang gab, der den Leser in die Vergangenheit entführte.
Auch wenn ich genau solche Bücher liebe, die mich auf eine Zeitreise entführen, so blieben aber auch die Bilder in diesen Abschnitten eher farb- und emotionslos Da fehlten mir die Tiefe zu sehr.

Während die Geschichte und die Handlung eher keinen positiven Eindruck bei mir hinterlassen, war das Setting mit dem schwedischen winterlichen Flair hingegen sehr intensiv.


Fazit:

2 Sterne für einen Roman, der mir leider zu farb und emotionslos blieb

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Ein Roman voller Intensivität

Die Welt in unseren Händen
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Wer gerne historische Romane liest, die nicht nur historische Fakten sondern auch ganz große Gefühle liefert, der macht mit dem Roman Die Welt in unseren Händen von der Autorin Emily Walton nichts verkehrt, ...

Wer gerne historische Romane liest, die nicht nur historische Fakten sondern auch ganz große Gefühle liefert, der macht mit dem Roman Die Welt in unseren Händen von der Autorin Emily Walton nichts verkehrt, im Gegenteil.

Und darum geht es:
Als Emma ihre Großmutter June besucht, fällt ihr ein Gedichtsbändchen mit einer Widmung eines Kens aus dem Jahre 1944 in die Hände.
Nach und nach offenbart sie ihre Lebensgeschichte aus jungen Jahren, die Emma nie vermutet hätte, denn ihr Großmutter hat sich ganz mutig den Dienste der Royal Air Force gestellt im zweiten Weltkrieg. Dank ihres Mutes und ihren Durchhaltevermögen führt sie der Weg sogar nach Italien und sogar nach Ägypten, wo sie schließlich Ken kennenlernt. Doch kann man in solchen Zeiten auf eine Liebe mit einer Zukunft hoffen?

Dieses Buch mit seiner sehr tiefgehenden Geschichte habe ich innerhalb weniger Stunden regelrecht verschlungen und eingeatmet. Emily Walton hat die Lebensgeschichte ihrer Großmutter hier so anschaulich und absolut packend erzählt, dass für mich als Leser kein Wunsch offen blieb.

Sämtliche Charaktere sind sofort vor Augen entstanden und besonders June, bzw. auch ihre beste Freundin Dotty, sind mir sehr ans Herz gewachsen. Zwei so unterschiedliche Frauen, deren Weg sich auf ihren mutigen Weg gekreuzt und die beide so zusammen wachsen lassen hat, das einen beim Lesen warm ums Herz wurde. Zwei so großartige Charaktere, die sich gegenseitig so viel gegeben und sich so fantastisch gut zusammen ergänzt haben, dass in grauen Zeiten, die Sonne ganz hell schien.
Und besonders June hat mich, durch ihren Mut, ihr Durchhaltevermögen, ihre Ausdauer, ihre Empathie und auch durch ihre Geduld, mehr als einmal sehr beeindruckt. Eine ganz tolle Lady.

Der Autorin ist es einfach meisterlich gut gelungen, ein Stück Zeitgeschichte zusammen mit der Lebensgeschichte ihrer Großmutter an den Leser zu bringen, so dass tiefe Emotionen und auch Gänsehautmomente an der Tagesordnung standen.

Fazit:

5 Sterne

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Veröffentlicht am 04.01.2026

24 absolute Wohlfühlmomente

Dein Advent - 24 Glücksmomente nur für dich
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In diesen wundervollen Adventskalender steht der Leser selbst im Mittelpunkt und hat jeden Tag die perfekte Gelegenheit, ganz bewusst innezuhalten und die Zeit für sich zu genießen.

Genau das hat Tanja ...

In diesen wundervollen Adventskalender steht der Leser selbst im Mittelpunkt und hat jeden Tag die perfekte Gelegenheit, ganz bewusst innezuhalten und die Zeit für sich zu genießen.

Genau das hat Tanja Köhler mit links geschafft, denn sie schafft es Tag für Tag, dass der Leser sich seine eigenen ruhigen Momente schafft und den Fokus auf das richtet, was wirklich wichtig ist im Leben.

Das sind die Momente der Ruhe und auch der Stille.
Das sind die Momente, die den Fokus auf das schöne richtet und die Gedanken darauf lenkt. Das sind die Momente, die uns gut tun und in denen man auch wieder neue Kraft schöpft und die aber auch gleichzeitig Dankbarkeit versprühen bis in die Zehenspitzen.
Das sind die Momente, die unheimlich kostbar sind, wenn um uns herum alles voller Hektik ist.

Auch optisch gibt das Buch so einiges her und lädt zum verweilen ein.

Dieses Buch hat mir so gut getan und die vorweihnachtliche magische Adventzeit noch viel bunter gemacht, denn der Fokus lag auf meinen absoluten Wohlfühlmomenten zum innehalten und ganz bewusst Luft zu holen.


Fazit:

5 leuchtende Sterne für einen ganz tolles Adventskalenderbuch


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Veröffentlicht am 04.01.2026

Ein Lesehighlight

Zwischen Zuversicht und Leben
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Mit dem Buch Zwischen Zuversicht und Leben von Regine Kölpin erlebt der Leser nicht nur eine Zeitreise sondern auch eine Geschichte, die einen unheimlichen Sog ausübt und die zudem noch spannende Leseunterhaltung ...

Mit dem Buch Zwischen Zuversicht und Leben von Regine Kölpin erlebt der Leser nicht nur eine Zeitreise sondern auch eine Geschichte, die einen unheimlichen Sog ausübt und die zudem noch spannende Leseunterhaltung vom feinsten bietet.
Darum geht es:
Winter 1978/79 Die junge Hebamme Esther hat gerade ihre erste Anstellung in der Wellenklinik in Bremerhaven angefangen, doch der Einstieg fällt ihr sehr schwer. Besonders weil ihr die Arbeit sehr am Herzen liegt und somit das Wohl der Mütter und der Babys für sie an erster Stelle steht, fällt es ihr sehr schwer, sich mit den steifen, altmodischen und strengen Regeln des Krankenhaus zu identifizieren und setzt sich mehrere Male darüber hinweg. Das kommt allerdings nicht so gut und sie muss sich einen neuen Job suchen, denn sie kur darauf auch findet. Aber dann folgt kurze Zeit später die Nacht der Schneekatastrophe bei dem Das Leben von Mutter und Kind auf dem Spiel steht, muss Esther alles geben. Doch schafft sie das?...
Obwohl mich die Arbeit der Hebammen sehr interessiert (nicht nur weil ich Mama bin, sondern auch aus der Pflegeberuf komme) ist die Zeitepoche überhaupt nicht so wirklich meins. Obwohl ich in dieser Zeit geboren bin, habe ich bis dato besonders bei Büchern dieser Zeit, immer einen großen Bogen gemacht. Dass das eigentlich so ziemlich blöd ist und was mir da eigentlich doch entgehen könnte, hat mir dieses Buch sehr aufgezeigt.
Da geht es um einen um die schlimme Schneekatastrophe die im Winter 1978/1979 den Norden heimgesucht hat. Diese Ereignisse mit der wunderbaren und absolut mitreißenden Geschichte von Esther zu verweben, ist für mich ein echter Schachzug, denn nicht nur Esther überzeugt als Charakter, sondern auch die Welt der Hebammen zu der damaligen Zeit so zu durchleuchten hat mich so richtig gepackt. Zu der damaligen Zeit war es noch weit verbreitet, dass die Neugeborenen nicht sofort bei der Mutter waren, sondern durch eine Glassscheibe, ganz steril, den Besuchern vorgeführt worden sind. Stillen war eigentlich schon damals das Beste, wurde aber häufig nicht umgesetzt. Auch meiner Mutter ist es so ergangen und sie konnte mich gar nicht stillen, obwohl sie es wollte. Mich hat das in früheren Jahren nie gejuckt, erst als ich das erste Mal selber Mama wurde, kam das Thema auf. Ebenso war zu der damaligen Zeit die Kommunikation zwischen Arzt und Hebamme noch nicht auf Augenhöhe und die starre Hiercharchie war noch weit verbreitet. Auch das hat sich heutzutage im Klinikalltag, dem Himmel sei Dank geändert.
All das hat die Autorin so detailliert und authentisch wiedergegeben, dass das Lesen der Geschichte ein echter Lesegenuss war, den ich so gar nicht erwartet hatte. Ich konnte so tief abtauchen in dem Geschehen, dass mir das lösen von der Geschichte sehr schwer fiel. Die Charaktere waren ebenso so gut beschrieben, dass allesamt sofort für mich vor Augen in bunten Farben entstanden sind und diese Geschichte zusammen mit dem historischen Kontext ein absolutes Lesehighlight für mich ist! Besonders Esther ist mir durch ihre feinfühlige und offene Art sehr ans Herz gewachsen auch, weil sie war ihrer Zeit im Denken sehr vorraus war und ihrem Herzen gefolgt ist.
Die starken Veränderungen zur heutigen Zeit wurden ganz schnell deutlich, wobei es den Hebammen in der heutigen Zeit leider immer noch sehr schwer gemacht wird. Dabei ist diese Berufgruppe so wichtig für die Frauen und das bedarf einer großen Aufmerksamkeit.

Ein absolutes Lesehighlight krönt und ich freue mich schon sehr auf den 2 Band♥

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