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Veröffentlicht am 13.01.2021

Jeder kann seine Angst überwinden!

Sam Wu – Hat KEINE Angst vor Geistern
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Sam Wu ist ein ganz normaler Junge mit ganz normalen Ängsten. Dumm nur, dass er sich vor seiner ganzen Klasse blamiert und nun als Angsthase bezeichnet wird. Wie er mithilfe von Geistern und Schlangen ...

Sam Wu ist ein ganz normaler Junge mit ganz normalen Ängsten. Dumm nur, dass er sich vor seiner ganzen Klasse blamiert und nun als Angsthase bezeichnet wird. Wie er mithilfe von Geistern und Schlangen seine Angst überwindet und zeigt, wie mutig er sein kann, können wir in "Sam Wu hat keine Angst vor Geistern" von Katie und Kevin Tsang lesen. Hier hat man auf jeden Fall großen Spaß beim Lesen.

Die Autoren:
Kevin Tsang wurde in Kopenhagen geboren und wuchs in Atlanta, Georgia, auf. Seine Erfahrungen flossen in die Geschichten um Sam Wu ein. Katie Tsang wurde in Südkalifornien geboren und wuchs dort auch auf.
Katie lernte Kevin 2008 während des Studiums an der Chinese University of Hong Kong kennen. Sie sind seitdem viel gereist und haben schon auf drei Kontinenten gewohnt. Momentan leben die beiden in London. "Sam Wu hat keine Angst vor Geistern" ist ihr erster gemeinsamer Roman.

Inhalt:
„Ich bin Sam Wu! Und ich habe absolut keine, überhaupt gar keine Angst vor Geistern! Als mein Mitschüler Ralf-Philip Zinkermann anfing, mich Sam Angsthase zu nennen, nach dem Vorfall, der nie wieder erwähnt werden darf (also frag nicht!), wusste ich, dass ich einen Plan brauche, um
1. ein heldenhaftes Abenteuer zu bestehen,
2. ein Tier als treuen Begleiter an meiner Seite haben.
Alles klar?“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Schon das Cover des Buches gibt uns Aufschluss auf den Stil und den Inhalt der Story. Wir haben hier den Eindruck von tagebuchähnlichen Einträgen mit allerlei Zeichnungen, sowie Anmerkungen, wie sie dann auch zwischen den Buchdeckeln zu finden sind. Die Hauptperson Sam Wu steht im Zentrum vor einer roten Tür, hinter welcher allerhand Geister zu lauern scheinen. Verzweifelt versucht er diese Tür geschlossen zu halten und sieht dabei alles andere als entspannt aus.

Der Schreibstil ist flüssig und der Altersgruppe ab 6 Jahren angemessen. Mit verschiedenen Schrifttypen und Schriftgrößen bekommen wir ein lebendiges Textbild, welches durch kleine Anmerkungen und Zeichnungen ergänzt wird. Auch haben wir oft schwarze Seiten mit weißer Schrift, welche gruselige Situationen noch gruseliger erscheinen lassen.

Während Sam Wu sich sehr schnell ängstigt, vor Allem vor merkwürdigen Geräuschen, wird der Leser nicht all zu sehr in Schrecken versetzt. Text und Illustrationen sind etwas schräg und so nimmt die rasante Story auch einen witzigen Charakter an. Obwohl gar nicht so viel passiert, ist die Geschichte mitreißend und man fiebert schnell mit Sam und seinen Freunden mit.

Meine 9-jährige Tochter stieg lediglich aus ethischen Gründen aus, da ihr die Beschreibung der gebratenen Ente zum Essen als Vegetariern absolut zuwider war, während mein 5-jähriger Sohn sich daran nicht störte und der Geschichte bis zum Ende gebannt folgte und immer wieder „Just One more Chapter“ (unser kleiner Insider) forderte.

"Sam Wu hat keine Angst vor Geistern" ist ein rasanter und mitreißender Kinderroman, der zeigt, wie man sich von seinen eigenen Ängsten befreien kann und dass es nur ein klein wenig Mut braucht, um zu beweisen, dass man eben kein Angsthase ist. Gleichzeitig wird ganz deutlich, dass jeder Angst vor irgend etwas hat und dass das ganz natürlich ist. Wir hatten lustige und unterhaltsame Stunden mit Sam Wu und seinen Freunden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2021

14 kleine Episoden aus dem Leben eines Kindergartenkindes!

Nina - Ein grandioses letztes Jahr im Kindergarten
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Das Buch "Nina – Ein grandioses letztes Jahr im Kindergarten" von Emi Guner haben ich von Klett Kinderbuch zur Rezension zugeschickt bekommen. Da mein Sohn gerade selbst in seinem letzten Kitajahr ist, ...

Das Buch "Nina – Ein grandioses letztes Jahr im Kindergarten" von Emi Guner haben ich von Klett Kinderbuch zur Rezension zugeschickt bekommen. Da mein Sohn gerade selbst in seinem letzten Kitajahr ist, passt das nun sehr gut und so haben wir das Buch Abend für Abend gemeinsam entdeckt. Es handelt sich hierbei um ein Buch für Kinder im Kindergartenalter (wie der Titel ja bereits verrät), welches allerdings hin und wieder mit Vorsicht zu genießen ist. Mehr dazu findet ihr unten in meiner Rezension.

Die Autorin und die Illustratorin:
Emi Guner (geboren 1971) arbeitet als Werbetexterin und Übersetzerin. Außerdem schreibt sie Bücher für Kinder und Erwachsene. Ihre „Nina“-Geschichten sind besonders in schwedischen Kindergärten und Grundschulklassen beliebt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Stockholm.
Anne-Kathrin Behl (geboren 1983) ist Illustratorin und seit 2009 für verschiedene Kinderbuchverlage tätig. In Hamburg studierte sie Illustration. Inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und ihren Söhnen in Leipzig.

Inhalt:
„Nina ist fünfeinhalb und wäre am liebsten der gefährlichste Schneeleopard der Welt. Dieses Buch erzählt von ihrem letzten Jahr als Kindergartenkind. Davon, wie es ist, das erste Mal bei einer Freundin zu übernachten, den Geburtstag zu tauschen, fast etwas Kostbares zu klauen (aber nur fast!) und nie und nimmer Toastbrot mit Rinde essen zu können.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Auf dem Cover sehen wir das Mädchen Nina mit ihrem Plüschtier, einem Schneeleoparden. Gemeinsam sitzen sie auf einem Ast in einem Baum, hoch oben, fast schon im Himmel. Beide schauen uns zufrieden entgegen. In roter Schrift stehen Titel und Untertitel über den Köpfen der beiden

Der Schreibstil ist leicht verständlich und flüssig. Die 133 Seiten sind in insgesamt vierzehn Kapitel unterteilt und geben jeweils eine bestimmte Episode aus Ninas Leben wieder. Dabei baut sich keine Handlung auf und die Kapitel können auch unabhängig voneinander gelesen und verstanden werden.

Die Geschichten an sich haben meinem 5-jährigen Sohn ganz gut gefallen, allerdings sind sie nicht gerade spannend und durch ihren Episodencharakter eher etwas für Kinder, die gerne Kurzgeschichten mögen. Mich persönlich haben sie nicht so recht erreicht. Sicherlich werden wichtige Themen wie Diebstahl, Freundschaft, Vertrauen und Mut angesprochen, allerdings durch die knappen Geschichten für meinen Geschmack etwas zu oberflächlich. Außerdem erschien mir das Mädchen in mancher Hinsicht etwas unreif und nicht altersentsprechend.

Ein Kapitel hat mir leider ganz und gar nicht gefallen, nämlich jenes am Ende mit dem Titel „Walderdbeeren und Blut“. Hier macht die gesamte Familie einen Ausflug mit dem Fahrrad, Nina sitzt dabei auf dem Gepäckträger ihres Vaters, während der Rest auf dem eigenen Fahrrad fährt. Zum einen fragte ich mich, wieso Nina nicht selbst mit dem Rad fährt (wer schwimmen lernt, kann doch sicher schon Fahrrad fahren) zum anderen war klar, dass es hier zu einem Unfall kommen musste. Was mir weiterhin nicht gefallen hat, war die Tatsache, dass die Eltern ihre Tochter, deren Fuß in den Speichen geraten und schwer verletzt ist, mit dem Auto ins Krankenhaus fahrend und Nina während der Fahrt hinten im Auto liegen darf. Zwei Dinge werden hier falsch vermittelt, zum Einen wird Nina nicht gesichert im Wagen mitgeführt, zum Anderen wird von Sanitätern immer wieder darauf hingewiesen, dass Eltern in solch einer Schocksituation nicht selbst mit dem Auto fahren, sondern einen Krankenwagen rufen sollen. Im Krankenhaus bekommt Nina dann ein Medikament, bevor ein Arzt sie überhaupt untersucht hat. Auch das erscheint mir völlig unlogisch. Der Arzt im Krankenhaus erzählt ihr dann, dass die meisten Unfälle beim Fahrradfahren sowie beim Trampolinspringen passieren. Hier wird den Kindern eine Angst vermittelt, welche vielleicht dazu verleitet, dass ein Kind nie mehr Fahrrad fahren oder nie mehr auf ein Trampolin steigen will.
Ich habe dieses Kapitel als „was läuft hier falsch“ Spiel verwendet und bin froh, dass sich mein Sohn nicht so leicht abschrecken lässt, meine Tochter hätte in dem Alter vermutlich das Fahrradfahren und das Trampolinspringen temporär oder dauerhaft eingestellt.

"Nina – Ein grandioses letztes Jahr im Kindergarten" ist ein Kinderbuch, welches mehrere Episoden aus dem Leben eines Kindergartenkindes darstellt, wie es diese im letzten Jahr vor der Einschulung erlebt haben könnte. Dabei befinden wir uns aber nicht immer im Kindergarten, sondern auch mal zur Übernachtung bei der Freundin zu Hause, im Schwimmunterricht oder auf einem Familienausflug. Das Buch richtet sich an Kinder von etwa fünf Jahren, die gerne Kurzgeschichten oder episodenhafte Geschichten vorgelesen bekommen. Die Spannung ist eher gering gehalten, da Alltagssituationen beschrieben werden. Wie oben erwähnt, würde ich eines der Kapitel eher mit Vorsicht genießen und zuvor überlegen, welches Typ Kind es vorgelesen bekommt, da hier Ängste produziert werden können, die von uns Eltern sicherlich nicht gewollt sind. Aus diesem Grund vergebe ich nur 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.01.2021

Jeder Ritter braucht einen Schild!

Ritter werden leicht gemacht – Punkte, Streifen und Zickzacks
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Sam J. Butterkappe und seine treue Gehilfin Brunella sind zurück. Diesmal müssen sie einen ganz besonderen, ritterlichen Schild finden. Dabei treffen sie auf viele skurrile Menschen und müssen sich vor ...

Sam J. Butterkappe und seine treue Gehilfin Brunella sind zurück. Diesmal müssen sie einen ganz besonderen, ritterlichen Schild finden. Dabei treffen sie auf viele skurrile Menschen und müssen sich vor einem Ungeheuer retten. Ob sie das schaffen erfahren wir im vierten Band der Reihe "Ritter werden leicht gemacht".

Die Autorin und der Illustrator:
Vivian French (geboren 1945) ist eine britische Schriftstellerin. Sie hat über 250 Bücher für Kinder und Jugendliche geschrieben. Einige ihrer Buchreihen feierten große Erfolge, so zum Beispiel The Tiara Club oder Tales from the Five Kingdoms. In der Reihe Ritter werden leicht gemacht sind bisher sechs Bände im englischen Original erschienen. Im Deutschen gibt es vier Bände: "Drachen sind Nicht-Schwimmer" (Teil 1), "Ein Pferd namens Dora" (Teil 2), "Ein äußerst nerviger Bär" (Teil 3) und "Punkte, Streifen und Zickzacks" (Teil 4).
David Melling ist ein britischer Illustrator. Bevor er sich auf Kinderbücher spezialisierte, arbeitete er als Fotograf und Zeichner für verschiedene Animationsfilme. Seither hat er über 150 Bücher illustriert, welche in über 30 Sprachen übersetzt wurden.

Inhalt:
„Sam J. Butterkappe hat einen Traum: Er möchte ein Ritter werden, edel und verwegen. Doch wie stellt man das an, wie wird man eigentlich Ritter?
Laut einer alten Schriftrolle müssen Sam und seine Cousine Brunella hierfür sechs Aufgaben erfüllen und zwar nur eine pro Tag. Heute sollen die beiden einen ritterlichen Schild finden. Glücklicherweise weiß Nella, wo es Ritterrüstungen in Hülle und Fülle gibt – also auf zur Burg Blinzelkrotte! Doch bevor die zwei die Zugbrücke überqueren können, werden sie von einer fürchterlichen Kreatur gestoppt.
Ist das wirklich das Ende ihrer abenteuerlichen Reise?“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Auch bei diesem Cover haben wir erneut einen großen Wiedererkennungswert. Der vierte Band ist in einem sumpfigen Grün gehalten. Über dem Titel thront wieder ein grüblerischer Sam J. Butterkappe mit Schreibfeder im Mund. Darunter sehen wir ein merkwürdiges lilanes Monster mit krummen, gelben Zähnen. Ein paar Fledermäuse flattern auch umher. Einige Details aus der Story werden hier bereits verraten. Das Buch sieht außerdem wieder aus, wie ein in Leder gebundenes, vollgekleckstes Tagebuch.

Die tagebuchähnlichen Einträge sind wieder sehr flüssig gut verständlich geschrieben und erneut flogen wir nur so durch die Seiten. In knapp zwei Stunden auf zwei Etappen verteilt ist auch dieses kleine Schätzlein wieder von uns verschlungen worden.
Nachdem Sam in den vorherigen drei Bänden eine Gefährtin, ein Ross und ein Schwert bekommen hat, ist er nun auf der Suche nach einem passenden Schild, um ein edler Ritter zu werden. Wieder ist die Story recht schnell abgehandelt, dabei aber rasant erlebt und mit mehr Glück als Verstand wird das Schild natürlich gefunden. Dabei lernen Sam und Nella wieder einige skurrile Gestalten kennen, die in diesem Fall nicht unbedingt hilfreich, dafür aber witzig sind. Eine Analogie zu einem Märchen, wie es im vorherigen Band der Fall war, ist uns in diesem Buch nicht aufgefallen, aber vielleicht kennen wir auch einfach nicht das entsprechende Stück.

Den Text begleiten wieder witzigen Illustrationen, so kann der Leser hin und wieder bei den Bildern verweilen und die Geschichte auf sich wirken lassen. Wir sehen hier einige Szenen in denen Sam sich im Laufe der Geschichte befindet. Wieder sind die Charaktere ähnlich einer Karikatur leicht überspitzt dargestellt.

"Ritter werden leicht gemacht – Punkte, Streifen und Zickzacks" reiht sich nachtlos an die bereits erschienenen Vorgängerbände an und bietet erneut ein kurzweiliges Lesevergnügen mit humorvollen Szenen, bleibt weiterhin eher seicht als gruselig spannend. Im März erscheint der fünfte Band der Reihe und wir sind schon sehr neugierig, was Sam und Nella dann erleben werden.

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Veröffentlicht am 02.01.2021

Die Maulwurf-Schwestern philosophieren wieder.

Die Maulwurf-Schwestern und die Frage
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Vor kurzem habe ich euch "Die Maulwurf-Schwestern und das blaue Ei" von Roslyn Schwarz vorgestellt, welches ein perfektes Osterbuch ist. Heute habe ich das neu erschienene Buch der Autorin "Die Maulwurf-Schwestern ...

Vor kurzem habe ich euch "Die Maulwurf-Schwestern und das blaue Ei" von Roslyn Schwarz vorgestellt, welches ein perfektes Osterbuch ist. Heute habe ich das neu erschienene Buch der Autorin "Die Maulwurf-Schwestern und die Frage" für euch parat. Ich muss gestehen, mich als Erwachsenen hat es überhaupt nicht abgeholt. Ganz im Gegenteil dazu aber meinen 5-jährigen Sohn, der es gleich noch mal und noch mal vorgelesen bekommen haben wollte. Das Buch scheint einen besonderen Zauber für kleine Kinder zu haben, der mir als Erwachsenen irgend wie verborgen blieb.

Die Autorin:
Roslyn Schwartz lebt und arbeitet in Kanada als Kinderbuchautorin und Illustratorin. Ihre Buchreihe der Maulwurf-Schwestern ist voller Optimismus und Humor, und somit bei Kindern sehr beliebt. Sogar in Animationsfilmen werden ihre Arbeiten zum Leben erweckt.

Inhalt:
„Die Maulwurf-Schwestern fragen sich. Wer sind wir?
Fische vielleicht? Aber Fische leben im Wasser, die Maulwurf-Schwestern nicht. Doch wenn sie keine Fische sind, wer sind sie dann? Die Maulwurf-Schwestern laden ein zu einem fröhlichen Spaziergang durch die Tierwelt, immer auf der Suche nach sich selbst.“ (Klappentext)

Kritik und Fazit:
Diesmal ist das Buch sehr hell mit großem weißen Anteil gehalten. Und auf dem Cover sehen wir bereits die altbekannten Maulwurf-Schwestern, wie sie beieinander liegen und in den Himmel hinauf sehen. Sie überlegen wohl, was es mit ihnen und der ganzen Welt so auf sich hat.

Der Schreibstil ist nach wie vor gut verständlich und der Textumfang sehr gering. So finden wir unter jedem Bild auf jeder Seite nur ein paar knappe Worte oder Satzteile, die zusammen einen kurzen Text ergeben. Die Schwestern spazieren durch die Natur und treffen auf verschiedene Tiere, dabei erkennen sie die Unterschiede zwischen jenen und ihnen selbst.

Die Zeichnungen sind liebevoll gestaltet und eher minimalistisch, konzentrieren sie sich doch auf die Schwestern und ihre Suche nach sich selbst. Dabei wird wieder ganz deutlich, wie verbunden die beiden Schwestern einander sind und wie viel Liebe herrscht.

"Die Maulwurf-Schwestern und die Frage" ist ein ruhiges, minimalistisches Buch, welches besonders die kleineren Kinder anspricht. Mit harmonischen Bildern und kurzen Texten können die Kinder selbst darüber nachdenken, wer sie selbst sind und wie sie sich sich von anderen Lebewesen unterscheiden.

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Veröffentlicht am 30.12.2020

Ein Bilderbuch über die Arbeit der Feuerwehr!

Liebe Kinder seht mal her, all’ das macht die Feuerwehr
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Auf dieses Buch bin ich direkt durch eine Anfrage des Autors aufmerksam geworden. Ich finde es immer wichtig, auch kleinen Verlage oder noch unbekannten Autoren eine Chance zu geben und diese mit meinen ...

Auf dieses Buch bin ich direkt durch eine Anfrage des Autors aufmerksam geworden. Ich finde es immer wichtig, auch kleinen Verlage oder noch unbekannten Autoren eine Chance zu geben und diese mit meinen Buchvorstellungen zu unterstützen. Denn es ist nicht so einfach als Autor oder kleiner Verlag neben all den Bestseller-Autoren und den großen Verlagen zu bestehen. Da es sich dann auch noch um ein Feuerwehrbuch handelt, und ich einen 5-jährigen Testkandidaten zu Hause hatte, passte alles perfekt und so stelle ich euch heute "Liebe Kinder seht mal her, all‘ das macht die Feuerwehr!" von Philipp Stepanek vor.

Der Autor und Illustrator:
Philipp Stepanek (geboren 1988) arbeitet seit mehr als 10 Jahren in Wien bei der Berufsfeuerwehr. Mit seinem Buch "Liebe Kinder seht mal her, all‘ das macht die Feuerwehr!" möchte er Kindern den Beruf eines Feuerwehrmitarbeiters näher bringen und zeigen, wie vielfältig die Tätigkeitsfelder dort sind. Philipp Stepanek ist sowohl der Autor, als auch der Illustrator des Buches.

Inhalt:
Welche Aufgaben hat die Feuerwehr eigentlich genau, außer Feuer zu löschen? Holt sie tatsächlich der Katze vom Baum herunter und wo hilft sie den Menschen? All das erfahren wir in diesem Buch auf verspielte Weise. Mit vielen Abbildungen aus dem Alltag der Feuerwehr und gereimten Textpassagen zur Erklärung lernen die Kinder, dass die Feuerwehr wesentlich mehr Aufgaben hat, als nur Brände zu löschen.

Kritik und Fazit:
Das Cover des Buches zeigt uns gleich, womit wir es zu tun haben. Wir sehen ein großes rotes Feuerwehrfahrzeug, welches gerade aus der Garage zu fahren scheint, um sich auf den Weg zu seinem nächsten Einsatz zu machen. Dabei sehen die Feuerwehrmänner im Auto freundlich und engagiert aus. Die Scheinwerfer und das Blaulicht des Fahrzeugs strahlen uns regelrecht an und machen klar, dass hier richtig was los ist.

Im Buch selbst finden sich viele farbige und großflächige Illustrationen aus dem Berufsfeld eines Feuerwehrmitarbeiters. Während auf der linken Seite ein Kind zu sehen ist, welches diverse Feuerwehrsituationen nachspielt, sehen wir auf der rechten Seite eine alltägliche Situation bei der Feuerwehr. Jeder Spielsituation ist ein kurzer Reim zugeteilt, welcher beschreibt, was dort gerade passiert.

Wir erfahren also beispielsweise, wie der Dienstplan unter den Kollegen besprochen wird; warum es so wichtig ist, Ordnung in den Einsatzwagen zu haben; wie die Schutzkleidung eines Feuerwehrmitarbeiters aussieht; wie der Alltag in der Feuerwehrstation aussieht, wenn gerade mal kein Einsatz ist; dass auch mal eine Katze aus dem Baum gerettet oder ein Bienenvolk umgesetzt werden muss; wie ein Auto unter einem umgestürzten Baum hervor geholt wird und natürlich auch wie Menschen aus gefährlichen Situation befreit werden. Es wird also ganz deutlich, dass die Feuerwehr nicht nur Brände löscht, sondern zu vielen anderen Noteinsätzen herangezogen wird.

Mir hat die Darstellung der einzelnen Situationen sehr gut gefallen, da sie klar und deutlich zeigen, wie die Feuerwehr an ihren Einsatzorten vorgeht und auch einige Werkzeuge zum Einsatz kommen. Aber eben auch das Leben zwischen den Einsätzen wird beschrieben.
Das einzige, was mich wirklich gestört hat, war die Illustration eines Brandes mit Feuerwehrfahrzeug, Leiter und Löschvorgang. Da wird im 4. Stock ein Feuer gelöscht und in den Etagen darunter stehen die Anwohner an Fenstern oder auf dem Balkon und schauen interessiert nach unten. Da wird ein ganz falsches Bild vermittelt, denn jeder sollte ein brennendes Haus verlassen, auch wenn nicht die eigenen Wohnung betroffen ist. Hier wird eine große Gefahr leider nicht richtig dargestellt. Also schaut euch das Buch gemeinsam mit euren Kindern an und nutzt diese Seite vielleicht dazu, die Kinder zu fragen: Was stimmt hier nicht?

"Liebe Kinder seht mal her, all‘ das macht die Feuerwehr!" ist ein schönes Bilderbuch zum Thema Feuerwehr und zeigt viele verschiedenen Situationen in denen die Feuerwehr tätig wird. Sieht man von der einen oben beschriebenen Illustration ab, haben wir hier ein gelungenes Buch zum Thema Feuerwehr. Und gleichzeitig gibt es noch einen kleinen, versteckten Suchauftrag, denn ein kleines Tier ist immer mit von der Partie und überall dabei. Könnt ihr es überall entdecken?

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