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Veröffentlicht am 25.01.2018

Für alle, die gerne Tränen lachen!

Ella in der Schule
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Am letzten bundesweiten Vorlesetag hat meine Tochter Ella in der Schule von Timo Parvela vorgelesen bekommen. Sie kam so begeistert nach Hause, dass wir beschlossen, das Buch gemeinsam zu lesen. Was soll ...

Am letzten bundesweiten Vorlesetag hat meine Tochter Ella in der Schule von Timo Parvela vorgelesen bekommen. Sie kam so begeistert nach Hause, dass wir beschlossen, das Buch gemeinsam zu lesen. Was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt! Ich habe ihr wohl noch nie ein Buch vorgelesen, bei dem wir so viel lachen mussten.

Timo Parvela (geboren 1964) war selbst Lehrer. Inzwischen ist er hauptberuflich als Schriftsteller tätig und schreibt sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder. Über das quirlige Schulkind Ella sind inzwischen bereits 9 Bücher erschienen.
Sabine Wilharm (geboren 1954) arbeitet als freie Illustratorin. Neben Ella zeichnete sie Harry Potter für die deutsche Ausgabe.

In Ellas Klasse ist immer etwas los. Deswegen geht Ella gerne zur Schule. Der Klassenlehrer hat es wirklich nicht leicht, denn obwohl die Kinder es gut mit ihm meinen, stellen sie sein Leben ganz schön auf den Kopf. Sie wollen ihn vor einem vermeintlichen Lösegelderpresser beschützen, bringen ein turbulentes Theaterstück auf die Bühne und Sorgen für viel Spaß auf der Klassenfahrt.

„In der Schule ist es wirklich lustig. An guten Tagen findet das sogar der Lehrer.“

Der erste Band der Reihe beinhaltet drei Geschichten (Der Erpresser, Was für ein Theater! und Auf Klassenfahrt), die aufeinander aufbauen. An nur drei Abenden haben wir das Buch durchgeschmökert.
Der Autor hat einen witzigen und spritzigen Schreibstil. Die Seiten fliegen nur so dahin und man hat einiges zu Lachen. Die Illustrationen dazu sind sehr stimmig und unterstreichen die lustigen Episoden der Geschichte.
Da die Geschehnisse aus Sicht von Ella geschildert sind, fällt es den Kindern leicht, in die Geschichte einzutauchen. Den unterschiedlichen Protagonisten werden verschiedene Stereotypen zugeordnet, so gibt es den Besserwisser oder den Jungen, der ständig auf der Leitung steht. Da findet sich hier wohl jedes Kind in einem der Charaktere wieder.
Vor allem die zweite Geschichte hat uns unheimlich gut gefallen. Wir haben viel gelacht und mir, als Vorleser, fiel es schwer voran zu kommen. Ich musste schon vorweg schmunzeln und lachen, da ich bereits sah, was als nächstes passieren würde, bevor ich es aussprechen konnte.

Durch die verschiedenen Protagonisten ist das Buch sowohl für Jungen als auch für Mädchen geeignet. Außerdem spricht es verschiedenen Altersklassen an, da es kleine versteckte Anspielungen und Doppeldeutigkeiten hat. Einige davon werden die ganz kleinen Kinder vielleicht noch nicht wahrnehmen, sie sind aber auch nicht so essenziell, dass sie für das Verständnis der Geschichte benötigt werden. Sie ermöglichen es aber, dass das Buch häufiger hervor geholt und gelesen werden kann und die kindlichen Leser immer wieder neue Aspekte dabei entdecken.
Dieses Buch is ein ideales Geschenk zum Schulanfang, es bietet viel Spaß und humorvolle Streiche der Schüler. Hier werden garantiert Tränen gelacht!

Veröffentlicht am 13.01.2018

Ein Mutter-Tochter Roman mit Schwächen

Du erinnerst mich an morgen
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Mit "Du erinnerst mich an morgen" habe ich einen Roman über Liebe, eine einzigartige Mutter-Tochter Beziehung und die Vergänglichkeit des Lebens anhand der Alzheimer Erkrankung erwartet. Leider bleibt ...

Mit "Du erinnerst mich an morgen" habe ich einen Roman über Liebe, eine einzigartige Mutter-Tochter Beziehung und die Vergänglichkeit des Lebens anhand der Alzheimer Erkrankung erwartet. Leider bleibt der Roman eher an der Oberfläche, die Hauptprotagonistin konnte mich nicht überzeugen. Dafür waren die Schilderungen der an Alzheimer erkrankten Mutter in Form von Geburtstagsbriefen sehr berührend und erzählen die tragische Geschichte einer jungen Frau, die ihr Leben für ihre Kinder geopfert hat.

Katie Marshs erster Roman "Die Liebe ist ein schlechter Verlierer" erschien 2016 und war ein großer Erfolg. "Du erinnerst mich an morgen" ist ihr zweiter Roman und erzählt von der Erkrankung an Alzheimer. Durch ihre Arbeit im Gesundheitswesen hat sie diesbezüglich Einblicke bekommen können und bietet eine authentische Darstellung dieser Krankheit.

Zoe ist im Begriff vor den Altar zu treten und ihre große Liebe zu heiraten, als sie der Hilferuf ihrer Mutter erreicht. Die beiden hatten seit 10 Jahren keinen Kontakt zueinander, aber Zoe zögert nicht und eilt ihr zu Hilfe.

Zoes Handlungen waren mir leider nicht schlüssig. Wer lässt seine große Liebe vor dem Altar stehen, um seine Mutter zu suchen, von der man sich das letzte mal vor zehn Jahren im Streit getrennt hat? Noch dazu wäre die Schwester zur Stelle gewesen und hätte sich darum kümmern können. Als wäre das nicht schon schlimm genug, hält sie es nicht für nötig, ihrem Verlobten persönlich von ihrem Vorhaben zu erzählen.
Auch dass sich Zoe auf einmal so in die Pflege ihrer Mutter stürzt, nachdem sie sich 10 Jahre lang nicht gekümmert hat, scheint mir überzogen und unglaubwürdig.
Sicherlich erlebte Zoe etwas durchaus Tragisches in ihrer Jugend. Dass sie dies aber 10 Jahre lang nicht weiter in Frage stellt und ihrer Mutter alle Schuld daran gibt, konnte ich nicht nachvollziehen. Auch nicht, dass sie Jamie gegenüber diesbezüglich nicht offen sein konnte.
Am ehesten haben mich die Briefe der Mutter an ihre Tochter berührt und überzeugt. Mir tat Gina unheimlich Leid, sie hat alles für die Familie und für ihre Kinder getan, ihr eigenes Leben aufgegeben und stand am Ende allein und verlassen da. Wie konnte der herrschsüchtige Vater die Herzen der Kinder gewinnen?
Der Sinn des Titels "Du erinnerst mich an morgen" erschloss sich mir auch nicht wirklich. Da finde ich den Originaltitel "A Life Without You" viel passender.

Die Geschichte plätschert lange Zeit dahin, es vergeht viel Zeit, in welcher Zoe nicht wirklich aktiv eine Wandlung durchmacht. Zoe erkennt ihr Fehlverhalten nicht und somit störte mich das Happy End dieser Geschichte sehr. Alles in allem handelt es sich um eine eher unglaubwürdige Geschichte. Die Hauptprotagonistin Zoe blieb mir bis zuletzt fern und ein Rätsel. Lediglich Gina und ihre Geschichte haben mich berühren können und Gina als Charakter näher gebracht. Vielleicht wäre die Geschichte spanender und überzeugender gewesen, wenn Ginas Leben im Mittelpunkt gestanden hätte.

Veröffentlicht am 10.01.2018

Du bist niemals allein

Wir werden immer für dich da sein
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Kinder brauchen Halt und das Wissen, dass sie nie allein sind, dass man als Eltern immer für sie da ist. Egal was gerade ist, ob ein Kind Hilfe braucht, es Angst hat oder vielleicht etwas Verbotenes getan ...

Kinder brauchen Halt und das Wissen, dass sie nie allein sind, dass man als Eltern immer für sie da ist. Egal was gerade ist, ob ein Kind Hilfe braucht, es Angst hat oder vielleicht etwas Verbotenes getan hat. Auch wenn man als Eltern einmal nicht direkt da ist, so tragen wir doch immer Sorge, dass jemand da ist, dem sich das Kind jederzeit anvertrauen kann. Dieses Buch macht das alles für Kinderaugen ganz deutlich. Dabei haben sich Autor und Illustratorin kreative Lösungsideen für diverse Probleme im Alltag einfallen lassen.

Stephan Valentin hat einen Doktor in Psychologe, ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Geboren in Heidelberg lebt er inzwischen in Paris. Seit 2000 schreibt er Bücher für Kinder, aber auch Elternratgeber.

In diesem Buch steht ein kleiner Junge im Mittelpunkt. Er wird in verschiedenen schwierigen Situationen in seinem Leben dargestellt. Mal hat er Angst vor Monstern, mal hat er sich zu hoch hinaus gewagt, mal ist er krank oder traurig. In jeder Situation stehen ihm seine Eltern zur Seite. Sie vertreiben mit Quirl, Schild und Heugabel böse Monster, holen ihn in einem Korb, der an Heliumballons hängt von einem hohen Berg, kümmern sich um ihn, wenn er krank ist und umarmen ihn, wenn er traurig ist. Sie begleiten ihn durch sein Leben, bis er selbst erwachsen ist und sich bei seinen Eltern für ihre Hilfe revanchieren kann.

Die Lösungsgedanken für die diversen Probleme, die einem Kind im Laufe des Lebens begegnen sind originell durch die Bilder in Szene gesetzt. Sie sprühen regelrecht vor Einfallsreichtum: ob als Ritter mit Quirl und Heugabel, als Zirkusdompteur oder mit viel Musik gegen das gruselige Gewitter. Immer haben die Eltern besondere Einfälle, um ihrem Sohn zu helfen. Sind sie einmal nicht da, so sind die Großeltern an ihrer Stelle für das Kind da. Hier erscheint das Cover des Buches im Bild. Das Buch befindet sich also im Buch.
Dabei lässt der Autor nicht außer acht, dass Eltern auch einmal wütend sein können, wenn das Kind etwas verbotenes getan hat. Aber selbst dann sind die Eltern immer für sie da. Der Titel des Buches Wir werden immer für dich da sein wird wie ein Mantra auf jeder Seite wiederholt und verdeutlich dem Kind, dass es niemals mit seinen Problemen alleine ist und stets auf seine Eltern zählen kann.

Das Buch vermittelt dem kindlichen Leser anschaulich, dass Eltern immer für ihre Kinder einstehen. Wenn die Kinder einmal groß sind, so können sie für ihre Eltern da sein. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, welches ganz selbstverständlich ist.
Etwas schade und störend finde ich den Fehler im Text, als der Junge einmal zu mutig war. Hier ist eine Wortdopplung im Zeilenumbruch, die den Vorleser ins Stolpern bringt. Das dürfte bei einem Kinderbuch mit solch geringem Wortanteil eigentlich nicht passieren.
Alles in allem ein schönes Buch, welches man seinem Kind vorlesen kann, um nochmals ganz deutlich zu machen, dass es nicht alleine ist und mit jeder Sorge zu seinen Eltern kommen kann.

Veröffentlicht am 07.01.2018

Wenn Selbstoptimierung über das Ziel hinaus schießt

Rette mich, wer kann
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Das Cover hat mich auf das Buch Rette mich, wer kann aufmerksam gemacht. Ein Igel der hoch oben am Himmel auf einem Luftballon sitzt. Die Geschichte, die sich dahinter verbirgt ist tragisch, lustig und ...

Das Cover hat mich auf das Buch Rette mich, wer kann aufmerksam gemacht. Ein Igel der hoch oben am Himmel auf einem Luftballon sitzt. Die Geschichte, die sich dahinter verbirgt ist tragisch, lustig und romantisch zugleich. Mitten drin nimmt das Buch eine Wendung, mit der ich nicht gerechnet hätte. Endlich mal wieder ein Buch, welches nicht durchweg vorhersehbar ist.

Hinter dem Pseudonym verbirgt sich ein Autorinnenduo aus Hamburg. Beide sind Journalistinnen und bereits seit einigen Jahren befreundet. Sie leben in Patchworkfamilien und wissen somit, wovon sie schreiben, wenn es um Trennung mit Kindern geht. Wer noch ein bisschen mehr über die Autorinnen und das Buch erfahren möchte, findet hier ein Interview.

Die Protagonistin Jette arbeitet als Radiomoderatorin. Sie berät nachts Menschen in Sachen Liebe. Als sie jedoch einen Anruf von der Geliebten ihres eigenen Mannes erhält, verändert sich ihr Leben dramatisch. Sie verlässt ihren Mann, zieht in ein Wohnprojekt für frisch Getrennte, versucht ihr Leben durch Selbstoptimierung wieder in den Griff zu bekommen und entwickelt auf einmal Gefühle für den Mann, der ihr in ihrer Not Hilfe anbietet.

Jule Maiwald ist ein Buch gelungen, welches mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Die Beschreibung, wie Jette über den Ehebruch ihres Mannes erfährt ist tragisch und es ist kein Wunder, dass für sie eine Welt zusammen bricht. Die Gedanken, die ihr durch den Kopf gehen wirken sehr authentisch. Was soll sie machen? Ihrem Mann vergeben, damit ihre Kinder weiterhin eine intakte Familie haben? Oder auf ihr gebrochenes Herz hören, die Beziehung beenden und einen Neuanfang starten? Aber kann man eine Beziehung zu dem Vater seiner Kinder beenden? Neben den eigenen Gefühlen sind die Gefühle ihrer Kinder wichtig. Noch dazu hat sie ihren Job verloren und steht vor dem Scherbenhaufen ihres Lebens, ihres Existenz.
Nach und nach wird Jette jedoch klar, dass die Trennung von ihrem Mann auch etwas Positives für sie bedeutet. Sie war schon lange nicht mehr glücklich und in ihrem Leben gefangen, unzufrieden mit dem, was sie tagein tagaus tat. Durch Selbstoptimierung versucht sie nun, ihr Leben neu zu gestalten. Sie merkt nicht, dass sie, wo sie sich in ihrer Ehe in Lethargie verloren hatte, nun droht in ihrer Selbstoptimierung zu verlieren und somit auch ihre neu gewonnen Freundschaften auf dem Spiel stehen. Sie schießt über ihre Ziele weit hinaus, versucht den Schmerz durch Kontrolle über ihren Körper und Erfolg im Beruf zu kompensieren. Dabei verliert sie nicht nur den Anschluss an ihre Freunde, sondern auch an ihre Kinder.
Die Freunde beginnen ihre selbst auferlegte Härte zu kritisieren, haben sie aber doch zu Beginn noch angetrieben und unterstützt. Sie wegen ihrer Schwächen durchaus auch geneckt. Sie haben ihr ihre eigenen Philosophien indoktriniert, machen ihr nun aber zum Vorwurf, dass sie ihre Freundschaften aus den Augen verliert. Dieser Aspekt hätte im Buch noch kritischer betrachtet werden können. Natürlich hat Jette alles viel zu verbissen gesehen, aber ihre Freunde gaben zu dem ein oder anderen Einfall den Anstoß.

Die Lektüre des Buches hat mir Spaß gemacht. Die Mischung aus Tragik und Komik und die unvorhersehbare Wendung in der Geschichte halten den Leser in seinem Bann. Wer mehr über Selbstoptimierung und deren Tücken erfahren, dabei gleichzeitig eine spritzige Geschichte erleben möchte, dem sei dieses Buch empfohlen.

Veröffentlicht am 20.12.2017

Ein wundervolles Bilderbuch auch für Erwachsene

Die Sternennacht
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Dieses traurige, aber gleichzeitig wunderschöne Bilderbuch von Jimmy Liao hat mich absolut in seinen Bann gezogen. Wundervolle Bilder sind mit knappen aber eindringlichen Worten versehen und erzählen die ...

Dieses traurige, aber gleichzeitig wunderschöne Bilderbuch von Jimmy Liao hat mich absolut in seinen Bann gezogen. Wundervolle Bilder sind mit knappen aber eindringlichen Worten versehen und erzählen die Geschichte eines Mädchens, welches in einer schwierigen Welt erwachsen werden muss.

Jimmy Liao (geboren 1958) veröffentlichte im Alter von 40 Jahren seine ersten Werke. Zu diesem Zeitpunkt war er an Leukämie erkrankt und sein erstes Bilderbuch sollte eigentlich ein Abschiedsgeschenk für seine Familie sein. Die schwere Krankheit hat er inzwischen bekämpft und so widmet er sich weiter seinen Bilderbüchern, die primär für Erwachsene vorgesehen sind. Seine Themen sind ernster Natur; Einsamkeit, Isolation, Abschied, Glück und Unglück bestimmen seine Werke.

Im Mittelpunkt dieses Buchs steht ein junges Mädchen, welches in Einsamkeit lebt. Früher lebte sie glücklich bei ihren Großeltern und vermisste ihre Eltern. Nun lebt sie bei ihren Eltern und vermisst ihren Opa und ihre Oma, die inzwischen verstorben ist. Ihre Eltern haben keine Zeit für sie, in der Schule hat sie keine Freunde. Eines Tages zieht ein Junge in die Nachbarschaft. Er ist genauso einsam und verlassen wie das Mädchen und so kommt es, dass die beiden gemeinsam einsam sind. Nach dem Tod des Opas beschließen die beiden, von zu Hause wegzulaufen.

Dieses Buch berührte mich von der ersten Seite an. Auch meine Tochter war sofort von den farbenprächtigen Bildern begeistert und auch die Haptik der ersten und letzten Seiten begeisterte sie sehr.
Das Buch erzählt einige traurige Episoden aus dem Leben eines Mädchens, welches erwachsen wird. Es ist somit eher für ältere Kinder oder Erwachsene geeignet, aber auch meine 6-jährige Tochter hat aufmerksam der Geschichte gelauscht. Sie kann allerdings wohl die Tragweite der Geschichte noch nicht so recht erfassen.
Jimmy Liaos Schreibweise und die Art zu malen ist sehr berührend. Die kurzen Texte beinhalten viele tiefgängige Botschaften und bilden mit den großflächigen und farbenfrohen Illustrationen eine wunderschöne Einheit. Viele Bilder stehen ganz ohne Text und dennoch aussagekräftig für sich. Voller Phantasie unterstreichen die Bilder den Weg des Mädchens in ihrer Einsamkeit und Trauer. Trennung, Verlust und Mobbing kommen behutsam zur Sprache und die Botschaft ist ganz klar. Auch wenn du dich alleine fühlst, so gibt es immer jemanden, der für dich da sein kann.

„Wo es Schatten gibt, da gibt es Licht.“ (Einband)

"Die Sternennacht" ist ein wundervolles Buch. Jimmy Liao beweist großes Fingerspitzengefühl in der Beschreibung dieser schwierigen Thematik. Die Bilder mögen den ein oder anderen vielleicht aufrütteln oder für eine Thematik sensibilisieren, wie sie heutzutage vermutlich viel zu häufig vorkommt. Die Reise des Mädchens ist beeindruckend dargestellt und wird mir nachhaltig in Erinnerung bleiben.