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Veröffentlicht am 07.07.2017

Wenn Kinder keine Marionetten sind.

Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn
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Welches Elternteil kennt sie nicht: trotzige kleine Kinder, die einfach nicht das machen wollen, was sie sollen. Dabei meint man es nur gut und versucht den Alltag so entspannt wie möglich zu gestalten. ...

Welches Elternteil kennt sie nicht: trotzige kleine Kinder, die einfach nicht das machen wollen, was sie sollen. Dabei meint man es nur gut und versucht den Alltag so entspannt wie möglich zu gestalten. Keine Frage, da brodelt es im Innern der Kinder, aber auch im Innern der Kinder. Wieso das so ist und wie man immer wiederkehrende Konflikte besser durchsteht oder gar vermeidet, versucht das Buch "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn" zu erklären. Ohne den Zeigefinger zu erheben oder zu belehren, sondern mit Witz und viel Spaß nehmen sich die beiden Autorinnen der Thematik an. Schon die Gestaltung des Covers zeigt, dass es sich um einen anderen Erziehungsratgeber als die üblichen handelt.

Danielle Graf und Katja Seide schreiben auf ihrem Blog "Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn", über ihre Erfahrungen mit den eigenen (insgesamt 5) Kindern. Danielle Graf ist Mutter zweier Kinder und arbeitet als Rechts-Ökonomin in Berlin. Katja Seide ist Mutter dreier Kinder und arbeitet als Sonderpädagogin ebenfalls in Berlin.

Die Autorinnen schreiben seit langem auf ihrem Blog und ihre Leserinnen haben sich ein Buch zum Thema gewünscht. Dem sind die beiden nachgekommen und so entstand dieses liebevoll geschriebene Buch, welches „die Wut der Kinder“, „die Wut der Eltern“, „Übersetzungshilfen für Eltern“, „Tipps und Tricks für einen entspannten Alltag“ und „schnelle Hilfen für akute Trotzanfälle“ treffend darstellt und Auswege aus schweren Situationen bietet.

Das Buch bietet einen guten Einstieg in die Thematik. Zunächst einmal wird erklärt, was in unseren kleinen Wutzwergen vor sich geht, wenn sie in Rage geraten. Was können unsre Kinder eigentlich schon verstehen und was nicht? Verlangen wir vielleicht einfach zu viel von unseren Kindern? Sind wir zu ungeduldig und lassen ihnen in stressigen Situationen nicht genug Zeit? All das wird anhand der Funktionsweise des Gehirns und der Entwicklung im Laufe der Kindheit erklärt. Aber auch Gründe für die elterliche Wut werden genannt und Wege, diese Wut zu überwinden und ruhig zu bleiben, aufgezeigt.
Die Übersetzungshilfen sind gut gewählt, so wird es für uns Eltern leichter, unsere Kinder zu verstehen. Denn freche Antworten und ein Grinsen nach einer autoritären Ansprache sind nicht unbedingt Rebellion. Nein sie haben ihre Gründe und ihre Berechtigung. Ist es nicht so, dass wir, wenn die lieben Kinder mal nicht nach unserer Pfeife tanzen, denken sie sind böse oder wollen uns Böses? Umgekehrt nehmen wir aber kaum mehr die vielen Momente wahr, in denen unsere Kinder ohne zu murren genau das tun, was wir von ihnen verlangen.

„Unser Standpunkt aber ist, das Kinder von Natur aus gut sind.“ (Seite 174)

Einige Beispiele von Eltern bzw. Erwachsenen und ihren Kindern wirkten auf mich etwas zu konstruiert, da fragte ich mich schnell, ob das wirklich so ist und ob diese Eltern bzw. Erwachsenen wirklich so blind sein können. Auch das Thema der Kooperation war für meinen Geschmack etwas zu ausführlich behandelt, da wäre etwas weniger auch ausreichend gewesen.
Alles in allem bietet das Buch einige gute Denkanstöße, um sein eigenes Verhalten gegenüber den Kleinen zu überdenken. Kann mein Kind in dieser Situation schon so weit denken und so viel verstehen, wie ich es glaube? Habe ich meinen Standpunkt in Ruhe und ohne Umschweife erklärt? Halte ich gerade einen Dauervortrag? Gebe ich meinem Kind genug Zeit, um auf meine Aufforderung zu reagieren? Ist es gerade sinnvoll einen Konflikt vom Zaun zu brechen oder kann ich auch mal ein Auge zudrücken?
Kinder müssen nicht immer wie Marionetten funktionieren. Rebellieren Sie, ist das auch ein gutes Zeichen. Sie entwickeln eine eigene Identität. Diese Rebellion macht sie zu starken Menschen, die später für ihre Meinung einstehen werden.

Das Buch hinterließ bei mir ein gutes Gefühl. Es half mir, in stressigen Situationen kurz inne zu halten und über meinen eingeschlagenen Weg nachzudenken. Man verinnerlicht einige Ratschläge schnell und es fällt einem leichter mit dem aufmüpfigen Verhalten der Kinder umzugehen.
Das Versprechen der Autorinnen „wenn Sie das Buch gelesen haben, werden Sie das nächste Mal, wenn Ihr Kleinkind laut kreischend vor dem Süßigkeitenregal an der Supermarktkasse zusammenbricht, mit Liebe und Verständnis reagieren können, statt wütend zu werden.“ (Seite 13) haben die beiden Autorinnen nicht leichtfertig gegeben. Im Goßen und Ganzen scheinen sie es einzuhalten. Sicherlich wird es immer noch Konflikte geben, bei denen wir als Eltern zu laut reagieren, aber auch das ist menschlich. Denn während unsere Kinder keine Marionetten sind, so sind auch wir Eltern keine Maschinen die immer nur funktionieren.

Veröffentlicht am 05.07.2017

Ich will auch ein Minipony haben!

Molli Minipony - Eine Schultüte voller Haferkekse (Molli Minipony, Bd. 2)
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Eine gelungene Reihe über ein Minipony und ein Mädchen, welches immer genau das bekommt, was es möchte, egal welche Bedingungen dafür zu erfüllen sind.

Andrea Schütze hatte schon als Kind großes Interesse ...

Eine gelungene Reihe über ein Minipony und ein Mädchen, welches immer genau das bekommt, was es möchte, egal welche Bedingungen dafür zu erfüllen sind.

Andrea Schütze hatte schon als Kind großes Interesse an Büchern und so verwundert es nicht, dass sie begann Bücher zu schreiben. Sie lebt und arbeitet in Deutschland und ist die Autorin der Maluna Mondschein Reihe. In diesem Jahr sind bereits zwei Molli Minipony Bücher erschienen. Der dritte Teil erscheint im August.

In den Molli Minipony Romanen stehen neben Fee und Molli auch ihre beiden Geschwister Mo und Luzi im Mittelpunkt der Handlung. Fee ist ein selbstbewusstes und kluges Mädchen, die alles daran setzt, ihren Willen erfüllt zu bekommen. Dabei helfen ihr ihre beiden Brüder, aber auch ihre aufgeladenen Locken auf dem Kopf geben ihr Hinweise.

Eine Schultüte voller Haferkekse ist der zweite Teil der Reihe. Die Handlung setzt nahtlos an den ersten Teil an. Nachdem Fee natürlich ihr Minipony bekommen hat, steht nun die nächste Herausforderung an. Molli soll mit Fee zur Schule gehen. Doch wie kann Fee ihre Lehrerin, die gleichzeitig die Direktorin ist, dazu überreden Molli im Klassenzimmer zu dulden? Natürlich muss man die Lehrerin einfach nur mürbe machen, dann wird sie schon soweit sein, ihre Bedingung zu stellen: „Also ganz ehrlich, Fee, bevor dieses Pferd in meine Klasse kommt, muss mich schon erst der Weihnachtsmann auf einem Kamel zur Schule bringen!“ (Seite 48) Super, nun weiß Fee, worauf sie hinarbeiten muss.

Die Bücher haben einen flüssigen sowie kindgerechten Schreibstil und lassen sich auch soweit gut vorlesen. Einzig die Sprache von Molli Minipony war für mich schwer umsetzbar. Zum einen bin ich nicht ansatzweise so gut im Wiehern und Schnauben, wie meine Kinder, zum anderen macht Molli nicht gerade pferdetypische Geräusche. Wie genau hört sich ein „schröh“ oder ein „schraha“ bei einem Pferd an? Das erschloss sich mir nicht.

Einige schöne schwarz-weiß Illustrationen runden die Geschichte ab.

Die Protagonisten sind sehr schön beschrieben. Familie Wunderweger ist unheimlich sympathisch und es macht Spaß ihrem Alltag zu folgen. Zu Beginn eines jeden Buches werden die Kinder und das Pony kurz vorgestellt und so kann der Leser gleich in die Geschichte eintauchen. Fee, das Mädchen mit dem großen Selbstbewusstsein. Mo, der kleine Charmeur, der hilft, ohne es so richtig zu bemerken. Luzi, der Technik affine große Bruder, der hilft, solange es nicht zu viel Aufwand bedeutet, aber großen Spaß an Fees Erfolgen hat. Der Vater, der im innersten butterweich ist und seinen Kindern nichts abschlagen kann. Und die Mutter, die alle Fäden fest in der Hand behält und ohne welche die Familie aufgeschmissen wäre. Sie alle bilden eine unterhaltsame Kulisse für die Abenteuer der kleinen Fee Wunderweger.
Die vielen Spitznamen der Familie machten es meiner Tochter hin und wieder schwer, der Geschichte zu folgen. Weniger wäre doch etwas mehr gewesen. Mortimer, Mo und Momo oder Luzius, Luzi und Luzifer sind für uns Erwachsene vielleicht selbsterklärend, für eine fast sechs jährige war es am Abend manchmal doch etwas zu schwierig. Allerdings sind die Bücher auch eigentlich erst für Kinder ab 8 Jahren konzipiert..
Ein bisschen Übernatürliches kommt in dieser Reihe auch vor. So sind Fees Locken hin und wieder aufgeladen und springen durch die Gegend, immer genau dann, wenn Fee der Lösung ihres Problems nahe kommt.

Fees vorwitzige Art ist sehr erfrischend. Das erste Buch gefiel mir jedoch besser. Das zweite hat für mich zu sehr das Schema des ersten Buches wiederholt. Fee will etwas, Fee macht einen Plan, Fee erreicht ihr Ziel. Etwas Abwechslung hätte mich als Erwachsenen noch mehr gefesselt. Ich bin mir aber sicher, dass der dritte Teil der Reihe auch seinen Weg in unser Kinderzimmer finden wird.

Veröffentlicht am 05.07.2017

Ich will auch ein Minipony haben!

Molli Minipony - Großes Glück auf kleinen Hufen (Molli Minipony, Bd. 1)
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Eine gelungene Reihe über ein Minipony und ein Mädchen, welches immer genau das bekommt, was es möchte, egal welche Bedingungen dafür zu erfüllen sind.

Andrea Schütze hatte schon als Kind großes Interesse ...

Eine gelungene Reihe über ein Minipony und ein Mädchen, welches immer genau das bekommt, was es möchte, egal welche Bedingungen dafür zu erfüllen sind.

Andrea Schütze hatte schon als Kind großes Interesse an Büchern und so verwundert es nicht, dass sie begann Bücher zu schreiben. Sie lebt und arbeitet in Deutschland und ist die Autorin der Maluna Mondschein Reihe. In diesem Jahr sind bereits zwei Molli Minipony Bücher erschienen. Der dritte Teil erscheint im August.

In den Molli Minipony Romanen stehen neben Fee und Molli auch ihre beiden Geschwister Mo und Luzi im Mittelpunkt der Handlung. Fee ist ein selbstbewusstes und kluges Mädchen, die alles daran setzt, ihren Willen erfüllt zu bekommen. Dabei helfen ihr ihre beiden Brüder, aber auch ihre aufgeladenen Locken auf dem Kopf geben ihr Hinweise.

Großes Glück auf kleinen Hufen ist der erste Teil der Reihe Molli Minipony. Fee war mit ihrer Familie im Urlaub auf einem Bauernhof und hat sich dort mit Molli dem Minipony angefreundet. Die beiden verbindet etwas, was nur sie beide fühlen können. Als Fee nach der Abreise erfährt, dass der Bauer seinen Hof aufgibt und Molli ein neues zu Hause benötigt, steht für sie fest: Molli muss zu mir! Ihr Vater ist alles andere als begeistert und lässt sich zu einer folgenschweren Aussage hinreißen: „Wenn zehn Hexen durch den Garten tanzen“ (Seite 46). „Perfekt“, denkt sich Fee und setzt alles daran, diese Bedingung zu erfüllen.

Das Buch hat einen flüssigen sowie kindgerechten Schreibstil und lässt sich auch soweit gut vorlesen. Einzig die Sprache von Molli Minipony war für mich schwer umsetzbar. Zum einen bin ich nicht ansatzweise so gut im Wiehern und Schnauben, wie meine Kinder, zum anderen macht Molli nicht gerade pferdetypische Geräusche. Wie genau hört sich ein „schröh“ oder ein „schraha“ bei einem Pferd an? Das erschloss sich mir nicht.

Einige schöne schwarz-weiß Illustrationen runden die Geschichte ab.

Die Protagonisten sind sehr schön beschrieben. Familie Wunderweger ist unheimlich sympathisch und es macht Spaß ihrem Alltag zu folgen. Zu Beginn eines jeden Buches werden die Kinder und das Pony kurz vorgestellt und so kann der Leser gleich in die Geschichte eintauchen. Fee, das Mädchen mit dem großen Selbstbewusstsein. Mo, der kleine Charmeur, der hilft, ohne es so richtig zu bemerken. Luzi, der Technik affine große Bruder, der hilft, solange es nicht zu viel Aufwand bedeutet, aber großen Spaß an Fees Erfolgen hat. Der Vater, der im innersten butterweich ist und seinen Kindern nichts abschlagen kann. Und die Mutter, die alle Fäden fest in der Hand behält und ohne welche die Familie aufgeschmissen wäre. Sie alle bilden eine unterhaltsame Kulisse für die Abenteuer der kleinen Fee Wunderweger.
Die vielen Spitznamen der Familie machten es meiner Tochter hin und wieder schwer, der Geschichte zu folgen. Weniger wäre doch etwas mehr gewesen. Mortimer, Mo und Momo oder Luzius, Luzi und Luzifer sind für uns Erwachsene vielleicht selbsterklärend, für eine fast sechs jährige war es am Abend manchmal doch etwas zu schwierig. Allerdings sind die Bücher auch eigentlich erst für Kinder ab 8 Jahren konzipiert.


Ein bisschen Übernatürliches kommt in dieser Reihe auch vor. So sind Fees Locken hin und wieder aufgeladen und springen durch die Gegend, immer genau dann, wenn Fee der Lösung ihres Problems nahe kommt. Molli scheint Fee genau zu verstehen und es bleibt offen, ob sie wirklich Fee einen Brief geschrieben hat, damit diese sie vor dem Zoo retten kann. Diese Momente der Geschichte waren vielleicht ganz witzig, brachten die Geschichte aber nicht unbedingt weiter. Für die kleinen wirkte das alles aber nicht einmal ungewöhnlich.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass sich die Lektüre des Buches gelohnt hat. Es schön geschrieben und Fees vorwitzige Art ist sehr erfrischend.

Veröffentlicht am 24.06.2017

Eine Mischung aus Hörspiel und Dokumentation, einfach hörenswert!

Abenteuer & Wissen: Johannes Gutenberg
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Als ich von den „Abenteuer & Wissen“ Hörbüchern des Headroom Verlags erfahren habe, war ich sofort begeistert. Wichtige Ereignisse und Persönlichkeiten werden hier spannend und informativ vorgestellt. ...

Als ich von den „Abenteuer & Wissen“ Hörbüchern des Headroom Verlags erfahren habe, war ich sofort begeistert. Wichtige Ereignisse und Persönlichkeiten werden hier spannend und informativ vorgestellt. Die Features der Reihe werden von bekannten Sprechern vertont, außerdem kommen neben den Erzählungen historischer Abenteuer auch Experten von heute zu Wort. So wird im vorliegenden Hörbuch über Johannes Gutenberg ein namhafter Professor des Forschungsbereiches interviewt und gibt somit einen erweiterten Einblick in die Vorgehensweise der Forschung. Zusätzlich kommt die CD mit einem ausführlichen Booklet daher, welches zusätzliche Informationen und viele Bilder für jung und alt bereit hält.

Ulrike Beck (geboren 1964), studierte Geschichte und Germanistik. Sie arbeitet sowohl als Journalistin als auch als Autorin für den Hörfunk. Passend zu ihrem Studium beschäftigt sich sich mit allerlei historischen Themen, welche sie in ansprechende Erzählungen verwandelt.
Prof. Dr. Stephan Füssel (geboren 1952) studierte Deutsche Philologie sowie Mittlere und Neuere Geschichte. Seit 1992 arbeitet er als Professor für Buchwissenschaft an der Gutenberg-Universität in Mainz und gilt als Spezialist in der Forschung über Johannes Gutenberg und den Buchdruck.

Johannes Gutenberg erfand 1450 den Buchdruck. Dies gilt inzwischen als die Erfindung des Jahrtausends, denn sie ermöglichte eine leichtere Weitergabe von Wissen und ermöglichte es auch weniger gut betuchten Menschen Bildung zu erlangen. Aber wer war der Mann, der hinter dem Namen Gutenberg steht genau? Was trieb ihn an? Wollte er lediglich eine leichtere Vervielfältigung des geschriebenen Wortes als das mühsame Abschreiben von Texten oder steckt noch mehr dahinter? Welche Hürden hatte er zu nehmen. Wie sah das Leben eines solchen Mannes aus? All diese Fragen werden in diesem Hörbuch aufgegriffen und nach Möglichkeit geklärt.

Dieses Hörbuch kombiniert die Übermittlung von Information mit einem unterhaltenden Hörspiel und einem Interview eines namhaften Wissenschaftlers. Durch diese vielschichtige Herangehensweise ist dieses Hörbuch für jung und alt interessant. Es wechselt sich immer wieder die Perspektive ab sodass es nicht langweilig wird. Die Biographie Gutenbergs wird gut beleuchtete. Denn Gutenberg war nicht nur gut betucht und gebildet, er war auch handwerklich interessiert, was ihm dazu diente, seine Erfindung zu ermöglichen. Interessant fand ich auch, wie viele Prozesse er vor Gericht führen musste, um seinen Traum, den Buchdruck und somit eine gedruckte Bibel zu erfüllen. Dabei werden einzelne Szenen, wie sie in Gutenbergs Leben vielleicht stattgefunden haben, durch junge und ältere Sprecher vertont und mit musikalischen Elementen untermalt. Professor Füssel streut zudem wissenschaftliche Fakten ein. Er weiß, wie Gutenberg es schaffte, den Buchdruck zu erfinden und welche Hürden er dabei zu nehmen hatte. So entsteht eine Mischung aus Hörspiel und Dokumentation.

!Johannes Gutenberg. Der Siegeszug des Buches" ist ein gelungenes Hörbuch, welches verschiedene Altersklassen anspricht und auf leichte Weise viel Wissen vermittelt, dabei gleichzeitig unterhaltsam die Abenteuer des Johannes Gutenbergs erzählt.
Als nächstes werde ich mir sicherlich "Astrid Lindgren. Eine kunterbunte Welt" (erscheint im August 2017) von „Wissen & Abenteuer“ anhören, als Einstimmung auf ihre Autobiographie, die bereits in meinem Regal auf mich wartet.
Ein absolut empfehlenswertes Hörbuch für jung und alt!

Veröffentlicht am 14.06.2017

Die Elfen sind los!

Mia and me - Meine Lieblingsgeschichten zum Vor- und Selberlesen
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Seit einiger Zeit flimmern Mia und ihre Freunde aus „Mia and me“ auch über unseren Fernseher. Da war es klar, dass auch bald die Bücher folgen würden. So bekamen wir dann ein Rezensionsexemplar von Mia ...

Seit einiger Zeit flimmern Mia und ihre Freunde aus „Mia and me“ auch über unseren Fernseher. Da war es klar, dass auch bald die Bücher folgen würden. So bekamen wir dann ein Rezensionsexemplar von Mia and Me – Meine Lieblingsgeschichten zum Vor- und Selberlesen mit einigen Geschichten aus der TV-Serie und dazu passenden Illustrationen.

Die Autorin Isabella Mohn möchte anonym bleiben, deshalb gibt es keine weiteren Informationen zu ihr. Der Name ist vermutlich auch ein Pseudonym. Wie dem auch sei, ihr sind wirklich schöne Bücher gelungen.

Mia and Me – Meine Lieblingsgeschichten zum Vor- uns Selberlesen enthält im Vergleich zu den Legenden von Centopia diverse Geschichten aus der ersten Staffel der TV-Serie.

Das Buch ist hell gestaltet, die Texte sind weder zu lang, noch zu kurz. Der Schreibstil ist kindgerecht und gut verständlich. Ich hatte allerdings den Eindruck, dass meine Tochter hier ab und zu etwas gelangweilt war. Vielleicht liegt es daran, dass sie auch die Hörspiele zur Serie hat und jeden Abend zum Einschlafen hört. Aber auch ich hatte ein größeres Interesse an den Legenden von Centopia als an den Vorlesegeschichten. Vermutlich spielt hier doch die Altersangabe eine Rolle. Die Vorlesegeschichten sind laut Amazon bereits für Kinder ab 4 Jahren geeignet.

Wer gerne nochmals in Ruhe die Abenteuer auf Centopia erleben will, für den sind die Vorlesegeschichten empfehlenswert.
Ein wirklich schönes Buch über Mia, ihre Elfenfreunde und die Einhörner der Insel Centopia.