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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.03.2026

366 Häkelmuster – Kreative Maschenvielfalt.

366 wunderschöne Häkelmuster
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Das Buch „366 Häkelmuster“ ist eine riesige Ideensammlung für alle, die gerne häkeln. Es enthält unglaublich viele unterschiedliche Muster – von einfachen Grundmustern über Granny Squares bis hin zu filigranen ...

Das Buch „366 Häkelmuster“ ist eine riesige Ideensammlung für alle, die gerne häkeln. Es enthält unglaublich viele unterschiedliche Muster – von einfachen Grundmustern über Granny Squares bis hin zu filigranen Spitzen und kleinen 3D-Elementen. Dadurch eignet sich das Buch sowohl zum Lernen als auch als Inspirationsquelle für neue Projekte.
Mir gefällt besonders die große Vielfalt an Formen und Stilen. Mal modern und grafisch, mal eher klassisch – beim Durchblättern entdeckt man immer wieder neue Motive, die man sofort ausprobieren möchte. Die Häkelschriften sind klar aufgebaut und gut verständlich, sodass sich die Muster gut nacharbeiten lassen. Auch einige Techniken und kleine Projekte wie Mützen, Schals oder Taschen werden erklärt.
Ich habe gleich ein kleines Platzdeckchen für meinen Wohnzimmertisch gehäkelt – mit einem Rest dünnem weißen Garn, das ich noch übrig hatte. Das hat wunderbar funktioniert und richtig Spaß gemacht.
Für mich ist „366 Häkelmuster“ eine tolle Mischung aus Nachschlagewerk und Inspirationsbuch – ideal für alle, die gerne neue Muster ausprobieren und kreativ mit Garn und Wolle arbeiten.

Veröffentlicht am 10.03.2026

Atmosphärische Märchen-Fantasy

Eventyr-Saga 1: Tochter des Nebelwalds
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In „Tochter des Nebelwalds“ von Gry Kappel Jensen, dem ersten Band der Eventyr-Saga, begleiten wir die beiden Schwestern Ava und Linn, die zusammen mit ihrem Vater in großer Armut am Rand eines düsteren ...

In „Tochter des Nebelwalds“ von Gry Kappel Jensen, dem ersten Band der Eventyr-Saga, begleiten wir die beiden Schwestern Ava und Linn, die zusammen mit ihrem Vater in großer Armut am Rand eines düsteren Waldes leben. Das Leben ist hart und oft bestimmt vom Hunger. Als ihr Vater eines Tages verschwindet, sind die Mädchen plötzlich auf sich allein gestellt. Auf der Suche nach Schutz gelangen sie tief in den Wald zur geheimnisvollen Nebula, die mehrere Kinder bei sich aufgenommen hat. Sie sorgt scheinbar gut für alle – doch warum wird Linn von Ava getrennt? Und was verbirgt Nebula wirklich?
Schon zu Beginn hat mich die düstere Atmosphäre der Geschichte gepackt. Die Not der Familie und das Gefühl von Unsicherheit ziehen sich durch die ersten Kapitel und sorgen dafür, dass man sofort mit Ava mitfühlt. Die Geschichte erinnert an bekannte Märchenmotive – besonders an Hänsel und Gretel – entwickelt sich aber nach und nach in eine eigene Richtung. Gerade dieses Spiel mit vertrauten Elementen und neuen Ideen macht den Reiz der Handlung aus.
Besonders spannend ist die Figur der Nebula. Man weiß lange nicht, ob sie eine Beschützerin oder doch eine Gefahr für die Kinder ist. Dieses ständige Zweifeln sorgt für eine unterschwellige Spannung, die sich durch das gesamte Buch zieht. Auch Ava als Hauptfigur ist sehr gelungen. Sie entwickelt sich im Laufe der Geschichte deutlich weiter und muss lernen, mutiger zu sein und ihren eigenen Gefühlen zu vertrauen.
Als Hörbuch funktioniert die Geschichte ebenfalls sehr gut. Sprecherin Marlene Rauch liest angenehm und schafft es, die märchenhafte, teilweise unheimliche Stimmung des Nebelwalds lebendig werden zu lassen. Besonders die geheimnisvollen Momente und die Begegnungen mit Nebula bekommen durch ihre ruhige, leicht mystische Erzählweise eine intensive Wirkung.
Insgesamt ist „Tochter des Nebelwalds“ ein atmosphärischer Auftakt einer Fantasyreihe für jüngere Hörerinnen und Hörer ab etwa zwölf Jahren, der aber auch Erwachsene gut unterhalten kann. Die Geschichte verbindet Märchenmotive mit einer spannenden, teilweise düsteren Handlung und stellt immer wieder die Frage, was eigentlich gut und was böse ist.
Das Ende macht neugierig auf die Fortsetzung – ich bin jedenfalls gespannt, wie es im nächsten Band der Eventyr-Saga weitergeht.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

In den 1960ern: Verbotene Liebe und ihre harten Folgen.

Donnersonntage
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Der Roman "Donnersonntage" von Marie Molsberg hat mich beim Hören sehr bewegt und auch nachdenklich zurückgelassen. Die Geschichte spielt Ende der 1960er Jahre in einem kleinen Westerwalddorf – in einer ...

Der Roman "Donnersonntage" von Marie Molsberg hat mich beim Hören sehr bewegt und auch nachdenklich zurückgelassen. Die Geschichte spielt Ende der 1960er Jahre in einem kleinen Westerwalddorf – in einer Zeit, in der in Deutschland zwar von Aufbruch, Emanzipation und neuen Freiheiten gesprochen wurde, diese Veränderungen auf dem Land aber oft kaum angekommen waren.
Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen dem 19-jährigen Raimund und der zehn Jahre älteren Renate, die verheiratet ist und einen Sohn hat. Zwischen beiden entwickelt sich eine tiefe Liebe, die für Renate die Hoffnung bedeutet, aus ihrer unglücklichen Ehe und der Enge des Dorflebens auszubrechen. Doch diese Entscheidung hat schwere Folgen – nicht nur für sie selbst, sondern für viele Menschen um sie herum.
Besonders berührt hat mich Renates Sohn Stefan, der erst zehn Jahre alt ist. Er ist eigentlich noch ein Kind und versteht vieles von dem Konflikt der Erwachsenen nicht. Trotzdem muss er die Konsequenzen tragen. Nachdem die Beziehung im Dorf bekannt wird, geraten beide Familien ins Gerede. Renates Familie genauso wie Raimunds Familie sind plötzlich im Dorf verschrien. Der soziale Druck ist enorm. Am schlimmsten trifft es Stefan: Mit ihm darf plötzlich kein anderes Kind mehr spielen. Er wird ausgegrenzt, obwohl er für die Situation überhaupt nichts kann. Diese Perspektive eines Kindes hat mich beim Hören besonders traurig gemacht.
Auch die Rolle von Renates Mutter fand ich sehr erschütternd. Statt ihre Tochter zu unterstützen, stellt sie sich klar auf die Seite von Renates Ehemann. Gleichzeitig ist sie stark tablettenabhängig, was ihr Verhalten noch schwieriger macht. Dadurch wirkt sie oft hart und unberechenbar. Für Renate bedeutet das, dass sie nicht einmal in der eigenen Familie Rückhalt findet.
Beim Hören wurde mir wieder sehr bewusst, wie wenig Rechte Frauen damals in der Bundesrepublik hatten. Nach einer Trennung hatten sie oft kaum Chancen auf das Sorgerecht für ihre Kinder. Das Gericht entschied oft zugunsten des Vaters, besonders wenn die Frau als „schuld“ an der Ehekrise galt. Scheidungen waren gesellschaftlich tabu, und Frauen brauchten teilweise sogar die Zustimmung ihres Mannes, wenn sie arbeiten wollten. Innerhalb der Ehe waren Frauen stark abhängig, sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich. Der Roman zeigt sehr deutlich, wie selbstverständlich damals der Mann über der Frau stand – und welche Belastungen dies für Kinder wie Stefan mit sich brachte.
Die Sprecherin Astrid Kohrs hat mir als Erzählerin sehr gut gefallen. Sie liest ruhig, klar und mit viel Gefühl für die leisen, emotionalen Momente. Dadurch wirken die Figuren sehr lebendig und ihre Konflikte nachvollziehbar.
Auch wenn die Geschichte fiktiv ist, wirkt sie erschreckend realistisch. Besonders die Reaktionen des Dorfes – das Gerede, die Ausgrenzung und der enorme soziale Druck – zeigen eindrucksvoll, wie schwer es damals war, gegen gesellschaftliche Normen zu verstoßen.
Mein Fazit:
"Donnersonntage" ist ein sehr bewegendes Hörbuch über Liebe, Mut und die gesellschaftlichen Zwänge der damaligen Zeit. Besonders die Figur des jungen Stefan und die Ausgrenzung durch das Dorf haben mich tief berührt. Die Geschichte macht deutlich, welchen Preis Menschen früher für ein selbstbestimmtes Leben zahlen mussten – sowohl Frauen als auch Kinder.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Raue Küste, starke Frau und große Gefühle.

Der Gesang der See
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Mit „Der Gesang der See“ legt die norwegische Autorin Trude Teige einen atmosphärisch dichten historischen Roman vor, der mich sofort in das raue Leben an der norwegischen Westküste hineingezogen hat. ...

Mit „Der Gesang der See“ legt die norwegische Autorin Trude Teige einen atmosphärisch dichten historischen Roman vor, der mich sofort in das raue Leben an der norwegischen Westküste hineingezogen hat. Das Hörbuch, einfühlsam gelesen von Yara Blümel, erzählt eine bewegende Geschichte über Mut, Tradition und den Wunsch nach Selbstbestimmung – und ich konnte zeitweise wirklich kaum aufhören zuzuhören.
Kurz zum Inhalt: Die Handlung spielt auf einer kleinen Fischerinsel vor der norwegischen Küste, wo das Leben von Wind, Meer und jahrhundertealten Traditionen geprägt ist. Im Mittelpunkt steht die junge Kristiane, die ihrem Vater verspricht, den Familienposten als Lotse zu bewahren. Doch in einer streng von Männern dominierten Gesellschaft ist es Frauen nicht erlaubt, Schiffe durch die gefährlichen Schären zu führen. Als ihr Mann bei einem Sturm ums Leben kommt, bleibt Kristiane schwanger zurück und muss gemeinsam mit Mutter und Schwester um ihre Existenz kämpfen. Gleichzeitig droht ihnen der Verlust des Lotsenmandats, das seit Generationen die Lebensgrundlage der Familie bildet. In dieser schwierigen Lage gerät Kristiane in einen Konflikt zwischen gesellschaftlicher Pflicht, persönlicher Freiheit und leidenschaftlichen Gefühlen.
Besonders beeindruckt hat mich, wie lebendig die Natur beschrieben wird. Beim Hören hatte ich oft das Gefühl, den Wind, die Wellen und den Nebel selbst zu spüren. Die norwegische Küste ist hier nicht nur Kulisse, sondern ein eigener, kraftvoller Teil der Geschichte.
Auch die Figuren haben mich sehr berührt – allen voran Kristiane. Sie ist eine unglaublich starke Hauptprotagonistin, die sich in einer von Männern dominierten Welt behaupten muss. Ihr Mut, ihre Zweifel und ihre innere Zerrissenheit wirken sehr authentisch, sodass ich richtig mit ihr mitgefiebert habe.
Besonders spannend finde ich auch, dass die Geschichte auf der eigenen Familienhistorie der Autorin basiert. Das verleiht dem Roman eine zusätzliche Tiefe und Authentizität. Man merkt, wie sorgfältig recherchiert wurde, vor allem in den Details über das Leben auf See und die Arbeit der Lotsen.
Ein großer Pluspunkt des Hörbuchs ist für mich auch die Sprecherin Yara Blümel. Mit ihrer ruhigen, klaren Stimme fängt sie die melancholische Stimmung der nordischen Landschaft wunderbar ein. Gleichzeitig gelingt es ihr, die emotionalen Konflikte der Figuren sehr fein zu transportieren. Ihre Lesung wirkt nie übertrieben, sondern sehr natürlich und stimmungsvoll – gerade in den ruhigeren Passagen entsteht dadurch eine besondere Intensität.
Für mich ist „Der Gesang der See“ ein sehr eindrucksvoller historischer Roman über eine Frau, die sich gegen gesellschaftliche Grenzen stellt und für ihre Zukunft kämpft. Die Mischung aus Naturbeschreibung, Familiengeschichte und dem Thema weiblicher Selbstbestimmung hat mich wirklich gefesselt.
Dank der atmosphärischen Geschichte und der stimmungsvollen Lesung von Yara Blümel wird dieses Hörbuch zu einem intensiven Hörerlebnis – besonders für alle, die historische Romane mit starken Frauenfiguren und nordischer Atmosphäre lieben.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Kreative Strickideen für jede Jahreszeit

Landlust Stricken
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Das Buch „Landlust Stricken - Modelle, Techniken, Tipps“ ist ein liebevoll gestaltetes Handarbeitsbuch, das mit insgesamt 49 Projekten eine große Auswahl an Ideen für Strick- und Häkelbegeisterte bietet. ...

Das Buch „Landlust Stricken - Modelle, Techniken, Tipps“ ist ein liebevoll gestaltetes Handarbeitsbuch, das mit insgesamt 49 Projekten eine große Auswahl an Ideen für Strick- und Häkelbegeisterte bietet. Enthalten sind Kleidungsstücke wie Pullover und Westen, aber auch zahlreiche Accessoires, wie Mützen, Schals, Dreieckstücher oder Handstulpen – sowie einige dekorative Wohnaccessoires. Besonders schön ist, dass die Projekte für verschiedene Jahreszeiten gedacht sind, von leichten Modellen für den Sommer bis zu warmen Stücken für Herbst und Winter.
Zu Beginn vermittelt das Buch hilfreiches Grundwissen rund ums Stricken und Häkeln. Themen wie die Wahl geeigneter Garne, passende Nadelstärken oder harmonische Farbkombinationen werden verständlich erklärt. Die einzelnen Anleitungen sind übersichtlich aufgebaut und enthalten Angaben zum Schwierigkeitsgrad sowie zum benötigten Material. Auch verschiedene Techniken zum Zusammennähen der Einzelteile zu einem fertigen Kleidungsstück werden anschaulich beschrieben. Ergänzt wird dieser Abschnitt durch praktische Hinweise zur Pflege der selbstgemachten Lieblingsstücke, damit sie lange schön bleiben.
Darüber hinaus gibt es wertvolle Tipps für den Start eines neuen Projekts und zum Anpassen bestehender Anleitungen - etwa wenn ein anderes Garn verwendet wird. Mithilfe der Maschenprobe und eines Beispiels zur Berechnung des Wollverbrauchs lässt sich leicht ermitteln, wie viele Knäuel benötigt werden. Die Schritt-für-Schritt-Erklärungen sind klar formuliert und gut nachvollziehbar, sodass man den Entstehungsprozess der Modelle problemlos verfolgen kann. Positiv fällt außerdem auf, dass auch große Größen bis 48/50 angegeben sind.
Die im Buch vorgestellten Stücke wirken hochwertig und stilvoll, sind jedoch häufig sehr anspruchsvoll. Als Wiedereinsteigerin ins Stricken und Häkeln habe ich daher zunächst ein einfacheres Projekt gewählt: ein T-Shirt mit einem hübschen Häkelmuster. Damit gelang mir der Wiedereinstieg sehr gut, denn die Anleitung ist klar strukturiert und leicht verständlich. Da ich mit 1,80 m recht groß bin und Oberteile gerne etwas länger trage, werde ich das Modell einfach um ein paar zusätzliche Reihen verlängern. Als nächstes plane ich ein Stirnband und Handstulpen - die passende Wolle dafür werde ich mir noch besorgen. Vielleicht entsteht später sogar noch eine Mütze im gleichen Farbton.
Für mich ist Handarbeiten eine wunderbare Möglichkeit, im Alltag zur Ruhe zu kommen. Mit Nadeln, Wolle und einem guten Hörbuch vergeht die Zeit ganz entspannt und der Stress fällt von mir ab.
Das Buch „Landlust Stricken" ist ein inspirierendes Strickbuch mit vielen schönen Ideen und verständlichen Anleitungen. Auch wenn einige Modelle eher für Fortgeschrittene geeignet sind, finden Wiedereinsteiger ebenfalls passende Projekte. Empfehlenswert für alle, die kreativ mit Wolle arbeiten und neue Anregungen suchen.