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Veröffentlicht am 16.10.2022

Dorfklatsch und illegale Geschäfte

Mathilda oder Irgendwer stirbt immer
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Mathilda liebt das ruhige Dorfleben. Man kennt jeden im Dorf, kann jederzeit in der Dorfkneipe die neuesten Neuigkeiten erfahren und sonntags werden die Bürgersteige hochgeklappt, es ist herrlich ruhig ...

Mathilda liebt das ruhige Dorfleben. Man kennt jeden im Dorf, kann jederzeit in der Dorfkneipe die neuesten Neuigkeiten erfahren und sonntags werden die Bürgersteige hochgeklappt, es ist herrlich ruhig im Dorf. Wenn man einmal von ihrer streitsüchtigen Mutter absieht, mit der sie und ihr Mann in einem Haus wohnen.
Doch es gehen kriminelle Machenschaften vor sich, die die Idylle zu stören drohen. Mathilda tut alles dafür, den Frieden im Dorf wiederherzustellen. Auch wenn es dabei versehentlich zu Todesfällen kommt.

Das Buch hat einen seichten Start, der einen gut in die Geschichte einführt. Es gibt viele interessante Persönlichkeiten, sei es ein Kneipen-Stammgast, dessen unerwarteten Geheimnisses man erst ganz am Ende des Buches auf die Spur kommt, oder die Nachbarin, deren Persönlichkeit man gut verstehen kann, sobald ihre Geschichte aufgedeckt wurde.
Es dauert eine Weile, bis das Buch in Fahrt kommt, aber wenn es soweit ist, möchte man es nicht mehr aus der Hand legen. Es macht Spaß zu lesen, wie die ganz brav und unschuldig wirkende Mathilda nicht ganz so legale Initiativen ergreift, damit ihr Dorf wieder friedlich wird.

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Veröffentlicht am 14.09.2021

Seelenfutter

Das Leben ist manchmal woanders
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Gregor ist ein besonderes Kind. Er hat nicht nur einen außergewöhnlich auffallenden Kleidungsstil, sondern auch ein außergewöhnliches Verhalten, was Judith und Achim so manche Unannehmlichkeit beschert, ...

Gregor ist ein besonderes Kind. Er hat nicht nur einen außergewöhnlich auffallenden Kleidungsstil, sondern auch ein außergewöhnliches Verhalten, was Judith und Achim so manche Unannehmlichkeit beschert, als sie aufgrund eines Unfalls seiner Mutter auf den Jungen aufpassen.
Doch Gregor hat auch ein außergewöhnlich großes Herz. Er schafft es, dass die Nachbarn plötzlich miteinander reden und alle sind irgendwie ein bisschen fröhlicher, seit Gregor im Haus ist.

„Das Leben ist manchmal woanders“ war absolut herzerwärmend. Auf ganz unkonventionelle Art bringt Gregor nicht nur Freude ins Leben der Nachbarn, sondern auch in das des Lesers.
Der Verlauf der Geschichte war zwar etwas vorhersehbar, was ich aber in diesem Buch nicht als Nachteil sehe, sondern als Bereicherung. Wenn wieder ein Ereignis eintrat, das ich mir schon so vorgestellt hatte, dachte ich mir nur: Ja, genau so gehört das, so muss es sein.
Die Figuren, so griesgrämig sie anfangs auch teilweise wirken mögen, haben alle ihre Geschichte und sind doch insgeheim liebenswürdig.
Besonders gut gefallen hat mir, dass jedes Kapitel aus einer anderen Perspektive erzählt wird. So tritt ein deutlicher Kontrast hervor zwischen dem, was die Nachbarn von einander denken und dem, wie es wirklich ist.

Das Buch war im Nullkommanichts gelesen und ließ mich mit einem seligen Lächeln zurück. Eine klare Leseempfehlung meinerseits!

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Veröffentlicht am 29.03.2021

Perfektes Chaos

Kleine Wunder überall
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Bei Charlotte läuft alles perfekt. Sie hat eine perfekte Familie, bestehend aus einem perfekten Ehemann und zwei perfekten Töchtern, und im Job sowie im Haushalt läuft auch alles perfekt.
Zumindest will ...

Bei Charlotte läuft alles perfekt. Sie hat eine perfekte Familie, bestehend aus einem perfekten Ehemann und zwei perfekten Töchtern, und im Job sowie im Haushalt läuft auch alles perfekt.
Zumindest will sie nach außen hin so wirken. Im Inneren von Charlotte sieht es ganz anders aus. Ihre jüngere Tochter hat ständig Wutanfälle, wenn sie nicht bekommt, was sie will; zu ihrer Teenager-Tochter hat sie keinen guten Draht; ihr Ehemann hilft kein bisschen im Haushalt und in ihrem Job blamiert sie sich vor einem großen Auftraggeber.
Charlotte versucht mit aller Anstrengung, die Fassade der „Perfektheit“ aufrecht zu erhalten, doch dann steht ganz unerwartet ihre Mutter vor der Tür und die bröckelnde Fassade fängt an, einzustürzen.

Das Highlight an diesem Buch ist die Tiefe der Figuren. Auch wenn man auch anfangs nicht alle Handlungen der Figuren versteht, wird es im Laufe des Buches immer klarer, wer warum wie gehandelt hat. Vor allem mit Charlotte konnte ich mich gut identifizieren. Sie durchlebt einige Situationen, in denen man innerlich SCHREIEN will und man leidet so richtig mit ihr mit. Man kann nicht behaupten, das Buch wäre voller unerwarteter Wendungen, allerdings geht es am Ende in eine ganz andere Richtung, als ich beim Lesen des Klappentextes erwartet hätte.

Das Buch hat mich berührt, es hat mich aber auch zum Schmunzeln, zum Schreien und zum Lachen gebracht. Auch wenn das Ende des Buches etwas anders war, als ich es mir gewünscht hätte, war die Geschichte sehr lesenswert. „Kleine Wunder überall“ hat sich einen Platz in meinem Bücherregal überaus verdient.

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Veröffentlicht am 02.02.2021

Eine Reise mit Kitsch und Tiefe

Sterne sieht man nur im Dunkeln
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Anni hetzt sich tagtäglich durch ihren Alltag. Irgendwann fragt sie sich, ob sie eigentlich noch gücklich mit ihrem Leben ist. Sie beschließt, dass sie eine Auszeit braucht und flüchtet für 6 Wochen auf ...

Anni hetzt sich tagtäglich durch ihren Alltag. Irgendwann fragt sie sich, ob sie eigentlich noch gücklich mit ihrem Leben ist. Sie beschließt, dass sie eine Auszeit braucht und flüchtet für 6 Wochen auf die Insel Norderney, auf der sie ihre alte Schulfreundin wiedersehen will.

Das Buch hat einen tollen Schreibstil, mit dem man sich sofort wohl fühlt. Der Fließtext wird immer wieder durch von Anni entworfene Spruchkarten unterbrochen, das lockert den Text auf und gibt ihm gleichzeitig Tiefe. Durch die Sprüche, die einem ohne Kontext kitschig erscheinen mögen, lässt sich plötzlich ganz tief in Annis Inneres blicken.

Die Handlung fand ich teilweise etwas vorhersehbar, aber dennoch schön zu lesen. Manchmal verstehe ich Anni nicht so ganz, aber ich glaube, das tut sie selbst in diesen Momenten auch nicht. Und dass es an der Kommunikation mit ihren Mitmenschen oft scheitert, dazu trägt auch sie ihren Teil bei. Und dennoch ist Anni eine liebe Person, in die man sich in mancherlei Hinsicht gut hineinversetzen kann.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 18.12.2020

zwischen Weihnachtsfriede und Vollkatastrophen

O du fröhliche Weibernacht
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Vier Kolleginnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, müssen auf der Weihnachtsfeier auf Helgoland plötzlich im Team zusammenarbeiten. Das führt zu einer rasanten Fahrt zwischen Weihnachtsfriede ...

Vier Kolleginnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, müssen auf der Weihnachtsfeier auf Helgoland plötzlich im Team zusammenarbeiten. Das führt zu einer rasanten Fahrt zwischen Weihnachtsfriede und Vollkatastrophen.

Das Buch hat mich total mitgerissen. Die Kolleginnen sind nicht einfach nur Romanfiguren, sie sind Persönlichkeiten. Zu gerne würde ich die ein oder andere von ihnen persönlich kennenlernen. Jede von ihnen hat eine Hintergrundgeschichte, die ihre Handlungen beeinflusst, und es wird auch die ein oder andere Überraschung auf den Leser zukommen.

Die Idee zu dem Buch ist absolut einzigartig, nicht die tausendste Erzählung über die gleiche Geschichte, bei der jeder schon weiß, was im nächsten Kapitel passieren wird. Das Buch hat mir unheimlich viel Lesespaß gebracht, die Handlung ist vom Anfang bis zum Ende gut durchdacht und spannend beschrieben.

Diesem Roman kann ich nichts anderers als die beste Bewertung geben!

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