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Veröffentlicht am 03.05.2021

"Wir alle hatten Geheimnisse"

Keeping Secrets
8

Wenn du dir selbst nicht mehr vertrauen kannst, vertraue mir

Schlimm genug, dass Tessa Thorns neuer Film an der Faerfax University - und damit in ihrem Heimatort - spielt. Doch kurz nach ihrer Ankunft ...

Wenn du dir selbst nicht mehr vertrauen kannst, vertraue mir

Schlimm genug, dass Tessa Thorns neuer Film an der Faerfax University - und damit in ihrem Heimatort - spielt. Doch kurz nach ihrer Ankunft erfährt die junge Schauspielerin auch noch, dass ein Journalismus-Student die Dreharbeiten für ein Portrait über sie begleiten soll. Cole Williams ist nicht nur attraktiv und scharfsinnig, er kommt bei der Recherche zu Tessas Vergangenheit auch ihrem tiefsten Geheimnis gefährlich nahe - dabei darf niemand erfahren, was vor acht Jahren bei ihr zu Hause passiert ist! Am allerwenigsten Cole, wenn sie ihn nicht verlieren will, bevor ihre Liebe überhaupt eine Chance hatte ...

Tessa ist mit ihrem Erfolg in ihrer Karriere überfordert, weil in der Vergangenheit etwas vorgefallen ist, das sie noch nicht verarbeitet hat. Was das ist, werde ich euch nicht verraten
Cole ist ein ambitionierter Journalist, der gerne über alle möglichen Themen, außer Hollywood und die ganzen Stars und Sternchen, schreiben will. Dennoch steht er unter dem ständigen Druck seiner Familie, die in der Medienbranche tätig ist. Einzig allein seine Cousine Jo hält zu ihm.
Ich mochte auch die Clique mit Ella, Jamie, Cassidy und Julian. Diese vier haben mir immer mal wieder ein Schmunzeln entlockt. Sie sind der ideale Freundeskreis, weil sie einerseits feinfühlig sind, aber man andererseits auch sehr viel Spaß mit ihnen haben kann.
Tessas Tante Suzie und ihr Humor waren auch eine Klasse für sich.

Das Cover ist wunderschön und die Farben harmonieren perfekt miteinander. Der Schreibstil ist locker, flüssig, fesselnd und verständlich.
Die Handlung ist authentisch und nachvollziehbar, da sie aus Coles und aus Tessas Sicht erzählt wird. Außerdem kann man sich die Welt der Stars und Sternchen bildlich vorstellen, sodass das Lesen sehr leicht fällt und man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.

Ich empfehle diese Buch jedem, der gerne berührende und gefühlvolle New Adult Romane liest und gerne mit Tessa alle möglichen Emotionen durchleben möchte.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 30.03.2021

Wunderschönes Buch über Freude und Leid

Kleine Wunder überall
2

"Es hat keinen Sinn, auf ein großes Wunder zu warten, weil ich sonst die vielen kleinen verpasse."

Manchmal kommt alles auf einmal. Eigentlich hat Charlotte im trubeligen Alltag mit Mann, Kindern und ...

"Es hat keinen Sinn, auf ein großes Wunder zu warten, weil ich sonst die vielen kleinen verpasse."

Manchmal kommt alles auf einmal. Eigentlich hat Charlotte im trubeligen Alltag mit Mann, Kindern und Job schon genug zu tun. Immer ist etwas wichtiger als ihre eigenen Pläne. Dann steht plötzlich auch noch ihre Mutter Barbara vor der Tür. Zwanzig Jahre zuvor verließ sie die Familie, um ein freies, unbeschwertes Leben auf Lanzarote zu führen. Nun ist sie krank und bittet ihre Tochter um Hilfe. Keine leichte Entscheidung für Charlotte.
Dann überstürzen sich die Ereignisse, und die beiden Frauen erfahren, dass sie mehr verbindet, als sie dachten. War damals wirklich alles so, wie Charlotte immer glaubte? Und wie verzeiht man einem Menschen, der einen im Stich ließ, als man ihn dringend brauchte?


Der Schreibstil ist humorvoll, leicht und fesselnd. Besonders gefallen hat mir die Selbstironie von Charlotte.
Das Cover ist in Pastelltönen gehalten und die Farben harmonieren miteinander. Die abgebildeten Ginkgo-Blätter passen auch zu diesem Roman, da sie ein Symbol von Liebe, Stärke und Widerstandskraft sind.
Charlotte ist organisiert, strukturiert und auch ein bisschen Perfektionistin.
Charlottes Mutter Barbara ist das komplette Gegenteil von ihr. Spontan, gekleidet wie ein Hippie und alles andere als strukturiert.

Dieser Roman ist sehr emotional, tiefgründig und authentisch. Man kann sich sehr leicht in Charlotte hineinversetzen und sie verstehen.
Das Buch hat mich sehr berührt, weil Katrin Lankers mich mit ihrem Schreibstil zum Schmunzeln und zum Lachen gebracht hat. An manchen Stellen aber hatte ich auch einen Kloß im Hals. Die Autorin hat es geschafft, Freude und Trauer auf einem schmalen Grat zu vereinen.
Barbara hat auch ein paar Lebensweisheiten parat, die sie ihrer Tochter weitergibt und die mich persönlich auch zum Nachdenken angeregt haben.

Insgesamt hat mir das Buch total gefallen und kann ich es jedem empfehlen. Es ist sehr emotional und deshalb sollte man Taschentücher beim Lesen neben sich liegen haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 21.12.2020

Zweite Chance für die Liebe

Auch die große Liebe fängt mal klein an
3

Schweren Herzens muss Marie ihr kleines, feines Restaurant schließen. Um die Schulden zu bezahlen, heuert sie in einem Brauhaus an. Dort trifft sie zu ihrem Schreck auf ihren Verflossenen Anton, ebenfalls ...

Schweren Herzens muss Marie ihr kleines, feines Restaurant schließen. Um die Schulden zu bezahlen, heuert sie in einem Brauhaus an. Dort trifft sie zu ihrem Schreck auf ihren Verflossenen Anton, ebenfalls Koch. Und der ist darüber alles andere als begeistert. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen, denn das "Petite Pauline" soll wiedereröffnet werden. Ausgerechnet im Chaos der trubeligen Gastronomieküche erglimmt die alte Flamme wieder. Aber soll Marie sich erneut auf Anton einlassen?

Der Schreibstil ist locker, flüssig und leicht zu lesen. Als ich zu lesen anfing, wollte ich gar nicht mehr aufhören. Die Figuren sind individuell und realitätsnah.
Das Cover passt zur Handlung und die Farben harmonieren miteinander.
Der Roman hat einen kölschen Charme, weil ab und zu eben in diesem Dialekt geschrieben worden ist.

"Auch die große Liebe fängt mal klein an" ist eine super Wohlfühllektüre, die mich an manchen Stellen hat schmunzeln lassen. Der Ablauf in der Küche des Brauhauses ist authentisch beschrieben und auch witzig gestaltet, da Marie nur Sachen aufwärmen und nichts kochen darf. Das missfällt ihr als leidenschaftliche Köchin natürlich.
Hinzu kommt, dass sich Marie liebevoll um ihren an Demenz erkrankten Opa kümmert, der ihr aber manchmal auch ein paar Sorgen bereitet, wenn er mal wieder aus dem Altersheim abhaut.

Ich finde es gut, dass am Ende des Buches die Rezepte für die Gerichte, die im Roman eine wichtige Rolle spielen, aufgelistet sind, sodass man anschließend die Möglichkeit hat, die ein oder andere Mahlzeit zu kochen.
Fazit: Eine Wohlfühllektüre über Freundschaft und Liebe, die ich gerne weiterempfehle!

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 30.11.2020

Das Geheimnis einer Familie in Cornwall

Das Geheimnis von Seynford Hall
0

Als Samantha einen förmlichen Brief erhält, der sie in den Süden Englands zitiert, denkt sie zuerst an einen Scherz. Was will eine adlige Familie aus Cornwall von ihr? Doch die Neugierde siegt. Auf dem ...

Als Samantha einen förmlichen Brief erhält, der sie in den Süden Englands zitiert, denkt sie zuerst an einen Scherz. Was will eine adlige Familie aus Cornwall von ihr? Doch die Neugierde siegt. Auf dem Weg nach Seynford Hall begegnet Samantha Dave, aber das Treffen läuft mehr als unglücklich, und sie setzt ihre Reise schnell wieder fort. Wenig später steht sie dann endlich Adalind Seynford gegenüber. Die ältere Dame scheint nichts von dem ominösen Anwaltsbrief zu wissen und verweist den ungebetenen Gast unfreundlich des Hauses.

Es scheint sich alles gegen sie verschworen zu haben. Bis Mrs Seynford plötzlich in ihrer Pension auftaucht und ihr ein Geheimnis anvertraut, das Samantha zutiefst erschüttert. Doch was ist damals wirklich geschehen? Bei der Suche nach Antworten trifft Samantha Dave wieder, der mehr damit zu tun hat, als sie ahnt ...

Das Cover ist sehr schön und stellt Cornwall so dar, wie man es sich vorstellt. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Er hat mich gefesselt und ich konnte nicht mehr mit dem Lesen aufhören.
Das Buch ist in vier größere Abschnitte aufgeteilt, die aber gut ineinander übergehen, sodass keine Verständnisschwierigkeiten zustande kamen.
Die Charaktere sind authentisch und man kann die Handlungen der einzelnen Figuren nachvollziehen.
Einzig allein die Handlungen von Adalinds Vater konnte man nicht immer verstehen, da sie meiner Meinung nach nicht immer zeitgemäß waren (1974).

Samantha repariert gerne Autos, obwohl sie wie eine Barbie aussieht und manche Männer sie unterschätzen. Trotzdem kann sie sich immer wieder behaupten und bricht mit ihrer Freundin Lisa nach Cornwall auf, weil sie den Rat ihrer verstorbenen Mutter, deren Urne bei ihr in der Wohnung steht, folgt und aus ihrem alten Leben ausbricht.
Dave ist ein charmanter Sänger, der weiß, wann er seinem Herz folgen kann.
Der Roman ist keine gewöhnliche Liebesgeschichte, denn sie hat ein Familiendrama als Hintergrund. Diese Geschichte gehört nicht in die "0815-Kategorie", da Höhen und Tiefen in den zwischenmenschlichen Beziehungen vorkommen und teilweise musste ich Schlucken. Ferner haben sie mich zum Nachdenken angeregt. Trotzdem gibt es auch witzige Gespräche, die das Ganze auflockern.

Fazit: Ein gutes Buch, dass empfehlenswert ist, auf dass man sich allerdings einlassen muss.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 31.08.2020

Instagram vs. Realität

Aus allen Wolken fällt man auch mal weich
1

Julia ist nach außen hin im Internet die perfekte Frau. In der Realität ist sie eine normale Frau, die auch mal Probleme mit ihrer Tochter hat und von ihrem Mann für eine Ältere verlassen worden ist. Sie ...

Julia ist nach außen hin im Internet die perfekte Frau. In der Realität ist sie eine normale Frau, die auch mal Probleme mit ihrer Tochter hat und von ihrem Mann für eine Ältere verlassen worden ist. Sie versucht diese "Demütigung" der Trennung zu überspielen, indem sie auf Instagram ihren Followern ein tolles Leben vorgaukelt. Außerdem verkauft Julia in ihrem Online-Shop ihre selbst entworfenen Armbänder, die sie auf Instagram in Szene setzt. Dafür muss sie eben top gestylt und ihr Image perfekt sein. Ihre Tochter Fee ist fünf Jahre alt und ihre Kommentare, die sie manchmal abgibt, lassen den Leser zusammen mit ihrem kindlichen Humor an manchen Stellen schmunzeln. Alex ist ein Künstler, der in den Tag lebt und die Sachen auf sich zukommen lässt. Alle Charaktere sind sehr sympathisch, fröhlich und liebenswürdig.
Man kann sich gut in Julia hineinversetzen, weil die Geschichte authentisch und mit sehr vielen sprachlichen Bildern versehen ist.
„Aus allen Wolken fällt man auch mal weich“ ist ein wundervolles Buch, das humorvoll, aber auch realistisch ist. Der Schreibstil ist locker und flüssig, sodass man von der Handlung gefesselt ist und man kann ihr auch sehr gut folgen. Ich finde die Idee gut, dass die Kapitel mit jeweiligen Hashtags versehen sind, weil dadurch nochmal ein Bezug zur Realität hergestellt worden ist.
Das Cover ist hauptsächlich in rosa gehalten und die Farben harmonieren perfekt miteinander. Es stellt außerdem einen Bezug zur Handlung her, indem auf den Kissen "Likes" zu sehen sind.
Das Buch ist die perfekte Lektüre für die Sommerferien!

  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Humor
  • Cover