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Veröffentlicht am 22.03.2026

Eine gelungene Fortsetzung, Glaube und Mut

Das Flüstern seiner Gnade
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Der besondere Roman „Das Flüstern seiner Gnade“ von Rahel Krönert ist eine gelungene Fortsetzung.

Die Charaktere sind wunderbar und lebensecht gezeichnet, wodurch die Geschichte sehr authentisch wirkt ...

Der besondere Roman „Das Flüstern seiner Gnade“ von Rahel Krönert ist eine gelungene Fortsetzung.

Die Charaktere sind wunderbar und lebensecht gezeichnet, wodurch die Geschichte sehr authentisch wirkt und mein Herz tief berührt hat. Besonders gefreut habe ich mich über einige Figuren, die ich bereits aus dem ersten Band kannte.

In diesem Roman lernen wir Lady Graham kennen und lieben. Als Vorsitzende des Waisenhauses „Shelter“ spielt sie eine ganz besondere Rolle.

Das kleine Waisenmädchen Millie und der Junge Luke sind mir besonders ans Herz gewachsen. Mit ihrer kecken und fantasievollen Art haben sie mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.

Der historische Roman ist christlich geprägt und vermittelt viele wertvolle Botschaften. Auch einige Bibelstellen werden aufgegriffen und sinnvoll in die Handlung eingebunden.

Rosalyn versucht im Waisenhaus, ihren Glauben zu leben. Ihre Überzeugung, dass der Mensch allein durch die Gnade des Herrn erlöst wird, sowie ihre Orientierung an der Lehre von John Wesley machen ihr Leben zunächst nicht einfach.

Auch die Romantik kommt nicht zu kurz: Gerade dort, wo Rosalyn es am wenigsten erwartet, wird sie vom Herrn mit einem liebevollen Partner gesegnet.

Der Roman ist voller Hoffnung und leiser Emotionen, die gerade durch ihre sanfte Art besonders berühren und mich nachhaltig überzeugt haben.

Für mich war dieses Buch ein echtes Highlight.

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Ein wunderbares Debüt

Das Wagnis der Wäscherin
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Der Roman „Das Wagnis der Wäscherin“ von Christine Hill Suntz ist eine zutiefst bewegende Geschichte und für mich eines der Highlights dieses Jahres.

Sara O’Connor arbeitet als Wäscherin, um sich und ...

Der Roman „Das Wagnis der Wäscherin“ von Christine Hill Suntz ist eine zutiefst bewegende Geschichte und für mich eines der Highlights dieses Jahres.

Sara O’Connor arbeitet als Wäscherin, um sich und die Großmutter ihres verstorbenen Mannes versorgen zu können. Die körperlich schwere Arbeit verlangt ihr viel ab, doch sie meistert die Herausforderungen mit bewundernswerter Stärke. Was ihr jedoch zu schaffen macht, ist der harte und ungerechte Umgang der Chefin mit den Angestellten.

Ein Lichtblick in ihrem Alltag ist die kleine Evie, die Sara bei ihrer Arbeit kennenlernt. Evie, die Tochter eines Anwalts, wird gemeinsam mit den Töchtern der Gasthausbesitzerin von einer Gouvernante unterrichtet. Immer wieder versucht das lebhafte Mädchen dem strengen Unterricht zu entkommen — sehr zum Missfallen der unfreundlichen Lehrerin, die mit harter Hand reagiert. Zwischen Sara und Evie entsteht sofort eine innige Verbindung. In der warmherzigen und klugen Sara findet Evie eine Art Mutterersatz.

Als James Kinney erfährt, dass seine Tochter im Unterricht misshandelt wird, zieht er Konsequenzen und nimmt Evie aus der Obhut der Gouvernante. Diese Entscheidung hat jedoch Folgen — auch Sara verliert daraufhin ihre Anstellung.

Kurz darauf erkrankt Evie schwer und ruft verzweifelt nach Sara, die für ihre heilenden Fähigkeiten bekannt ist. Durch den Stalljungen Henry findet James den Weg zu ihr — und von diesem Moment an beginnt für alle Beteiligten ein neuer Lebensabschnitt.

Der Glaube zieht sich wie ein stilles, kraftvolles Band durch die gesamte Geschichte. Unaufdringlich, aber tief berührend, verleiht er dem Roman zusätzliche Wärme und Bedeutung.

Das Cover ist wunderschön gestaltet und fängt die Atmosphäre der Geschichte perfekt ein. Besonders die kleine Evie ist ein echtes Herzenskind — lebhaft, mutig und sofort liebenswert. Auch Sara überzeugt als liebevolle junge Frau mit einer großen Sehnsucht nach Familie und Geborgenheit.

Die Darstellung des kanadischen Lebens im frühen 19. Jahrhundert ist anschaulich und gelungen in die Handlung eingebettet.

Fazit:
Ein außergewöhnliches Debüt, das ich von Herzen weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Ein berührendes Buch

Wohin ihre Flügel sie tragen
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Susie Finkbeiner erzählt in ihrem Roman „Wohin ihre Flügel sie tragen“ die bewegende Geschichte der vierjährigen Vietnamesin Minh. Aus dem vom Krieg erschütterten Vietnam kommt sie nach Amerika, wo sie ...

Susie Finkbeiner erzählt in ihrem Roman „Wohin ihre Flügel sie tragen“ die bewegende Geschichte der vierjährigen Vietnamesin Minh. Aus dem vom Krieg erschütterten Vietnam kommt sie nach Amerika, wo sie von Bruce und Linda adoptiert wird — obwohl die beiden bereits eine Tochter namens Sonny haben. Liebevoll wird Minh fortan Mindy genannt.

Linda, die Mutter, blickt auf das Jahr 1975 zurück und schildert die Adoption sowie die Reaktionen der Familie auf das neue Familienmitglied.

Im Jahr 1988 berichtet Sonny aus ihrer Perspektive von ihrer Kindheit und Jugend. Sie erzählt von Geschwisterliebe, kleinen Reibereien und den ersten zarten Gefühlen des Verliebtseins.

In der Gegenwart kommt Bruce, der Vater, zu Wort. Er reflektiert die vergangenen Jahre und beschreibt, wie sehr ihn Mindys Ankunft bereichert hat.

Auch Mindys Weg als junge erwachsene Frau wird begleitet — ihre Suche nach den eigenen Wurzeln und die liebevolle Unterstützung ihrer Familie stehen dabei im Mittelpunkt.

Der christliche Glaube zieht sich dezent durch die gesamte Geschichte und verleiht ihr zusätzliche Tiefe. Der Roman vermittelt auf einfühlsame Weise die zeitlose Wahrheit, dass Liebe keine Grenzen kennt.

Ein lesenswertes und berührendes Buch, das lange nachklingt.

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Veröffentlicht am 03.02.2026

Ein wundervolles Buch, das von Liebe und Selbstannahme zeugt

Du bist kostbar & wunderschön
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Kira liebt Croissants, Chai Latte und Fashion. Sie trägt wie so viele Frauen, kritische Gedanken über sich selbst in sich. Sie gefällt sich nicht immer. Ihre Heilung beginnt langsam, denn Heilung ist ein ...

Kira liebt Croissants, Chai Latte und Fashion. Sie trägt wie so viele Frauen, kritische Gedanken über sich selbst in sich. Sie gefällt sich nicht immer. Ihre Heilung beginnt langsam, denn Heilung ist ein Prozess. Oft braucht es dafür Impulse, ehrliche Fragen und den Mut, sich selbst bewusst zu begegnen.
Dieses Büchlein begleitet genau auf diesem Weg. In 36 liebevoll gestalteten Einheiten setzt man sich mit unterschiedlichen Aspekten von Schönheit auseinander: mit dem eigenen Körper, dem Umfeld und dem inneren Ich. Nach jedem Impuls folgt eine Reflexion sowie eine leere Seite für persönliche Gedanken. Hier dürfen Gefühle ihren Platz finden, Zweifel ausgesprochen und Erkenntnisse festgehalten werden, die im Laufe der Zeit wachsen.
Besonders berührend sind die Frauen, denen wir im Buch begegnen und die Kira bewundert. Jede von ihnen lebt auf ihre ganz eigene Weise, selbstbewusst und authentisch. Sie teilen ihre Lebensgeschichten, geben der Leserin Impulse, Mut und Lebenshilfe. Über QR-Codes lassen sich Videos abrufen – ein wunderschönes, lebendiges Element, das dieses Buch so besonders macht.

Tief bewegt hat mich auch der geistliche Aspekt. Wenn wir zu uns selbst sagen: „Ich bin nicht gut genug“, antwortet Gott:
„Weil du in meinen Augen kostbar bist und wertvoll und weil ich dich liebe, opfere ich Länder an deiner Stelle und Völker für dein Leben.“(Jesaja 43,4)

So viele Frauen und junge Mädchen hadern mit ihrem Körper, beeinflusst von Werbeindustrie, Anti-Aging-Produkten, Zahnbleaching und unrealistischen Schönheitsidealen. Kira erinnert uns daran, dass unser Körper ein Tempel ist – und macht mit Worten aus dem Korintherbrief deutlich, dass Gott genau diese Schönheit auch in uns sieht. Ein Satz hat mich ganz besonders tief berührt:
„Du wurdest nicht dazu erschaffen, die Erwartungen anderer zu erfüllen.“ Du bist die geliebte Tochter Gottes.

Und auch dieser Satz klingt noch lange in mir nach:
„Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben in ganzer Fülle zu schenken.“

Dieses Buch ist eine sanfte, ehrliche und liebevolle Einladung, sich selbst mit neuen Augen zu sehen – und die innere Schönheit wiederzuentdecken, die schon immer da war. Ich kann jeder Frau dieses Buch wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 12.11.2025

Vertrauen in Gott

Das Tagebuch von Longdale Manor
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Carrie Turansky nimmt ihre Leser in diesem berührenden Roman mit auf eine Reise zwischen zwei Zeitebenen – in die Jahre 1912 und 2012. Mit viel Feingefühl erzählt sie die Geschichten von Charlotte und ...

Carrie Turansky nimmt ihre Leser in diesem berührenden Roman mit auf eine Reise zwischen zwei Zeitebenen – in die Jahre 1912 und 2012. Mit viel Feingefühl erzählt sie die Geschichten von Charlotte und Gwen, zwei Frauen, die ein Jahrhundert trennt – und doch ein unsichtbares Band verbindet.

Im Jahr 1912 begegnen wir Charlotte. Nach dem Tod ihres Vaters entdeckt sie ein verborgenes Familiengeheimnis, das sie in eine tiefe Glaubenskrise stürzt. Ihr Vertrauen in Menschen, besonders in Männer, ist erschüttert. Halt findet sie in einem Tagebuch, dem sie all ihre Gedanken und Gefühle anvertraut.

Hundert Jahre später, im Jahr 2012, wird die Historikerin Gwen von ihrem Großvater nach Longdale Manor geschickt, um dort alte Gegenstände zu begutachten. Für sie wirkt das zunächst wie eine ungeliebte Pflicht – bis sie auf Charlottes Tagebuch stößt. Beim Lesen taucht sie immer tiefer in die Vergangenheit ein, und was sie dort entdeckt, verändert auch ihr eigenes Leben.

Carrie Turanskys Schreibstil ist fließend, angenehm und bildreich. Sie versteht es meisterhaft, die Atmosphäre beider Zeitebenen einzufangen. Besonders das Leben im Jahr 1912 wirkt lebendig und authentisch beschrieben. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart gelingt mühelos, sodass man sich nie verliert.

Der christliche Glaube spielt eine zentrale Rolle und zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Die Figuren wirken glaubwürdig und sympathisch, ihre Zweifel, Verletzungen und Hoffnungen konnte ich gut nachempfinden.

Die Botschaft des Romans hat mich tief berührt: Es geht um Vergebung – besonders gegenüber den Vätern –, um das Loslassen von Schuld und um das Vertrauen in Gottes liebevolle Führung. Carrie Turansky zeigt auf einfühlsame Weise, dass Menschen Fehler machen und verletzen können, Gott jedoch treu bleibt.

Ein warmherziger, hoffnungsvoller Roman über Heilung, Gnade und die verbindende Kraft des Glaubens.

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