Kranich und Radtour
Zugvögel wie wirIch gebe zu, dass ich mich bisher in meinem Leben nicht wirklich mit Kranichen auseinander gesetzt habe. Dieses Buch hat mir eine ganz neue Perspektive auf diese Vögel aufzeigen können. Die Begeisterung ...
Ich gebe zu, dass ich mich bisher in meinem Leben nicht wirklich mit Kranichen auseinander gesetzt habe. Dieses Buch hat mir eine ganz neue Perspektive auf diese Vögel aufzeigen können. Die Begeisterung von Protagonistin Eva für diese Vögel ist ansteckend und macht Lust, sich näher mit ihnen auseinander zu setzen.
Kraniche, bzw. ihre Reise in den Süden, bilden einen zentralen Punkt in der Geschichte um Protagonsitin Eva. Dabei liegt der Fokus vor allem auch auf Evas Charakterentwicklung und ihrer Reise von Schweden nach Frankeich und vor allem auch zu ihr selbst. Dank des sehr angenehmen Schreibstils von Autorin Julia Dibbern lies sich das Buch in wenigen Tagen lesen, die Seiten sind nur so dahin geflogen und die Handlung konnte mich für sich einnehmen. Diese ist dabei eher unspektakulär, kommte ohne Cliffhanger oder Überraschungsmomente aus, sondern lebt viel eher von einer Ruhe und Besonneneheit.
Ich habe Eva gern auf ihrer Reise begleitet, auch wenn vieles über ihre situation und Person unklar blieb. So begleitet man Eva in diesem Buch über eine gewissen Etappe ihres Lebens. Einzeln gibt es Rückblenden oder auch Perspektiven von anderen Charakteren, wodurch vor allem auch Evas Charakter etwas runder wird. Mir hat es gefallen so unaufgeregt bei einer Tour zu sich selbst zuschauen zu können.
Dennoch habe ich vor allem zum Ende des Buches noch viele offene Fragen und Unklarheiten, die mich etwas unbefriedigt zurücklassen. Ich hätte ich mir einen runderen Abschluss gewünscht.