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Veröffentlicht am 22.04.2026

Fundierter Ratgeber speziell für Frauen mit rheumatischen Erkrankungen

Rheuma ist weiblich
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Dieser Ratgeber handelt davon, wie Frauen ihre rheumatische Erkrankung erleben und wie sie mit den entsprechenden Symptomen umgehen können. Die Autorin, Leitende Oberärztin und bekannt als RheumaDoc Anna, ...

Dieser Ratgeber handelt davon, wie Frauen ihre rheumatische Erkrankung erleben und wie sie mit den entsprechenden Symptomen umgehen können. Die Autorin, Leitende Oberärztin und bekannt als RheumaDoc Anna, beschreibt, was Rheuma überhaupt ist, welche verschiedenen Formen es gibt, wie die Diagnose gestellt wird und die Behandlung erfolgt. Sie legt dar, wie wichtig es ist, die Entzündungsspirale durch eine entsprechende Basismedikation zu stoppen.

Auch die Betroffenen selbst können aktiv werden, um dem Entzündungsprozess entgegenzuwirken. Dazu stellt die Autorin drei Bausteine mit entsprechenden 4-Wochen-Starter-Plänen vor: Es geht um die drei großen Themenfelder Bewegung, Ernährung und die emotionale Gesundheit.

Weiter geht es um die Themen "Medikamente absetzen - ja oder nein?" und "Rheuma und Kinderwunsch" (Besonders positiv: Auch ein Abschnitt zu "Rheuma und Kinderwunsch bei Männern").

Besonders gut gefällt mir die sympathische und persönliche Ansprache durch die Ärztin, die Mut macht, sich Hilfe zu holen und selbst aktiv zu werden, um ein besseres Leben mit der Erkrankung zu führen.

Ich kann dieses Buch auf jeden Fall jeder Leserin empfehlen, die selbst eine rheumatische Erkrankung hat bzw. sich darüber informieren möchte, wenn Angehörige oder Freunde betroffen sind.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Longevity - welche Maßnahmen helfen, welche kann man sich sparen?

Longevity - Die Anti-Bullshit-Formel
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Dieser Ratgeber des Mediziners und langjährigen Pharmaforschers Prof. Dr. med. Hubert Trübel ermöglicht einen differenzierten Blick auf den Longevity-Hype. Welche Maßnahmen bringen wirklich etwas, was ...

Dieser Ratgeber des Mediziners und langjährigen Pharmaforschers Prof. Dr. med. Hubert Trübel ermöglicht einen differenzierten Blick auf den Longevity-Hype. Welche Maßnahmen bringen wirklich etwas, was kostet nur unnötig Geld bzw. was ist gar gefährlich und kann unerwünschte Nebenwirkungen verursachen? Das Buch setzt sich kritisch mit den Versprechen der Langlebigkeitsindustrie auseinander und beschreibt einen neuen wissenschaftlich fundierten Ansatz, wie man sein Leben tatsächlich auf gesunde Art und Weise verlängern kann.

Der Fokus liegt auf dem, was wirklich hilft und zeigt auf, was man getrost ignorieren kann. Das schafft Klarheit und eine verlässliche Basis, auf die sich aufbauen lässt.

Besonders faszinierend fand ich die Anekdote des Autors, bei der es um seine betagten Eltern ging, die mit der Zeit immer vergesslicher wurden. Er hat ein Experiment gewagt und ihnen einen Personal Trainer engagiert. Es zeigten sich bald erstaunliche positive Fortschritte, was ihre Lebensfreude und das Erinnerungsvermögen betraf. Die körperliche Aktivität trug maßgeblich dazu bei, ihre gesund gelebte Lebensspanne zu verlängern.

Weitere Strategieschrauben sind Vorbeugung, Ernährung, Erholung und Stress in Balance, Berufung und soziale Kontakte. Der Autor macht immer wieder deutlich, dass bereits kleine Schritte eine große Wirkung haben können und sich das Dranbleiben auf jeden Fall lohnt.

Ich kann das Buch daher jedem empfehlen, der sich in dem Longevity-Dschungel besser zurechtfinden und die Spreu vom Weizen trennen möchte. Es ersetzt keine medizinische Behandlung, aber bietet eine gute Orientierung im oft widersprüchlichen Informationsfeld rund um das gesunde Altern.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Migränegesunde und blutzuckerstabilisierende Ernährung

Dein Ernährungsratgeber bei Migräne
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Dieses Buch ist mehr als ein Ernährungsratgeber bei Migräne, denn es werden im ersten Teil wichtige und interessante Fakten genannt. Was ist Migräne überhaupt, wie wird die Diagnose gestellt und wie sieht ...

Dieses Buch ist mehr als ein Ernährungsratgeber bei Migräne, denn es werden im ersten Teil wichtige und interessante Fakten genannt. Was ist Migräne überhaupt, wie wird die Diagnose gestellt und wie sieht die Behandlung aus? Sehr interessant finde ich zum Beispiel auch die Tatsache, dass nur 8 % der Männer, aber 20 % der Frauen in Deutschland von dieser Erkrankung betroffen sind. Näher untersucht werden in dem Buch auch die Ursachen wie genetische Komponenten und hormonelle Faktoren. Die Autorin gibt Tipps, wie man die Symptome durch die Veränderung des Lebensstils verringern kann. Sehr interessant finde ich auch das "Erden", also das Barfußlaufen oder -stehen auf der Erde. Das will ich auf jeden Fall ausprobieren (ich muss bloß den Ekel vor kleinen Tieren überwinden), denn durch den Elektronenaustausch zwischen dem Körper und der Erde sollen sich positive Effekte für den Körper zeigen und so auch die Migräne günstig beeinflusst werden.

Die Autorin erklärt sehr schön, wie wichtig eine blutzuckerstabilisierende Ernährung bei Migräne ist und gibt praktische Tipps, wie man seine Ernährung dementsprechend umstellen kann. Selbst ohne die zusätzlichen Rezeptvorschläge wäre das Buch für mich schon sehr inspirierend und hilfreich, da ich vieles davon noch nicht wusste bzw. teilweise sogar gegenteilige Ratschläge von Therapeuten und Ärzten erhalten habe, dies mir aber nicht geholfen hat. Die Autorin stellt die wichtigsten migränefreundlichen Lebensmittel vor, sodass man genau erfährt, was in Zukunft am besten im Einkaufskorb landet. Sehr interessant auch die Tabelle mit wichtigen Nährstoffen für die Steuerung der Gene. So kann man ganz gezielt die entsprechenden Lebensmittel auswählen.

Auch die wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel bei Migräne werden in kompakter Weise beschrieben, sodass das Buch auch dadurch einen zusätzlichen Mehrwert für mich hat.

Im zweiten Teil folgen dann 50 glutenfreie Anti-Migräne-Rezepte, teilweise mit farbigen Abbildungen. Ich habe bereits einige davon ausprobiert und bin positiv überrascht. Besonders gut schmeckt mir der Kokosquark, den ich allerdings etwas abgewandelt habe, nämlich statt mit Papaya bereite ich ihn mit einer möglichst sauren Orange zu. Auf jeden Fall werde ich noch weitere Rezepte ausprobieren bzw. eigene Rezepte kreieren, da ich jetzt weiß, auf was man achten sollte.

Die Autorin hat als chronische Migräne-Patientin durch die Ernährungsumstellung eine deutliche Besserung ihrer Erkrankung erreicht, von daher habe ich nun auch für mich neue Hoffnung geschöpft und werde auf jeden Fall dranbleiben! Ich kann das Buch nicht nur jedem Migräne-Patienten empfehlen, sondern auch jedem, der an einer entzündungshemmenden und blutzuckerfreundlichen Ernährung interessiert ist!

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Jammern ist auch auf achtsame Art und Weise möglich

Achtsam jammern
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Mit diesem humorvollen Ratgeber zeigen die beiden Autorinnen, wie man aus dem Jammertal herauskommt. Sei es, wenn man sich selbst zu den größten Jammerlappen zählt oder wenn man umgekehrt von lauter Jammerern ...

Mit diesem humorvollen Ratgeber zeigen die beiden Autorinnen, wie man aus dem Jammertal herauskommt. Sei es, wenn man sich selbst zu den größten Jammerlappen zählt oder wenn man umgekehrt von lauter Jammerern umgeben ist. Der Schreibstil ist locker und unkompliziert, oft musste ich beim Lesen schmunzeln, manchmal fühlte ich mich regelrecht ertappt. Das Buch regt an, sein Verhalten zu überdenken und Neues auszuprobieren.

Das Buch vermittelt, dass es nicht darum geht, zum Jammer-Abstinenzler zu werden, sondern die goldene Mitte zwischen Dauernörgeln und toxischer Positivität zu finden. Zumal Jammern ganz schön anstrengend sein kann und Energie verbraucht, die man doch eigentlich für schönere Dinge nutzen könnte. Wenn schon jammern, dann lösungsorientiert: Wie könnte man das Problem lösen bzw. wie kann man damit umgehen? Damit hat man höchstwahrscheinlich schon viel weniger Grund zum Jammern!

Sehr gut finde ich auch die Tipps zum Umgang mit den Dauernörgelnden, da es mir selbst oft nicht gelingt, hier Grenzen zu setzen, ohne das Gegenüber zu verärgern. Allerdings merke ich, dass der Umgang mit solchen Menschen mich ganz schön nervt und ermüdet. Ja, darüber könnte ich den ganzen Tag jammern .

Auch ernstere Themen werden angesprochen, wie zum Beispiel das Thema Depression: Welche Signale könnten auf diese Erkrankung hindeuten? Wo kann man sich selbst Hilfe holen oder sich informieren, wenn Angehörige, Freunde oder Bekannte betroffen sind?

Den Faktencheck, wie es uns in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern wirklich geht, fand ich sehr interessant. In dem Buch gibt es außerdem immer wieder lustige Anekdoten, zum Beispiel zum Thema "Wettbewerbsjammern" - sprich: Wer ist am schlimmsten dran.

Eine locker-leichte Lektüre, die zum Nachdenken und Verändern des eigenen Verhaltens anregt, von daher jedem zu empfehlen, der das Jammern achtsamer betreiben möchte - nicht mehr, nicht weniger, sondern einfach besser!

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Medizin auf Augenhöhe mit dem Patienten - ein informativer und hilfreicher Ratgeber

Bauchgefühl
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In diesem Sachbuch stellt die Ärztin und vielfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalistin Dr. med. Marlene Heckl interessante und ergreifende Fallgeschichten aus ihrem eigenen ärztlichen Alltag vor und ...

In diesem Sachbuch stellt die Ärztin und vielfach ausgezeichnete Wissenschaftsjournalistin Dr. med. Marlene Heckl interessante und ergreifende Fallgeschichten aus ihrem eigenen ärztlichen Alltag vor und klärt auf, wie man die beste Entscheidung für die eigene Gesundheit treffen kann.

Immer wieder geht es in dem Buch um das verlorene Bauchgefühl, um mediale Gesundheitsangst und Panikmache. Es geht um ein System, das Effizienz über Empathie stellt. Die Ärzte haben oftmals sehr wenig Zeit für den einzelnen Patienten und stehen unter großem finanziellem Druck, es herrscht Personalmangel und es gibt strenge Budgetvorgaben. Dabei bleibt die Menschlichkeit in der Medizin nicht selten auf der Strecke.

Sehr interessant finde ich die Ausführungen der Autorin zu unnötigen Untersuchungen und Operationen, die sogar zu noch mehr Schmerzen oder zusätzlichen Schädigungen führen können. Manchmal ist es eben besser, abzuwarten und zu beobachten, bevor teils schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden, die sich im Nachhinein als Fehler herausstellen. Auch manche Laborwerte können zu Fehleinschätzungen führen. Die Autorin beschreibt, wie man diese richtig interpretiert und was man dabei beachten muss.

In dem Buch erfährt man außerdem, wo man die beste Hilfe findet: Ob sich eher eine Praxis, eine normale Klinik oder die Uniklinik eignet bzw. was sie jeweils voneinander unterscheidet. Weiter gibt es einen Überblick über verlässliche Informationsquellen für Patienten im Internet und Hinweise, wie man bei Social Media echtes medizinisches Wissen von Pseudo-Wissenschaft unterscheiden kann.

Besonders gut gefällt mir auch die übersichtliche Tabelle über Nutzen und Risiken von Untersuchungen (Beispiele: Blutabnahme, Röntgen und CT, MRT, Ultraschall, Endoskopie, Lumbalpunktion etc.). Die Ärztin zeigt auch Wege zur ärztlichen Zweitmeinung auf, die mir bisher nicht bekannt waren.

Sehr wichtig ist zudem das Kapitel darüber, wie man gute Ärzte erkennen kann. Oft fühle ich mich hilflos und bevormundet, wenn ich beim Arzt oder auch in der Klinik bin. Die Autorin spricht mir an vielen Stellen aus der Seele. Sie macht Mut, mehr auf das eigene Bauchgefühl, also die innere Wahrnehmung, zu hören. Es schützt einen auf der einen Seite davor, in lebensgefährlichen Situationen vom Arzt abgewimmelt zu werden, andererseits schützt es einen auch davor, gleich in Angst und Panik zu geraten, nur weil man mal etwas Bauch- oder Kopfschmerzen hat.

Ich wünsche mir noch mehr Ärzte wie die Autorin, denen Menschlichkeit und sinnvolle Entscheidungen in der Medizin am Herzen liegen. Das Ideal ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe zwischen Arzt und Patient, um das bestmögliche Ergebnis für die Gesundheit zu erzielen.

Ich kann das Buch auf jeden Fall jedem empfehlen, der sich eigenverantwortlich um seine Gesundheit kümmern, sich informieren und die richtigen Entscheidungen bezüglich Diagnostik und Therapie treffen möchte.

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