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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.01.2026

Epische Götterfantasy mit einigen Schwächen

The Things Gods Break – Schattenverführt
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Epische Götterfantasy als Hörbuch klingt erstmal nach genau der richtigen Mischung aus Dramatik, Emotion und großer Bühne – und genau dieses Gefühl versucht die Geschichte auch zu transportieren: Schicksal, ...

Epische Götterfantasy als Hörbuch klingt erstmal nach genau der richtigen Mischung aus Dramatik, Emotion und großer Bühne – und genau dieses Gefühl versucht die Geschichte auch zu transportieren: Schicksal, Macht, Verlust, Konsequenzen. Alles ist bedeutungsschwer, alles fühlt sich „groß“ an.

Als Hörbuch funktioniert die Atmosphäre dabei grundsätzlich gut. Die Sprecherleistung trägt die düstere, intensive Stimmung und verleiht den Szenen Gewicht. Besonders in ruhigeren, nachdenklichen Momenten entsteht eine schöne, fast cineastische Wirkung, die gut zum göttlich-epischen Rahmen passt.

Trotzdem blieb mein Hörerlebnis insgesamt etwas auf Distanz.

Die Geschichte setzt stark auf Drama und Tragweite, aber emotional hat es mich nicht durchgehend erreicht. Ich habe verstanden, wie tiefgreifend vieles sein soll – nur hat es sich für mich nicht immer genauso angefühlt. Gerade bei Figurenbeziehungen, die eigentlich sehr intensiv angelegt sind, fehlten mir die leisen, verletzlichen Zwischentöne, die im Hörbuchformat oft besonders stark wirken könnten. Statt echter Nähe entstand eher ein Eindruck von „viel Gefühl in der Theorie“.

Auch vom Tempo her war es etwas unausgeglichen. Manche Passagen zogen sich, besonders wenn viel erklärt oder reflektiert wurde, während wichtige emotionale Wendepunkte vergleichsweise schnell vorbeigingen. Im Hörformat fällt so etwas noch stärker auf, weil man dem Tempo ausgeliefert ist und weniger „überfliegen“ kann als beim Lesen.

Stärken des Hörbuchs:
- Atmosphärische, düstere Grundstimmung
- Solide Sprecherleistung, die dem Stoff Gewicht gibt
- Episches, bedeutungsschweres Setting

Was mir gefehlt hat:
- Mehr emotionale Nähe zu den Figuren
- Feinere Ausarbeitung der Beziehungen
- Strafferes, gleichmäßigeres Pacing im Hörfluss

Insgesamt ist es ein Hörbuch mit starker Idee und großer Vision, das atmosphärisch überzeugt, mich emotional aber nicht vollständig mitnehmen
Solide, hörbar gut produziert und atmosphärisch dicht – aber ohne den emotionalen Sog, der es zu einem echten Highlight macht.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Locker leichtes Herbstbuch

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Ich wollte dieses Buch wirklich lieben. Herbst-Vibes, Cozy-Setting, RomCom-Energie – eigentlich genau mein Ding. Und ja, atmosphärisch liefert die Geschichte auch genau das: kleine Stadt, Kaffee, Chaos, ...

Ich wollte dieses Buch wirklich lieben. Herbst-Vibes, Cozy-Setting, RomCom-Energie – eigentlich genau mein Ding. Und ja, atmosphärisch liefert die Geschichte auch genau das: kleine Stadt, Kaffee, Chaos, ein Hauch von „alles könnte magisch werden“. Perfektes Setting zum Einkuscheln. 🍂☕

Aber… irgendwas hat einfach nicht ganz gezündet.

Die Grundidee ist süß und verspricht dieses typische Wohlfühl-Kribbeln, doch emotional blieb vieles für mich eher an der Oberfläche. Die Chemie zwischen den Hauptfiguren war da, aber sie hat mich nicht wirklich mitgerissen. Es fehlten diese Momente, bei denen man beim Lesen kurz innehält, weil es im Bauch zieht oder das Herz schneller schlägt. Stattdessen lief die Beziehung eher nach Schema F – nett, aber vorhersehbar.

Auch der zentrale „Disaster“-Aspekt, der ja titelgebend ist, wirkte größer angekündigt, als er sich am Ende anfühlte. Das Drama war da, aber nicht intensiv genug, um echte Fallhöhe zu erzeugen. Konflikte wurden teilweise recht schnell gelöst, wodurch Spannung verloren ging. Ich mag es, wenn Figuren wirklich ringen müssen – miteinander, mit sich selbst, mit ihren Gefühlen. Hier ging vieles etwas zu glatt.

Was ich mochte: das herbstliche Setting – absolute Cozy-Comfort-Vibes, der leichte, flüssige Schreibstil, perfekt als „Zwischendurch“-Buch ohne viel Denkarbeit

Was mir gefehlt hat: Mehr emotionale Tiefe. Stärkere, komplexere Figurenentwicklung. Ein Konflikt, der sich wirklich groß anfühlt

Insgesamt ist es kein schlechtes Buch – eher eines, das man liest, lächelt und danach relativ schnell wieder vergisst. Süß, warm, unkompliziert… aber ohne den Funken, der eine Geschichte besonders macht.

Fazit: Netter Herbst-Snack für zwischendurch, aber kein Herzensbuch.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Viel Gefühl, aber mit Luft nach oben

Les Bouttiers – Wir sind jetzt
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Les Bouttiers ist eine ambitionierte Romance, die mit einem frischen Ton und authentischen Momenten punktet, aber in einigen zentralen erzählerischen Elementen hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. ...

Les Bouttiers ist eine ambitionierte Romance, die mit einem frischen Ton und authentischen Momenten punktet, aber in einigen zentralen erzählerischen Elementen hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Der Roman hat eine schöne, warme Grundstimmung und liest sich angenehm flüssig. Themen wie Identität, Zugehörigkeit und das Gefühl, jetzt im Leben anzukommen, werden nahbar erzählt, und einige Szenen haben mich wirklich abgeholt.
Allerdings bleiben die Charaktere für mich etwas zu flach. Man bekommt zwar ihre Rollen mit, aber ihre innere Tiefe und Entwicklung hätten stärker ausgearbeitet sein können. So fehlt stellenweise die emotionale Wucht. Auch der Farbschnitt ist leider etwas dürftig und wirkt eher wie ein nettes Extra als ein echtes Highlight.
Fazit: Ein gutes, solides Buch mit Herz, das sich leicht lesen lässt, aber erzählerisch mehr Potenzial gehabt hätte.

Empfehlung für alle, die gefühlvolle, moderne Geschichten mögen und keine extrem komplexe Figurenzeichnung erwarten.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Zwei Zeitebenen und eine Leinwand

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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In diesem warmherzigen, vielschichtigen Roman verknüpft die Autorin zwei Zeitebenen und die Schicksale mehrerer Frauen durch ein scheinbar unscheinbares Objekt: eine Leinwand, die über Jahre hinweg Erinnerungen, ...

In diesem warmherzigen, vielschichtigen Roman verknüpft die Autorin zwei Zeitebenen und die Schicksale mehrerer Frauen durch ein scheinbar unscheinbares Objekt: eine Leinwand, die über Jahre hinweg Erinnerungen, Geheimnisse und Lebenswege miteinander verbindet.

Die Handlung spielt in unterschiedlichen Zeiten und Rollen, wobei das Bild einer Leinwand zum zentrale Metapher wird. Wie Schichten aus Farbe auf einem Gemälde ist auch das Leben voller Erinnerungen, Glücksmomente, Traumata und Verluste. Die Autorin nutzt diese Metapher, um sehr feinfühlig Themen wie Herkunft, familiäres Erbe, Identität und persönliche Verantwortung zu erkunden.

Die Figuren sind stark verwoben mit ihren jeweiligen Lebenszeiten, die Geschichten wechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit und schaffen so ein vielschichtiges Porträt von Menschen, die versuchen, ihr Leben zu verstehen und zu ordnen. Besonders die Frage, was wir unseren Eltern schulden und welches Erbe sie uns mitgeben, steht im Zentrum der Erzählung.
Schröders Schreibstil ist dabei klar, warmherzig und sensibel, ohne dabei oberflächlich zu werden. Die ruhige Sprache und die feinen Nuancen der Darstellung laden den Leser ein, innezuhalten und über die eigenen Schichten des Lebens nachzudenken.

Fazit:
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Tite ist ein nachdenklicher, atmosphärisch dichter Familienroman, der durch seine Bildsprache und die verwobenen Lebensgeschichten berührt. Ein Buch, das sowohl die Schönheit als auch die Komplexität des Lebens in den Blick nimmt und zum Nachdenken anregt. Ideal für Leserinnen und Leser, die gerne in Generationenromane mit Tiefgang eintauchen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2026

Zwei Zeitebenen und eine Leinwand

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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In diesem warmherzigen, vielschichtigen Roman verknüpft die Autorin zwei Zeitebenen und die Schicksale mehrerer Frauen durch ein scheinbar unscheinbares Objekt: eine Leinwand, die über Jahre hinweg Erinnerungen, ...

In diesem warmherzigen, vielschichtigen Roman verknüpft die Autorin zwei Zeitebenen und die Schicksale mehrerer Frauen durch ein scheinbar unscheinbares Objekt: eine Leinwand, die über Jahre hinweg Erinnerungen, Geheimnisse und Lebenswege miteinander verbindet.

Die Handlung spielt in unterschiedlichen Zeiten und Rollen, wobei das Bild einer Leinwand zum zentrale Metapher wird. Wie Schichten aus Farbe auf einem Gemälde ist auch das Leben voller Erinnerungen, Glücksmomente, Traumata und Verluste. Die Autorin nutzt diese Metapher, um sehr feinfühlig Themen wie Herkunft, familiäres Erbe, Identität und persönliche Verantwortung zu erkunden.

Die Figuren sind stark verwoben mit ihren jeweiligen Lebenszeiten, die Geschichten wechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit und schaffen so ein vielschichtiges Porträt von Menschen, die versuchen, ihr Leben zu verstehen und zu ordnen. Besonders die Frage, was wir unseren Eltern schulden und welches Erbe sie uns mitgeben, steht im Zentrum der Erzählung.
Schröders Schreibstil ist dabei klar, warmherzig und sensibel, ohne dabei oberflächlich zu werden. Die ruhige Sprache und die feinen Nuancen der Darstellung laden den Leser ein, innezuhalten und über die eigenen Schichten des Lebens nachzudenken.

Fazit:
Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Tite ist ein nachdenklicher, atmosphärisch dichter Familienroman, der durch seine Bildsprache und die verwobenen Lebensgeschichten berührt. Ein Buch, das sowohl die Schönheit als auch die Komplexität des Lebens in den Blick nimmt und zum Nachdenken anregt. Ideal für Leserinnen und Leser, die gerne in Generationenromane mit Tiefgang eintauchen.

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