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Veröffentlicht am 21.07.2025

352 Seiten gute Unterhaltung mit leichter Krimihandlung

Hering, Strandluft, Mordgeflüster - Anni Gade und die Fördemorde
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Da mir der erste Band sehr gut gefallen hatte, wollte ich doch nun unbedingt wissen, wie es mit der Stadtführerin weitergeht. Aber ... oh ... was? Anni arbeitet nun bei einem Radiosender? Eigentlich schade, ...

Da mir der erste Band sehr gut gefallen hatte, wollte ich doch nun unbedingt wissen, wie es mit der Stadtführerin weitergeht. Aber ... oh ... was? Anni arbeitet nun bei einem Radiosender? Eigentlich schade, denn ich hatte schon viel Freude dabei, ihren Ausführungen über die Unterschiede zwischen Deutschland und Dänemark zu lauschen. Aber nun gut, Anni hat sich also weiterentwickelt und macht ein Praktikum beim Flensburger Lokalradio. Und wie sollte es anders sein, wird sie auch hier in einen Mordfall verwickelt. Täter und Motiv bleiben lange unklar. So bleibt es nicht aus, dass Annis Neugier geweckt wird und sie Augen und Ohren offen hält. Und dabei ihrem allerliebsten Lieblingskommissar immer eine Nase voraus ist.


Wie so oft, hat man nach einem furiosen Auftakt sehr hohe Erwartungen an die Fortsetzung(en). So auch in diesem Fall. 

Die Autorin verfügt über das Talent, einen Krimi als lockerleichte Kost zu verkaufen. Viel Lokalkolorit, angefangen von den Kapitelüberschriften bis hin zur Historie.  Sehr gute Unterhaltung, ohne großes Blutvergießen oder Actionhelden. 

Allerdings schweift die Handlung sehr oft ab, was zwar der Unterhaltung Pluspunkte verschafft, dem Krimiliebhaber etwas zu langatmig und ausufernd erscheinen wird.

Abschließend kann ich sagen, dass ich Anni ins Herz geschlossen habe und mich über eine weitere Fortsetzung sehr freuen würde.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

496 Seiten voller Geheimnisse und Urlaubsfeeling 

Inselnächte
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Ach, ich liebe diese Krimis aus deutschen Landen. Oftmals kenne ich die Handlungsorte, so dass ich mich direkt an Land und Leute erfreuen kann.

So ging es mir nun auch im achten Band der Krimireihe mit ...

Ach, ich liebe diese Krimis aus deutschen Landen. Oftmals kenne ich die Handlungsorte, so dass ich mich direkt an Land und Leute erfreuen kann.

So ging es mir nun auch im achten Band der Krimireihe mit der Kriminalpsychologin Ruth Keiser und dem Polizisten Martin Ziegler.  Obwohl ich die Reihe nicht durchgängig verfolgt habe, war ich neugierig, welchen Fall sie dieses Mal zusammen lösen durften.

Ich sollte vielleicht vorab noch erwähnen, dass es wohl besser wäre, ein oder zwei Bände der Reihe bereits zu kennen, da es nicht soviel Rückblicke gibt, und anfangs auch alles irgendwie verwirrend erscheint. 

Zu Beginn greift die Autorin schon mal direkt in ihre Trickkiste und baut Emotionen und Antipathien auf. Schnell wird klar, gegen wen man eine Abneigung hat bzw. haben soll. Glückwunsch, Frau Eichbaum, bei mir hat es absolut funktioniert. 

Im Fortlauf der Geschichte treffen nun mehrere Handlungsstränge aufeinander, die jedoch nie vom Geschehen ablenken. Die Spannung bleibt erhalten, was natürlich dem bildhaften Schreibstil geschuldet ist. Gerade zu Beginn, hört man förmlich das Dünengras sich im Wind bewegen und den Sand knirschen. 

Aber auch die Handlungen der Protagonisten wurden sehr gut aufeinander abgestimmt, so dass es nachvollziehbar erschien und immer ein Knistern in der Luft lag. 

Leider erschien mir die Handlung an manchen Stellen auch etwas zu ausufernd. Aber diese waren nur kurze Momente, auf denen dann wieder Spannung folgte.

Abschließend kann ich sagen, dass mich dieser Norderney-Krimi sehr gut unterhalten und mir auch etwas Urlaubsfeeling vermittelt hat. Ich verspreche auch, nicht in den Dünen zu klettern und die Sperrschilder zu beachten! 

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Veröffentlicht am 26.06.2025

192 Seiten voller bildhafter Eindrücke

Ich liebe das Meer wie meine Seele - Ostfriesland und seine Inseln
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Ich bin ein Meerkind! Zwar nicht an der Küste geboren, aber tief im Herzen damit verwurzelt. Schon in meiner Kindheit durfte ich die Ferien mit meinen Eltern an der Nordsee verbringen. Anschließende Kuraufenthalte, ...

Ich bin ein Meerkind! Zwar nicht an der Küste geboren, aber tief im Herzen damit verwurzelt. Schon in meiner Kindheit durfte ich die Ferien mit meinen Eltern an der Nordsee verbringen. Anschließende Kuraufenthalte, aufgrund schwerer Atemwegserkrankungen,  wurden ebenfalls am Meer verbracht. Somit war ich schon früh auf die Nordsee geprägt und habe Ostfriesland immer wieder bereist. 

Mit der Anfrage der Autorin, Heike Gerdes, ob ich das Buch lesen möchte, kamen meine Kindheitserinnerungen wieder zum Vorschein. Das Rumtoben am Strand, Burgenbauen, Schätze suchen, Basteln mit Strandgut und natürlich auch die Wattwanderungen. 

Nicht zu vergessen, die zahlreichen Sonnenuntergänge, die ich am Strand genießen durfte und zugegeben, auch dabei das eine oder andere Mal eingedöst bin. 

Die im Buch verwendeten Fotos spiegeln Ostfriesland und seine Inseln perfekt wieder. Egal ob Strand, Meer oder Sehenswürdigkeiten, dieses Buch verbreitet definitiv Sehnsucht. Sehnsucht nach Ruhe und Gelassenheit. 

Ostfriesland - ist einfach eine Reise wert!


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Veröffentlicht am 06.06.2025

384 Seiten voller Geheimnisse und Leidenschaft

Andalusische Sonne
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Ort der Handlung: Torremolinos, Spanien

Auf den ersten Seiten lernen wir Daniel kennen. Er stammt aus "gutem Haus" und seine Eltern sind bestrebt, ihm ein sorgenfreies Leben zu bescheren. Kurzum, er ...

Ort der Handlung: Torremolinos, Spanien

Auf den ersten Seiten lernen wir Daniel kennen. Er stammt aus "gutem Haus" und seine Eltern sind bestrebt, ihm ein sorgenfreies Leben zu bescheren. Kurzum, er hat alles was er braucht: Drogen, Sex und eine glühende Kreditkarte.
Zugegeben, ich musste mit erst einmal an die, na ja, nennen wir es mal Freizügigkeit der Sprache gewöhnen. Die Sexkapaden wurden ausufernd beschrieben und an manchen Stellen war es mir auch etwas zuviel des Guten, so dass ich mich eher überwunden habe, weiter zu lesen. Die Krimihandlung findet leider erst sehr spät statt, zuvor nimmt Daniels Leben sehr viel Platz ein. Aber da ist ja nicht nur Daniel, sondern auch seine Cousine Julia, die ihn nach Spanien eingeladen hatte. Auch Julia scheint kleinen amourösen Abenteuern nicht abgeneigt zu sein, so entdeckt Daniel, dass ein älterer Kunstkenner großen Gefallen an Julia zeigt, was diese gerne erwidert. Dann werden plötzlich Leichenteile gefunden und der wahre Krimi nimmt seinen Lauf.

Der Autor, der bereits unter seinem Klarnamen (Gerd Weihsmann) einige Kriminalromane veröffentlicht hat, wagt sich nun ans Mittelmeer um seine Leidenschaft für die mediterrane Lebenskultur einzubringen. Eigentlich ein schöner Gedanke! Wenn da nur nicht diese ganzen Drogenexzesse und Sexpraktiken so ausführlich beschrieben wurden. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich oft überlegt hatte, das Buch zu beenden. Es war mir einfach, wie man heute sagt: Too much!
Als der Kriminalfall dann erkennbar wurde, nahmen die Ermittlungen ihren Lauf, dennoch blieb dieses unterschwellige Gefühl von Abneigung.

Leider hatte das Cover mehr versprochen, als ich tatsächlich erhalten habe. Schade!

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Veröffentlicht am 06.06.2025

461 Seiten voller Sehnsüchte und Hoffnung

Die Spur der Sehnsucht
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Ort der Handlung: Borkum

Zu Beginn lernen wir Sventje kennen. Sie erwartet ein Kind, während ihr Ehemann auf See ist. Die Hoffnung darauf, dass er noch rechtzeitig zur Geburt zuhause sein kann, ist schwindend ...

Ort der Handlung: Borkum

Zu Beginn lernen wir Sventje kennen. Sie erwartet ein Kind, während ihr Ehemann auf See ist. Die Hoffnung darauf, dass er noch rechtzeitig zur Geburt zuhause sein kann, ist schwindend gering, da sich auf dem Schiff auch noch eine ansteckende Krankheit breit macht. Man spürt, mit welcher Empathie die Autorin die Protagonisten beschreibt. Oftmals hatte ich das Gefühl, direkt neben Sventje zu stehen, sie atmen zu hören, und nicht nur das Buch zu lesen. Ja, ich könnte mir sogar vorstellen, dass diese Saga verfilmt werden könnte.
Auch Lian, ihr Mann wird detailliert beschrieben, so dass schnell ein Bild entsteht. Ein Mann, der sich für seine Familie aufopfert, um alle Münder zu stopfen und ein halbwegs gutes Leben zu führen.
Tja, beim guten Leben kommt auch schon der Schwenk zu Valentin von Halversberg. Anfangs fand ich ihn irgendwie aufdringlich. Es war mir fast schon ein bisschen zu fürsorglich, wie er Sventje umgarnte. Aber im Fortgang der Geschichte wurde klar, weshalb das so war. Bei allen drei Protagonisten wurden die jeweiligen Sehnsüchte bildhaft gemacht. Es waren die einzelnen Szenen, die mich an die Geschichte fesselten und das Buch zum gewahren Lesegenuss werden ließen.

Ich bin schon sehr gespannt, was im Fortsetzungsband auf mich wartet.

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