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Chiralu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.10.2025

Wunderschöner Wohlfühlroman für kuschelige Lese- oder Hörstunden

Books & Coffee - Das Beste liegt immer vor uns
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Ich habe ein Faible für Wohlfühlromane, die einfach von der ersten bis letzten Seite Wärme, Gemütlichkeit und Geborgenheit ausstrahlen. Diese Art von Büchern, mit denen man sich in eine kuschelige Decke ...

Ich habe ein Faible für Wohlfühlromane, die einfach von der ersten bis letzten Seite Wärme, Gemütlichkeit und Geborgenheit ausstrahlen. Diese Art von Büchern, mit denen man sich in eine kuschelige Decke einmümmelt und den Tag gemütlich ausklingen lassen kann, mit dem Wissen, dass es ein Happy End geben wird.

Und genau das habe ich mit dem Buch "Books & Coffee - Das Beste liegt immer vor uns" von Ella Lindberg bekommen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lucy, die plötzlich ihr komplettes Leben umkrempelt. Alles fing damit an, dass ihr Freund, und gleichzeitig Chef, das Café Zuckerzeit aufkaufen wollte und sie dafür die Formalitäten mit der Unterschrift klären sollte. Doch dabei hatte Sven ganz und gar nicht die Absicht, das Café im Sinne der verstorbenen Betreiberin weiterzuführen. Diesen Gedanken konnte Lucy auf einmal nicht ertragen, es fühlte sich nicht richtig an und so kam es, dass sie plötzlich die Käuferin des Cafés war und ihr altes Leben quasi hinter sich ließ.

Was für eine Entwicklung! Natürlich ging es Anfangs drunter und drüber, denn: Lucy hatte keine Ahnung, was sie da tat. Doch sie wuchs mit ihren Aufgaben und nicht nur das kleine, gemütliche Café wurde zum Strahlen erweckt, auch Lucy fand ihr Strahlen wieder und ich hab mich so gefreut, wie sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt hat.

Die Autorin hat der Protagonisten so viel Tiefe und "Leben" eingehaucht, dass ich mich über jeden ihrer Fortschritte einfach mitfreuen musste.

Lucy musste diese Herausforderungen jedoch nicht ganz alleine meistern, sondern hat ganz unerwartet mit der Kunststudentin und ehemaligen Angestellten Clara eine tolle Unterstützung an ihrer Seite bekommen. Und dann gab es da natürlich noch den Bücher klauenden Gast, der noch eine wichtige Rolle in dieser Geschichte einnimmt - aber ich möchte ja nicht zu viel verraten.

Ich habe mich sehr wohl im Café Zuckerzeit gefühlt und bedauere es ja ein klitzekleines bisschen, dass wir hier vor Ort nicht auch so ein tolles Büchercafé haben. Zum Glück wird es ja aber einen zweiten Teil geben, wie ich gerade festgestellt habe, und worauf ich mich schon sehr freue!

Wer auf der Suche nach einem absoluten Cozy-Roman ist, in dem es um Neuanfänge, über sich selbst hinauswachsen und Freundschaften geht, dem kann ich dieses Buch absolut ans Herz legen. Ihr werdet dort keine spannenden Wendungen oder ähnliches findet, dafür wird sich die Geschichte aber wie eine kuschelige Decke um euch legen. Klingt eventuell kitschig, aber es war einfach zauberhaft schön!

Da ich dieser Geschichte als Hörbuch gelauscht habe, möchte ich natürlich auch gerne noch ein Wort zu dem Hörbuch verlieren. Gelesen wurde das Buch von Rebecca Veil und ich habe ihr wirklich gerne zugehört. Mir gefiel sowohl das Sprechtempo als generell auch einfach ihre Stimme. Ich konnte der Story super folgen, fühlte mich gut unterhalten und war mit dem Hörbuch einfach rundum zufrieden. Deshalb nicht nur großes Lob an die Autorin, sondern natürlich auch an die Sprecherin.

Veröffentlicht am 06.10.2025

Wenn in der Antarktis die Funken fliegen - wunderschöne WinterRomance!

The Penguin Paradox
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Das niedlich verspielte Cover war zu Beginn der ausschlaggebende Punkt, warum ich zu diesem Buch gegriffen habe, denn dadurch hat es mein Interesse geweckt. Aber auch inhaltlich konnte mich die Geschichte ...

Das niedlich verspielte Cover war zu Beginn der ausschlaggebende Punkt, warum ich zu diesem Buch gegriffen habe, denn dadurch hat es mein Interesse geweckt. Aber auch inhaltlich konnte mich die Geschichte fesseln, sodass ich nicht nur froh bin, mich von der ansprechenden Optik verleiten lassen zu haben, sondern auch direkt zu Beginn dieser Rezension eine große Leseempfehlung aussprechen möchte!

Ich fand die beiden Protagonisten sofort sehr interessant und war beeindruckt, wie die Autorin den Charakteren nach und nach immer mehr Tiefe und "Leben" eingehaucht hat. Besonders Beckett hat mich sehr überrascht und ich fand es so sympathisch, dass dieser Mann sich für hundert Pinguine Namen überlegt hat. Mal ehrlich, wie kann man das nicht süß finden? Statt dahinzuschmelzen, nahm Emerie dies allerdings persönlich und verbuchte es eher in die Kategorie "unverschämtes Einmischen".

Generell war die Abneigung der beiden Protagonisten zueinander sofort spürbar und als Emerie ein Missgeschick nach einer Flasche Wein passierte, musste ich herzlich lachen. Auch wenn es die Beziehung der beiden zueinander natürlich zu Beginn noch verkomplizierte.

Doch nach und nach lernt Emerie die wahre Seite von Beckett kennen und das Buch zeigt uns auf, was Vorurteile oder eher Missverständnisse bewirken können. So entsteht ein Bild von einer Person in unserem Kopf, was absolut falsch ist. Und haben wir erst einmal diese Meinung, versteht man auch andere Situationen dementsprechend falsch. Dies ist nicht nur fabelhaft und absolut nachvollziehbar umgesetzt, sondern regt auch zum Nachdenken an. Denn mal ehrlich: Ähnliche Situationen kennt doch vermutlich jeder von uns, oder?

Mir gefiel auf jeden Fall die Entwicklung der Beziehung von Emerie und Beckett und ich war so froh, dass die Autorin hier meine Erwartungen voll und ganz erfüllt (und sogar noch übertroffen) hat. Nichts ist frustrierender, als wenn man sich so auf ein Buch freut und es am Ende unzufrieden zuschlägt.

Das passiert bei diesem Buch auf jeden Fall nicht. Ganz im Gegenteil und so ist "The Penguin Paradox" vielleicht auch das perfekte Geschenk zu Weihnachten, denn die tolle winterliche Kulisse mit putzigen Pinguinen macht diese Liebesgeschichte perfekt. Doch es ist weit aus mehr als eine Romance, auch Thematiken wie Freundschaft, Vertrauen und Verantwortung übernehmen werden hier aufgegriffen.

Da mir die Geschichte so gut gefallen hat, habe ich übrigens nach dem Buch auch noch zum Hörbuch gegriffen und kann beides sehr empfehlen. Das Buchlässt sich wunderbar flüssig lesen und die Szenen tauchen herrlich bildlich vor dem geistigen Auge - auch hier noch einmal ein großes Lob an den Schreibstil von Greta Milán.

Das Hörbuch habe ich während weiterer Fahrstrecken gehört und möchte es deshalb auch noch einmal explizit erwähnen, denn die Sprecher Nora Schulte und Alexander Pensel haben der Geschichte noch einmal anders Leben eingehaucht. Ich mochte die Stimmen, das Tempo und die Stimmung, die sie kreierten, sehr!

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Voller Liebe und Emotionen - berührend und tiefgründig

Versprich mir, dass du tanzt
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Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lily, die ihren geliebten Ehemann Adam verliert. Am Sterbebett nimmt er ihr ein schweres Versprechen ab: Sie soll sich mit ihrem ehemals besten Freund Josh aussprechen ...

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Lily, die ihren geliebten Ehemann Adam verliert. Am Sterbebett nimmt er ihr ein schweres Versprechen ab: Sie soll sich mit ihrem ehemals besten Freund Josh aussprechen und vor allem beiden – Adam und Josh – vergeben.

Dass es emotional werden würde, war zu erwarten. Doch ich war überrascht, wie sehr mich diese Geschichte direkt von der ersten Seite an berührt hat. Normalerweise brauche ich eine gewisse Zeit, um mit den Protagonisten warmzuwerden. Ich muss sie erst „kennenlernen“, um wirklich mitzufühlen. Dieses Buch schaffte es aber direkt mit dem Einstieg, dass ich schlucken musste und das erste Tränchen verdrückt habe. Dass mich diese Geschichte SO berührt, damit habe ich nicht gerechnet. Doch genau das hat die Autorin Dani Atkins geschafft und das konstant die ganze Zeit.

Besonders gelungen fand ich, wie sich die einzelnen Puzzleteile der Handlung nach und nach zusammensetzen. Es hat ein Jahr gedauert, bis sich Lily an ihr Versprechen erinnert hat und versucht es irgendwie umzusetzen, wenn auch eher halbherzig. Nur, damit sie sagen konnte, sie hat es ja versucht. Aber dann gab es die kleinen Zeichen, diese Zufälle, die vielleicht auch keine Zufälle waren und die so offensichtlich warne, dass Lily sie gar nicht ignorieren konnte. Vielleicht war das für manche etwas zu konstruiert, für mich jedoch hat es sich absolut richtig angefühlt. Wer weiß, vielleicht hatte Adam ja tatsächlich „von oben“ seine Finger im Spiel.

Sehr berührt haben mich auch die Rückblenden – zum Beispiel Lilys erste Begegnung mit Josh oder das erste Date mit Adam. Diese Szenen haben mir auf wunderbare Weise gezeigt, warum beide Männer so eine bedeutende Rolle in Lilys Leben gespielt haben. Durch die Sprünge in die Vergangenheit wurde nach und nach enthüllt, was wirklich zwischen Lily und Josh passiert ist, bevor ihre Freundschaft plötzlich endete. Diese langsame Auflösung fand ich sehr spannend und auch, wenn man es irgendwie insgeheim geahnt hat, hatte ich beim Lesen dann diesen "Ha, ich wusste es!"-Moment.

Insgesamt muss man sagen, dass es hauptsächlich um Lily ging und ihr Charakter sowie all ihre Gefühle authentisch und mit ganz viel Tiefe ausgearbeitet waren. Adam und Josh blieben im Vergleich deutlich blasser und hier und da hätte ich mir schon gewünscht vor allem noch mehr über Josh zu erfahren. Andererseits hätte dies eventuell auch einfach den Rahmen gesprengt und nun, nachdem ein zwei Tage nach dem Beenden des Buches vergangen ist und ich mir das ganze noch einmal durch den Kopf gehen lassen habe, finde ich den Fokus auf Lily doch genau richtig. Hätte man hier Joshs Charakter noch mehr Raum gegeben, hätte Lilys Charakter eventuell zurückstecken müssen und das wäre definitiv schade gewesen!

Ich habe auf jeden Fall das Buch verschlungen und als Lily endlich Josh wiedergefunden hat, habe ich sehr gehofft, dass sie diese riesige Mauer, die zwischen ihnen stand, überwinden könnten.

Mit diesem Ende habe ich nicht gerechnet: Es ist einerseits ein Happy End, das Adams und Joshs Bedeutung in Lilys Leben noch einmal unterstreicht. Andererseits hat es mir das Herz zerrissen. Uff. Dieses Buch hat mich mehr als nur berührt – es hat mich emotional mitgenommen, tief getroffen und lange nicht losgelassen.

Eine absolute Leseempfehlung!

Zum Schluss noch mein Lieblingszitat aus dem Buch:
„Ich weiß nicht, wie sich ‚Für immer‘ anfühlt. Aber ich weiß, dass es niemanden auf der Welt gibt, mit dem ich es lieber ausprobieren würde als mit dir.“

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Gemütliche YA-Herbstlektüre

Falling Like Leaves
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Auch wenn ich (leider) nicht mehr zu der eigentlichen Zielgruppe gehöre, so greife ich doch immer wieder gerne zu Jugendbüchern und tauche in Geschichten, in denen es um die erste Liebe, die Selbstfindung ...

Auch wenn ich (leider) nicht mehr zu der eigentlichen Zielgruppe gehöre, so greife ich doch immer wieder gerne zu Jugendbüchern und tauche in Geschichten, in denen es um die erste Liebe, die Selbstfindung und generell das Erwachsen werden geht. Aus diesem Grund hat mich auch das Buch "Falling Like Leaves" natürlich sofort angesprochen und hinzukommt, dass das herbstliche Setting einfach perfekt zu der aktuellen Jahreszeit gepasst.

Also schnappte ich mir Buch, Decke und Kakao und machte es mir gemütlich, während ich in die charmante Kleinstadt abtauchte. Also in eben jene Kleinstadt, in der Ellis eigentlich gar nicht sein wollte. Als ihre Eltern ihr verkünden, dass ihre Mutter für eine gewisse Zeit nach Bramble Falls gehen und Ellis mitkommen wird, brach für sie eine Welt zusammen. Sie hatte nämlich ganz andere Pläne, die vorsahen, dass sie an der Columbia University Journalismus studiert und ihrem Vater so nacheifern könnte.

Daraus wurde jedoch nichts und sie fand sich plötzlich in dem Ort wieder, wo ihre Tante und Cousine lebten und zu denen sie für diese unbestimmte Zeit zog. Hier war sie früher schon öfters, doch wenn man wo partout nicht sein will, dann findet man es natürlich einfach nur schrecklich. Und ich konnte Ellis wirklich verstehen.

In einer Kleinstadt kennt jeder jeden und so kam es, dass Ellis ihren ehemals besten Freund Cooper, mit dem sie vor drei Jahren sogar ihren ersten Kuss hatte, traf, der jedoch rein gar nichts von ihr wissen wollte. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, aber ich mochte das leise Knistern zwischen den beiden sehr. Generell ist Cooper einfach ein absoluter Gewinn für die ganze Geschichte und ein absoluter "Good Guy" - so, wie man sich den perfekten ersten Freund vorstellt und wünscht.

Ellis hingegen handelte an einigen Stellen wirklich unüberlegt und war dadurch ziemlich anstrengend und mies, wobei man hier aber auch einfach ihr Alter berücksichtigen muss. Trotzdem hätte ich sie gerne hin und wieder geschüttelt. Doch gleichzeitig muss ich mir eingestehen, dass ich gar nicht weiß, ob ich "erwachsener" mit der Situation an ihrer Stelle umgegangen wäre. Hier muss man wohl einfach die Zielgruppe und das Alter der Protagonistin berücksichtigen.

Ihre Entwicklung an sich mochte ich allerdings sehr und ich hab mich so für sie gefreut als sie wieder mehr zu sich selbst fand.

Die Nebencharaktere runden die ganze Geschichte wundervoll ab und Sloane und Jake sind wirklich eine Bereicherung und zeigen noch einmal schön auf, was Freundschaft ist.

Ich mochte das Buch wirklich sehr und glaube, dass es auch vielen Jugendlichen so gehen wird. Es behandelt Themen, die für diese Altersgruppe unglaublich relevant sind, und die Autorin hat sie mit viel Feingefühl in die Geschichte eingewoben.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Ein unterhaltsamer, humorvoller Wohlfühl-Krimi

Mrs Potts’ Mordclub und der Tote in der Themse
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Bereits nach dem ersten Teil der Reihe um "Mrs Potts’ Mordclub" war ich Feuer und Flamme und hab mit den drei Hobbydetektivinnen auch in den weiteren Teilen mitgefiebert und gerätselt. Dementsprechend ...

Bereits nach dem ersten Teil der Reihe um "Mrs Potts’ Mordclub" war ich Feuer und Flamme und hab mit den drei Hobbydetektivinnen auch in den weiteren Teilen mitgefiebert und gerätselt. Dementsprechend ist es bestimmt wenig verwunderlich, dass ich natürlich auch zu diesem Buch greifen musste.

Judith ist mittlerweile, nach drei gelösten Fällen, bekannt wie ein bunter Hund in ihrer Gegend und so kam es, dass sich eine Frau an sie wandte, weil ihr Ehemann verschwunden war. Kurze Zeit später wurde dieser tot gefunden und natürlich kann es Judith sich nicht nehmen lassen, mit ihren Freundinnen Becks und Suzie zu ermitteln - und das, obwohl es Detektivinspektor Malik ihnen verboten hatte.

Der ganze Fall warf ziemlich viele Fragen auf und ich hatte dieses Mal keine Idee, wer der Mörder gewesen sein könnte. Es könnte jeder der Verdächtigten sein und doch sprach wieder etwas gegen den jeweiligen Verdacht. Voller Eifer habe ich also mitgerätselt und wieder einmal hat der Autor den Mordfall mit viel Humor kombiniert, sodass ich des Öfteren wieder geschmunzelt habe.

Allerdings war dieser Fall im Vergleich zu den vorherigen Teilen doch etwas schwächer. Zum einen lag es meiner Meinung nach daran, dass die das Ermittlertrio eher als Einheit auftrat und somit der Charme der drei Damen als einzelner Charakter etwas verloren ging. Zum anderen fehlte mir etwas die Spannung und der Nervenkitzel. Die letzte Szene machte es dafür wieder wett und ich bin schon jetzt auf den nächsten Teil gespannt, aber diese Spannung hätte ich mir auch bei der Lösung des Mordes gewünscht.