Ein gelungener Genremix
WaveSchon nach den ersten Seiten war klar: WAVE wird kein gewöhnlicher Sci-Fi-Roman. Das Worldbuilding der Zitadellenstadt ist spannend, kreativ und überraschend zugänglich – ich habe mich nie überfordert ...
Schon nach den ersten Seiten war klar: WAVE wird kein gewöhnlicher Sci-Fi-Roman. Das Worldbuilding der Zitadellenstadt ist spannend, kreativ und überraschend zugänglich – ich habe mich nie überfordert gefühlt und konnte problemlos der Handlung folgen. Die düstere, futuristische Stadt, umgeben vom Dschungel, wirkt lebendig und durchdacht, genauso wie das Machtgefüge aus Konzernen, Sicherheitskorps und Untergrund.
Wave ist eine starke, toughe Protagonistin, die nicht lange zögert, sondern handelt und sich dabei von einer brenzligen Situation in die nächste manövriert. Besonders gelungen fand ich die Verbindung aus Spannung, Humor, Action und emotionalen Momenten. Die Themen rund um Konzerngier, soziale Ungleichheit, Manipulation und die Frage, ob Maschinen leben können, sind aktuell, clever eingearbeitet und typisch für gutes Cyberpunk-Feeling.
Der Schreibstil ist modern, flüssig und extrem angenehm zu lesen. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen. Kleine Fragezeichen zwischendurch lösen sich später schlüssig auf wobei man genügend Hinweise bekommt, um eigene Schlüsse zu ziehen. Einziger kleiner Kritikpunkt für mich: Dir Nebenfiguren hätten für mich ein klein wenig mehr Tiefe vertragen können, das jedoch Geschmackssache.
Unterm Strich ist WAVE ein spannendes, rasantes Werk mit Suchtfaktor, das Lust auf mehr aus dieser Welt macht. Auch für Leser:innen, die sonst kaum Sci-Fi oder Cyberpunk lesen, absolut einen Blick wert.