Abgebrochen
The Witch CollectorSo interessant der Klappentext klang, die Geschichte hat mich nicht packen wollen. Final hab ich es dann bei ca. 55% abgebrochen, weil keinerlei Movitation mehr vorhanden war.
Die Welt als solches klang ...
So interessant der Klappentext klang, die Geschichte hat mich nicht packen wollen. Final hab ich es dann bei ca. 55% abgebrochen, weil keinerlei Movitation mehr vorhanden war.
Die Welt als solches klang durchaus interessant, final hatte ich aber dennoch kein Gefühl dafür. Man bekommt etwas von Ostlanden, Sommerländern und deren Herrschern erzählt, aber wie die Welt sich genau aufbaut, wird kaum thematisiert. Tatsächlich kann ich mich nicht mal daran erinnern, dass das Reich einen Namen hat. Auch habe ich kein Gefühl dafür bekommen, wo wir uns auf einer Karte gesehen befinden - wie groß ist das Dorf? Wo ist die nächste Stadt? Wo sind Landesgrenzen? Man bekam dadurch auch für Entfernungen kein Gefühl.
Das Magiesystem ... klang interessant, Erklärungen fehlten hier aber auch gänzlich. Es wirkte an vielen Stellen bis dato auch recht willkürlich.
Gut fand ich, dass wir die Geschichte aus beiden Sichten erzählt bekommen. Auch wenn ich tatsächlich zu beiden Protas keinen wirklichen Bezug herstellen konnte. Raynas Einstellung und Meinungen zu Beginn konnte ich total nachvollziehen - im weiteren Verlauf nicht mehr. Warum sie sich in den Witch Collector verliebt (und das auch noch total schnell), hat sich für mich nicht erschlossen. Alexus mochte ich da noch mehr, wobei mir an manchen Stellen seine Einstellung auch nicht deutlich genug wurde.
Die Liebesgeschichte hab ich leider überhaupt nicht nachvollziehen können. Wo haben die beiden Gefühle füreinander entwickelt? Und warum? Da hätte man meiner Meinung nach echt drauf verzichten können.
Andere Charaktere gab es zwar, wirkten auf mich aber insgesamt recht blass und sehr austauschbar. Oft auch leider einfach nur als Mittel zum Zweck. Bei einigen geht das aber auch damit einher, dass weder die Welt noch das Magiesystem wirklich erläutert wurden.
Es wird gleich am Anfang des Buches darauf hingewiesen, dass Rayna nicht sprechen kann und Gebärdensprache benutzt. Spannende Thematik! Mir fallen da kaum andere Bücher ein, die das auch haben. ABER... leider wirkte auch das einfach nur austauschbar. Denn gefühlt jeder, mit dem Rayna zu tun hat, kann Gebärdensprache! Es kommt zu keinerlei Problemen und es wirkt beim Hören einfach wie ein ganzes normales Gespräch, auch wenn es das eigentlich nicht ist. Dann frage ich mich doch, warum man diesen Aspekt überhaupt in die Handlung schreibt, wenn man ihn dann gar nicht als solches nutzt oder Probleme dadurch entstehen.
Die Handlung ist an sich gut gestartet, hat mich dann aber verloren. Nach dem ersten Kampf passiert gefühlt einfach gar nichts mehr und wir laufen nur noch durch einen Wald und führen belanglose Gespräche. So war zumindest mein Eindruck, denn es passierte kaum etwas Relevantes und wenn fehlte einfach auch der Kontext fürs Verständnis. Ich bin immer öfter abgeschwiffen und das war für mich dann auch das Zeichen, dass ich die Geschichte nicht weiter verfolgen brauche.
Mein Fazit
Leider war die Geschichte nicht meins. Welten- und Magiekonzept sind mir auch in der Hälfte der Geschichte noch nicht wirklich klar gewesen, auch wenn es eigentlich ganz interessant klang. Mit beiden Protagonisten habe ich mich schwer getan - ganz besonders dann, als eine Liebesgeschichte hinzukam, die für mich nicht nachvollziehbar war. Die Handlung hat sich über weite Teile als belanglos angefühlt - ich bin immer wieder abgeschiffen und dann lohnt sich das Weiterhören auch nicht mehr. Schade fand ich es, dass die Tatsache, dass Rayna sich mit Gebärden unterhält, kaum Relevanz hatte - denn irgendwie konnte ja jeder Gebärdensprache. Dann kann man sie eigentlich auch sprechen lassen. Final ... die Motivation sank mit jeder Minute mehr, sodass ich mich dann doch für einen Abbruch entschieden habe.