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Veröffentlicht am 19.06.2020

Schicksalhaftes Wiedersehen

Der Klang deines Lächelns
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„Der Klang deines Lächelns“ war mein drittes Buch von Dani Atkins und auch hier hat es nur wenige Kapitel gedauert, bis sie es geschafft hat, mich zu berühren. Trotzdem ist es mir diesmal schwerer gefallen, ...

„Der Klang deines Lächelns“ war mein drittes Buch von Dani Atkins und auch hier hat es nur wenige Kapitel gedauert, bis sie es geschafft hat, mich zu berühren. Trotzdem ist es mir diesmal schwerer gefallen, einen Zugang zu der Geschichte zu finden, was daran lag, dass ich mit den Charakteren meine Schwierigkeiten hatte.
Als Teenager hat Charlotte eine schicksalhafte Begegnung mit David und verliebt sich in ihn. Als sie ihn Jahre später zufällig wieder trifft, ist er gerade mit der Musikerin Ally zusammengekommen. Die beiden haben nicht viel gemeinsam und streiten sich häufig wie Hund und Katz. Nach nur wenigen Monaten zerbricht die junge Liebe. Wieder einige Jahre später treffen Ally und Charlotte im Wartezimmer einer Intensivstation aufeinander. Ihre beiden Männer befinden sich in lebensbedrohlichem Zustand. Das Wiedersehen, insbesondere, da Charlotte nun mit David zusammen ist, reißt alte Wunden, Zorn und Eifersucht auf.
Charlotte und Joe (Allys Mann), mochte ich sehr gerne. Ally fand ich allerdings furchtbar zickig und von sich selbst überzeugt. Sie hat es David übertrieben schwer gemacht, sie kennenzulernen. Obwohl bereits nach kurzer Zeit klar war, dass die beiden keinen gemeinsamen Nenner haben, wurde sie nicht müde, ihm sein fehlendes Interesse für ihre klassische Musik vorzuhalten. Auch ihre extreme Eifersucht auf Charlotte war völlig übertrieben und machte sie unsympathisch. David ist ein Charmeur, ein Mann, der Frauen bezaubert. Aber er hat auch seinen Stil, wie er mit seinen Freundinnen spricht. Ally und Charlotte bekamen ähnliche Kosenamen verpasst. Außerdem fand ich es wirklich befremdlich, dass er während er Weihnachtsgeschenke für Charlotte kauft, einer Straßenmusikerin nachschaut und hofft, dass es Ally ist. Dass er im Halbschlaf manchmal noch ihren Namen murmelt. Er hat sie sieben Jahre nicht mehr gesehen, die beiden waren nur wenige Monate zusammen – ich kann diese Obsession nicht verstehen und habe mir manches Mal gewünscht, Charlotte wäre mit Joe zusammen oder einem anderen Mann, der ihr sein komplettes Herz schenkt.
Die Handlung im Krankenhaus umfasst nur ein paar Tage. Dazu wird in Rückblicken die Vergangenheit der Charaktere erzählt. Ich musste mich erst ein wenig an diese sprunghafte Erzählweise gewöhnen. Ally Gegenwart, Ally vor 8 Jahren, Ally vor 4 Jahren, Charlotte vor 6 Jahren usw. Alles in der Ich-Form.
Gegen Ende wird die Geschichte wahnsinnig emotional und während ich die letzten Seiten las, saß ich weinend auf dem Sofa. Plötzlich war es völlig egal, ob ich jeden Protagonisten mag oder nicht. Was ihnen passiert ist einfach so dramatisch und zu Herzen gehend, dass es niemanden kaltlassen kann.

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Veröffentlicht am 12.06.2020

Etwas schwächer als der erste Teil

Die Farben der Schönheit - Sophias Träume (Sophia 2)
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Nachdem der erste Teil von „Die Farben der Schönheit“ mein Lesehighlight im April war, habe ich mich sehr gefreut, dass es mit Sophia Krohn bereits weiter geht.
„Sophias Hoffnung“ endete mit einem Cliffhanger. ...

Nachdem der erste Teil von „Die Farben der Schönheit“ mein Lesehighlight im April war, habe ich mich sehr gefreut, dass es mit Sophia Krohn bereits weiter geht.
„Sophias Hoffnung“ endete mit einem Cliffhanger. „Sophias Träume“ beginnt nur wenige Wochen später.
Die Rahmenhandlung aus dem Vorgängerband wird auf den ersten Seiten kurz zusammengefasst, bei dieser Serie finde ich es allerdings auf jeden Fall erforderlich, die Reihenfolge einzuhalten. „Die Farben der Schönheit“ kann nicht als Einzelband gelesen werden, zu viel der Geschichte würde sonst fehlen.

Ein weiteres Mal befindet sich das Leben der jungen Chemikerin in Trümmern. Ihren geliebten Job in der Fabrik von Helena Rubinstein hat sie verloren. So schnell lässt sich Sophia allerdings nicht unterkriegen. Sie fährt nach Paris um mehr über das Schicksal ihres Sohnes zu erfahren und um ihre beste Freundin Henny wiederzusehen. Beide Unterfangen stellen sich zunächst als Sackgassen heraus. Zurück in Amerika spricht Sophia bei Elisabeth Arden vor und erhält eine neue Chance.
Während die Welt mit einer schweren Wirtschaftskrise zu kämpfen hat, plant Elisabeth Arden die Eröffnung einer Beauty-Farm, etwas, dass es bis dahin noch nie gegeben hatte.

„Sophias Träume“ ist der Mittelband in einer Trilogie und genauso kam es mir auch manchmal vor - wie ein Zwischenteil.
Das erste Buch hatte ich mich mit großer Begeisterung gelesen. Obwohl ich den Schreibstil auch diesmal wieder sehr lebendig und gelungen finde, hatte der 570 Seiten starke Roman doch einige Längen für mich. Phasenweise entwickelt sich die Handlung sehr langsam. Die Eröffnung der Beauty-Farm verzögerte sich immer wieder und auch mir als Leser schien es, dass sich Enthüllungen ein aufs andere mal nach hinten verschoben.
Mir war durchaus bewusst, dass sich der Cliffhanger aus Band 1 nicht binnen weniger Kapitel auflösen wird und dass es zu früh für ein Happy-End ist. Dennoch fand ich es etwas enttäuschend, dass sich dieses Thema bis zum Ende nicht wirklich weiterentwickelt.

Was mich etwas genervt hat war, dass Sophia, auch nach vier Jahren Funkstille ihrem ehemaligen Freund Darren nachtrauert und Gefühle für ihn hegt. Haben denn andere Mütter keine hübschen Söhne? Er hat sich im ersten Buch wie ein extremer Trottel ihr gegenüber verhalten. Ich hätte mir gewünscht, dass sie eine neue Liebe findet.

In den letzten Kapitel wird die Handlung wieder ereignisreicher. Vor allem der Schluss ist wahnsinnig spannend. Es sind noch viele Erzählstränge offen, so dass ich mich auf den den dritten Teil schon jetzt sehr freue.

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Veröffentlicht am 06.06.2020

Nette neue Krimi-Serie

Cold Case - Das verschwundene Mädchen
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Gleich auf den ersten Seiten von Tina Frennstedts Thriller „Cold Case – Das verschwundene Mädchen“ wird eine Frau in ihrem Haus überfallen. Der Einbrecher kam um 6 Uhr morgens. Ich fürchte mich selbst ...

Gleich auf den ersten Seiten von Tina Frennstedts Thriller „Cold Case – Das verschwundene Mädchen“ wird eine Frau in ihrem Haus überfallen. Der Einbrecher kam um 6 Uhr morgens. Ich fürchte mich selbst vor der Dunkelheit, die Morgenstunden empfinde ich allerdings nicht mehr als unheimlich. Deswegen hat Tina Frennstedt hier einen Nerv bei mir getroffen. Ein Einbrecher, wenn der vermeintlich sichere Morgen angebrochen ist? Wie gruselig.

Ich flog durch die ersten Seiten und der Auftakt legte die Messlatte sehr hoch. Würde es nun 450 Seiten so spannend weitergehen? Schnell folgte die Ernüchterung. Das Erzähltempo wurde stark gedrosselt und die Handlung entwickelte sich zunächst nur langsam. Ein Serienmörder, der einige Jahre pausiert hat, ist plötzlich wieder aktiv. Durch seine Unachtsamkeit gelingt es der Polizei, seine Fingerabdrücke zu sichern. Kurioserweise sind diese bereits in der Datenbank gespeichert – im Zusammenhang mit der 19-jährigen Annika, die vor einigen Jahren spurlos verschwand. Da Annika überhaupt nicht ins Raster des Serienmörders passt, ist die Polizei ratlos. Es ermittelt Tess Hjalmarsson von der Abteilung Cold Cases. Tess hasst es, wenn Menschen über das Schicksal ihrer Angehörigen im Unklaren bleiben und so ist sie fest entschlossen, diesen Fall zu lösen.

Mir hat ein wenig die Struktur gefehlt. Der Fokus von Tess liegt auf dem Cold Case aber der Serienkiller ploppt immer wieder auf und wird in einer spektakulären Aktion plötzlich geschnappt. Die Festnahme kam irgendwie aus dem Nichts und passierte lange, bevor das Buch zu Ende war. Es hatte teilweise den Anschein, dass der Mörder nur dazu gedichtet wurde um die Seiten zu füllen, zumal dann auch gar nicht mehr näher erörtert wurde, warum er die Frauen ermordet hat.

In dieser Geschichte kommen eine handvoll Charaktere vor, die ausführlich behandelt werden. Es hat mir gut gefallen, dass wir Tess besser kennengelernt haben. Da weitere Bücher geplant sind, macht es in jedem Fall Sinn, der leitenden Ermittlerin Zeit zu widmen. Zu umfangreich dargestellt waren für mich die Brüder Stefan und Rickard, die im Fall Annika verdächtig sind. Die Kapitel aus Rickards Sicht befassen sich endlos mit seinem Alkoholkonsum, der Eifersucht auf seinen Bruder und seinem Versuch, sich zu erinnern. Das hätte man gerne kürzen können.

Gegen Ende werden die Kapitel kürzer und auch wieder spannender obwohl eigentlich nicht mehr viel passiert. „Cold Case – Das verschwundene Mädchen“ ist der Auftakt einer neuen Reihe. Auf dem Cover heißt es zwar, dass es sich hier um einen Thriller handelt aber ich würde das Buch eher in die Kategorie Krimi stecken. Für einen Thriller fehlte mir die durchgehende Spannung und tiefere Einblicke in die Beweggründe. Ein großer Pluspunkt waren für mich die sympathischen Ermittlerinnen Tess und Marie. Insgesamt fand ich das Buch ganz gut, es lohnt sich, die etwas zähe erste Hälfte durchzuhalten. Auf jeden Fall ist noch Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 31.05.2020

Hausgemachte Probleme

Das Licht von tausend Sternen
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Harper ist in ihrem erste Studienjahr. Sie wünscht sich ein unbeschwertes Leben wie alle anderen in ihrem Alter. Doch ihr an Autismus erkrankter Bruder Ben benötigt feste Strukturen und ihre ständige Aufmerksamkeit. ...

Harper ist in ihrem erste Studienjahr. Sie wünscht sich ein unbeschwertes Leben wie alle anderen in ihrem Alter. Doch ihr an Autismus erkrankter Bruder Ben benötigt feste Strukturen und ihre ständige Aufmerksamkeit. Als Harper sich in den ein paar Jahre älteren Ashton verliebt, befindet sie sich in ständiger Aufruhr zwischen Pflichtbewusstsein und dem Wunsch nach Glück.

Von der Inhaltsangabe her hatte ich mir unter „Das Licht von tausend Sternen“ einen Liebesroman mit etwas Tiefgang und Problembewältigung vorgestellt.

Schon nach ein paar Seiten hatte ich das Bedürfnis mit den Augen zu rollen. Die Liebe zwischen Harper und Ashton beginnt aus heiterem Himmel und wird mit einer Intensität beschrieben, die an einem Punkt, an dem die beiden noch kein Wort gewechselt haben, einfach nicht nachvollziehbar ist. Beide wissen nichts von einander aber aus Gründen, die sich nicht erschließen, sind sie davon überzeugt, füreinander bestimmt zu sein. Es wird sofort von Liebe gesprochen, Verliebtheit wird direkt übersprungen. Merkwürdig fand ich auch, wie erfahren Harper in Liebesdingen dargestellt wurde. Aufgrund ihrer familiären Situation kann ich mir nicht vorstellen, dass sie vor Ashton bereits Beziehungen hatte.

Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben und wechselt zwischen Harpers und Ashtons Perspektive hin und her. Die Kapitel sind sehr kurz, teilweise nur drei Seiten und so wollte bei mir kein rechter Lesefluss aufkommen.. Der Schreibstil ist sehr einfach, trotzdem hat sich „Das Licht von tausend Sternen“ für mich nicht so gut lesen lassen, da ich mich teilweise gelangweilt habe. Ich habe ständig gewartet, dass nun endlich etwas passiert, dass Bens Autismus eine größere Rolle spielt aber es war, als diente diese Krankheit einzig dazu, der jungen Liebesbeziehung Steine in den Weg zu werfen.
Ben wurde als Nervensäge dargestellt und das fand ich sehr traurig. Auch konnte ich nicht nachvollziehen, warum Harper seine Existenz so lange geheim gehalten hat, insbesondere, nach dem Ashton ihr von seiner Vergangenheit erzählt hat.
Als Ashton dann von Ben erfährt, reagiert er so furchtbar, dass ich jegliches Interesse an dieser Liebesbeziehung verloren habe.
Das Ende ist dann übertrieben kitschig. Harpers Mutter wurde in weiten Teilen des Buches extrem fordernd dargestellt, als ein Mensch, der seiner Tochter nichts gönnt. Plötzlich kam dann eine 360 Grad Wende. Das selbe passierte mit Ashtons Eltern.
Auf den letzten Seiten wird alles plötzlich Friede, Freude, Eierkuchen. Auch für Ben wird eine bequeme Lösung gefunden.

In „Das Licht von tausend Sternen“ sind so viele Sachen passiert, über die ich mich aufregen könnte. Ich kann das Buch leider nicht empfehlen.

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Veröffentlicht am 29.05.2020

König Max

King of New York
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Nachdem mir „Duke of Manhattan kürzlich sehr gut gefallen hatte, war mir klar, dass „King of New York“ nicht mehr lange auf meinem SuB liegen wird. Und was soll ich sagen – dieses Buch fand ich sogar noch ...

Nachdem mir „Duke of Manhattan kürzlich sehr gut gefallen hatte, war mir klar, dass „King of New York“ nicht mehr lange auf meinem SuB liegen wird. Und was soll ich sagen – dieses Buch fand ich sogar noch besser!
Louise Bay begeisterte mich mit sympathischen Charakteren (ich konnte fast jeden sehr gut leiden) und einer kurzweiligen Geschichte, die sowohl humorvolle Szenen als auch tragische Momente bietet.
Harper hat nie verwunden, dass ihr Vater sich nicht für sie interessiert. Sie möchte ihm beweisen, dass in ihr eine erfolgreiche Geschäftsfrau steckt. So hat sie voller Ehrgeiz einen Job bei einer Finanzfirma an Land gezogen. Für ihren Chef hat sie schon geschwärmt, als sie ihn nur aus Magazinen kannte. Allerdings ist dieser zunächst gar nicht so nett, wie sie dachte, sondern scheint ein arroganter Kerl zu sein. Als Harper jedoch herausfindet, wie liebevoll Max sich um seine Tochter kümmert, beginnt sie ihr Bild von ihm zu überdenken.

Der Name ist Programm – Max King ist der König in diesem Buch und definitiv ein Mann zum Verlieben. Familie geht für ihn über alles und ich mochte sehr, wie er versucht, die Menschen, die ihm nahestehen glücklich zumachen.
Max und Harper haben eine tolle Chemie. Auch wenn es ein paar Missverständnisse gab, hat die Autorin zum Glück auf übertriebene Streitereien verzichtet. Man fiebert mit den Protagonisten mit, ohne dass einem dabei das Herz gebrochen wird.

„King of New York“ war ein Liebesroman nach meinem Geschmack und ich überlege schon, welches Buch der Autorin ich als nächstes lesen werde.

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