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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.01.2026

Super informativ!

Unlearn Patriarchy 2
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Als ich „Unlearn Patriarch 2“ in einem Büchertausch ergattern konnte, habe ich mich riesig gefreut, da der erste Teil mir schon unfassbar gut gefallen hat!

In diesem Sachbuch findet ihr Beiträge verschiedener ...

Als ich „Unlearn Patriarch 2“ in einem Büchertausch ergattern konnte, habe ich mich riesig gefreut, da der erste Teil mir schon unfassbar gut gefallen hat!

In diesem Sachbuch findet ihr Beiträge verschiedener Autor*innen zu Themen wie Medizin, Architektur, Körper und Literatur (und viele mehr) und wie diese durch das Patriarchat beeinflusst werden. Durch die verschiedenen Perspektiven auf die Themenbereiche bietet das Buch eine große Stil- und Inhaltsvarietät. So kann man sich - je nach persönlichen Vorlieben - jeweils ein einzelnes Kapitel zum Lesen raussuchen, ohne das Buch als ganzes direkt lesen zu müssen.

Für mich waren vor allem die Kapitel zu „unlearn architektur“ von
Karin Hartmann und „unlearn krieg und genozid“ von Melina Borčak besonders bewegend. Dabei habe ich nochmal viel gelernt, ohne Probleme wegen ungeklärten Begriffen zu haben. In meinen Augen schafft das Buch die Vermittlung auf eine zwar passende, trotzdem verständliche Sprache - es sind wenige Vorkenntnisse nötig, um die Kapitel zu lesen.

Ein wirklicher Sachbuch-Banger und eine riesige Empfehlung!💜⭐️

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Sehr stark!

Half His Age
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Wenn man sich verzweifelt nach Liebe und Aufmerksamkeit sehnt, wählt man selten den Weg, der einem wirklich gut tut.
Genauso geht es auch Waldo - der siebzehnjährigen Protagonistin in „Half ...

Wenn man sich verzweifelt nach Liebe und Aufmerksamkeit sehnt, wählt man selten den Weg, der einem wirklich gut tut.
Genauso geht es auch Waldo - der siebzehnjährigen Protagonistin in „Half his age“ von Jennette McCurdy (ins Deutsche übersetzt von Olivia Kuderewski).

Im Roman begleiten wir Waldo, welche gemeinsam mit ihrer stark abwesenden Mutter in eher unschönen Verhältnissen aufwächst. Das Beziehungsleben von Waldos Mutter ist von toxischen Mustern geprägt. Um sich mehr oder weniger ernähren zu können, arbeitet Waldo bei Victoria Secret, gibt jedoch das meiste ihres Gehalts fürs Online Shopping aus - Klamotten, MakeUp, Parfum, Schuhe - Konsum macht sie glücklich! Als Waldo jedoch durch ihr vermeintliches Schreibtalent von ihrem Lehrer Mr. Korgy wahrgenommen wird, entwickelt sie schnell eine Obsession und möchte den fast doppelt so alten Mann für sich gewinnen. Allerdings bleibt diese Obsession nicht einseitig…

Das Buch ist nur so zum Verschlingen geeignet. Insbesondere der Schreibstil, unverwechselbar ehrlich, manchmal wirklich hart, trägt einen durch die Geschichte und lässt einen oft in den Gedankenstrudel der Protagonistin eintauchen. Auch wenn wir Waldo in diese ungesunde Beziehung mit einem extremen (und problematischen) Machtverhältnis folgen, thematisiert das Buch auch weitere wichtige Punkte wie Abhängigkeit, Konsum und Kapitalismus, weibliche Sozialisation und gesellschaftliche Klasse.

Eine wirklich starke und unverwechselbare Empfehlung!

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Zu flach

Yu-jins Bücherküche der großen Träume
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Zwischen Leckereien und unzähligen Seiten wagt Yu-jin es, sich ihren Traum zu ermöglichen: Im von Blüten durchzogenen Dorf Soyangri eröffnet sie die Bücherküche - ein Ort des Lesen, des Essens und des ...

Zwischen Leckereien und unzähligen Seiten wagt Yu-jin es, sich ihren Traum zu ermöglichen: Im von Blüten durchzogenen Dorf Soyangri eröffnet sie die Bücherküche - ein Ort des Lesen, des Essens und des Bleibens.

In den verschiedenen Kapitel lernen wir umstehende Personen von Yu-jin, sowie fremde Personen kennen. Jede*r von ihnen trägt eine eigene Geschichte mit sich, einige sind mit dem Ort verbunden, andere mit dem Lesen, einige kommen zum Essen oder kommen für Yu-jin. Durch die vielen verschiedenen Personen wirken einige Figuren jedoch sehr flach, auch viele Dialoge kratzen nur sehr oberflächlich oder enden an komischer Stelle.

Ganz gern mochte ich einige Buchreferenzen, die aufgegriffen wurden, das hat thematisch ja gepasst und hätte öfter kommen können.

Das Buch hat sicherlich einen cozy Vibe, hätte trotzdem für mich mehr Tiefgang haben können, um einige Figuren besser zu greifen und diese außerdem auch noch intensiver kennenzulernen.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Leider nicht überzeugt

Niemands Töchter
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Wer einen Roman über ein kompliziertes Beziehungsgeflecht über Generationen hinweg sucht, wird bei „Niemands Töchter“ von Judith Moersch fündig.

Im Roman begleiten wir vier Frauen: Alma, Isabell, Marie ...

Wer einen Roman über ein kompliziertes Beziehungsgeflecht über Generationen hinweg sucht, wird bei „Niemands Töchter“ von Judith Moersch fündig.

Im Roman begleiten wir vier Frauen: Alma, Isabell, Marie und Gabriele. Jedoch ist hier nicht sofort klar, in welcher Verbindung alle zueinander stehen. Im Laufe der Geschichte soll dies vor allem in zeitlichen Sprüngen, Erinnerungen und Briefen herausgefunden werden.

Obwohl in der Buchklappe kurz die Figuren mit einer knappen Erklärung aufgeführt sind, habe ich mich durch die Verstrickungen und Sprünge relativ schwer getan, mich in das Buch reinzufinden. Die Sprache ist trotzdem sehr schön und schnell lesbar, so dass man vor allem die Figuren ganz gut kennenlernt.

Leider hat mir trotzdem etwas gefehlt. Ich hätte mir gleich zu Beginn schon mehr Anteile am Plot gewünscht, da dieser für mich relativ spät eingesetzt hat und die Teile nach dem Plot dann wiederum zu kurz waren.

Allerdings empfehle ich das Buch trotzdem allen, die einen leisen, trotzdem intensiven Familienroman suchen.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Eine komplexe Story

Madwoman
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Wie sehr einen die Vergangenheit beeinflussen kann, kann man gut an dem Buch Madwoman von Chelsea Bieker erkennen.
Wir begleiten die junge Mutter Glove, deren Leben augenscheinlich perfekt ist. Jedoch ...

Wie sehr einen die Vergangenheit beeinflussen kann, kann man gut an dem Buch Madwoman von Chelsea Bieker erkennen.
Wir begleiten die junge Mutter Glove, deren Leben augenscheinlich perfekt ist. Jedoch kommt ihre von Missbrauch geprägte Kindheit zum Vorschein, so dass ein Brief ihrer Mutter, die im Gefängnis sitzt, eine Reihe von Backflashs und Ängsten auslöst.
Sie stellt sich selbst in der Mutterrolle häufig in Frage.
Als Leser*in fragt man sich ständig, was passiert ist, ob Glove eine verlässliche Erzählinstanz ist oder nicht.
Manchmal ist der Funke bei mir nicht ganz übergesprungen.

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