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Veröffentlicht am 07.04.2025

Wolfsbraut

The Serpent and the Wolf
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Als die Königstochter Vaasa mit dem Herrscher des verfeindeten Königreichs verheiratet wird, türmt sie noch in der Hochzeitsnacht und macht sich auf die Suche nach Informationen, um herauszufinden, wie ...

Als die Königstochter Vaasa mit dem Herrscher des verfeindeten Königreichs verheiratet wird, türmt sie noch in der Hochzeitsnacht und macht sich auf die Suche nach Informationen, um herauszufinden, wie sie ihre Magie kontrollieren oder sogar loswerden kann. Als ihr Mann Reid sie jedoch aufspürt, bietet er ihr einen Handel an – er bringt ihr bei, wie sie ihre Magie in den Griff bekommt, und sie spielt dafür die liebende Ehefrau, um das Volk und die Altvorderen zu besänftigen. Um zu überleben, geht sie auf den Handel ein und ist überwältigt von der Freundlichkeit und Schönheit des verfeindeten Reiches. Kaum hat sie sich eingelebt, schlägt jedoch ihr Bruder – gegenwärtiger Herrscher ihrer Heimat – auf und Vaasa vermutet, dass er nur ein Ziel haben kann: Sie zu töten, um sich den Thron zu sichern…

Dieser Roman hat mich positiv überrascht. Von Beginn an konnte ich das Prickeln und die Anziehung zwischen Vaasa und Reid spüren und dennoch stand die Fantasy-Story im Fokus! Die Dynamik der beiden Hauptfiguren fesselte mich direkt ans Buch und auch das Magiekonzept empfand ich als spannend. Dies war mir so noch nicht begegnet, auch wenn ich bis zuletzt Fragen hierzu hatte, die bisher nicht aufgeklärt wurden. Der Schreibstil ist flüssig und der Geschichte nach auf ein mittelalterliches Setting angepasst. Dies und die Perspektive von Vaasa aus der 3. Person Singular sorgte allerdings dafür, dass ich die Emotionen von Vaasa nicht vollends nachempfinden konnte und sie mir oftmals wie ein verängstigtes Häschen vorkam, obwohl sie sich selbst als kühle Kriegerin/Kriegswaffe bezeichnete. Reid hingegen habe ich sofort ins Herz geschlossen – er hat ein offenes, warmherziges Wesen, das mir sofort sympathisch war. Sein Charakter war hierdurch allerdings recht eindimensional und machte keine Entwicklung durch, was mich aber nicht störte. Ganz grundsätzlich hatten die beiden Hauptfiguren ihre festen Rollen und waren wenig vielschichtig.

Inhaltlich ging es viel um politische Inhalte und die verfeindeten Länder, was ich trotz eines etwas langatmigeren Mittelteils grundsätzlich interessant fand. Hier hätte ich mir zur besseren Übersicht in Anbetracht der vielen Figuren und deren Rolle jedoch eine Übersicht am Ende des Buches gewünscht. Glücklicherweise gab es aber zumindest eine Landkarte, sodass ich mich geographisch zurechtfinden konnte. Durch den Fokus auf Politik und Verhandlung gab es an anderen Stellen ein paar Abstriche, z.B. weniger Dialoge auf persönlicher Ebene und das Überspringen von zwischenmenschlichen Situationen, bei denen ich gern dabei gewesen wäre. Besonders gut gefallen hat mir allerdings, dass die Handlung kaum vorhersehbar war. Insbesondere zum Ende hin gab es ein paar Twists, die mich wirklich überraschten, und ein packendes Finale! Zudem konnte man sich gefühlt bei keiner Person sicher sein, dass sie überleben wird. Das hat die Spannung gleich nochmal angezogen.

Fazit: Obwohl der Roman ein paar Schwächen hatte, klebte ich mit der Nase am Buch und wollte stets wissen, wie es weiter geht. Das überraschende, furiose Finale hat mich begeistern können und ich möchte natürlich auch den Folgeband lesen, um zu wissen, wie die Geschichte endet!

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Ein etwas unausgegorener Zwischenband mit bösem Cliffhanger

Die Elite von Ashriver - Broken Lies
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Im zweiten Teil der Ashriver-Trilogie dreht sich alles um Tierwandlerin Riley und Flüsterer Ezra. Beide sind sich spinnefeind und vermeiden es normalerweise, in Kontakt miteinander zu treten. Da Riley ...

Im zweiten Teil der Ashriver-Trilogie dreht sich alles um Tierwandlerin Riley und Flüsterer Ezra. Beide sind sich spinnefeind und vermeiden es normalerweise, in Kontakt miteinander zu treten. Da Riley jedoch unbedingt in die Gilde der Schatten eintreten möchte, muss sie sich wohl oder übel von Ezra rumkommandieren lassen, der ihr als ihr Mentor auserwählt wurde. Je mehr zweckgebundene Zeit sie miteinander verbringen, umso näher kommen sie sich und entdecken, dass der jeweils andere mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat…

Ich war so gespannt auf die Fortsetzung der Ashriver-Reihe, die mir grundsätzlich auch sehr gut gefällt. Sowohl Riley als auch Ezra kannte ich bereits aus Band 1 und ich war neugierig, ob die zickige und verwöhnte Riley aus dem vorherigen Band nun als Hauptcharakter taugen würde. Auch Ezra hat sich in Band 1 nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert und ich war sehr begierig zu erfahren, was ihn zu der Person hat werden lassen, die er zuletzt nach außen kehrte. Die Handlung wurde in wechselnden Kapiteln aus Rileys und Ezras Sicht wiedergegeben und während mir Ezra sehr schnell ans Herz wuchs und ich seine Motive gut nachvollziehen konnte, wurde ich mit der rücksichtslosen Riley nicht so recht warm. Erst zum zweiten Drittel des Romans konnte sie Punkte bei mir sammeln und ich stehe ihr inzwischen freundlich gesinnter gegenüber, auch wenn sie weiterhin nicht meine Lieblingsfigur ist.

Während ich die Charakterentwicklung der Figuren gut nachempfinden konnte und das erste Drittel des Romans atemberaubend gut war, machte die Handlung ab dem zweiten Drittel jedoch inhaltlich diverse Sprünge, bei denen ich nach und nach nicht mehr hinterherkam. Zu abrupt wurde ich als Leserin in Situationen geworfen, die dann nicht näher ausgeführt und nur wie nebenher abgehandelt wurden. Die Erzählung wirkte wie Perlen, die aneinander aufgereiht wurden, um möglichst viele Themen abzuhaken. Hier hätte ich mir gewünscht, dass sich die Autorin deutlich mehr Zeit nimmt – das cosy Lesefeeling aus Band 1 und dem ersten Drittel des Buches habe ich da sehr vermisst. Dies bewirkte leider auch, dass ich in der Romanze zwischen Ezra und Riley emotional überhaupt nicht hinterherkam und z.B. der erste Kuss (vollkommen aus dem Nichts) keine positiven Gefühle bei mir auslöste. Hier habe ich das Prickeln und die Anziehung zwischen den Figuren wirklich vermisst. Das Ende löste sich etwas im Nichts auf und zurück blieb das Gefühl, „hier wäre mehr drin gewesen“.

Fazit: Ein typischer, nicht so runder Zwischenband. Nichtsdestotrotz bin ich wahnsinnig gespannt auf Teil 3 und damit Abschluss der Reihe, um auch das übergeordnete Geheimnis zu erfahren!

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Mehr erwartet

Breakups and Butterflies
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Inhalt: Mara hat alles im Griff – wenn sie nicht gerade den Zwergspitz ihrer Chefin hüten muss und ihr Verlobter Sebastian sich nicht aus heiterem Himmel von ihr trennt und sie aus der Wohnung schmeißt. ...

Inhalt: Mara hat alles im Griff – wenn sie nicht gerade den Zwergspitz ihrer Chefin hüten muss und ihr Verlobter Sebastian sich nicht aus heiterem Himmel von ihr trennt und sie aus der Wohnung schmeißt. Plötzlich steht Maras ausgeklügelter Lebensplan kopf, und sie muss sich nicht nur einen Plan B überlegen, sondern auch eine neue Bleibe finden. Fürs Erste fällt ihr da nur das Co-Working-Office ein. Doch dort trifft sie immer wieder auf Marius. Seines Zeichens Filmemacher, wahnsinnig charmant, sieben Jahre jünger, und planlos glücklich. Also definitiv kein Mann für Mara. Bis sie merkt, dass sie ihm nicht nur seinen Joghurt klauen kann, sondern dass manchmal gar kein Plan auch eine Lösung ist ...

Der Unterhaltungsroman von Kyra Groh "Breakups and Butterflies" hat mir insgesamt gut gefallen. Die Geschichte ist kurzweilig und überschaubar und die Hauptfigur Mara macht eine große Entwicklung in ihrer Persönlichkeit durch. Vor allem die Nebenfiguren Maras Bruder und Love Interest Marius habe ich schnell ins Herz geschlossen. Obwohl der Roman amüsante Szenen und nette Figuren beinhaltete, konnte er mich dennoch nicht vollends überzeugen. Man merkt beim Lesen, dass der Roman von der Autorin bereits vor einigen Jahren geschrieben wurde. Es mangelte an gewohnter Tiefe und auch das Setting wirkte wie 2010er. Nett für Zwischendurch, aber nicht so packend wie erhofft.

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Großartige Fortsetzung

Die Spurenfinder und das Drachenzepter
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Inhalt: Nachdem der Spurenfinder Elos von Bergen zusammen mit seinen Kindern Ada und Naru den schrecklichen Mord am Dorfvorsteher aufgeklärt hat, ist Ruhe eingekehrt in Friedhofen. Die Zwillinge beginnen ...

Inhalt: Nachdem der Spurenfinder Elos von Bergen zusammen mit seinen Kindern Ada und Naru den schrecklichen Mord am Dorfvorsteher aufgeklärt hat, ist Ruhe eingekehrt in Friedhofen. Die Zwillinge beginnen sich schon wieder zu zoffen, so langweilig ist ihnen, da klopft zum Glück ein Bote König Fredlaffs an die Tür. Das legendäre Zepter der Ahnen wurde unter unerklärlichen Umständen aus der königlichen Schatzkammer entwendet – und das keine drei Tage vor der Unabhängigkeitsfeier, bei der Fredlaff samt Zepter vor sein Volk treten muss. Ist es nur ein Diebstahl oder verbirgt sich mehr dahinter? Gar eine politische Intrige? Elos und die Zwillinge eilen in die Hauptstadt, um den mysteriösen Fall unters Glotzoskop zu nehmen ...

Mit unermesslicher Vorfreude habe ich auf die Fortsetzung des Spurenfinders gewartet. Der Roman hat mich auch diesmal wieder vollkommen überzeugen können. Mit Witz und ulkigen Charakteren in einem fantasievollen Setting wachsen Ada und Naru erneut über sich hinaus und helfen ihrem Vater, den kniffligen Fall rund um Drachenzepter und Traumflüsterer zu lösen. Besonders großartig ist das Hörerlebnis, da der Autor selbst das Hörbuch eingesprochen hat. Eine tolle Fortsetzung einer Reihe, die bitte noch nicht enden darf!

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Veröffentlicht am 29.03.2025

Übertriebene Begriffsstutzigkeit

»Wenn Ende gut, dann alles«
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Tommi lebt im alten Wohnmobil seines Vaters, seitdem dieser freiwillig ins Seniorenheim gezogen ist, und kommt als Autor-to-be mehr schlecht als recht über die Runden. Mit Überlassen hat ihm sein Vater ...

Tommi lebt im alten Wohnmobil seines Vaters, seitdem dieser freiwillig ins Seniorenheim gezogen ist, und kommt als Autor-to-be mehr schlecht als recht über die Runden. Mit Überlassen hat ihm sein Vater neben dem Wohnmobil auch die ukrainische Reinigungskraft Svetlana, die einmal pro Woche für Ordnung sorgt. Als Tommi und Svetlana eines Tages ein kleines Mädchen am Waldrand auflesen, verstricken sie sich nach und nach in die Suche nach ihrer Familie und kommen auf die Spur eines schrecklichen Verbrechens...

Als großer Fan der Kluftinger-Reihe des Autorenduos Klüpfl/Kobr war ich sehr gespannt auf den Krimi, den Volker Klüpfl diesmal ohne seinen Autorenpartner verfasst hat. Die Geschichte entwickelte sich zunächst sehr langsam, im Vordergrund standen die eigenwilligen Figuren, bei denen ich Svetlana schnell ins Herz geschlossen habe, mit Tommi jedoch bis zum Schluss nicht recht warm geworden bin. Zu sehr ist seine Figur auf gewollte Lacher im Rahmen seiner übertriebenen Begriffsstutzigkeit ausgelegt worden. Dies wirkte auf mich wie Slapstick-Comedy und war daher gar nicht mein Fall. Die Nebenfiguren und die Hintergründe zum Kriminalfall empfand ich hingegen als sehr interessant und wollte unbedingt wissen, was geschehen ist. Hier kam ich dann auch beim Lesen schneller voran und konnte den Roman zügig beenden. Grundsätzlich war der Sprachstil recht einfach gehalten, allerdings empfand ich auf Dauer die grammatikalischen Fehler von Svetlana als etwas anstrengend beim Lesen/für den Lesefluss. Während das "große Finale" ulkig, aber eher unrealistisch war, wirkte das Ende auf mich sehr stimmig.

Fazit: Ein insgesamt eher durchwachsenes Krimierlebnis mit anstrengender Hauptfigur, tollen Nebenfiguren und interessantem Hintergrund. Ich werde die Reihe sicherlich im Auge behalten, richtig überzeugen konnte mich der Roman aber nicht.

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