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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2025

Mangelhafte Umsetzung

Degrees of Engagement
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Bianca Dimitriou ist immer für ihre Familie und ihre Freunde da - ob bei Hochzeiten, Geburten oder sonstigen Anlässen - jeder kann sich auf sie verlassen. Als sie selbst jedoch den größten Triumph - Erreichen ...

Bianca Dimitriou ist immer für ihre Familie und ihre Freunde da - ob bei Hochzeiten, Geburten oder sonstigen Anlässen - jeder kann sich auf sie verlassen. Als sie selbst jedoch den größten Triumph - Erreichen ihres Doktortitels - erreicht, kommt keiner ihrer Herzensmenschen zu ihrer Feier. Als Bianca klar wird, dass der Doktortitel kein Meilenstein ist, den ihre Familie und Freunde schätzen, ist sie zutiefst verletzt und beschließt, mit ihrem Kommilitonen Xavier eine Verlobung vorzutäuschen. Die Anziehung, die schon immer unausgesprochen zwischen ihnen bestand, ist dabei jedoch nur ein Problem, das die Fake-Verlobung geradewegs Richtung Katastrophe schippern lässt...

Dieser Roman hätte so viel Potential gehabt! Die Frage, ob Frauen mehr wert sind, wenn sie klassische konservative "Meilensteine" erreichen wie eine Hochzeit oder Geburt eines Kindes, im Vergleich zu denen, die sich für Karriere oder andere Lebenswege entscheiden, hatte dafür gesorgt, dass ich die RomCom unbedingt lesen wollte. Leider kratzte der Roman inhaltlich nur an der Oberfläche dieser gesellschaftskritischen Frage und auch das wissenschaftliche Setting wurde für meinen Geschmack zu wenig beleuchtet. Hinzu kam, dass die Figuren Bianca und Xavier dieses Manko nicht recht ausgleichen konnten - ich hatte große Schwierigkeiten, mit ihnen mitzufühlen, da die Geschichte aus der 3. Person geschildert wurde. Dies hat bei mir für zu viel Distanz zu den Figuren gesorgt. Die zunehmende aufkeimende Anziehung der beiden hat mir gut gefallen, jedoch konnte ich die Ausreden, warum sie dem seit Jahren nicht nachkommen durften, nicht ganz nachvollziehbar. Ferner hat mir der emotionale Tiefgang gefehlt. Beide Figuren hatten zwar viele wichtige Themen in petto (Verlust eines Elternteils etc.), hier wurde aber leider nicht in die Tiefe gearbeitet. Der Roman ließ sich dank der flüssigen Schreibweise gut lesen, dennoch konnte er mich ob seiner Oberflächlichkeit nicht vollends überzeugen.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Spicy Science

The Love Hypothesis – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
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Inhalt: Biologie-Doktorandin Olive glaubt an Wissenschaft – nicht an etwas Unkontrollierbares wie die Liebe. Dank ihrer Freundin Anh sieht sie sich plötzlich gezwungen, eine Beziehung vorzutäuschen, und ...

Inhalt: Biologie-Doktorandin Olive glaubt an Wissenschaft – nicht an etwas Unkontrollierbares wie die Liebe. Dank ihrer Freundin Anh sieht sie sich plötzlich gezwungen, eine Beziehung vorzutäuschen, und küsst in ihrer Not den erstbesten Mann, der ihr über den Weg läuft. Nicht nur, dass dieser Kuss eine Kette irrationaler Gefühle auslöst – der Geküsste entpuppt sich zudem als Adam Carlsen: größter Labortyrann von ganz Stanford. Schon bald droht nicht nur Olives wissenschaftliche Karriere über dem Bunsenbrenner geröstet zu werden, auch ihre Verwicklung mit Carlsen fühlt sich mehr nach oxidativer Reaktion als romantischer Reduktion an, und Olive muss dringend ihre Gefühle einer Analyse unterziehen …

An Ali Hazelwood führt für mich kein Weg vorbei - ich liebe ihre Romane mit wissenschaftlichem Setting. Sie vereint perfekt moderne RomCom mit starken Frauen und spicy Unterhaltung. "Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe" war der erste Roman, den ich von der Autorin gelesen habe, und ich konnte ihn ab der ersten Seite nicht mehr aus der Hand legen. Die Figuren sind mir sehr ans Herz gewachsen und die Autorin schafft es, schwierige Themen leicht rüberzubringen. Der Roman ließ sich schnell Weglesen und ich habe inzwischen fast alle Erzeugnisse der Autorin gelesen! Ein Garant für fesselnde Lese-Stunden mit Spice und herzerwärmenden Figuren!

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Amüsant

Mord im Himmelreich
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Inhalt: So hat sich der ehemalige Schauspieler Björn Kupernikus seinen Ruhestand nicht vorgestellt – oder vielleicht doch? Kaum hat er sich auf dem idyllischen Campingplatz Himmelreich gemütlich eingerichtet, ...

Inhalt: So hat sich der ehemalige Schauspieler Björn Kupernikus seinen Ruhestand nicht vorgestellt – oder vielleicht doch? Kaum hat er sich auf dem idyllischen Campingplatz Himmelreich gemütlich eingerichtet, muss er einen kleinen Hund retten, der auf einem Paddleboard mitten im See treibt. Kupernikus zieht das Tier ans Ufer – und mit ihm eine Leiche, die aufwendig unter das Board geschnallt ist.

Zwar geht die Polizei von einem Unfall aus, sonderlich erfahren wirken die Beamten aber nicht. Wenn man zudem im Himmelreich etwas in Erfahrung bringen will, braucht man jemanden, der sich im Mikrokosmos Campingplatz bestens auskennt. Ganz klar, Kupernikus muss selbst ran, das Campen liegt ihm schließlich im Blut und auf die Rolle als Tatort-Kommissar hat er sich sein Leben lang akribisch vorbereitet. Unterstützt wird er von Annabelle, einer weitgereisten Künstlerin, die die kuriosesten Dinge weiß, vor Ort lebt und daher einen guten Draht zu den Einheimischen hat ...

Vom Autor Andreas Winkelmann hatte ich bisher noch nichts gelesen, weil mir die Klappentexte seiner Krimis/Thriller bisher zu sehr danach aussahen, als ob ich danach tagelang nicht schlafen könnte. "Mord im Himmelreich" ist hingegen ein entspannter Wohlfühlkrimi mit sympathischen Figuren und ulkigen Situationen. Mich hat der Roman gut und kurzweilig unterhalten. Der Fall selbst war nicht überraschend, aber dennoch nett aufgezogen. Ich bin gespannt, ob es eine Fortsetzung geben wird. Ich wäre auf jeden Fall wieder mit dabei!

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Veröffentlicht am 15.01.2025

Nichts Neues

Wir finden Mörder (We Solve Murders-Serie 1)
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Inhalt: Amy Wheeler ist es als Bodyguard gewohnt, ihr Leben zu riskieren. Aber dass sie selbst ins Visier gerät, ist auch für Amy neu. Zumal sie nicht weiß, warum da plötzlich jemand wie verrückt auf sie ...

Inhalt: Amy Wheeler ist es als Bodyguard gewohnt, ihr Leben zu riskieren. Aber dass sie selbst ins Visier gerät, ist auch für Amy neu. Zumal sie nicht weiß, warum da plötzlich jemand wie verrückt auf sie schießt, während sie in South Carolina auf eine unfassbar reiche und erfolgreiche Thrillerautorin aufpasst. Ob es mit den Morden an Influencern zusammenhängt, die allesamt von ihrer Agentur betreut wurden?
Zu Hause in England genießt ihr Schwiegervater, der Ex-Kriminalkommissar Steve Wheeler, derweil die Freuden der Pensionierung: ein Pub, ein Pint, ein Quiz – und die Ruhe des Waldes.
Mit der jedoch ist’s vorbei, als seine Schwiegertochter anruft und ihn zu sich zitiert. Um mit ihm die Morde aufzuklären. Und so die Hintermänner zu finden, die ihr nach dem Leben trachten.

Den Autor Richard Osman kenne ich bereits von seiner Reihe rund um den Donnerstagsmordclub, die ich begeistert verfolge. Sein neuer Reihenauftakt "Wir finden Mörder" konnte mich im Vergleich dazu nicht vollständig abholen. Die Geschichte wirkte sehr überdreht, wenn auch kurzweilig auf mich. Die Figuren empfand ich als überwiegend sympathisch, allerdings gab es mir in der ein oder anderen Facette zu viel Ähnlichkeit zur Donnerstagsmordclub-Reihe. Auch das herzerwärmende Gefühl rund um die Hauptreihe des Autors stellte sich nicht so recht ein. Die Handlung empfand ich als nicht anspannend, aber besonders zum Ende hin eher schwer nachvollziehbar und ich habe ein paar Mal den Faden verloren. Ich habe den Roman als Hörbuch gelesen und empfand die Sprecher Richard Barenberg und Wolfgang Wagner als überaus gut gewählt. Die verschiedenen Figuren wurden stimmlich toll herausgearbeitet und die Geschichte durchweg lebhaft vorgelesen!

Insgesamt ein unterhaltsamer Roman, der für meinen Geschmack sowohl von der Handlung als auch den Figuren her nicht an die Donnerstagsmordclub-Reihe herankommt.

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Veröffentlicht am 13.01.2025

Gutes Finale mit Schwächen

Hunting Souls (Romantasy-Dilogie, Bd. 2)
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In der Fortsetzung von Hunting Souls muss sich die Untote Katrina nicht nur erneut mit ihren Gefühlen für Tate auseinandersetzen, sondern auch dringend mit den Ermittlungen zur Serie von Vermisstenfällen ...

In der Fortsetzung von Hunting Souls muss sich die Untote Katrina nicht nur erneut mit ihren Gefühlen für Tate auseinandersetzen, sondern auch dringend mit den Ermittlungen zur Serie von Vermisstenfällen in New Arcadia vorankommen. Denn falls sie diese nicht aufklären kann, droht einem ihrer ihr nahestehenden Personen der Tod…

Der Roman knüpft nahtlos an Band 1 an und mit gewohnt humorvoll-bissigem Unterton begleitete ich Katrina und Tate erneut auf ihrem Weg durch unliebsame Gefühle, Seelenfluch und Aufklärung der Geschehnisse in New Arcadia. Mir hat auch in Band 2 der Umgang zwischen Katrina und Tate wieder gut gefallen, auch wenn Katrina’s Widerwille hinsichtlich Emotionen und der Behauptung, sie könne nicht mit Tate zusammen sein, manchmal grenzwertig nervig war. Vor allem Tate als Figur ist mir sehr ans Herz gewachsen und auch Katrinas jüngere Schwester hat sich toll entwickelt. Vermisst habe ich in Band 2 vor allem intensive Ermittlungen - denn jedes Vorankommen in der Aufklärungsarbeit war mehr von Zufällen geprägt als von mir erhofft. Zudem empfand ich den „Oberbösewicht“ als grundsätzlich eher harmlos, viel zu spät entdeckt und dessen Motive wie "Weltherrschaft" ein bisschen zu hoch gegriffen. Das überzegte mich leider nicht. Gleichzeitig gab es durch die fehlenden Ermittlungen immer wieder Längen, die allerdings immer wieder mit niedlichen Szenen zwischen Katrina und Tate gespickt wurde. Das Finale war spannend, das Ende hingegen nicht unbedingt überraschend.

Insgesamt konnte man auch Band 2 von Hunting Souls wieder schnell weglesen und wurde gut unterhalten, der erhofft große Wurf war es jedoch nicht und Fans von Kerstin Gier könnten wegen des reduzierten Handlungsstrangs und Detailarmut des Worldbuildings enttäuscht werden.

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