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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Feelgood-Romanze

Note to myself: Liebe ist keine Option
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Inhalt: Alice ist fertig mit der Welt – genauer: mit ihrem Freund, seit Neuestem: Ex-Freund. Weil sie deshalb ein wenig die Fassung verliert, landet ihre Matratze dummerweise auf dem Kopf des völlig unbeteiligten ...

Inhalt: Alice ist fertig mit der Welt – genauer: mit ihrem Freund, seit Neuestem: Ex-Freund. Weil sie deshalb ein wenig die Fassung verliert, landet ihre Matratze dummerweise auf dem Kopf des völlig unbeteiligten Lennon. Bei einem gemeinsamen Drink schaltet der dann ziemlich schnell von zurecht sauer auf zunehmend hingerissen. Doch Alice hält ihr Leben mit Listen im Griff, und im Moment ist gerade »Alles, was ohne Männer mehr Spaß macht« angesagt. Aber Lennon lässt nicht locker und taucht immer wieder in der Kinderbuchhandlung auf, in der Alice arbeitet. Als er es schafft, noch einen Blauwal ins Spiel zu bringen, zeigen sich auf einmal Wege aus der Friendzone …

Der neue Roman von Kira Mohn hat mir sehr gut gefallen. Die entspannte Handlung mit einem modernen und humorvollen Sprachstil hatte keine gewaltigen Emotionen mit Höhen oder Tiefen, sondern war eher auf ein cosy-Lesegefühl ausgerichtet und damit hervorragend geeignet für die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings auf dem Balkon. Die Figuren waren niedlich, allerdings ohne weiteren Tiefgang. Die Hauptfigur Alice hat mit Vorliebe Listen geschrieben, die sich auch zwischen den einzelnen Kapiteln wiederfanden - ein nettes Gimmick, das ich als sehr amüsant empfand. Nicht zuletzt hat mir das Setting in New York gut gefallen. Es wäre inhaltlich hinsichtlich Emotionen und Tiefe vermutlich noch mehr drin gewesen, aber ich mochte die zarte Geschichte, die mich an Romane aus den 2010ern erinnerte. Es muss ja nicht alles immer überdramatisch sein und vor Emotionen kochen ;) Ich freue mich schon auf weitere Feelgood-Bücher zu dieser Reihe!

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Dieser Roman lässt Bücherherzen höher schlagen!

Beneath Broken Skies
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Madelyn arbeitet im Verlag ihrer Familie und ihr größter Wunsch ist es, eines Tages die Leitung zu übernehmen. Als ihr Großvater den Verlag jedoch sang- und klanglos an den Konkurrenzverlag verkauft, ist ...

Madelyn arbeitet im Verlag ihrer Familie und ihr größter Wunsch ist es, eines Tages die Leitung zu übernehmen. Als ihr Großvater den Verlag jedoch sang- und klanglos an den Konkurrenzverlag verkauft, ist Maddie vollkommen vor den Kopf gestoßen. Zu allem Übel wird nun Wesley Knight als Erbe des Konkurrenzimperiums die Führung ihres geliebten Verlags übernehmen. Ausgerechnet der Mann, in den sie als Teenagerin heimlich verliebt war und der sie trotz ihrer damals engen Freundschaft von heute auf morgen im Stich gelassen hat. Maddie fährt die Mauern hoch, doch bei der Arbeit kommen sie sich unweigerlich näher und Maddie entdeckt, dass vielleicht nicht alles verloren ist.

„Beneath Broken Skies“ war ein unglaublich intensives Leseerlebnis und der Roman ist für mich definitiv ein Jahreshighlight! Anna Savas ist es perfekt gelungen, die vielen Emotionen der beiden Hauptfiguren einzufangen und die wechselnden Erzählperspektiven von Wes und Maddie haben mich ans Buch gefesselt. Vor allem die gegenseitige Anziehung zwischen den beiden ist nahezu mit den Fingern greifbar gewesen und die Geschichte Slow Burn in Perfektion. Während ich mit Maddie erst warm werden musste, weil sie sich sehr einigelt und isoliert, was ich nicht immer nachvollziehen konnte, habe ich Wes auf Anhieb in mein Herz geschlossen. Er ist offen, freundlich und immer für einen Spaß zu haben. Gleichzeitig hat auch seine Figur eine Tiefe, die mich begeistert hat.

Obwohl ich während des Lesens fast schon genervt war, weil die Geschichte inhaltlich kaum in Fahrt kam und ich endlich erfahren wollte, was denn nun in der Vergangenheit en Detail passiert sein soll, konnte ich das Buch nicht aus den Händen legen. Nachdem der Inhalt insgesamt eher schleppend voranging, war das Ende des Romans dann zudem umso heftiger als sich die Ereignisse überschlugen und mein Herz wurde komplett gebrochen.

Der Schreibstil von Anna Savas ist einfach unvergleichlich und hat mich auch dieses Mal wieder komplett in seinen Bann gezogen. Hinzu kam das Verlagssetting, das mich einfach vollends abgeholt hat und insbesondere die wunderbaren Details rund um die Buchherstellung und Verlagsvorgänge waren überwältigend schön. Viele Zitate rund um die Liebe zu Büchern&Farbschnitten haben mir direkt aus dem Herzen gesprochen. Einfach grandios für BuchliebhaberInnen!

Fazit: Dieser Roman hat mein Herz gebrochen und ich warte nun sehnsüchtig auf Teil 2, um es wieder zusammensetzen zu können!

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Eine besondere Freundschaft

Die Sommerbücherei
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Tom ist 14 Jahre alt und lebt mit seinem alkoholkranken Vater in einem kleinen Ort. Aus Sehnsucht nach seiner Mutter, die vor sieben Jahren starb, besucht er die örtliche Bücherei und trifft dort auf die ...

Tom ist 14 Jahre alt und lebt mit seinem alkoholkranken Vater in einem kleinen Ort. Aus Sehnsucht nach seiner Mutter, die vor sieben Jahren starb, besucht er die örtliche Bücherei und trifft dort auf die Rentnerin Maggie. Diese lebt alleine auf einem Hof außerhalb des Orts und kümmert sich allein um ihre Geschäfte. Ihre einzige Gesellschaft sind die Buchclub-Treffen der örtlichen Bücherei. Durch einen Vorfall freunden die beiden sich miteinander an und kämpfen gemeinsam gegen die Schließung der Bücherei durch die Gemeinde. Gemeinsam mit dem Buchclub schmieden Tom und Maggie Pläne, um ihren Herzensort zu retten.

"Die Sommerbücherei" ist ein herzerwärmender Roman zwei einsamer Figuren, die trotz ihres unterschiedlichen Alters Freundschaft schließen und einander Halt geben. Das Lesetempo ist entschleunigt und der leicht altmodische Sprachstil erinnerte mich an Romane von Debbie Macomber. Mit viel Empathie und Herz schafft es die Autorin, die Wandlung der beiden Figuren Tom und Maggie darzustellen. Besonders gut haben mir die wechselnden Kapitel aus der Erzählperspektive der Hauptfiguren gefallen. Hierdurch war man beiden Figuren näher und konnte sich mit ihnen identifizieren. Ich habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt und empfand den Roman mit den beiden Figuren, die sonst eher nicht aufeinander treffen würden, herzallerliebst und mal etwas anderes jenseits der Standard-Unterhaltungsliteratur.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Berlin-Märchen

Achtzehnter Stock
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Inhalt: "Unerfüllte Träume sind auch Träume. Sie sind bloß viel gefährlicher.« – Wanda hat sich ihr Leben anders vorgestellt. Ganz anders. Statt auf Filmdrehs und Premieren verbringt sie die heißen Sommertage ...

Inhalt: "Unerfüllte Träume sind auch Träume. Sie sind bloß viel gefährlicher.« – Wanda hat sich ihr Leben anders vorgestellt. Ganz anders. Statt auf Filmdrehs und Premieren verbringt sie die heißen Sommertage im Hof einer Berliner Platte, wo sie mit ihrer fünfjährigen Tochter Karlie im achtzehnten Stock wohnt. Der Lift ist defekt und das Treppenhaus ein einziges Funkloch, in dem man, wenn man Pech hat, das ganze Leben verpasst. Am anderen Ende der Stadt scheint dagegen alles möglich. Als Wanda eine einmalige Chance bekommt, taucht sie ein in eine Welt, in der Geld keine Rolle spielt und Türen immer offenstehen. Doch wie weit sie auch geht, die Platte in ihrem Rücken wird nie wirklich kleiner.
Ein rauer und zärtlicher, temporeicher und fein beobachteter Roman über Zusammenhalt und Selbstverwirklichung und darüber, dass das Glück manchmal näherliegt, als wir denken.

Ich habe diesen Roman als Hörbuch gehört und es wurde sehr angenehm gesprochen von Nina Reithmeier. Inhaltlich war der Roman gut gemacht, aber entgegen meiner Erwartungen eher Unterhaltungsliteratur als Gesellschaftskritik. Für eine echte sozialkritische Stimme war mir der Roman dann doch zu platt. Die Hauptfigur Wanda empfand ich als extrem anstrengend, ihre Handlungen waren oftmals selbstzerstörerisch und selten für mich nachvollziehbar. Mehrfach habe ich um die Tochter Karlie gebangt und das Ende verlief für meinen Geschmack zu rosig. Insgesamt ein anstrengendes Märchen vom Sozialaufstieg aus der Platte in Berlin.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Für Bridgerton-Fans

Courting – Be mine through all time
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Inhalt: Rebecca schwärmt für die Regency-Zeit: umwerfende Bälle, hinreißende Kleider und Männer, die noch wussten, wie man um eine Frau wirbt. Denn ganz ehrlich, wer kann heute noch mit Mr. Darcy mithalten? ...

Inhalt: Rebecca schwärmt für die Regency-Zeit: umwerfende Bälle, hinreißende Kleider und Männer, die noch wussten, wie man um eine Frau wirbt. Denn ganz ehrlich, wer kann heute noch mit Mr. Darcy mithalten? Dann findet sich Rebecca auf einmal völlig unerklärlich im Jahr 1816 wieder. Plötzlich Debütantin der Londoner High Society, zieht sie die Aufmerksamkeit eines Mannes mit, gelinde gesagt, skandalösem Ruf auf sich. Reedlan Knox ist garantiert kein Gentleman, bringt ihre Gefühlswelt aber gehörig durcheinander.

Dieser Roman hat mich extrem positiv überrascht. Ja, er hat ein paar logische Fehler und auch ein paar Schwächen, aber: Die Autorin hat es geschafft, einen Bridgerton-#Londonwhisper-Vibe zu kreieren, ohne abgekupfert zu wirken oder redundant zu erscheinen. Ich habe mich beim Lesen unglaublich wohl gefühlt, der Schreibstil war sehr angenehm und trotz seiner Modernität an die Regency-Zeit angelehnt. Nicht zuletzt hat mir gefallen, wie gut die Autorin recherchiert hat. Im Gegensatz zu Bridgerton gibt es hier nicht nur das weichgespülte, romantisierte London um 1800 zu entdecken, sondern auch eine Darstellung der Schattenseiten wie die Unterdrückung der Frauen, die furchtbaren Lebensverhältnisse der niedrigeren Gesellschaftsschichten und die medizinischen Zustände. Obwohl die Spannung manchmal recht niedrig ausfiel, weil die Ereignisse und Enthüllungen zu wenig akzentuiert waren, und ich fand, dass vor allem die Wandlung der Hauptfigur Reedlan vom Schwerenöter zum Mr. Darcy nicht ausreichend nachvollziehbar dargestellt wurde, konnte ich den Roman kaum aus den Händen legen und wollte immer weiterlesen. Zu schade, dass es in Anbetracht des Endes wohl keine Fortsetzung geben wird.

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