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Veröffentlicht am 26.09.2024

Verhängnisvolle Rückkehr

The Reappearance of Rachel Price (deutsche Ausgabe)
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Bel ist für alle nur „die Tochter von Rachel Price“. Denn ihre Mutter verschwand vor 16 Jahren spurlos und hinterließ ihren Ehemann sowie ihre damals 2-Jährige Tochter Bel. Als mit Bel und ihrer Familie ...

Bel ist für alle nur „die Tochter von Rachel Price“. Denn ihre Mutter verschwand vor 16 Jahren spurlos und hinterließ ihren Ehemann sowie ihre damals 2-Jährige Tochter Bel. Als mit Bel und ihrer Familie eine Dokumentarserie gedreht wird, um die verschiedenen Theorien hinter dem Verschwinden von Rachel Price aufzuarbeiten, steht eben jene eines Tages plötzlich vor der Tür. In ihren Antworten nach ihrem Verbleib widerspricht sich Rachel in Details und entgegen der Polizei und ihrer Familie wird Bel misstrauisch. Im Geheimen beginnt sie, Nachforschungen zu betreiben, die Fürchterliches zu Tage fördern…

Als Fan der Pippa-Reihe von Holly Jackson musste ich auch diesen Roman lesen. Wie bei der Autorin gewohnt, konnte ich ab Seite 1 das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Spannend und mit viel Nervenkitzel wird Bels Suche nach Antworten beschrieben und ich habe richtig mitgefiebert. Die Autorin hat es geschafft, mich vollkommen an der Nase herumzuführen - vorhersehbar ist die Geschichte meiner Meinung nach nicht! Ich musste unbedingt wissen, was hinter dem Verschwinden steckt und die Auflösung wirkte stimmig, das Ende hat mich jedoch nicht vollends begeistern können. Es war mir zu sehr „unrealistisches Happy End“ für eigentlich zerbrochene Figuren. Hier hätte ich mir einen Realitätscheck gewünscht. Nichtsdestotrotz habe ich mich durchweg gut unterhalten gefühlt.

Alles in allem ist dies ein sehr fesselnder und unterhaltsamer Jugendthriller, der aber nicht vollends ans das Niveau der Pippa-Reihe (A good Girls Guide to Murder) heranreichen konnte.

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Veröffentlicht am 27.08.2024

Magische Verwicklungen

Silvercliff Hall – Vom Zauber geküsst
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Eigentlich wollte der Astrophysik-begeisterte Nathan einen Sommerkurs in Oxford belegen und in Ruhe seinen Sommer genießen, doch eine stürmische Begegnung mit der bezaubernden Emilia verändert alles. Denn ...

Eigentlich wollte der Astrophysik-begeisterte Nathan einen Sommerkurs in Oxford belegen und in Ruhe seinen Sommer genießen, doch eine stürmische Begegnung mit der bezaubernden Emilia verändert alles. Denn durch ein versehentliches Ineinanderlaufen sind fortan die Auren der beiden miteinander verbunden und Emilia muss Nathan notgedrungen in die magische Parallelwelt einführen. Diese orientiert sich strikt an den Regeln und der Mode des 19.Jahrhunderts, was nur eines vieler Probleme darstellt. Gemeinsam müssen sie sich jedoch noch größeren Abenteuern stellen, als sie herausfinden, dass Emilias Großtante, die die Silvercliff Hall Akademie leitet, spurlos verschwunden ist…

Mit einem lockeren und leichten Sprachstil sowie einer Prise Humor entführt die Autorin Aniela Ley erneut in eine magische Welt. Gespickt mit vielen unterhaltsamen Fantasy-Ideen wird die Geschichte dabei aus wechselnder Perspektive der beiden Hauptfiguren wiedergegeben. Nathan und Emilia sind bereits von ihrer ersten Begegnung an schwer ineinander verliebt. Vor allem zu Romanbeginn werden diesbezüglich ausschweifend die Gedanken bzw. das Gedankenkarussel der beiden Protagonisten ausgebreitet, wodurch die restlichen Figuren und die Handlung leider sehr auf der Strecke blieb. Das fand ich sehr schade, denn die Geschichte wirkte auf mich hierdurch oberflächlicher als erhofft und hätte weitaus mehr Potential gehabt. Zudem benimmt sich Nathan überwiegend wie ein verliebter Tölpel, was ihn einerseits sehr liebenswert machte, mich andererseits aber auf Dauer doch etwas anstrengte. Nichtsdestotrotz empfand ich den Roman als sehr niedlich und habe mich nach anfänglichen Schwierigkeiten und einigen Vorhersehbarkeiten gut unterhalten gefühlt. Deshalb freue ich mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 27.08.2024

Guter Überblick

Taylor Swift. In eigenen Worten
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Anhand von 300 Zitaten und einem Lebenslauf taucht der Leser/die Leserin in „Taylor Swift in eigenen Worten“ in die Gedankenwelt der Künstlerin ein. Grundsätzlich fand ich diesen Ansatz sehr interessant ...

Anhand von 300 Zitaten und einem Lebenslauf taucht der Leser/die Leserin in „Taylor Swift in eigenen Worten“ in die Gedankenwelt der Künstlerin ein. Grundsätzlich fand ich diesen Ansatz sehr interessant und vor allem die Gliederung in einzelne Unterkapitel, die „Taylors“ Ansichten zu dem jeweiligen Thema präsentieren, ist gut gelungen. Zudem empfand ich den Lebenslauf am Ende des Buches als sehr hilfreich, um einen groben Überblick über die Meilensteine in der Karriere der Sängerin zu erhalten. Um das ganze runder zu gestalten, hätte ich dennoch einen Fließtext, der chronologisch die einzelnen Kommentare abarbeitet und Hintergründe darstellt, bevorzugt. Während das Cover und der Umschlag sehr modern und schön gemacht sind, empfand ich die Papierqualität der einzelnen Seiten als zu gering. Auch das ein oder andere Bild der Sängerin hätte mir gefallen. Nichtsdestotrotz bietet das Buch einen kurzweiligen Einblick in die Gedankenwelt von Taylor Swift und ist damit für neu gewonnene sowie alteingesessene Swifties ein netter Zeitvertreib!

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Veröffentlicht am 26.08.2024

Irreführender Klappentext

Agatha Christie
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Inhalt: Agatha wollte eigentlich Pianistin werden. Doch der große Erfolg bleibt aus. Mehr zum Zeitvertreib beginnt sie, Geschichten zu schreiben. Als sie bei ihrer Arbeit in der Apotheke mit Giften zu ...

Inhalt: Agatha wollte eigentlich Pianistin werden. Doch der große Erfolg bleibt aus. Mehr zum Zeitvertreib beginnt sie, Geschichten zu schreiben. Als sie bei ihrer Arbeit in der Apotheke mit Giften zu tun hat, drängt sich ihr die Idee zu einer Kriminalgeschichte mit einem Giftmord auf, die sie nicht mehr loslässt, bis sie sie aufs Papier gebannt hat. Der Detektiv Hercule Poirot ist fortan ihr ständiger Begleiter, auch die scharfsinnige Miss Marple gesellt sich zu ihr – und Agatha Christie wird als Krimiautorin weltberühmt.

Entgegen dem irreführenden Klappentext geht es in "Agatha Christie" von Susanne Lieder nicht um Agatha Christie als Autorin, sondern um deren Beziehung zu ihrer Mutter, ihre mutmaßlichen Gedanken und ihre Einstellung zum Thema Heirat und ihre erste Ehe mit Archibald Christie. Der Roman greift dabei wenig tatsächliche Eckdaten auf, sondern bedient sich nur einzelner gesicherter Informationen und bewegt sich überwiegend in Agatha Christies Gedankenwelt. Als Roman, den ich nicht ernst nehme, hat mir das insgesamt gut gefallen, der Sprachstil ist leicht und die Geschichte kurzweilig. Als Fan von Agatha Christie war mir das allerdings viel zu wenig recherchiert und zu oberflächlich. Insgesamt war dies daher für mich eine unterhaltsame Fantasiegeschichte rund um Agatha Christie, die statt der starken Seite der Autorin die eher grüblerische und verletzliche Facette aufzeigt.

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Veröffentlicht am 26.08.2024

Herzerwärmend

Pi mal Daumen
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Sie könnten nicht unterschiedlicher sein: Moni Kosinsky ist bereits Großmutter, hat mehrere Aushilfsjobs und ist alles andere als dezent gekleidet. Oscar hingegen ist erst 16 Jahre alt, kommt aus wohlhabenden ...

Sie könnten nicht unterschiedlicher sein: Moni Kosinsky ist bereits Großmutter, hat mehrere Aushilfsjobs und ist alles andere als dezent gekleidet. Oscar hingegen ist erst 16 Jahre alt, kommt aus wohlhabenden Verhältnissen und ist ein hochbegabter Eigenbrödler. Trotz aller Unterschiede haben sie eine Gemeinsamkeit: Beide studieren Mathematik im ersten Semester in Berlin. Während Oscar keine Probleme hat, sich mathematische Theoreme einzuprägen, besitzt Moni von Beginn an einige Wissenslücken. Oscar sieht es als seine Pflicht, Moni zu unterstützen, doch schon bald zeigt sich, dass mehr auf dem Kasten hat als man ihr – und sie selbst sich - zutrauen würde.

„Pi mal Daumen“ ist ein anrührender Roman rund um die sich entwickelnde Freundschaft der beiden Hauptfiguren Moni und Oscar, die aus verschiedenen Welten kommen und sich dennoch eine gemeinsame schaffen. Monis herzliche, warme Art, mit der sie sich um ihre Mitmenschen kümmert, hat mich wirklich bewegt. Um mit Oscar warm zu werden, habe ich etwas länger gebraucht, allerdings habe ich von Beginn an seine trockene, weltfremde Art als sehr unterhaltsam empfunden. Ich hatte insgesamt mehr Tiefgang erwartet, insbesondere bezüglich der Handlung, die zunächst vor sich hinplätscherte, wohingegen das Ende dann für meinen Geschmack sehr schnell abgehandelt wurde. Nichtsdestotrotz vermittelt der Roman eine grundsätzlich positive Atmosphäre und bietet ein kurzweiliges, besonderes Buch über zwei interessante Figuren und ihre außergewöhnliche Freundschaft.

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