Profilbild von CorniHolmes

CorniHolmes

Lesejury Star
offline

CorniHolmes ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit CorniHolmes über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2019

Total klasse und so witzig!

Mein Lotta-Leben. Wer den Wal hat
0

Von Band 1 an bin ich ein großer Fan der „Mein Lotta-Leben“- Reihe. Bisher habe ich immer zu den Hörbüchern gegriffen, da diese so witzig gemacht sind. Auch beim 15. Band habe ich mich wieder für das Hören ...

Von Band 1 an bin ich ein großer Fan der „Mein Lotta-Leben“- Reihe. Bisher habe ich immer zu den Hörbüchern gegriffen, da diese so witzig gemacht sind. Auch beim 15. Band habe ich mich wieder für das Hören entschieden.

Juhu, endlich hat Lotta Geburtstag, nun wird sie endlich ihren geliebten Hund Anton aus dem Tierheim bekommen. Den hat sie sich so sehnlichst von ihren Eltern gewünscht. Aber Pustekuchen! Anstatt Anton schenken Mama und Papa ihr eine Sprachreise nach England. Wie blöd ist das denn? Na super. Geburtstagsfreude sieht definitiv anders aus. Lotta ist wenig begeistert darüber, dass sie demnächst nach England reisen soll. Dann muss sie ja den ganzen Tag Englisch sprechen! Englisch ist nicht so wirklich Lottas Stärke. Was für ein Glück, dass Cheyenne mitkommen darf. Zusammen mit ihrer besten Freundin wird Lotta diese Englandreise ganz bestimmt gut überstehen. Trotz mangelnder Englischkenntnisse. Ihr Aufenthalt auf der „Isle of Sheepy“ soll dann auch wirklich viel besser und lustiger werden als zuerst gedacht.

Hach, was hatte ich hier wieder einen Spaß beim Hören. Die „Mein Lotta-Leben“ - Hörbücher kann ich wirklich nur empfehlen, sie sind so witzig und machen einfach richtig gute Laune.

Mittlerweile sind wir tatsächlich schon beim 15. Band angelangt. Meiner Meinung nach muss man bei dieser Reihe die Bände nicht in der chronologischen Reihenfolge hören oder lesen. Ich persönlich verfolge Reihen meist chronologisch, einfach, weil der Lese- oder Hörspaß dann höher ist, aber bei der „Mein Lotta-Leben“ - Reihe sollte es kein großes Problem sein, wenn man mit dem 15. Band einsteigt. Alles Wichtige wird von Lotta erklärt und die Hauptcharaktere werden zudem im Booklet aufgelistet.

Ich war hier beim Lauschen des Hörbuchs mal wieder am Staunen, auf was für tolle Ideen die Alice Pantermüller immer kommt. Mit am besten unterhalten tun mich immer die Stellen, wenn Lotta Wörter nicht richtig versteht oder nicht kennt und sie daher ein wenig falsch wiedergibt. Manche Wortneuschöpfungen sind so köstlich. Und da es in diesem Band nach England geht und Lottas Englischnote „not the yellow from the egg ist“ (hihi), kommen hier auch eine Menge englische Fehlinterpretationen hinzu. Breite Schmunzler sind da garantiert!

Ich war hier beim Zuhören wirklich durchweg am lächeln und grinsen. Sei es, bevor es nach England oder während der turbulenten Reise, hier folgt einer amüsanten Idee der nächsten. Aufregend und spannend geht es natürlich auch zu. Die Englandsprachreise wird für so einige Überraschungen und so manches Abenteuer sorgen.

Neben der witzigen, mitreißenden Story konnten mich auch wieder die Sprecher hellauf begeistern. Wie oben bereits erwähnt, sind die Hörbücher großartig gemacht. Die Sprecher sind top und die Geräusche dazu machen die „Mein Lotta-Leben“ - Vertonungen wirklich zu ganz besonderen Hörerlebnissen.
Die Rolle der Lotta und somit auch die der Erzählerin hat natürlich wieder die Katinka Kultscher übernommen. Echt Wahnsinn, wie jung ihre Stimme klingt. Man nimmt ihr die 12-jährige Lotta vollkommen ab, sie ist einfach nur perfekt für diese Rolle. Ich könnte mir da keine andere Stimme vorstellen.

Mein Sprecher-Highlight war auch hier wieder Cheyenne. Cheyenne ist echt klasse und sie wird so lustig gesprochen! Ihre Stimme ist schon etwas spezieller, ich schätze, nicht jeder wird so begeistert von ihr sein wie ich. Ich jedenfalls finde sie genial und muss immer richtig laut mitlachen, wenn Cheyenne ihre coole Lache loslässt. :D

Ich hoffe nun sehr, dass es auch noch einen 16. Band geben wird. Gerne auch noch einen 17. und 18. oder auch noch mehr. Klar, irgendwann muss jede Reihe mal vorbei sein, aber bei manchen Reihen wünscht man sich einfach, dass sie nie ein Ende finden werden, oder? Mir geht es so mit der „Mein Lotta-Leben“ - Reihe. Wer die Hörbücher dazu noch nicht kennt, sollte das schleunigst ändern! Ich kann sie jedem sehr ans Herz legen.

Fazit: Auch der 15. „Mein Lotta-Leben“ - Band hat mir ein wundervolles Hörerlebnis beschert! Ich liebe die Hörbücher dieser coolen Reihe, sie sind so witzig gemacht und sorgen für jede Menge gute Laune. Ich habe Lotta und ihre Freundin Cheyenne liebend gerne nach England begleitet und hatte so viel Spaß dabei! Einfach nur toll, auf was für schöne Ideen die Alice Pantermüller immer so kommt und wie klasse diese witzigen Geschichten als Hörbücher umgesetzt werden. Ich bin begeistert vom 15. „Mein Lotta-Leben“ - Band und vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 19.03.2019

Monstermäßig gut und so genial!

Die Mitternachtsschule - Erste Stunde Geisterkunde (Die Mitternachtsschule, Bd. 1)
0

Witzige Schulgeschichten habe ich schon immer unheimlich gerne gelesen. Als ich beim Stöbern auf „Die Mitternachtsschule“ gestoßen bin, konnten das coole Cover und der sehr vielversprechend klingende Klappentext ...

Witzige Schulgeschichten habe ich schon immer unheimlich gerne gelesen. Als ich beim Stöbern auf „Die Mitternachtsschule“ gestoßen bin, konnten das coole Cover und der sehr vielversprechend klingende Klappentext meine Neugier sofort wecken. Hier war ich mir absolut sicher, dass das neue Kinderbuch von Hendrik Lambertus ganz genau das Richtige für mich sein wird. Von dem Autor hatte ich bisher noch kein Buch gelesen, „Die Mitternachtsschule“ sollte also mein erstes Werk von ihm werden.

Milan Finstermann ist mit seinem Vater Jürgen gerade nach Klein-Waldstedt gezogen. Kurz vor Schulbeginn erhält Milan einen äußerst merkwürdigen Brief von seiner neuen Schule, der ihm ziemliche Rätsel aufgibt. Was ist das denn für eine Schule, in der der Unterricht um Mitternacht startet? Noch in derselben Nacht macht sich Milan auf zum Friedhofswinkel 1. An diesem seltsamen Ort soll sie sich befinden, seine neue Schule. Sehr schnell wird Milan klar, warum die Unterrichtszeiten so ungewöhnlich sind und wieso seine Mitschüler aussehen wie die Figuren seines liebsten Sammelkartenspiels Marvelous Monsters: Seine neue Schule ist eine Monsterschule!

Was für ein tolles Buch! Meine Erwartungen wurden hier komplett erfüllt, ich bin richtig begeistert von „Die Mitternachtsschule“. Als das Buch bei mir eintraf, hatte ich mich sofort darauf gestürzt und es dann quasi in einem Rutsch durchgelesen. Es liest sich echt super, Hendrik Lambertus hat einen sehr locker-leichten und wunderbar spritzigen Schreibstil.

Wenn man das Buch aufschlägt und mit dem Lesen beginnt, ist man sofort mittendrin im Geschehen. Schon gleich zu Anfang erhält unser Protagonist Milan Finstermann diesen äußerst merkwürdigen Brief von seiner neuen Schule, bei welchem es sich eigentlich nur um einen Scherz handeln kann. Ich meine: Schulbeginn um Mitternacht? Und was soll das heißen, Maden und Würmer sind nicht erwünscht? Warum wird extra darauf hingewiesen? Ist doch logisch, dass Milan Maden und Würmer nicht mit in die Schule bringt. Und als Imbiss natürlich schon mal gar nicht.

Noch in derselben Nacht wird sich Milan auf den Weg zum Friedhofswinkel machen, wo sich seine neue Schule befinden soll. Zu dem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, was für ein tolle und großartige Zeit ihn erwarten wird. Und uns Leser natürlich auch!

Milans neue Schule ist einfach nur abgefahren. Ich persönlich hätte mich als Schülerin vermutlich nicht dort reingetraut, ich bin der totale Hasenfuß, aber über das Lesen habe ich diese außergewöhnliche Schule natürlich liebend gerne besucht. Milan ist da eindeutig mutiger als ich, er betritt das dunkle, gruselige Schulgebäude und stolpert mitten hinein ins Abenteuer.

Ich war hier beim Lesen immerzu am Staunen, auf was für tolle und originelle Ideen Hendrik Lambertus gekommen ist. Hier folgt wirklich einem fantasievollen Einfall dem nächsten. Am liebsten würde ich euch da nun so viel erzählen, weil ich einfach so begeistert bin. Da ich aber nicht zu viel von der Handlung verraten möchte, werde ich euch nur mal einen kleinen Vorgeschmack darauf liefern, was euch hier so zwischen den Buchdeckeln erwarten wird.

Der Klappentext verrät ja schon, dass es sich bei Milans neuer Schule um eine Monsterschule handelt. Wie man sich denken kann, sind die Schüler einer solchen Schule keine Menschen. Kobolde, Vampire, Werwölfe, Mumien, Skelette und noch so viele Spukgestalten mehr begegnen einem hier. Einfach nur Wahnsinn, auf was für eine bunte Truppe wir gemeinsam mit Milan in der Mitternachtsschule stoßen werden. Hier hat der Autor seiner Fantasie wirklich ganz ihren freien Lauf gelassen.

Einige von Milans neuen Mitschülern haben es übrigens faustdick hinter den Ohren und sind stets aufs Streiche spielen aus. Laute Lacher für uns Leser sind da garantiert! Total klasse fand ich ja die Unterrichtsfächer. Wald- und Kreaturenkunde, Tiefere Mathematik, Zaubertrankmischen, Geisterkunde...also, das nenne ich mal einen ungewöhnlichen und verdammt coolen Stundenplan. Oder? Ja, definitiv. :D
So kreativ wie die Fächer sind auch die Lehrer. Ich kann mich da nur immer wieder wiederholen, das Buch sprüht nur so vor fantasievollen Ideen.
Sehr amüsant fand ich ja Milans ziemlich verpeilten Vater Jürgen. Also, ich glaube, so einen gechillten Papa hätten die meisten Kinder nur zu gerne. ;)

Hellauf begeistert bin ich auch von dieser leicht gruseligen Atmosphäre. Als unheimlich würde ich das Buch nicht so wirklich bezeichnen; Angst haben wird hier vermutlich keiner, aber dafür jede Menge Spaß. Die Story ist so witzig und schaurig-schön! Und spannend. Mitfiebern ist hier auf jeden Fall Programm. So wird ein sehr seltsamer Schulinspektor namens Zacharias Moder von der Mitternachtsbehörde der Schule seinen Besuch abstatten, um nach dem Rechten zu sehen. Dass mit diesem Moder etwas nicht stimmt, ist sofort klar. Ebenfalls äußerst verdächtig verhalten tut sich die Schuldirektorin Frau Dr. Nocturn. Und als wären das nicht schon Geheimnisse genug, die es zu lüften gilt, kommen dann noch diese komischen Geräusche aus dem Heizungskeller hinzu. Diesen zu betreten ist übrigens strengstens verboten. Aber warum? Was geht in der Mitternachtsschule nur vor sich?

Hört sich doch richtig gut und spannend an, oder? Nun, das ist auch! Sehr schön finde ich auch die Botschaft, die das Buch enthält: Auch wenn man total verschieden ist und nicht der gleichen Art angehört, kann man trotzdem befreundet sein und jede Menge Spaß zusammen haben.

Was ich natürlich auch unbedingt noch erwähnen und loben muss, ist die liebevolle Innengestaltung des Buches. Es ist großartig aufgemacht. Jede Seite besitzt eine Illustrationen. Seien es die kleinen Randverzierungen oder die vielen wundervollen farbigen Illustrationen – alle sind sie toll anzusehen und sie schaffen eine ganz besondere Atmosphäre. Die Story von Hendrik Lambertus plus die Illustrationen von Alexandra Helm – das harmoniert einfach nur perfekt und sorgt für einen herrlichen Grusel-Monster-Lesespaß!

Für Mädchen und Jungen ab 8 Jahren bietet sich das Buch prima zum Selberlesen an. Die Kapitel sind angenehm kurz und die Schrift schön groß. Deutlich älteren Lesern kann ich das Buch aber auch sehr ans Herz legen. In meinen Augen ist „Die Mitternachtsschule“ für jedermann, egal ob Groß oder Klein, absolut lesenswert.

Ich hoffe ja nun sehr, dass es noch eine Fortsetzung geben wird. Wenn dem nicht so ist, wäre ich ja schon ziemlich enttäuscht. Das Buch macht einfach so viel Lust auf mehr, da giert man förmlich nach Nachschub. Zumindest ist es bei mir so. :D

Fazit: Monstermäßig gut und so genial! Mich konnte „Die Mitternachtsschule – Erste Stunde Geisterkunde“ von den ersten Seiten an verzaubern. Die Story ist witzig und spannend, sie ist sehr fantasievoll und herrlich schräg. Ich war hier immerzu am Schmunzeln und habe ohne Ende mitgefiebert. Hellauf begeistert bin ich auch von den wundervollen Illustrationen, die das Geschehen im Text wunderbar wiedergeben und für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen. Ein tolles Buch über Freundschaft, Toleranz, Mut und Zusammenhalt, welches total gute Laune und große Lust auf mehr macht. Hier vergebe ich sehr gerne volle 5 von 5 monsterhaften Sternen!

Veröffentlicht am 18.03.2019

Süß, witzig und wunderbar fröhlich!

Rosa Räuberprinzessin und das Törtchengeheimnis
0

Letzten Sommer hatte ich mit sehr viel Freude das erste Abenteuer von Rosa Räuberprinzessin gelesen. Der erste Band dieser süßen Mädchenbuchreihe hat mir unheimlich gut gefallen, daher stellte sich mir ...

Letzten Sommer hatte ich mit sehr viel Freude das erste Abenteuer von Rosa Räuberprinzessin gelesen. Der erste Band dieser süßen Mädchenbuchreihe hat mir unheimlich gut gefallen, daher stellte sich mir auch gar nicht erst die Frage, ob ich den zweiten Band lesen möchte. Natürlich ließ ich „Rosa Räuberprinzessin und das Törtchengeheimnis“ bei mir einziehen. Auf ein Wiedersehen mit dem Mädchen Rosa und ihrem Esel Einhorn habe ich mich schon sehr gefreut.

Rosa und Irmela sind die allerbesten Freundinnen. Zusammen spielen sie immer gerne Räuberprinzessin und erleben dabei die tollsten Abenteuer. Stets mit dabei ist natürlich auch Esel Einhorn, welcher nicht nur ein Horn besitzt, sondern auch sprechen kann und immer die tollsten Ideen hat.
Ein neues Abenteuer erwartet die Freunde, als sie in ihrem kleinen Schloss im Wald ein süßes Waschbärbaby finden. Der Kleine wird noch für eine Menge Chaos und Aufregung sorgen. Noch trubeliger soll alles werden, als Rosa, Irmela und Esel Einhorn hören, dass Bäcker Zopf bestohlen wurde! Jemand hat seine leckeren Erdbeertörtchen geklaut und einen Schokomuffin hat der Dieb dann auch noch mitgehen lassen! Rosa und Co wollen den Fall unbedingt aufklären. Ob ihnen das wohl gelingen wird?

Was mir gleich als erstes aufgefallen ist, als das Buch bei mir eintraf: Es ist so dünn. Zumindest im Vergleich zum ersten Band, welcher gut doppelt so viele Seiten umfasst. Ein bisschen schade finde ich das ja irgendwie schon, dass das zweite Abenteuer von „Rosa Räuberprinzessin“ deutlich kürzer ist. Aber gut, Hauptsache ist ja, dass es überhaupt eines gibt, oder? Und ja, es mag deutlich kürzer sein als das erste Räuberprinzessin-Abenteuer, es ist aber dennoch wunderschön.

Anders als der erste Band ist die Fortsetzung nicht in mehrere Teile gegliedert, sondern besteht aus einer großen Geschichte. Diese ist in angenehm kurze Kapitel unterteilt, sodass sich das Buch prima als Vorlesebuch eignet. Zum Selberlesen bietet es sich für Leseanfänger aber auch wunderbar an. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und die Schrift ist recht groß.

Wie bereits der Reihenauftakt, so erzählt auch die Fortsetzung eine total schöne und super süße Geschichte, die durchweg zum Träumen und Mitfiebern einlädt. Schon die ersten Seiten konnten mich richtig verzaubern, als Rosa zusammen mit ihrer besten Freundin Irmela in den Wald loszieht, in welchem sich ihr Schloss befindet. Ja, ihr habt richtig gelesen: Die Mädchen besitzen tatsächlich ein eigenes Schloss, welches den stolzen Namen Schloss Rosawinkel trägt! Toll, oder? Der Traum einer jeden kleinen Prinzessin. Da kann man ja schon ein bisschen neidisch auf die beiden Mädchen werden, oder? Erst recht, wenn man sich die bezaubernde Illustration zu dem Schloss ansieht. Also, da habe selbst ich, als ich Erwachsene, gedacht: Wie cool, also, irgendwie hätte ich so etwas auch voll gerne. :D
Junge Mädchen, die gerne Prinzessinnen-Geschichten lesen und selbst gerne Prinzessin spielen, werden natürlich erst recht begeistert sein. Für diese ist die „Rosa Räuberprinzessin“- Reihe in meinen Augen wirklich ein großes Muss. Allerdings rate ich hier sehr, die chronologische Reihenfolge einzuhalten. Meiner Meinung nach ist es hier schon besser und auch sinnvoller, dass man mit dem ersten Band beginnt.

Wem ich diese schöne Reihe ebenfalls sehr ans Herz legen kann, sind Pippi Langstrumpf-Fans, Tierliebhabern und Detektiv-Freunden. Tatsächlich werden all diese hier ganz auf ihre Kosten kommen. Die liebe Rosa erinnert mich immer sehr an die bekannte Kinderbuchfigur von Astrid Lindgren. Sie ist ähnlich frech und vorlaut und ein total energiegeladenes und liebenswertes junges Mädchen. Ein eigenes Pferd wie Pippi Langstrumpf besitzt Rosa zwar nicht, aber dafür ein Einhorn. Na ja, kein richtiges Einhorn. Ein Esel Einhorn. Das Horn kann zwar nur Rosa sehen, aber egal. Es ist ein Esel Einhorn! Und es kann sprechen! Allerdings kann nur Rosa ihn verstehen. Ja, ihr merkt vielleicht gerade, die liebe Rosa besitzt eine Menge Fantasie. Die, die den ersten Band kennen, haben natürlich schon die Bekanntschaft mit Esel Einhorn gemacht. Esel Einhorn ist einfach klasse. Seine i-aten Sätze lesen sich immer herrlich amüsant und seine witzigen Ideen gefallen mir immer sehr. Allerdings muss ich gestehen, dass mir Esel Einhorns Auftritt in diesem Band etwas zu kurz kam. Da hatte ich mir ein bisschen mehr erhofft.

Das Augenmerk der Geschichte liegt eindeutig auf der Aufklärung des Falls „Wer ist der Erdbeertörtchen-Dieb“? Daher eben auch meine Empfehlung an alle Detektiv-Fans. Ich, als Erwachsene, habe ich recht schnell kombiniert, wer die leckeren Törtchen von Bäcker Zopf gestohlen hat. Die Zielgruppe aber wird da bestimmt ein bisschen länger am miträtseln sein und sehr viel Spaß dabei haben.

Zu den Törtchen muss ich hier noch kurz was loswerden: Die Illustrationen dazu sehen so lecker aus! Ich warne lieber mal vor, es kann gut sein, dass euch beim Betrachten der Törtchenbilder ein plötzlicher Heißhunger auf Erdbeertörtchen überfallen wird. ;)
Das Gleiche gilt übrigens auch für die Schokomuffins. :D

Die Katrin Engelking, die das Buch illustriert hat, kann schon echt toll zeichnen. Ich liebe ihre Illustrationen wirklich sehr! Viele werden ihre Bilder vermutlich von den Neuauflagen der Astrid Lindgren-Bücher kennen, da sie diesen ein neues Gesicht verliehen hat. Für die „Rosa Räuberprinzessin“- Reihe sind ihre Zeichnungen einfach nur perfekt. Die vielen farbenfrohen Bilder machen diese schönen Abenteuer nur noch fröhlicher und lebendiger, als sie allein schon durch den Text sind. Auch dieser Band wurde wundervoll von ihr bebildert: Das Schloss im Wald, die Törtchen, nicht zu vergessen der süße Waschbär!

Rosa und Irmela werden in diesem Band auf ein Waschbärbaby stoßen. Der kleine Kerl wird in dem Buch eine sehr große Rolle spielen und für eine Menge Chaos sorgen. Sehr gut gefallen hat mir, welche Botschaften Annette Roeder mit dem süßen Waschbären vermittelt: Es geht um eine artgerechte Tierhaltung und darum, was es bedeutet, wenn man Verantwortung für ein Tier übernimmt. Ein Waschbär ist kein Haustier, dass werden Rosa und Irmela schließlich noch einsehen.

Eine weitere wichtige Botschaft, die das Buch enthält, ist, dass man andere nicht nach ihrem Äußeren beurteilen darf und man niemanden einfach so beschuldigen sollte, wenn man keine Beweise hat.

Diese wichtigen Themen wurden herzallerliebst in einer witzigen, fantasievollen, spannenden und fröhlich-frechen Geschichte verpackt, die mir sehr gut gefallen hat und die große Lust auf mehr macht. Zu meiner großen Freude habe ich hinten im Buch entdeckt, dass es auch noch einen dritten Band geben wird. Dieser wird zwar leider erst Anfang 2020 erscheinen, aber es wird ihn immerhin geben. Auf das dritte „Rosa Räuberprinzessin“- Abenteuer freue ich mich jetzt schon sehr.

Fazit: Ein toller (Vor-) Lesespaß für Groß und Klein! Auch der zweite Band dieser süßen, fröhlich-frechen Kinderbuchreihe erzählt eine total liebenswerte, spannende und lustige Geschichte, welche durchweg zum Mitfiebern einlädt und wunderschön illustriert wurde. Ich persönlich fand es etwas schade, dass dieses „Rosa Räuberprinzessin“- Abenteuer deutlich kürzer ist das vorherige und habe diesen Band auch als ein klein wenig schwächer empfunden als den vorherigen. Begeistert von dem Buch bin ich aber natürlich trotzdem. Ich kann den zweiten „Rosa Räuberprinzessin“- Band wärmstens empfehlen und vergebe sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 17.03.2019

Total schön, ein wundervoller Jugendroman!

Fast schon bühnenreif
0

Bei einem Blick in die Vorschau des Magellan Verlags ist mir „Fast schon bühnenreif“ sofort ins Auge gesprungen. Das Cover mag ich unheimlich gerne, es ist so herrlich bunt, ich stehe ja total auf farbenfrohe ...

Bei einem Blick in die Vorschau des Magellan Verlags ist mir „Fast schon bühnenreif“ sofort ins Auge gesprungen. Das Cover mag ich unheimlich gerne, es ist so herrlich bunt, ich stehe ja total auf farbenfrohe Cover. Als ich mir den Klappentext durchgelesen hatte, stand für mich fest: Oh ja, dieses Buch muss ich unbedingt lesen! Hier war ich mir sehr sicher, dass der Debütroman von Lisa Rosinsky ganz genau das Richtige für mich sein wird.

Als Cadies Vater seiner Familie eröffnet, dass er eine uneheliche Tochter hat, soll sich das Familienleben schlagartig ändern. Cadie hat nun eine Halbschwester, die nicht nur ein halbes Jahr älter ist als sie, sondern auch so schrecklich perfekt in allem ist. Das Schlimmste aber: Elizabeth soll fortan bei ihnen wohnen, da ihre Mutter leider vor kurzem verstorben ist. Plötzlich ist Cadie nicht mehr die einzige Tochter im Haus, zunehmend fühlt sie sich in ihrer eigenen Familie wie das fünfte Rad am Wagen, immer mehr bekommt sie den Eindruck, dass Elizabeth sie aus ihrem eigenen Leben verdrängt. Sogar ihr Schwarm scheint sich mehr für Elizabeth als für sie zu interessieren! Cadie sucht Trost in ihrer großen Leidenschaft: Der Schauspielerei. An ihrer Schule wird gerade das Theaterstück „Viel Lärm um nichts“ einstudiert, in welchem Cadie die Hauptrolle ergattern konnte. Noch viel schöner wäre es aber natürlich, wenn sie wieder die Hauptrolle in ihrem eigenen Leben zurückbekommen könnte.

Meine Erwartungen konnten hier komplett erfüllt werden. Mein Riecher hat mich also mal wieder nicht im Stich gelassen, ich bin hellauf begeistert von dem Buch! Die Story, der Schreibstil (dieser liest sich so toll!), die Charaktere, der Humor – all dies ergibt einfach ein perfektes Gesamtpaket, welches mir die allerschönsten Lesestunden beschert hat.

Bereits nach den ersten Seiten wusste ich: Dieses Buch wirst du lieben. Cadie und ihre liebenswerte Familie habe ich sofort ganz fest in mein Herz geschlossen. Die Charaktere wurden wirklich wunderbar von der Autorin ausgearbeitet, allen voran die Protagonistin Acadia, genannt Cadie, aus deren Sicht wir alles in der Ich-Perspektive erfahren. Cadie ist so ein Jemand, den man einfach sofort gern haben muss. Sie ist ein richtig liebenswertes, sympathisches und witziges 15-jähriges Mädchen. Sie liebt das Theater, sie trägt ihre Haare mit bunten Strähnchen, sie bevorzugt den bequemen, eher weniger modebewussten Look und Geduld ist nicht so wirklich ihre große Stärke. Besonders gut gefallen hat mir diese außergewöhnlich innige Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater. Da habe ich mich richtig mit ihr verbunden gefühlt, da ich selbst schon immer das totale Papakind war. Auch fürs Theater konnte ich mich schon immer begeistern. Ja, mit Cadie konnte ich mich wirklich prima identifizieren, ich habe mich in so einigen Dingen in ihr wiedergefunden. Und ihr Humor war auch absolut meiner! :D

Cadies Familie mochte ich ebenfalls wahnsinnig gerne. Über den Vater musste ich immer wieder sehr schmunzeln. Er macht irgendwie immer einen leicht zerstreuten Eindruck, was ihn nur noch sympathischer macht. Richtig gut gefallen haben mir immer die Momente zwischen ihm und seiner „Cadigsten“, wie er seine Tochter immer liebevoll nennt. Da hat man immer nur zu deutlich gespürt, wie viel die beiden verbindet und wie lieb sie sich haben.

Ihre Beziehung wird allerdings einen kleinen Knacks bekommen, als das mit Elizabeth rauskommt. Plötzlich ist Cadie nicht mehr die einzige Tochter im Haus. Ihre Halbschwester Elizabeth wird nach dem Tod ihrer Mutter bei ihnen einziehen, wovon Cadie anfangs gar nicht begeistert ist. Immer mehr fühlt sie sich von ihrer Halbschwester aus ihrem eigenen Leben verdrängt, zunehmend gewinnt sie den Eindruck, dass sie nicht mehr zur Familie gehört. Da ich mich so gut in Cadie hineinversetzen konnte, habe ich richtig mit ihr mitgelitten und ihre Gefühle vollkommen nachvollziehen können. Elizabeth ist einfach so perfekt, das kann einen ja schon irgendwie aufregen. Wut auf sie kann man allerdings dennoch nicht empfinden, dafür ist sie viel zu nett.
Elizabeth konnte ich natürlich auch absolut verstehen. Sie hat es ebenfalls alles andere als leicht, eigentlich ist ihr Schicksal sogar das härtere. Sie hat ihre Mutter verloren, muss zu einer ihr fremden Familie ziehen und muss sich nicht nur in dieser einleben, sondern auch an einer neuen Schule. Und anders als Cadie, die tolle beste Freundinnen hat, zu denen sie flüchten kann und die immer ein offenes Ohr für sie haben, hat Elizabeth niemanden.

Cadies Freundinnen Raven und Micayla mochte ich ebenfalls richtig gerne. In diesem Buch wimmelt es einfach nur so von wundervollen, erstklassig ausgearbeiteten und außergewöhnlichen Charakteren. Sehr gut gefallen hat mir, wie verschiedenen sie alle sind. Jeder hat so seine Eigenarten und besonderen Vorlieben. Cadie lebt für das Theater, Elizabeth ist sehr religiös, Cadies Eltern waren mal so richtige Hippies, Cadies kleiner Bruder Josh ist ein absolutes Musikgenie...Die Story ist einfach so vielfältig und sorgt für jede Menge Überraschungen, Emotionen und gute Laune. Solche Art von Geschichten liebe ich über alles. Ihr auch? Nun, dann wisst ihr ja jetzt, welches Buch ihr euch unbedingt als nächstes zulegen müsst. ;)

Schauspielfreunde werden hier übrigens ganz auf ihre Kosten kommen. Titel und Klappentext versprechen da also eindeutig nicht zu viel. Hier spürt man beim Lesen wirklich sehr, dass die Autorin eigene Erfahrungen mit dem Theaterspielen hat. Mir hat es so viel Spaß gemacht, die Theaterproben mitzuverfolgen. Diese lesen sich wirklich sehr amüsant und auch richtig interessant. Wer sich für die Schauspielerei interessiert, sollte sich „Fast schon bühnenreif“ unbedingt mal näher anschauen!

Ich habe tatsächlich keinen einzigen Kritikpunkt an das Buch. Wer gerne warmherzige Familiengeschichten liest, die witzig, humorvoll, tiefgründig, dramatisch und emotional sind, wird hier beim Lesen die reinste Freude haben. Und romantisch geht es natürlich auch zu, denn ja, natürlich spielt hier auch die Liebe eine große Rolle. Das gehört zu einer solchen Art von Buch doch einfach dazu, oder? Romantiker dürfen sich hier also auch sehr freuen. :D

Fazit: Ein wundervolles Buch über Familie, Freundschaft, Liebe, Eifersucht, das Theaterspielen und noch so vielem mehr. Mir hat „Fast schon bühnenreif“ die allerschönsten Lesestunden beschert. Die Charaktere sind mir beim Lesen richtig ans Herz gewachsen, allen voran Cadie, die eine tolle Protagonistin und absolute Sympathieträgerin ist. Richtig begeistert bin ich auch von dem Humor, dieser war absolut meiner. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen, Jugendlichen wie Erwachsenen. Lisa Rosinsky konnte mich mit ihrem Debüt komplett überzeugen und ich hoffe sehr, dass wir noch viele weitere, so schöne Bücher von ihr zu lesen bekommen werden. Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 17.03.2019

Ein tolles Großstadtabenteuer mit drei ganz besonderen Helden!

Drei Helden für Mathilda
0

Die Bücher von Oliver Scherz sind mittlerweile ein absolutes Muss für mich. Als letztes konnte er mich mit „Ein Freund wie kein anderer“ hellauf begeistern. Das Buch ist so schön! Als ich nun in der Thienemann-Esslinger ...

Die Bücher von Oliver Scherz sind mittlerweile ein absolutes Muss für mich. Als letztes konnte er mich mit „Ein Freund wie kein anderer“ hellauf begeistern. Das Buch ist so schön! Als ich nun in der Thienemann-Esslinger Verlag-Vorschau entdeckte, dass es neues Lesefutter von Oliver Scherz geben wird, stand für mich sofort fest: Das Buch muss ich unbedingt lesen! Ich war schon so gespannt auf das Abenteuer der drei Kuscheltiere Fitze Fusselkopp, Wim und Bummel-Bom.

Als der kleine Affe Fitze Fussekkopp eines Morgens erwacht und seine Arme, wie an jedem Morgen, um seine liebe Mathilda schlingen möchte, bekommt er einen großen Schreck: Mathilda ist weg! Komisch, wo ist sie nur? Auch im großen Elternbett ist sie nicht. Wurde Mathilda etwa entführt? Fitze, der Löwe Wim mit der wuscheligen Löwenmähne, die so schön nach Mathilda riecht, und der Bär Bummel-Bom sind sich sofort einig: Ja, ihre Mathilda ist Opfer eines Räubers geworden! Die drei Kuscheltiere fassen sofort den Entschluss, sich auf die Suche nach ihrer Freundin zu machen. Schnell seilen sie sich aus dem Kinderzimmerfenster ab und tauchen ein in den gefährlichen Großstadtdschungel. Auf die drei Helden wartet ein großes Abenteuer voller Gefahren und Hürden, die es zu meistern gilt. Ob die drei ihre geliebte Mathilda wohl finden werden?

Ist das Cover nicht super niedlich? Also bei mir war es hier ganz große Liebe auf den ersten Blick. Auch der Klappentext klang so süß. Hier hätte es mich wirklich sehr gewundert, wenn mir „Drei Helden für Mathilda“ nicht gefallen würde.

Ich habe also voller Vorfreude das Buch aufgeschlagen und mit dem Lesen begonnen. Tja, was soll ich sagen? Ich habe mich bereits nach den ersten Seiten vollkommen in diese bezaubernde Geschichte verliebt. Innerhalb kurzer Zeit habe ich das Buch durchgelesen und hatte so viel Spaß dabei! Die Geschichte ist spannend und witzig, sie ist sehr fantasievoll, sie ist liebenswert und zum Schmunzeln schön.
Hier folgt wirklich einer kreativen und witzigen Idee der nächsten. Allein schon die Namen der drei Kuscheltiere finde ich klasse. Fitze Fusselkopp, Bummel-Bom – als ich die Namen das erste Mal las, musste ich richtig grinsen.

Breit lächelnd war bei mir hier auch quasi Dauerzustand während des Lesens. Ich war hier durchweg am Schmunzeln, habe ohne Ende mitgefiebert und mit großen Augen die vielen wunderschönen Illustrationen von Daniel Napp bestaunt. Die vielen farbigen Bilder, die den Text begleiten, sind wirklich großartig. Ganz besonders angetan haben es mir die Stadtbilder. An denen konnte ich mich gar nicht sattsehen. Aber auch die Zeichnungen von unseren drei Kuscheltierfreunden haben mir unheimlich gut gefallen. Sie sehen so süß und knuffig aus.

Die Geschichte unserer drei Helden konnte mich von den ersten Seiten an in ihren Bann ziehen. Es beginnt bereits im ersten Kapitel richtig spannend, als die drei Freunde merken, dass Mathilda weg sind. Sie ist nicht wie sonst morgens in ihrem Bett und auch in der Wohnung ist sie nicht zu finden. Entführung, eindeutig, da sind sich die drei sofort einig! Mutig, wie drei Helden sind, zögern sie nicht lange und beschließen, ihre geliebte Mathilda aus den Händen ihres Räubers zu befreien. Fix wird ein Seil aus Pullovern, Leggins, Strümpfen, Gürteln und noch so einigem mehr geknotet und aus dem Kinderzimmerfenster gehängt. Schwupps, sind die drei an dem Seil hinunter geklettert und mitten im Großstadtdschungel gelandet. Tja, und nun? Wo sollen unsere Abenteurer mit der Suche nach Mathilda beginnen?

Was genau Fitze, Wim und Bom während ihres großen Abenteuers alles erleben werden, was für Hürden es zu überwinden gilt und auf wen sie so alles stoßen werden, werde ich hier natürlich nicht verraten. Da müsst ihr schon selber zu dem Buch greifen und euch auf die spannende und aufregende Suche nach Mathilda begeben. Was ihr unbedingt tun solltet! Vor allem Mädchen und Jungen ab 5 Jahren werden hier die reinste Freude beim Zuhören haben. Zum Vorlesen eignet sich das Buch wirklich wunderbar. Die Kapitel habe eine perfekte Vorleselänge und der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Zum Selberlesen bietet sich das Buch in meinen Augen für etwas geübtere Leser auch prima an.
Erwachsenen kann ich „Drei Helden für Mathilda“ auch sehr ans Herz legen. Die Geschichte von Fitze, Wim und Bom ist einfach für jedermann, egal ob Groß und Klein, absolut lesenswert.

Total klasse fand ich, dass bis zum Schluss die große Frage offen bleibt, wo denn nun Mathilda ist. Wurde sie wirklich entführt? Ich, als Erwachsene, hatte recht früh eine Vermutung, was es mit Mathildas Verschwinden auf sich haben könnte und diese hat sich am Ende auch bestätigt. Bevor mich aber diese Vorahnung überfallen hatte, war ich ganz eifrig am miträtseln. Kinder, denke ich, werden hier deutlich länger im Dunklen tappen und eine riesengroße Freude am mitknobbeln haben.

Mit am besten gefallen hat mir, dass wir alles aus der Sicht der Kuscheltiere erfahren und ihre Gefühle wunderbar verdeutlicht werden. Die Sorge um ihre geliebte Mathilda ist die ganze Zeit über zu spüren und lässt einen richtig mitfühlen. Auch die Angst begleitet die drei Freunde und die Verzweiflung, weil die Suche nach Mathilda eine etwas längere Zeit ergebnislos verläuft. Aber keine Sorge, die Handlung wird dadurch natürlich nicht traurig oder zu ernsthaft, nein. Durch viele lustige und herzerwärmend schöne Szenen werden die etwas ernsteren Abschnitte wunderbar aufgelockert. Und die spannenden Erlebnisse kommen, wie bereits erwähnt, auch nicht zu kurz. Mitfiebern ist hier wirklich Programm!

Fazit: Ein wundervolles Großstadtabenteuer über Freundschaft, Mut und Zusammenhalt! Das neue Kinderbuch von Oliver Scherz ist spannend, witzig, total süß und liebenswert, es ist sehr fantasievoll und warmherzig schön. Die Geschichte macht nur zu deutlich, dass man mit Freunden an seiner Seite jede noch so große Hürde überwinden kann und an sein Ziel gelangt. Wenn man den Mut nicht aufgibt und zusammenhält, kann man jedes noch ausweglos erscheinende Unterfangen meistern. Ich bin ganz verliebt in diese herzallerliebste Geschichte und die wunderschönen Illustrationen von Daniel Napp. Ich kann das Buch absolut empfehlen. Egal ob zum Vor- oder zum Selberlesen, ob Jung oder Alt – die aufregende Suche der drei Kuscheltierfreunde nach ihrer geliebten Freundin Mathilda sollte man sich nicht entgehen lassen, sie beschert einem einen herrlichen (Vor-) Lesespaß! Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen!