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Veröffentlicht am 22.08.2018

Witzig, tiefgründig und herrlich humorvoll!

Liebe ist so scheißkompliziert
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Das neue Buch von Sabine Schoder war ein absolutes Must-Read für mich! Mit ihren ersten beiden Romanen konnte mich die Autorin hellauf begeistern, daher war meine Freude groß gewesen, als ich beim Durchstöbern ...

Das neue Buch von Sabine Schoder war ein absolutes Must-Read für mich! Mit ihren ersten beiden Romanen konnte mich die Autorin hellauf begeistern, daher war meine Freude groß gewesen, als ich beim Durchstöbern der Fischerverlag-Vorschau entdeckte, dass es neues Lesefutter von ihr geben wird. Auf „Liebe ist so scheißkompliziert“ war ich schon richtig gespannt.

Nele kann ihren Körper nicht so wirklich leiden. Nicht nur, dass sie kaum Busen hat und eine flache Nase, nein, das wohl schlimmste an ihr ist ihre Körpergröße. Nele ist sagenhafte 1,90 Meter groß. Ihr Leben ist daher alles andere als einfach. So hatte sie zum Beispiel noch nie einen festen Freund. Welcher Junge möchte schon von seiner Freundin überragt werden? Nele ist durch ihre Größe ein ziemlicher Einzelgänger, denn trotz ihrer enormen Länge scheint sie niemand in der Schule wahrzunehmen. Nur ihr Nachbar und bester – und einziger - Kumpel Tom hält zu ihr. Doch dann trifft Nele auf Jerome Tessmer. Er ist der Basketballstar der Schule und lässt Nele etwas tun, was sie bisher kaum hatte tun müssen: Zu jemandem aufsehen. Jerome misst mit 2,06 Meter gute 16 Zentimeter mehr als sie. Nele wird von dem Jungen wie magisch angezogen. Ob es wohl an seiner Größe liegt? Oder an den blonden Haaren? Oder vielleicht doch an seinen sturmgrauen Augen? Nele weiß nicht warum, aber sie fühlt sich zu Jerome hingezogen. Als es auf einer Party zu einem Kuss zwischen den beiden kommt, flattern gefühlte hunderttausend Schmetterlinge in ihrem Bauch. Doch daran kann sich die 17-jährige nach der Party kaum noch erinnern. Was sich in dieser Nacht zugetragen hat, liegt wie in einem dunklem Nebel. Doch anscheinend ist auf der Party etwas passiert, denn am darauffolgenden Tag taucht plötzlich ein Video im Internet auf, welches Nele halbnackt zeigt. Es kommt eigentlich nur einer infrage, der für dieses Video verantwortlich sein kann. Jerome aber streitet alles ab. Wer aber könnte sonst dahinter stecken?

Was mir aus Sabine Schoders ersten beiden Jugendbüchern sehr gut in Erinnerung geblieben ist, ist ihr toller Schreibstil und ihr erstklassiger Humor.
Auch in „Liebe ist so scheißkompliziert“ konnte mich die Autorin mit diesen beiden Punkten hellauf begeistern. Das Buch liest sich echt klasse, herrlich locker-leicht und angenehm. Auch mit dem Humor konnte Sabine Schoder wieder absolut meinen Geschmack treffen. Ich habe mich beim Lesen teilweise köstlich amüsiert und kam aus dem Schmunzeln und Grinsen gar nicht mehr heraus.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der 17-jährigen Nele. Sie war mir auf Anhieb sympathisch, ihre humorvolle und sarkastische Art gefiel mir vom ersten Moment an richtig gut. Nele ist schlagfertig, sie hegt eine Liebe für Zombiefilme und hat – wie das gerade bei Teenagern oft der Fall ist – Probleme damit, ihren Körpern so zu mögen wie er ist. So hat sie ihrer Nase den Spitznamen „Lord Voldemort“ verpasst, weil diese in ihren Augen so platt ist. Woran die 17-jährige aber am meisten zu knabbern hat, ist ihre Körpergröße. 1,90m für eine Frau ist wirklich sehr groß. Mir tat Nele richtig leid, dass sie von ihrem Mitschülern aufgrund ihrer enormen Länge so ausgegrenzt und gemobbt wird. Überall, wo sie auftaucht, wird sie schief angeguckt – tauschen wollen würde ich mit Nele definitiv nicht.

Das Thema Mobbing steht schon sehr im Vordergrund der Geschichte, allerdings liegt das Augenmerk der Handlung mehr auf der Liebesgeschichte zwischen Nele und Jerome. Diese hat mir sehr gut gefallen, sie wurde sehr gefühlvoll und authentisch von der Autorin beschrieben.

Anders als bei Nele habe ich bei Jerome eine ganze Weile gebraucht, bis ich mit ihm warm geworden bin. Er war anfangs sehr unnahbar und wurde alles andere als sympathisch dargestellt.
So nach und nach erfahren wir aber, welche tragische Vergangenheit Jerome verfolgt und welches großes Päckchen er zu tragen hat. Je mehr man über ihn erfährt, desto besser kann man auch verstehen, wieso er sich oft so distanziert gibt. So schwer es mir zuerst auch fiel, Jerome zu mögen, zum Ende hin habe ich ihn doch noch richtig liebgewonnen.

Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war das Rätsel darum, wer für das Nacktvideo verantwortlich ist, welches auf der Party entstanden und am darauffolgenden Tag im Netz aufgetaucht ist. Da habe ich anfangs immer wieder Theorien aufgestellt und kurz darauf wieder verworfen. Leider hatte ich dann doch recht früh eine Vermutung, wer es gewesen sein könnte, welche sich dann auch bestätigt hat. Mein geliebtes Aha-Erlebnis am Ende blieb so also leider für mich aus, allerdings hat mir dieser Punkt nicht meinen Lesespaß geraubt.
Was ich aber nicht so gut gelungen fand, war Neles Reaktion auf das Video. Da hätte ich mir mehr Wut und Empörung gewünscht. Nele ist zwar ein starker Charakter, aber selbst sie so eine toughe Person wie sie kann so ein beschämendes Video ganz bestimmt nicht so locker wegstecken.

Womit ich leider auch noch so meine Probleme hatte, waren einige der Nebencharaktere. So konnte ich Neles 13-jährige Schwester Lea nicht so wirklich in mein Herz schließen. Sie empfand ich als etwas verzogen und nervig. Aber gut, typisch kleine Schwester eben. Da kann ich ja auch ein Liedchen von singen, ich habe sogar zwei davon. ;)

Ein Charakter, der mir sehr gut gefallen hat, ist Tom. Da fand ich es zwar etwas schade, dass er so extrem viel raucht und kifft und das schon seit seiner Kindheit – allerdings mochte ich seine lockere und lustige Art total gerne. Ich will nur echt nicht wissen, wie seine Lungen aussehen. Tom ohne eine Zigarette – ein seltener und kaum vorstellbarer Anblick.

Mir hat das neue Buch von Sabine Schoder sehr gut gefallen. Nicht ganz so gut wie erhofft, aber es hat mir dennoch richtig schöne Lesestunden beschert. Empfehlen kann ich es auf jeden Fall! „Liebe ist so scheißkompliziert“ ist in meinen Augen ein toller und absolut lesenswerter Jugendroman. Wofür ich die Autorin nur loben kann, ist diese schwierige Gratwanderung zwischen Humor und Ernst, die sie hier vollzogen hat und die ihr in meinen Augen wunderbar gelungen ist.

Fazit: Witzig, tiefgründig und herrlich humorvoll! Mit „Liebe ist so scheißkompliziert“ ist Sabine Schoder ein richtig schöner Jugendroman gelungen, welcher wichtige und ernste Themen wie Mobbing, Sexting, Selbstzweifel und Trauer aufgreift. Trotz der vielen ernsthaften Aspekte ist es der Autorin wunderbar gelungen, die Geschichte mit ihrem großartigen Humor und den vielen schlagfertigen Dialogen gekonnt aufzulockern, sodass man jede Menge zum Lachen und Schmunzeln hat. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 21.08.2018

Ein wundervolles Buch für die ganze Familie!

Und was siehst DU?
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Ich bin immerzu auf der Suche nach neuen schönen Bilderbüchern. Bei „Und was siehst du?“ war meine Neugier sofort geweckt. In erster Linie aufgrund des Autors bzw. der beiden Autoren. Die Werke von Jochen ...

Ich bin immerzu auf der Suche nach neuen schönen Bilderbüchern. Bei „Und was siehst du?“ war meine Neugier sofort geweckt. In erster Linie aufgrund des Autors bzw. der beiden Autoren. Die Werke von Jochen Till lese ich immer sehr gerne und da er bei diesem schönen Buch mitbeteiligt war, packte ich es sofort auf meine Wunschliste. Allerdings konnten mich hier natürlich auch Klappentext und das knuffige Cover auf Anhieb überzeugen. Ich war schon richtig gespannt, was mich wohl in „Und was siehst du?“ erwarten würde.

Was tut ihr, wenn ihr auf der Straße ein buntes Herbstblatt seht oder eurer Fuß auf dem Gehweg Bekanntschaft mit einem platt getretenen Kaugummi macht? Stehenbleiben und das Entdeckte betrachten? Oder doch einfach weitergehen und dem Ganzen keine weitere Beachtung schenken? Vermutlich Letzteres, oder? Viele von uns scheinen oft blind durch die Welt zu laufen und gar nicht zu merken, was es in dieser doch alles zu sehen und zu entdecken gibt. Probiert es doch mal aus: Haltet die Augen bei eurem nächsten Spaziergang oder Stadtbummel ganz weit offen und lasst eurer Fantasie freien Lauf. Und wenn ihr auf etwas stoßt, was auf den ersten Blick total gewöhnlich aussieht wie abgeblätterter Putz, so bleibt einfach mal stehen und betrachtet es. Und haltet es vielleicht sogar in einem Foto fest. So wie es die Fotografin Kerstin Laheyne tut. Die tollsten Bilder sind dabei schon zustande gekommen, in denen sich Unglaubliches finden lässt. Eine Blatt kann keine Maus sein? Aus einem alten Taschentuch kann niemals ein Hai werden? Falsch! Mit genug Fantasie geht so etwas durchaus. Probiert es doch mal aus. Dieses schöne Buch zeigt wie es geht.

Macht der Klappentext von „Und was siehst du?“ einen nicht richtig neugierig auf das Buch? Nicht nur, dass es hier etwas zum Betrachten und Entdecken geben soll, auch als Künstler darf man sich betätigen. Für mich kam das allerdings nicht infrage; in Bücher herummalen tue ich nur sehr ungern. Außer natürlich, wenn es sich um richtige Malbücher handelt. In „Und was siehst du?“ wird man zwar dazu aufgefordert, zu den Buntstiften zu greifen und sich künstlerisch auszutoben – ich jedenfalls habe meine Stifte lieber im Malkasten gelassen und allein mit meiner Fantasie und Vorstellungskraft die tollsten Bilder gesehen.

Was erwartet einen eigentlich in diesem schönen Buch? Vielleicht fragt ihr euch das ja gerade, zumindest ich habe mir anfangs diese Frage gestellt.
Man bekommt es hier nicht mit einer gewöhnlichen Bilderbuchgeschichte zu tun, sondern mit einem Fotomalbuch.
Eine fortlaufende Geschichte wird hier nicht erzählt. Man bekommt Bilder zu sehen, fotografiert von Kerstin Laheyne, die den Blick für das Besondere hat. Sie hat Fotos von den banalsten Dingen gemacht, die wirklich jeder finden kann, wenn er nur die Augen offen hält. Die vielen wundervollen Bilder zeigen, dass sich auch in den – auf den ersten Blick - unscheinbarsten Dingen die tollsten Überraschungen verbergen können.

Die Bilder wurden so angeordnet, dass sich auf der linken Seite das jeweils neue Bild befindet. Blättert man um, sieht man, was Kerstin Laheyne in diesen gesehen hat. Bevor man aber umblättert, kann man sich zuerst seine eigenen Gedanken machen und – wer mag – sich künstlerisch betätigen und sein Fantasiebild, dass bei einem im Kopf entstanden ist, zu Papier bringen. Gerade für Kinder eine großartige Idee, die ganz bestimmt super ankommen wird. Allerdings kann ich mir auch sehr gut vorstellen, dass so mancher Erwachsene hier gerne Künstler spielen und sehr viel Freude dabei haben wird.

Witzig fand ich ja, dass ich oft dieselben Dinge in den Fotos gesehen habe wie Kerstin Laheyne. Nur hätte ich dies ganz bestimmt nicht so schön zeichnen können wie sie. Ich bin künstlerisch vollkommen unbegabt. ;)

Ein bisschen Text ist übrigens in dem Buch vorhanden. Dieser erzählt, wie oben bereits erwähnt, keine richtige fortlaufende Geschichte; er beschreibt aber jedes einzelne Bild und dies in Rheimform. Zum Vorlesen eignet sich „Und was siehst du?“ also wunderbar, denn Reime lassen sich immer ganz besonders schön vorlesen.

Ich bin hellauf begeistert von „Und was siehst du?“. Es ist mal etwas komplett anderes, zumindest hatte ich bisher noch nicht das Vergnügen so ein tolles Buch in den Händen halten und durchblättern zu dürfen.

Ich kann das erste gemeinsame Werk von Jochen Till und Kerstin Laheyne absolut empfehlen! Es ist ein Buch für die ganze Familie und wird ganz besonders künstlerisch Begeisterte – große und kleine – sehr viel Freude bereiten. Mit am besten gefällt mir an dem Buch, dass es in einem die Lust weckt, selbst mal auf Entdeckungstour zu gehen und die Welt mal mit ganz anderen Augen zu betrachten. Und vielleicht entdeckt so mancher durch das Buch ja auch seine Leidenschaft fürs Fotografieren, wer weiß? In mir jedenfalls wurde das große Verlangen danach geweckt, schleunigst nach draußen zu gehen und mich auf die Suche nach den tollsten Überraschungen zu begeben.

Fazit: Ein außergewöhnliches und ganz besonderes Buch! Mich konnte das erste gemeinsame Werk von Autor Jochen Till und Fotografin Kerstin Laheyne hellauf begeistern. Ich fand es richtig spannend zu sehen, was für Tiere, Gesichter und sonstige Gestalten man in ganz normalen Bildern finden und entdecken kann. „Und was siehst du?“ ist ein wundervolles Buch für die ganze Familie, zu der es übrigens auch eine kostenlose App gibt. Die muss ich unbedingt noch ausprobieren. Doch bevor ich dies tue, vergebe ich diesem schönen Buch noch ganz schnell volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 19.08.2018

Witzig, romantisch und herrlich humorvoll!

My First Love
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Auf „My First Love“ von Tanja Voosen war ich richtig gespannt. Beim Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick, es hat so etwas herrliches Sommerliches und Romantisches. Auch der Klappentext konnte ...

Auf „My First Love“ von Tanja Voosen war ich richtig gespannt. Beim Cover war es bei mir Liebe auf den ersten Blick, es hat so etwas herrliches Sommerliches und Romantisches. Auch der Klappentext konnte mich sofort überzeugen. Hier war ich mir sehr sicher, dass ich sehr schöne Lesestunden mit dem Buch verbringen werde.

Von Tanja Voosen habe ich bisher erst ein Buch gelesen, den ersten Band von „Nova und Avon“. Da es sich bei diesem um ein Kinderbuch handelt, sollte „My First Love“ also mein erster Jugendroman von der Autorin sein.

Der Einstieg in das Buch fiel mir spielend leicht. Was mir sofort zusagte, war der Humor. Bei diesem liegen Tanja Voosen und ich eindeutig auf einer Wellenlänge. Ich war beim Lesen durchweg am Grinsen und Schmunzeln und habe mich bestens unterhalten gefühlt.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der 17-jährigen Cassidy. Obwohl sie mir stellenweise etwas zu tough war, habe ich sie dennoch sehr für ihre Schlagfertigkeit bewundert und sie ganz fest in mein Herz geschlossen.

Ihre sarkastische und zynische Art verbirgt auch nur, wie es in Cassidy wirklich aussieht. Denn so hart und selbstsicher, wie sie sich gerne gibt, ist sie in ihrem Inneren gar nicht. Ihr Familienleben ist alles andere als einfach. So bleibt es oft an Cassidy hängen, den Haushalt zu schmeißen oder sich um die Rechnungen zu kümmern, da ihre Mutter mehr Zeit damit verbringt, ihren Liebhabern hinterher zu trauern, anstatt sich um ihre Kinder kümmern. 

Ihr merkt vielleicht, das Buch ist nicht nur witzig und humorvoll. Neben den Familienproblemen befasst sich die Story auch mit den ernsten Themen Verlust, Trauer, Unsicherheit und Zukunftsängsten. Das hat mich sehr positiv überrascht, da das Buch so deutlich mehr an Tiefgründigkeit gewonnen hat als ich erwartet habe.

Auch Colton hat mich sehr überrascht, im positiven Sinne. Anfangs dachte ich noch, dass wir es bei ihm mit diesem typischen Bad Boy zu tun bekommen würden. Allerdings musste ich dann feststellen, dass Colton alles andere als das von mir erwartete wandelnde Klischee ist. Auch er hat sein Päckchen zu tragen und hat sich aus Schutz dieses coole, locker-lässige Gehabe zugelegt. Dieses bekommt Cassidy auch sehr zu spüren, denn Colton ist, wie man sehr gut nachvollziehen kann, alles andere als begeistert davon, dass Cassidy seine Beziehung beendet hat.

Zwischen den beiden kracht es öfters gewaltig und es fliegen immer wieder die Fetzen. Man sollte eigentlich besser Warnschilder aufstellen, wenn die zwei aufeinander treffen, denn die beiden ergeben eine sehr explosive Mischung. Aber wie heißt es so schön, was sich liebt, das neckt sich. Ich habe mich über den Schlagabtausch der beiden köstlich amüsiert und mir war auch sofort klar, dass die beiden mehr füreinander empfinden. Bei ihren ersten Aufeinandertreffen kann man dies zwar kaum glauben, da fast schon so etwas wie Hass zwischen den beiden herrscht. Allerdings ändert sich ihr Verhältnis im Verlaufe des Buches. Wie es der Zufall will begegnen sich die beiden auch immer wieder; wir kommen also in den Genuss von jeder Menge sehr unterhaltsamer Wortgefechte. :D

Neben den Hauptcharakteren, den schlagfertigen Dialogen, dem Schreibstil und dem großartigen Humor haben mir auch die Nebencharaktere richtig gut gefallen. Allen voran Cassidys beste Freundin Lorn und deren heimlicher Schwarm Theo. Theo war ein Junge ganz nach meinem Geschmack. Schade eigentlich, dass er sich bereits in eine andere verguckt hat. ;)
Ganz besonders schön fand ich die innige Freundschaft zwischen Cassidy und Lorn. Die beiden Mädchen sind wirklich so richtige Freundinnen fürs Leben. Sie können sich stets aufeinander verlassen und sind immer füreinander da.

Was mir auch noch richtig gut gefallen hat, ist das Setting. USA/Kalifornien – diesen Schauplatz habe ich schon immer geliebt. Tanja Voosen hat mir mit ihren bildhaften Beschreibungen ein richtiges Kopfkino beschert. Das Meer, die Natur, die Ranch (mein neues Zuhause, die Adresse bitte!) - alles wurde so schön dargestellt. Es kam dadurch auch ein wundervolles Sommerfeeling zustande; das Cover verspricht hier also eindeutig nicht zu viel.

Ich habe das Buch für meinen Geschmack viel zu schnell zu Ende gelesen. Mir hat es echt richtig gut gefallen. Es hat mich zum Lachen und Schmunzeln gebracht, es hat mich berührt und nachdenklich gestimmt und auch Momente zum Mitfiebern gab es für mich eine Menge. So habe zum Beispiel den Verlauf der Wette ganz gebannt verfolgt.

Wer hier denkt, es mit einem typischen, klischeehaften Teenieroman zu tun zu bekommen, der wird, wie ich, sehr rasch feststellen, dass dem nicht so ist. Klar, Klischees sind natürlich vertreten, aber das gehört für eine richtige Lovestory doch auch einfach dazu, oder? Mich jedenfalls hätte es schon sehr enttäuscht, wenn diese gefehlt hätten.

Fazit: Witzig, romantisch, tiefgründig und herrlich humorvoll! Für mich die perfekte Mischung schlechthin! Dies war also mein erstes Jugendbuch der Autorin und es wird auf jeden Fall nicht mein letztes gewesen sein. Ich werde mich nun demnächst auf die weiteren Bücher von Tanja Voosen stürzen und hoffe sehr, dass noch Nachschub kommen wird. Also, liebe Tanja, falls du das hier liest: Schön eifrig weiterschreiben, ich will unbedingt noch viele weitere Werke von dir lesen. „My First Love“ konnte mich richtig begeistern und ich vergebe gerne volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 18.08.2018

Ein toller Lesespaß für Groß und Klein!

Mitgehangen, mitgefangen!
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Endlich sind Bisy und Karl-Heinz zurück! Die ersten beiden Bände dieser wundervollen Buchreihe konnten mich hellauf begeistern, daher habe ich mich schon richtig darauf gefreut mich mit den beiden Freunden ...

Endlich sind Bisy und Karl-Heinz zurück! Die ersten beiden Bände dieser wundervollen Buchreihe konnten mich hellauf begeistern, daher habe ich mich schon richtig darauf gefreut mich mit den beiden Freunden erneut in ein spannendes, aufregendes Abenteuer zu stürzen.

Mittlerweile fühlen sich die Stubenfliege Bisy und die Kreuzspinne Karl-Heinz in ihrer Buchenhecke richtig heimisch. Ein Tag ist wie der andere, also alles ganz normal. Bisy ist dies zu langweilig, er braucht dringend Abwechslung. Karl-Heinz dagegen kann es nicht ruhig genug sein, er genießt dieses beschauliche Leben in vollen Zügen. Doch mit diesem soll es auf einen Schlag vorbei sein, als sie einen Anruf von Tante Kassandra erhalten. Die Spinnendame lädt die zwei zum Essen ein, was bei den beiden nicht so wirklich auf Begeisterung stößt. So ein gemeinsames Essen mit einer Spinne, die nicht wie Karl-Heinz ein Vegetarier ist, kann nicht ganz ungefährlich sein. Stubenfliegen sind für die Achtbeiner schließlich wahre Leckerbissen. Die beiden sagen aber trotzdem zu. Doch im Spinnennetz von Tante Kassandra angekommen, müssen die Freunde feststellen, dass ihre Gastgeberin spurlos verschwunden ist. Merkwürdig. Wo steckt sie nur? Und warum ist ihr Netz so verwüstet, als hätte ein Kampf stattgefunden? Da stimmt doch was nicht! Ist Tante Kassandra etwa Opfer einer Entführung geworden? So furchtbar die Spinnendame auch ist, so etwas hat nicht mal sie verdient. Karl-Heinz und Bisy zögern nicht lange und beschließen der Sache auf den Grund zu gehen.

Kennt ihr schon den korpulenten Spinnerich Karl-Heinz und die aufgeweckte Stubenfliege Bisy? Bereits zwei spannende Abenteuer durften wir mit diesem ungewöhnlichen Duo erleben und mit „Mitgehangen, mitgefangen!“ geht es nun in die dritte Runde. Falls ihr noch nicht die Bekanntschaft mit den beiden gemacht haben solltet, ist dies natürlich sehr schade, es sollte aber nicht hinderlich dabei sein, dem Geschehen im dritten Band folgen zu können. Die Bände bauen zwar schon aufeinander auf, erzählen aber dennoch recht eigenständige Geschichten, sodass man die Bücher meiner Meinung nach gut unabhängig voneinander lesen kann.

Ich kenne natürlich die ersten beiden Bände, daher war es für mich ein freudiges Wiedersehen mit liebgewonnenen Charakteren. Ich habe Karl-Heinz und Bisy seit Band 1 ganz fest in mein Herz geschlossen. Die beiden zusammen sind herzallerliebst und sorgen durchweg für laute Lacher. Besonders Karl-Heinz mit seiner stets etwas schlechtgelaunten, aber dennoch unheimlich liebenswerten Art mag ich richtig gerne. Die Illustrationen zu ihm sind übrigens richtig klasse, aber zu den Bildern komme ich noch.

Die Kreuzspinne und die Stubenfliege geben schon ein ulkiges Pärchen ab. Ich liebe die Dialoge zwischen den beiden, sie lesen sich so herrlich amüsant und sind einfach zum Schmunzeln schön. Die beiden unterscheiden sich nicht nur äußerlich gewaltig, auch vom Wesen her sind sie sehr verschieden. Aber wie heißt es so schön, Gegensätze ziehen sich an und auch wenn sich die beiden öfters mal in den Haaren liegen, mögen sie sich doch wahnsinnig gerne und sind froh, einander zu haben. Gerät einer von ihnen mal in Gefahr, ist der andere sofort bereit seinen Kameraden zur Hilfe zu eilen.
Aber nicht nur gegenseitig helfen sie sich. Karl-Heinz und Bisy sind beide sehr hilfsbereite Insekten und retten auch diejenigen, die sie eigentlich gar nicht leiden können. Wie Tante Kassandra. Als die Freunde feststellen, dass die nervige Spinnendame entführt wurde, zögern sie nicht lange und starten eine alles andere als ungefährlich Rettungsaktion.

Klingt das nicht spannend? Nun, das ist es auch. Ich war hier durchweg am Mitfiebern und auch wenn ich Tante Kassandra genauso wenig leiden kann wie unsere beiden Helden, habe ich doch gehofft, dass das Abenteuer gut ausgeht und alle am Schluss gesund und munter sind. Wie das Abenteuer ausgehen wird, verrate ich hier natürlich nicht. ;)

Neben den aufregenden Momenten kamen, wie oben bereits erwähnt, natürlich auch die witzigen Szenen nicht zu kurz. Der Kai Pannen hat aber auch immer Ideen. Sein Humor ist wirklich ganz genau mein Geschmack.

Ebenfalls hellauf begeistern konnten mich natürlich wieder die vielen schönen farbigen Illustrationen des Autors. Von diesen gibt es eine Menge in dem Buch und allesamt haben sie mir richtig gut gefallen. Sie verleihen dem Buch eine ganz besondere Atmosphäre und geben das Geschehen im Text perfekt wieder. Zudem sind sie richtig witzig. Die Insekten sehen teilweise so herrlich komisch aus. Ich kann mich gar nicht oft genug wiederholen, wie super ich die Illustrationen finde. Diese sind stets meine Highlights in den Karl-Keinz und Bisy Büchern. :D

Ich kann auch den dritten Band dieser wunderschönen Kinderbuchreihe absolut empfehlen. Sehr gut gefallen hat mir in diesem auch, dass er wichtige Botschaften und Werte enthält. So gehen Bisy und Karl-Heinz mit guten Beispiel voran und zeigen, dass auch so ungleiche Persönlichkeiten wie beiden die besten Freunde sein können. Zudem wird deutlich, wie viel man erreichen kann, wenn man zusammenhält und einander vertraut. Gemeinsam ist man stark und kann viel mehr bewirken, als wenn man auf sich alleine gestellt ist.

„Mitgehangen, mitgefangen!“ ist ein großartiges Buch für die ganze Familie, welches sich prima zum Vorlesen eignet und Jung und Alt ein wundervolles Lesevergnügen bescheren wird. Ich hoffe sehr, dass wir noch viele weitere Abenteuer mit Karl-Heinz und Bisy zu lesen bekommen werden.

Fazit: Eine weitere tolle Fortsetzung einer wundervollen Reihe! Mich konnte auch das dritte Abenteuer von Karl-Heinz und Bisy hellauf begeistern. Das Buch ist zum Schmunzeln schön, zum Lachen komisch und zum Mitfiebern spannend. Meine Highlights waren mal wieder die zauberhaft schönen Illustrationen, die richtig witzig und herrlich farbenfroh sind. Von mir erhält „Mitgehangen, mitgefangen!“ eine absolute Leseempfehlung sowie volle 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 17.08.2018

Zauberhaft schön

Baum der Wünsche
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Sieht das Cover nicht wunderschön aus? Bei mir war es hier Liebe auf den ersten Blick. Da mich auch der Klappentext auf Anhieb überzeugen konnte, stand für mich sofort fest, dass ich die große alte Eiche ...

Sieht das Cover nicht wunderschön aus? Bei mir war es hier Liebe auf den ersten Blick. Da mich auch der Klappentext auf Anhieb überzeugen konnte, stand für mich sofort fest, dass ich die große alte Eiche Rot unbedingt kennenlernen wollte.

Ihr glaubt, Bäume können nicht sprechen und nicht denken? Nun, mit dieser Annahme liegt ihr leider falsch, denn Bäume – und auch Tiere – besitzen tatsächlich Stimmen, mit denen sie reden können. Sie tun es nur nie, da dies strengstens verboten ist. Allerdings hält das die mächtige alte Eiche Rot nicht davon ab, uns ihre Geschichte zu erzählen. Rot ist ein sogenannter Wunschbaum und schon über 200 Jahre alt. Vieles hat Rot schon gesehen und daher eine große Menge an Wissen angesammelt. Als die 10-jährige Samar eines Tages mit ihrer Familie in die Nachbarschaft zieht, ist Rots große Weisheit bedeutender denn je. Samar vertraut der alten Eiche nämlich ihren größten Wunsch an: Sie wünscht sich einen Freund. Diesen möchte Rot nur zu gerne für sie finden. Nur wie? Wie soll es ihm als Baum nur gelingen, den Wunsch des kleinen Mädchens wahr werden zu lassen? Zum Glück ist Rot nicht alleine, sondern hat viele tierische Freunde an seiner Seite, die bereit sind ihm zu helfen. Doch wird es ihnen auch gelingen Samars Wunsch zu erfüllen ohne das Gesetz zu brechen?

Habt ihr schon mal ein Buch gelesen, dessen Handlung aus der Sicht eines Baumes erzählt wird? Bücher mit Tieren als Protagonisten gibt es ja eine Menge, aber Baumgeschichten? Ich jedenfalls kenne ich keine, daher war ich schon so gespannt was mich in „Baum der Wünsche“ erwarten wird.

Mich konnte die poetische Erzählweise des Buches von den ersten Seiten an begeistern. Wir erfahren alles aus der Sicht der alten Eiche Rot. Rot ist ein sehr stattlicher Baum, der schone viele, viele Jahresringe zählt, schon eine Menge erlebt hat und ein fester Bestandteil der Nachbarschaft ist. Viele Tiere beherbergt Rot in seinen ausladenden Ästen, seinem breiten Stamm und unter seinen Wurzeln. Und für die Menschen ist Rot ein Wunschbaum. Einmal im Jahr, am ersten Mai, wird Rot mit den Wünschen der Menschen geschmückt. Ob auf Papier geschrieben, auf Stofffetzen, sogar Unterhosen werden gerne mal verwendet – am ersten Mai ziert das Geäst der großen Eiche die verschiedensten Wünsche. Die Menschen haben bis heute nicht den Glauben daran verloren, dass Rot ihre größten Träume wahr werden lässt.

Doch mit den Jahren hat sich leider doch etwas in der Straße verändert, in der Rot seine Wurzel geschlagen hat. Das Miteinander der Einwohner ist anders geworden. Merken tut Rot das an dem kleinen Flüchtlingsmädchen Samar, das neu mit ihrer Familie in die Stadt gezogen ist. Samar ist eine Muslimin und anscheinend sind diese nicht gerne in der Nachbarschaft gesehen.

Aus der Sicht von Rot erfahren wir, wie Samar von den anderen ausgegrenzt wird und zu spüren bekommt, dass sie und ihre Familie unerwünscht sind. Rot macht dies sehr traurig und er beschließt dem Mädchen zu helfen.

Ich habe ganz gebannt verfolgt wie Rot und die Tiere gemeinsam versuchen, Samars Wunsch zu erfüllen. Als wirklich spannend würde ich das Buch nicht bezeichnen, dafür aber als wunderschön und herzerwärmend. Katherine Applegate ist mit „Baum der Wünsche“ ein ganz bezauberndes Kinderbuch gelingen, welches eine berührende Geschichte über Toleranz, Zusammenhalt, Freundschaft und ein friedliches Miteinander erzählt. Mich hat das Buch sehr nachdenklich gestimmt und mich durch die gefühlvolle Erzählweise von Rot auch sehr bewegt. Auch zum Schmunzeln gab es für mich eine Menge. So hat mich Rots beste Freundin, die Krähe Bongo, mit ihrer aufgeweckten Art bestens unterhalten. Auch die anderen Tiere fand ich sehr amüsant, ganz besonders ihre Namen. Jede Tierart hat ihre eigene Vorgehensweise bei der Namensgebung. So sind zum Beispiel die Waschbären so vergesslich, dass sie sich Namen gar nicht merken können. Bei ihnen heißen die Kinder einfach alle „Du“. Sehr witzig fand ich auch die Namen der Stinktiere. Diese benennen sich nach Gerüchen. Ich kann euch ja schon mal verraten, dass dadurch ziemliche ulkige Namen zustande kommen. ;)

Neben dem Versuch, den Wunsch der kleinen Samar zu erfüllen, beschäftigt Rot auch noch eine andere Sache: Er bekommt mit, dass er gefällt werden soll, aus verschiedenen Gründen. Klar, dass ihn auch diese Neuigkeit traurig macht. Entsetzt sind natürlich auch die Tiere, da sie ihr Zuhause verlieren würden. Es heißt nun also für alle, zusammenzuhalten und zu versuchen, einen Wunsch wahr werden zu lassen und die große Eiche Rot zu retten. Ob ihnen das gelingen wird, verrate hier natürlich nicht. Da müsst ihr das Buch schon selber lesen.

Was ich aber noch unbedingt erwähnen möchte, sind die zauberhaften Illustrationen, mit denen das Buch versehen wurde. Wir kommen hier in den Genuss vieler schöner schwarz-weiß Zeichnungen von den verschiedensten Tieren und auch von Rot befinden sich tolle Zeichnungen in dem Buch. Die Bilder begleiten das Geschehen im Text perfekt und machen das Buch nur noch wundervoller.

Mich konnte „Baum der Wünsche“ hellauf begeistern. So ein Buch habe ich wirklich noch nicht gelesen, hier ist Katherine Applegate etwas ganz besonderes gelungen.
Die Botschaften der Geschichte wurden schön leicht verständlich verpackt, sodass auch jüngere Kinder diese verstehen können. Obwohl es hier um ein Kinderbuch handelt, kann ich auch Erwachsenen Rots Geschichte sehr ans Herz legen. In meinen Augen ist das Buch für jedermann, ganz egal welchen Alters, absolut lesenswert!

Fazit: Wunderschön und herzerwärmend. Mit „Baum der Wünsche“ ist Katherine Applegate ein ganz besonderes Buch gelungen, welches ich jedem sehr ans Herz legen kann. Aus der Sicht eines Baumes wird eine wundervolle Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Toleranz erzählt, die große und kleine Leser begeistern wird. Mir haben Rots Erzählungen richtig gut gefallen und ganz besonders schön finde ich die zauberhaften Illustrationen. Ich kann das Buch sehr empfehlen und vergebe volle 5 von 5 Sternen!