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Veröffentlicht am 23.04.2025

Familiengeheimnisse

Die Erbin
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Bonn, Bad Godesberg 1957. Vor einflussreichen Leuten und Journalisten stellt die Erbin Cosima Liefenstein ihr Stiftungsprojekt vor. Selbst Conrad Adenauer ist anwesend und befürwortet die Unterstützung ...

Bonn, Bad Godesberg 1957. Vor einflussreichen Leuten und Journalisten stellt die Erbin Cosima Liefenstein ihr Stiftungsprojekt vor. Selbst Conrad Adenauer ist anwesend und befürwortet die Unterstützung alleinerziehender Frauen und Witwen. Da Cosimas Vater früh verstorben ist, hat sie in ihrem Onkel Theodor, dem Patriarch des Familienunternehmens, einen weiteren Mäzen. Ihr Verlobter Alexander ist gegen ihr Engagement und hat eigene Pläne. Als Cosima auf der Rückfahrt von der Veranstaltung einen Unfall mit dem Journalisten Leo Marktgraf hat, bittet er sie um ein Interview und weckt ihr Interesse mehr über die Vergangenheit ihrer Familie zu erfahren. Als Onkel Theodor ihr verbietet von Hagen Keller, dem ehemaligen Berater Görings, einen Scheck anzunehmen, forscht sie in der Vergangenheit. Die führt uns in das Jahr 1929 in Berlin. Das junge Mädchen Elisa tritt ihre Stelle als Zimmermädchen bei der Industriellenfamilie Liefenstein an. Das Oberhaupt Wilhelm führt ein hartes Regiment und die Firma steht an erster Stelle. So versteht er es auch in Kriegszeiten sein Vermögen zu vermehren. Cosimas Vater Edmund frönt mit der Malerei seiner heimlichen Leidenschaft.

Cosimas Nachforschungen wirbeln sehr viel Staub auf und führen sie bis nach Zürich.

Das Cover ist wunderschön gestaltet und zeigt auch ein Auto zum Verlieben aus der damaligen Zeit. Der Titel ist passend dazu gewählt. Die Protagonisten lernen wir nach und nach kennen und viele kommen in den jeweiligen Kapitel auch zu Wort. Das Personenverzeichnis am Anfang des Buches ist da sehr hilfreich. Weiterhin wird die Handlung in den Zeitsträngen ab 1929 und ab 1957 erzählt. Die Autorin hat zur Geschichte und Lebensweise der jeweiligen Zeiten gründlich recherchiert und die Erzählung angepasst. Der Schreibstil hat mich sofort gefangen genommen und mich in die Vergangenheit eintauchen lassen. Viele Tatsachen kannte ich noch gar nicht und haben mich doch sehr nachdenklich gestimmt.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Fast eine Satire

Letztes Glückskeks
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Es beginnt fast wie eine Satire. Drei Chinesen reisen mit ihrer Dolmetscherin an nach Altaussee. Sie wollen erkunden, ob man ein teil der Ortschaft und der traditionellen Handwerksbetriebe in ihrer Heimat ...

Es beginnt fast wie eine Satire. Drei Chinesen reisen mit ihrer Dolmetscherin an nach Altaussee. Sie wollen erkunden, ob man ein teil der Ortschaft und der traditionellen Handwerksbetriebe in ihrer Heimat nachbauen könnte. Dann könnten die Chinesen österreichischen Flair ohne Flugreisen genießen. Der Fremdenverkehrsleiter plant sofort ein volles Programm für Delegation inclusive bayerischer Bekleidung. Derweil demonstrieren einige Ortsbewohner dagegen. Als einer der Chinesen tot im Hotelpool treibt und kurz darauf die Leiche verschwindet, kommt der Polizist Franz Gasperlmaier ins Grübeln.
Das Cover ist sehr ansprechend und zusammen mit dem Titel sehr passend. Die Protagonisten sind teilweise bekannt und ich fühle mich gleich wieder heimisch in dem kleinen Ort. Diesmal gibt es eine weitere Ermittlerin. Emina gefällt mir sehr gut und ihre Vernehmungsmethoden locken viele Details aus den Befragten heraus. Die Handlung beginnt leicht und locker mit einigen kulinarischen Genüssen, nimmt dann aber Fahrt auf und wird zum Schluss richtig interessant mit immer neuen Entwicklungen.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Ein neuer Ermittler

Enna Andersen und die dunklen Tage
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Enna Andersen und ihr Cold-Case-Team bekommen Verstärkung. Zinar Kawli hatte Probleme auf seiner früheren Dienststelle muss sich erst bewähren. Er darf das Los für einen neuen ungeklärten Fall ziehen und ...

Enna Andersen und ihr Cold-Case-Team bekommen Verstärkung. Zinar Kawli hatte Probleme auf seiner früheren Dienststelle muss sich erst bewähren. Er darf das Los für einen neuen ungeklärten Fall ziehen und der führt nach Spiekeroog. Vor fünf Jahren wurde ein junge Frau auf einem Zeltplatz durch Schlangengift getötet, das ihr gespritzt wurde wurde, Schnell finden sie zwei weitere ältere Todesfälle mit Einstichen, wo aber nicht auf Giftstoffe untersucht wurde. Eine Obduktion beim jüngsten Opfer lehnt der Staatsanwalt ab. Die Suche nach Gemeinsamkeiten beginnt.
Das Cover und der Titel passen hervorragend zu diesem Fall. Die Protagonisten sind teilweise bekannt und ich fühle mich gleich wieder heimisch im Niedersachsen und an der Küste. Die Teammitglieder haben sich auch privat weiter entwickelt und bilden auch beruflich eine harmonische Einheit, auf die Enna sich verlassen kann. Dank der hervorragenden Recherchearbeit von Jens kommen sie der Lösung näher. Der Schreibstil ist spannend und interessant. Das Thema ist aktuell und aus dem Leben gegriffen. Ich freue mich auf den nächsten fall dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Berührend

Um jeden Preis
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Im Oktober 2021 besuchen neun Familienmitglieder die Autorin um Tagebücher, Fotoalben, Gedichte, gemalte Bilder und Handarbeitsproben der Lydia Judt vorzulegen. Gesammelte Erinnerungen einer starken Frau, ...

Im Oktober 2021 besuchen neun Familienmitglieder die Autorin um Tagebücher, Fotoalben, Gedichte, gemalte Bilder und Handarbeitsproben der Lydia Judt vorzulegen. Gesammelte Erinnerungen einer starken Frau, die stets die Familie zusammengehalten hat. Hera Lind hat daraus eine berührenden Roman geschrieben.

Lydia flieht mit ihrer Mutter und den vier Geschwistern vor der roten Armee von Odessa nach Deutschland und werden von dort nach Sibirien gebracht. Zwölf Jahre verbringen sie an unterschiedlichen Orten in armseligen Behausungen als Zwangsarbeiterinnen und bei bis zu -50 Grad. Lydia wird selbst mehrfach Mutter. Als sie endlich frei sind reisen sie nach Kasachstan und müssen wieder um ihre Existenz kämpfen und um die Ausreise nach Deutschland, die ihnen verwehrt wird.

Das Cover ist sehr beeindruckend und trifft die Handlung sehr gut. Der Titel passt dazu. Die Protagonisten werden sehr lebendig und authentisch beschrieben. Die Autorin konnte sich sehr gut in die Personen hinein denken und schreibt, als wäre sie dabei gewesen. Im letzten Drittel des Buches kommen auch die Kinder von Lydia zu Wort und schildern die Ereignisse aus ihrer Sicht. Dabei berücksichtig sie das jeweilige Alter sehr gut. Aus allen Beiträgen spricht die Liebe und die Anerkennung zur Mutter.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Ein spannender historischer Roman

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli (Elbnächte 1)
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Hamburg 1913. Louise lebt an der Seite ihres Mannes Viktor ein aufregendes Leben. Sie bereisen die Welt, steigen in vornehmen Hotels ab, feiern mit Champagner und besuchen die Pferderennbahn. Als ihr Mann ...

Hamburg 1913. Louise lebt an der Seite ihres Mannes Viktor ein aufregendes Leben. Sie bereisen die Welt, steigen in vornehmen Hotels ab, feiern mit Champagner und besuchen die Pferderennbahn. Als ihr Mann in Hamburg verschwindet und Louise plötzlich einen Haufen Schulden hat muss sie mit wenig Geld auskommen und teilt sich ein Pensionszimmer mit Ella. Die ehemalige Prostituierte ist vor ihren Zuhältern aus Lemberg geflohen und versucht in der Hansestadt ein ehrbares Leben zu führen. Ihr offenherziges Wesen nimmt die Menschen für sie ein. Als die beiden einen Jungen beschützen, der unter Mordverdacht steht, lernen sie den Ex-Polizisten Paul kennen. Er hat seinen Dienst quittiert, weil er bei einem Einsatz einen Arm verloren hat.
Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut. Die Protagonisten werden sehr genau beschrieben und man lernt sie im Laufe der Handlung näher kennen. Der Schreibstil nimmt mich sofort gefangen, führt mich an bekannte Schauplätze im historischen Hamburg und nimmt einen spannenden Verlauf. Die Autorin hat nach der Hafenärztin mit Elbnächte einen neuen Anfang einer Geschichte geschrieben, die mir sehr gut gefällt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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