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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.11.2017

Hauptsache Happy End

Wir sehen uns beim Happy End
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„Neben jedem großen Wir braucht es auch immer noch ein Ich. Denn nur, wo zwei Menschen noch ein Stückchen voneinander entfernt stehen, können sie immer wieder aufeinander zugehen.“

Charlotte Lucas hat ...

„Neben jedem großen Wir braucht es auch immer noch ein Ich. Denn nur, wo zwei Menschen noch ein Stückchen voneinander entfernt stehen, können sie immer wieder aufeinander zugehen.“

Charlotte Lucas hat mit „Wir sehen uns beim Happy End“ nicht nur einen witzigen Roman, sondern auch eine Geschichte mit einer Botschaft geschrieben.
Besonders das Zitat, das ich als Einstieg für die Rezension gewählt habe, gefällt mir besonders gut, weil so viel Wahres darin steckt.

In der Geschichte geht es um Ella, die als Haushälterin bei und für Ihren Freund Philipp gearbeitet hat und in den Hochzeitsplanungen steckt. Bis zu dem Moment als sie erfährt, dass Philipp sie betrogen hat! Hals über Kopf flüchtet sie an die Landungsbrücken und rennt dort einen Mann über den Haufen. Aus lauter Schuldgefühlen sucht sie den Mann, bis nach einem zweiten unglücklichen Aufeinandertreffen, Ella bald seine neue Haushälterin geworden ist. Doch Oscar hat sein Gedächtnis verloren seit dem Sturz und Ella verstrickt sich in ihren Worten…

Die Geschichte ist seit langem mal wieder etwas anderes, sehr witzig und auch Ella ist nicht immer die typische Frau. Sie möchte Philipp trotz Seitensprung zurück, hat ein gutes Herz und wünscht sich für jeden ein Happy End. In ihrem Blog „Better Endings“ schreibt sie das Ende von Filmen und Büchern um, jede gute Geschichte die kein Happy End hat, wird eben umgeschrieben. Die Blogeinträge und Kommentare der Leser fand ich sehr unterhaltsam. Sonst war mir Ella leider nicht immer nur sympathisch, ich konnte manchmal ihr Handeln nicht nachvollziehen und fand manche Gedanken von ihr zu langatmig.
Oscars Gedächtnisverlust und die Geschichte darum fand ich sehr spannend. Auch das der Handlungsort im Buch Hamburg ist, hat mir sehr gut gefallen. Ich liebe die Stadt und finde es toll, wenn man die beschriebenen Orte im Buch kennt und die Bilder direkt von Augen hat.
Das Buch liest sich flüssig und angenehm. Nur die wie schon erwähnten langen Gedankengänge von Ella waren mir manchmal etwas zu viel.

Das Cover finde ich schön, auch wenn es relativ dezent gehalten ist.

Fazit: Die Geschichte ist wirklich witzig und bietet interessanten Charaktere, nur konnte ich mich mit Ella nicht immer identifizieren und fand einige Passagen zu langatmig. Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 11.11.2017

Die Sache mit der Liebe

The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte
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Der Roman „The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte“ von Leah Konen ist ein schönes Buch über bzw. von der Liebe, mit all seinen Tücken und Enttäuschungen.

In der Geschichte geht es um Gael, ...

Der Roman „The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte“ von Leah Konen ist ein schönes Buch über bzw. von der Liebe, mit all seinen Tücken und Enttäuschungen.

In der Geschichte geht es um Gael, dessen Eltern sich scheiden lassen und seine Freundin Annika erwidert nicht nur seine Liebesworte nicht, sondern knutscht auch noch mit seinem besten Freund rum. Kein Wunder, dass Gael langsam seinen Glauben an die Liebe verliert. Doch das möchte die Liebe auf jeden Fall verhindern.

Die Idee, dass die Geschichte, aus der Sicht der Liebe erzählt wird, finde ich super. Es ist eine tolle und interessante Sichtweise, denn die Liebe ist nicht perfekt und hat auch Humor.
Auch die Hauptpersonen wie Gael sind sympathisch. Ich konnte mich sehr gut mit ihm identifizieren, da auch meine Eltern geschieden sind und auch manchmal echt an der Liebe gezweifelt habe.

Das Buch liest sich flüssig, aber ich brauchte etwas Zeit durch die Sichtweise um in die Geschichte rein zu finden. Doch dann fiebert und leidet man mit Gael mit und ich bin sehr froh, dass ich das Buch lesen durfte.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Die Puzzleteile passen sowohl zum Thema Liebe als auch zum Buch sehr gut.

Fazit: Eine schöne Geschichte erzählt aus der Sicht der Liebe, macht aus diesem Buch ein besonderes Leseerlebnis.

Veröffentlicht am 02.06.2017

So schreibt man Liebe

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt
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„Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ von Kristina Günak ist ein schöner und emotionaler Liebesroman.

Worum geht’s?
Bea liebt ihre Arbeit im Verlag und kann es nicht glauben, dass ihr kleiner Verlag ...

„Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt“ von Kristina Günak ist ein schöner und emotionaler Liebesroman.

Worum geht’s?
Bea liebt ihre Arbeit im Verlag und kann es nicht glauben, dass ihr kleiner Verlag in finanziellen Schwierigkeiten steckt und, dass gerade der schwierige Autor Tim Bergmann die Rettung des Verlags darstellen soll. Gemeinsam geht’s für die beiden auf Lesereise um PR für Tims Buch zu machen und Bea hat alle Hände voll zu tun, damit Tim die Leserunde ohne schlechtes Aufsehen bewältigt und sein zweites Buch weiterschreibt.

Die beiden Hauptpersonen Bea und Tim sind charakterlich ganz unterschiedlich, doch beide haben ihr Päckchen zu tragen und das ähnelt sich doch sehr. Tim ist mir zu Beginn nicht ganz sympathisch, vielleicht liegt das auch daran, dass er nicht meinem persönlichen Männergeschmack trifft, aber umso weiter die Geschichte voran schreitet, umso mehr Sympathiepunkte sammelt er bei mir.
Bea ist ein liebevoller Mensch, der alles für die Menschen in ihrer Umgebung und für ihre Arbeit tut und dabei oft sich selbst vergisst.

Die Geschichte liest sich super gut, so habe ich das Buch schnell beendet. Da bei Bea die Zeit nur so dahin rast, durch viele Termine und Aufgaben, hatte ich das Gefühl das auch die Seiten genauso weiterfliegen.
Besonders die langsame und damit so nachvollziehbare Anziehung von Tim und Bea hat mir gut gefallen. Oftmals geht mir das viel zu schnell, doch in diesem Buch haben die beiden wirklich Zeit sich kennenzulernen und Gefühle füreinander zu entwickeln.

Auch dass man einen kleinen Einblick in die Arbeit bei einem Verlag bekommt, finde ich sehr interessant.

Fazit: Eine emotionale und schöne Geschichte, zweier Menschen, die es nicht leicht hatten und das Glück verdient haben.

Veröffentlicht am 16.04.2017

Gut mit Luft nach oben

Der Kuss der Lüge
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Ich bin mir nicht ganz schlüssig, was ich nun nachdem ich Der Kuss der Lüge: Die Chroniken der Verbliebenen vor wenigen Sekunden zu Ende gelesen habe, davon schlussendlich halten soll.

Für die Beschreibung ...

Ich bin mir nicht ganz schlüssig, was ich nun nachdem ich Der Kuss der Lüge: Die Chroniken der Verbliebenen vor wenigen Sekunden zu Ende gelesen habe, davon schlussendlich halten soll.

Für die Beschreibung fass ich mich ganz kurz. In der Geschichte geht es um die siebzehnjährige Lia, die erste Tochter des Königs von Morrighan. Sie soll mit einem Prinzen verheiratet werden, um die kaum vorhandene Allianz der beiden Königreiche zu stärken. Lia allerdings möchte niemanden heiraten, den sie noch nie gesehen und vor allen Dingen nicht liebt.

Gemeinsam mit Ihrer Zofe Pauline flüchten die beiden am Tag Ihrer Hochzeit in ein schönes Dörfchen. Kurz darauf tauchen zwei unterschiedliche Männer auf, beide interessiert an Lia. Einer der Prinz und der andere ein Attentäter, der Lia töten soll…

Der Schreibstil von Mary E. Pearson liest sich gut und einfach. Lia ist für ihre siebzehn Jahre sehr mutig, wenn auch vielleicht etwas naiv. Doch ich konnte mich mit ihr identifizieren, sie träumt von wahrer Liebe und einem glücklichen Leben. Für ihre Brüder und ihre Zofe Pauline hat sie viel Liebe über.

Der Prinz gefällt mir auch gut, wenn ich auch mit einer anderen Reaktion gerechnet hätte, als er auf Lia in dem kleinen Dorf trifft. Ich wäre wütend gewesen, doch die Wut verblasst schnell und verwandelt sich in andere Gefühle.

Auch der Attentäter hat nicht nur eine dunkle Seite und auch nach Ende des ersten Buches, weiß man eigentlich nichts von seiner Vorgeschichte.

Viele Protagonisten haben „noch“ ihre Geheimnisse und das macht noch einen großen Reiz aus.

Warum ich nun so unschlüssig bin, liegt daran das ich nach der spannenden Flucht, zeitweise etwas gelangweilt von der Geschichte war. Es plätschert etwas vor sich hin und ich hatte nicht so viel Lust weiterzulesen. Einige Seiten weiter hat mich eine Wende allerdings völlig überrascht und ich war wieder gefesselt von der Geschichte.

Achtung kleiner Spoiler!!! Einiges, wie Gaudrels Vermächtnis und warum Lia, ihren Namen trägt und ihre Mutter dafür gesorgt hat, dass sie die Gabe ignoriert, habe ich nicht verstanden und war von den immer wiederkehrenden Passagen leicht genervt.

Fazit: Der Kuss der Lüge hat einen spannenden Anfang und ein spannendes Ende, zwischendrin sind es doch etwas langatmige Passagen. Trotzdem möchte ich nicht den zweiten Band auch lesen, da einfach so viele Fragen offen sind und ich wissen möchte, wie es mit Lia weitergeht.