Wenig Miss Marple, aber viel Charme in einem echten Krimi-Klassiker
Mord im PfarrhausMit Mord im Pfarrhaus beginnt die Reihe um die beliebte Laienermittlerin Miss Marple.
Im Pfarrhaus wird die Leiche von Kirchenvorsteher Colonel Protheroe aufgefunden. Er war mit dem Pfarrer verabredet, ...
Mit Mord im Pfarrhaus beginnt die Reihe um die beliebte Laienermittlerin Miss Marple.
Im Pfarrhaus wird die Leiche von Kirchenvorsteher Colonel Protheroe aufgefunden. Er war mit dem Pfarrer verabredet, der aber zu einem anderen Schäfchen seiner Gemeinde gerufen wurde.
Schnell melden sich gleich zwei Verdächtige, die sogar Geständnisse abgeben. Aber nicht nur Miss Marple, die günstig neben dem Pfarrhaus wohnt, ahnt, dass es weit mehr Menschen nicht schade um das Leben des Colonel finden. Sie beginnt sich ihre Gedanken zu machen…
Ich habe schon als Kind die Filme um Miss Marple geliebt und auch alle Bücher aus der damaligen Jugendreihe verschlungen. Nun war ich sehr gespannt, wie mir die Reihe im Original (auf Deutsch) gefallen würde.
Die Sprache ist tatsächlich sehr aus der zeit gefallen - etwas woran man sich zunächst gewöhnen muss, aber auch kann. Dann liest sich das Buch recht leicht, da es nicht zu kompliziert geschrieben ist.
Das halbe Dorf kommt in den Schilderungen vor - hilfreich sind hierbei Karten, die sich im Buch befinden.
Der Kriminalfall wird in Gänze aus Sicht des Pfarrers geschrieben. Das finde ich etwas schade, weil es meiner Meinung nach etwas unrealistisch ist, wie viele Informationen die ermittelnde Polizei auch mit dem Pfarrer teilt. Was ich weitaus mehr vermisst habe, ist Miss Marple. Sie taucht zwar immer mal wieder auf, ist aber eher eine Randfigur der Story, die dann aber plötzlich auf den letzten Seiten das ganze Rätsel lösen und entwirren kann.
Als Auftakt der Reihe ein solider Krimi mit viel altmodischem Charme. Leider kommt Miss Marple nicht zu der ihr zustehenden Hautrolle - aber das kann sich in der Fortsetzung der Bücher nich ergeben.
Ein echter Klassiker und schon deshalb das Lesen wert!