Blumen, Liebe und Erinnerungen
Zeit der PfingstrosenSchon das zart gestaltete Cover hat mich angesprochen, aber was sich zwischen den Seiten verbirgt, hat mich noch mehr berührt. Katy steht vor den Trümmern ihrer Ehe und hofft auf einen Neuanfang. In Aberdeen ...
Schon das zart gestaltete Cover hat mich angesprochen, aber was sich zwischen den Seiten verbirgt, hat mich noch mehr berührt. Katy steht vor den Trümmern ihrer Ehe und hofft auf einen Neuanfang. In Aberdeen findet sie eine Anstellung bei Jeff, einem älteren Herren, der an Demenz leidet – und der doch so viele Erinnerungen in sich trägt. Der Wechsel zwischen Katys Gegenwart und Jeffs Jugend ist kunstvoll umgesetzt. Besonders die Rückblicke haben mich sehr bewegt – die alte Liebesgeschichte war so intensiv, dass ich beim Lesen mehr als einmal Gänsehaut hatte.
Claudia Romes hat ein gutes Gespür für Figuren. Jeffs Erkrankung wird nicht verklärt, sondern mit Respekt und Realismus dargestellt. Katy, Aiden und auch Mabel wirken lebendig und authentisch, mit all ihren Ecken und Kanten. Die Liebesgeschichte zwischen Katy und Aiden entwickelt sich sanft, ohne große Dramatik, dafür mit viel Wärme und gegenseitigem Respekt. Auch die Naturbeschreibungen und das Setting in der „Blumenstadt“ Aberdeen geben dem Roman eine stimmige Kulisse. Besonders gefallen hat mir, wie sich Vergangenheit und Gegenwart immer stärker miteinander verknüpfen – und wie sich Jeffs alte Wunden ganz allmählich schließen.
Fazit:
Ein gefühlvoller Roman über Liebe, Verlust, Heilung und neue Wege. Eine emotionale Geschichte voller Wärme und Hoffnung – tiefgründig, mit viel Herz und wunderschön erzählt.