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Veröffentlicht am 02.02.2025

Ging unter die Haut

Seven Years From Now
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Vielen Dank an dtv und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies beeinflusst nicht meine Meinung.

Inhalt:
Die Wohnung ihrer Tante ist ein ganz besonderer Ort, und das nicht nur, weil ...

Vielen Dank an dtv und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies beeinflusst nicht meine Meinung.

Inhalt:
Die Wohnung ihrer Tante ist ein ganz besonderer Ort, und das nicht nur, weil Analea eine exentrische Person war, die das Leben in vollen Zügen auskostete. Denn sie ist verzaubert und schickt ihre Bewohner sieben Jahre in die Vergangenheit, allerdings ohne jegliche Ankündigung. Clementine hat daran nie so ganz geglaubt, auch wenn sie die besten Momente ihrer Kindheit dort verbracht hat. Aber als plötzlich ein fremder Mann in ihrer Küche auftaucht und nichts mehr so aussieht wie vorher, beginnt sie zu verstehen, das alles wahr ist. Iwan wirbelt ihr Leben gehörig durcheinander, aber Clementine muss an die wichtigste Regel ihrer Tante denken: Verliebe dich niemals in dieser Wohnung....egal, wie schwer es auch ist.

Meine Meinung:
Bittersüß, melancholisch und voller Emotionen. Die Bücher von Ashley Poston sind etwas ganz besonderes für mich und das hat mir ihr neuer Roman wieder einmal verdeutlicht. Nach ihrem Erstling, welcher mich völlig umhaute und sehr unter die Haut ging, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Der Klappentext versprach eine spannende Geschichte mit viel Gefühl, Tiefgang und dem besonderen Humor und ich wurde nicht enttäuscht. Zwar brauchte es ein wenig, um mich völlig gefangen zu nehmen, aber gerade die zweite Hälfte war einfach so unglaublich intensiv und voller Überraschungen, die ich definitiv nicht erwartete. Ich fieberte bis zum Ende mit und es floss auch die eine oder andere Träne, weil es mich sehr berührte.

Die Geschichte wurde sehr ruhig erzählt und las sich gerade deswegen sehr spannend. Man lernte Clementine Stück für Stück kennen, ihre Familie und ihre besondere Beziehung zu ihren Freunden und ihrer Tante Analea, die zwar nur einen kurzen Moment auftauchte, mich aber gefühlt das ganze Buch über begleitete, was ich sehr schön fand, da ihre Einstellung absolut klasse war. Die Reisen in die Vergangenheit grenzten sich klar von der Gegenwart ab und ich hatte nie Probleme damit, zu wissen, wo ich mich gerade befand. Es ist eine Geschichte, die mich trotz ihrer leisen Töne absolut gefangen nahm, auch wenn ich zunächst ein wenig damit haderte, weil mir einfach etwas fehlte. Es hatte seine schönen Mysterie-Momente und war interessant, aber mir ging die Liebesgeschichte zunächst ein wenig zu schnell, bis Poston dann Wendungen einbaute, die mich absolut umhauten und nach denen es sehr gut passte. Irgendwann bangte ich einfach nur mit den beiden mit und fand die Gegenwart weitaus spannender und mitreißender als die Vergangenheit und es war sehr gut, dass sie sich dann verstärkt darauf konzentrierte. Gerade die letzten hundert Seiten war ich bis zum letzten Satz sehr angespannt und konnte nicht mehr mit dem Lesen aufhören, weil ich unbedingt wissen wollte, ob sie sich nun kriegen oder nicht. Die emotionale Spannung war teils nicht mehr auszuhalten und ich fieberte so mit.

Es überschlug sich zwar ein wenig, aber das passte für mich sehr gut, weil es auch um alles oder nichts ging. Die Geheimnisse, die gelüftet wurden, machten mich sprachlos und ich liebte es, wie alles miteinander verbunden wurde und die Geschichte ein großes Ganzes ergab. Hier zeigte Poston, was für eine tolle Autorin sie ist und wie geschickt sie das Leben ihrer Protagonisten verweben konnte, ohne, dass es aufgesetzt oder unnatürlich wirkte. Im Gegenteil, es stimmte absolut und der Tiefgang, der sich nach und nach entwickelte, war einfach klasse. Es wurden Themen eingebaut, die nicht unbedingt einfach sind und gerade eine Sache nahm mich sehr mit, weil ich da mitfühlen konnte. Mir gefiel es sehr gut, wie behutsam Poston damit umging und ohne jegliche Effekthascherei einbaute. Generell war es wieder sehr beeindruckend, wie sie das Leben feierte und ganz natürlich mit dem Tod umging, was mich sehr berührt hat.

Die Liebesgeschichte zwischen Iwan und Clementine lief mir zunächst etwas zu schnell ab, aber die Chemie passte eindeutig zwischen ihnen und je weiter nicht nur die Geschichte sich entwickelte, sondern auch sie als Charaktere, desto mehr liebte ich sie als Paar. Beide waren so unterschiedlich und hatten doch so viele Gemeinsamkeiten und ich fand es sehr spannend, ob sie nun eine Zukunft in der Gegenwart bekommen sollten oder doch alles in der Vergangenheit blieb. Es war bittersüß, traurig, emotional und einfach nur schön.

Die Charaktere waren schön ausgearbeitet und fand es super, dass auch die Nebencharaktere ausreichend Raum erhielten, um sich zu entwickeln, ohne Clementine und Iwan die Show zu stehlen. Gerade ihre besten Freundinnen Drew und Fiona schloss ich wegen ihrer chaotischen und liebenswerten Art schnell in mein Herz, während seine besten Freunde Isa und Miguel mich im Sturm eroberten und so zum Lachen brachten. Ich mochte Iwans lebenshungrige Art, seine Begeisterungsfähigkeit, sowie seine Bodenständgkeit, mit der er Clementine nach und nach aus ihrer Starre löste und sie zum Nachdenken brachte. Clementine lebte für ihren Job und ich fand ihre Effizienz beeindruckend, aber man merkte schnell, dass sie sie dahinter verschloss und und sich nicht traute, sie selbst zu sein. Es war einfach toll, wie sie über sich hinaus wuchs und bereit war, sich zu verändern.

Postons Schreibstil ließ mich wieder durch die Seiten fliegen und ehe ich es mich versah, hatte ich das Buch schnell durch. Es war ein wenig so, wie nach Hause zu kommen und ich fühlte mich sehr wohl damit. Zwar hatte es anfangs ein paar Längen und brauchte ein wenig, um mich mitreißen zu können, aber dann haute er mich um. Ich liebte die lauten und leisen Tönen, den Umgang mit ernsten Themen und diesen ganz besonderen Humor, der mich zum Heulen brachte, weil es einfach so herrlich war. Ich hatte einfach viel Freude damit.

Fazit:
Ein Loblied auf das Leben und Veränderungen, die einfach passieren oder die wir bewusst herbeiführen können. Die Liebesgeschichte überzeugte erst nach einer gewissen Zeit, haute mich aber dank der tollen Chemie der Figuren um und ließ mich bis zum Schluss mitfiebern. Es war ein auf und ab der Emotionen, behielt aber eine schöne Balance und ich fand es seht schön, wie Poston auch schwierige Themen gekonnt verarbeitete und mich zum Nachdenken brachte. Die Charaktere wurden wunderbar ausgearbeitet und überraschten mich immer wieder, was ich absolut liebte. Eine Wohnung, die Zeitreisen möglich machte ? Eine wunderbare Idee, mit der viel gemacht wurde und immer wieder für Überraschungen sorgte, die mich gerade zum Ende hin begeisterten. Ich bin sehr auf weitere Geschichten der Autorin gespannt und von mir gibt es:

4,5 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2025

Bot Stoff für mehr

Dein böser Blick 04
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Die Zukunft steht vor der Tür und auch Ryu und Shima müssen sich mit ihr auseinandersetzen. Beide haben ihre Wünsche und Vorstellungen, aber lassen sich die ach mit ihrer Beziehung vereinbaren ? Und das ...

Die Zukunft steht vor der Tür und auch Ryu und Shima müssen sich mit ihr auseinandersetzen. Beide haben ihre Wünsche und Vorstellungen, aber lassen sich die ach mit ihrer Beziehung vereinbaren ? Und das wichtigste...Kann Ryu auch mal lächeln oder bleibt der böse Blick ?

Meine Meinung:
Finale ! War ich bereit dafür ? Garantiert nicht und auch, wenn es mir gut gefiel, bin ich ein wenig zwiegespalten. Möchte ich die beiden ziehen lassen, auf gar keinen Fall ! Denn was an Story fehlte, machten die beiden Jungs und ihre tolle Chemie eindeutig wieder wett, die mich auch hier umhaute. Ryu und Shima waren zusammen absolut niedlich und ich liebte es, wie sie immer mehr zueinander fanden.

Ryu versuchte mehr zu lächeln und sah genauso aus, wie ich, wenn ich es versuche, was einfach zu herrlich war. Ich konnte ihn so gut verstehen, weil ich auch immer eher mürrisch gucke, da ich nicht anders kann. Für ihn und mich ist es eben recht schwierig, aber wenn wir lächeln, ist es echt und kommt von Herzen. Deswegen fand ich seine Entwicklung super und es war süß, wie er sich für Shima bemühte, ohne sich selbst zu verlieren und das merkte man auch bei seinem Lächeln.

Ich mochte es wirklich sehr gerne, aber für ein Finale war es mir auch etwas zu wenig. Gerne hätte ich noch ein, zwei Bände mehr gekriegt, auch wenn ich die Autorin verstehen kann, die im Nachwort erklärte, warum es nun einmal so ist. Denn an ein paar Stellen wirkte es gehetzt und ich vermisste ein wenig die Gang und dieses Surreale, was es in den Vorgängern so herrlich drüber machte. Dafür standen die Emotionen im Vordergrund und die Beziehung der Jungs, die auch sehr heiß wurde. Die entsprechenden Szenen wurden super eingesetzt und waren hot as hell und gleichzeitig emotional. Der kleine Bonus am Ende war sehr schön und rundete es super ab.

Der Zeichenstil gefiel mir hier besser als in den Vorgängern, auch wenn er dennoch recht grob wirkte. Aber irgendwie hatte er auch etwas und mir gefiel es, dass bei der erotischen Szene die Emotionen und die Liebe zwischen Ryu und Shima so greifbar wirkten und nicht zu sehr ins Detail gegangen wurde.

Fazit:
Ein tolles Finale, was die Reihe gut abrundete und sich mit wichtigen Fragen für die Jungs beschäftigte, wo ich mir aber dennoch ein, zwei Bände mehr gewünscht hätte, weil es in meinen Augen mehr Stoff bot und ich auch ein wenig die anderen Charaktere vermisste, die hier leider zu kurz kamen. Dennoch ist es ein schöner Abschluss, der mich gut unterhielt und von mir gibt es:

4,5 von 5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2025

Tiefe Wunden

Detektiv Conan 27
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Es wird richtig dramatisch, mysteriös und emotional bei Conan und den Fällen, in die er reingerät. Zunächst treffen er, Kogoro und Ran Eri samt Kollegen an einem Badeort, wo natürlich auch wieder ein Mord ...

Es wird richtig dramatisch, mysteriös und emotional bei Conan und den Fällen, in die er reingerät. Zunächst treffen er, Kogoro und Ran Eri samt Kollegen an einem Badeort, wo natürlich auch wieder ein Mord verübt wird. Aber warum musste Ritsuko, eine Konkurrentin von Eri, sterben und was hat Kogoro damit zu tun ?! Auch danach ist an Ruhe nicht zu denken, als ein Mann Feuer in Tokio legt und Sato einen traumatischen Teil ihrer Vergangenheit erneut durchleben muss. Im dritten Fall bekommen Ran und Sonoko eine neue Englischlehrerin, die es echt drauf hat. Denn nicht nur im Unterrichten ist sie ein Ass, sondern auch in der Spielhalle, in der bei einem Duell ein Mann stirbt. Und zum Schluss geraten im ersten Teil eines neuen Falls Conan und die Detektiv Boys in eine gefährliche Situation als sie im Wald Pilze sammeln wollen.

Meine Meinung:
Kogoro ist immer ein Highlight und in Kombination mit Yamamura ? Das war einfach nur genial und gefiel mir im 27. Band richtig gut. Generell machten die Fälle viel Spaß und obwohl ich sie bereits als Anime kannte, rätselte ich gerne mit und fand sie schön spannend. Es gab neue Entwicklungen bei den Figuren, die interessant waren und gerade die emtionale Vergangenheit von Sato ging wieder unter die Haut.

Im ersten Fall treffen Conan, Kogoro und Ran auf ihre Mutter Eri, die mit anderen Kollegen Urlaub macht. Natürlich geschieht ein Mord und dieses Mal ist der Hauptverdächtige Kogoro, der in einer ganz brenzligen Lage steckt, in der ihn nur seine Frau und Conan rausholen können. Aber er wer hatte es wirklich auf Eris Rivalin Ritsuko abgesehen, die es faustdick hinter den Ohren hatte ? Der Fall war ein emotionales auf und ab und sehr spannend. Die Auflösung hatte ich noch vage im Gedächtnis, konnte aber dennoch überrascht werden. Highlight waren definitiv Kogoro, der mal wieder den Frauenheld spielen musste und der trottelige Inspektor Yamamura, bei dem ich nur den Kopf schütteln konnte. Das Ende fand ich echt süß, auch wenn Kogoro und Eri es mal wieder nicht schafften, richtig miteinander zu kommunizieren.

Im zweiten Fall legt ein Mann immer wieder Feuer in Tokio. Aber nicht nur das beschäftigt Sato, die nicht ganz bei der Sache ist. Der Mord an ihrem Vater hat Jahrestag und nimmt sie emotional mit, wobei Takagi uneabsichtigt auf die Wunde drückt. Und so wird in zwei Fällen ermittelt, die einige Überraschungen bereithalten und gefährlich werden. Mir ging es richtig unter die Haut und nahm mich mit. Es war sehr spannend, wendungsreich und wurde im Finale sehr eng.

Im dritten Fall bekommen Ran und Sonoko eine neue Englischlehrerin aus den USA, die einiges drauf hat, auch als Gamerin und so treffen sie und Conan Jodie in der Spielhalle. Bei einem Duell zwischen zwei Spielern wird einer von ihnen ermordet. Die Einführung dieses neuen Charakters fand ich sehr gelungen und Jodie ist definitiv eine recht interessante Frau. Es war sehr süß, wie sich Megure ihr vorstellte. Der Fall gefiel mir super und ich fand ihn spannend und wendungsreich. Die Auflösung war sehr traurig, auch wenn es natürlich keinen Mord rechtfertigte.

Und der letzte Fall wurde geteilt. Im ersten Teil gehen die Detective Boys mit Agasa Pilze sammeln und geraten in einen neuen Fall, in dem vor allem Mitzuhiko und Ai in große Gefahr geraten. Mir gefiel es sehr gut und es war schön, wie sich die Freundschaft der Kinder sich festigte und Mitzuhiko neue Gefühle entdeckte. Die Geschichte von Jube, dem legendären Bär, fesselte und die Konstellation war interessant.

Der Zeichenstil gefiel mir wieder sehr und ich hatte keine Probleme, dem Geschehen zu folgen. Toll war es, wie genau die Mimik der Charaktere dargestellt wurde und man immer ein gutes Gefühl für den Fall hatte.

Fazit:
Ein schöner Band mit abwechslungsreichen Fällen, der einige Charaktere näher beleuchteten und neue einführte. Die Fälle gefielen mir sehr gut und waren interessant, was auch an Kogoro und Yamamura lag, die mich einfach nur fertig machten, aber im guten Sinn. Die beiden waren ein absolutes Highlight und machten Spaß. Von mir gibt es:

5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Herrlich drüber

Undercover Bridesmaid – Das perfekte Durcheinander
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Sophie hat einen etwas ungewöhnlichen Beruf, denn sie ist eine Undercover Bridesmaid ! Was das bedeutet ? Sie wird von Bräuten oder einem Familienmitglied engagiert und tritt dann als Freundin oder dergleichen ...

Sophie hat einen etwas ungewöhnlichen Beruf, denn sie ist eine Undercover Bridesmaid ! Was das bedeutet ? Sie wird von Bräuten oder einem Familienmitglied engagiert und tritt dann als Freundin oder dergleichen auf und unterstützt die Braut in allem. Und Sophie kann das richtig gut, sodass sie permanent gebucht wird, bis dann Cordelias Mutter ihre Dienste braucht. Deren Tochter ist nicht nur extem störrisch ist, sondern entpuppt sich als wahre Bridezilla, die ihrer neuen Trauzeugin das Leben zur Hölle macht. Zum ersten Mal ist Sophie kurz davor aufzugeben, aber da ist ja noch der Bruder der Braut, der eine unglaubliche Anziehung auf sie ausübt.

Meine Meinung:
Dieses Buch stand eigentlich nie auf meiner Wunschliste, auch wenn ich den Buchschnitt unglaublich schön fand, aber durch einen anderen Leser wurde ich richtig neugierig darauf. Dennoch sollte es beinahe drei Jahre dauern, bis ich dazu griff und es las und auch hier fragte ich mich dann, warum ich so lange zögerte. Es war manchmal etwas zu turbulent, schräg und hatte ein paar Längen, zumal die Liebesgeschichte zu sehr im Hintergrund lief, aber es hat so einen Spaß gemacht und war einfach herrlich drüber. Und gerade zu dieser Zeit hat es wunderbar gepasst und konnte mich richtig aus meinem Alltag holen und mich richtig zum Lachen bringen.

Der Anfang verlief etwas zäh und ich brauchte eine Weile, um mit Sophie warm zu werden und in die Geschichte reinzufinden. Aber es machte Spaß und gerade die Erlebnisse auf den Hochzeiten ihrer Kunden waren so lustig, dass ich teils vor Lachen geheult habe, weil es so schön drüber und dennoch auch authentisch wirkte. Man erfuhr viel über Sophies Leben, wie ihre spezielle Arbeit ablief und trotz der vielen Informationen war es nicht zäh, sondern interessant und ich flog durch die Seiten.

Cordelia war eine wahre Bridezilla und toppedierte Sophies Arbeit von Beginn an, was zu einigen sehr komischen Szenen führte, die manchmal auch etwas unangenehm und dennoch so gut waren. Dieser Auftrag zerrte an ihren Nerven und ich mochte es, dass es nie zu viel des Guten war und die Autorin es schaffte, eine schöne Balance zu halten. Ich dachte, dass es recht oberflächlich werden würde, und war sehr überrascht, welche Tiefe es dann aufwies. Gerade Cordelia machte eine Enwicklung durch, die ich nicht erwartete und das gefiel mir sehr gut, weil es auch immer ein wenig das Geschehen auflockerte und neugierig auf den weiteren Verlauf machte. Es gab so viele Geheimnisse, nicht nur wegen Sophies Rolle bei der Hochzeit, sondern auch im Leben der Braut, die das Interesse aufrecht hielten. Die Auflösungen vermutete ich bereits etwas, aber dennoch passte es gut in die Geschichte rein.

Die Romanze zwischen Sophie und dem Bruder der Braut, Tom, mochte ich ganz gerne, auch wenn sie gerne etwas mehr im Fokus hätte stehen können. Zwar gefiel es mir, dass der Handlungsstrang mit der Braut im Mittelpunkt war, aber die die Romanze ging etwas zu sehr unter. Das war schade, weil die Chemie zwischen ihnen echt stimmte, aber manches passierte recht plötzlich und mir fehlte eine gewisse Überleitung. Dennoch war es echt süß und ich gönnte ihnen ihr Glück.

Wie die Geschichte waren auch die Charaktere teils echt drüber und das habe ich gefeiert, weil es nie langweilig wurde und es immer wieder Überraschungen gab, mit denen ich teils gerechnet habe und teils kalt erwischt wurde. Gerade der Adel hatte es faustdick hinter den Ohren, mal abgesehen von all den Bräuten, Bräutigamen und ihren Verwandten, die mich regemlmäßig zum Lachen brachten. Die Hauptcharaktere fand ich gut ausgearbeitet und mochte Sophie sehr gerne. Nur manchmal war ihr Verhalten nicht ganz angemessen und übergriffig, aber es gefiel mir, wie sie sich entwickelte und auch einsah, dass nicht alles, was sie tat und sagte, korrekt war. Cordelia war eine richtige Überraschung und ich fand es spannend, herauszufinden, wer die wahre Person hinter ihrer kratzbürstigen, verletzenden und einschüchternden Fassade war. Aber wenn ich solche "Freundinnen" oder eher gesagt solche Bekannte hätte, wäre ich genauso gewesen.

Der Schreibstil hat viel Spaß gemacht und ich flog durch die Seiten, nur der Anfang und ein paar Stellen im Mittelteil lasen sich etwas zäh und ließen das Geschehen stocken. Der Humor war genau meins und gerade dieses Überdrehte liebte ich, auch wenn ich manchmal nur den Kopf schütteln konnte, weil es so turbulent war.

Fazit:
Eine Überraschung, mit der ich so nicht gerechnet hätte und die neugierig auf den zweiten Band werden lässt. Es hat seine Längen und ein paar Momente waren zu viel, aber dennoch fand ich es herrlich drüber und liebte das daran. Ich musste so viel lachen und gerade die Geschichten von den anderen Hochzeiten waren so lustig. Die Romanze ging ein wenig unter, aber ich mochte die Chemie zwischen Sophie und Tom. Es ist ein recht spezielles Buch, aber mir hat es sehr gut gefallen und von mir gibt es:

5 von 5 Sterne

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Veröffentlicht am 26.01.2025

Gänsehautgarantie

Brennen muss Salem
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Etwas geschieht in Salem´s Lot, einem kleinen Städtchen mit gefühlt einer handvoll Einwohner. Menschen verschwinden, manche verändern sich radikal und vor allem nachts lauert etwas im Dunkeln. Ben, der ...

Etwas geschieht in Salem´s Lot, einem kleinen Städtchen mit gefühlt einer handvoll Einwohner. Menschen verschwinden, manche verändern sich radikal und vor allem nachts lauert etwas im Dunkeln. Ben, der gerade erst wieder hierher gezogen ist, versucht mit ein paar Bewohnern sich dem Grauen zu stellen, doch ist ihr Gegner zu übermächtig ?

Meine Meinung:
Ich bin begeistert, absolut begeistert ! Nach meinen letzten Flops von King wollte ich eigentlich erst einmal keine Bücher mehr von ihm lesen und hatte ein wenig Angst, dass sein Stil vielleicht nicht mehr meins ist, obwohl er doch zu meinen absoluten Lieblingsautoren gehört. Aber mein Bauchgefühl und eine Leserin rieten mir dann zu Brennen muss Salem, das mir schon so oft empfohlen wurde, und zum Glück hörte ich darauf, denn dieses Buch gehört nun zu meinen Lieblingen von King. Es beinhaltete zwar die typischen Längen, die ich von dem Autor gewohnt bin und ich brauchte ein wenig, um rein zu kommen, aber die Atmosphäre und der Verlauf der Geschichte waren einfach so unglaublich gut, sodass ich es innerhalb weniger Tage durch hatte, weil es sehr spannend und packend war.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und meine Augen klebten förmlich an den Seiten, vor allem zum Finale hin, das es echt in sich hatte. King erzählte seine Geschichte ruhig, aber doch sehr spannend und emotional, ohne in irgendeiner Weise kitschig zu werden oder auf Drama zu setzen. Seine Figuren fühlten sich authentisch an und ihre Geschichten, die alle miteinander ein wenig verwoben waren, fesselten. Viele Schicksale gingen mir unter die Haut und wieder einmal musste ich lernen, nicht zu sehr an Charakteren zu hängen, weil jedem zu jeder Zeit etwas passieren konnte. Und das schätzte ich hier auch daran, weil es mich von Anfang bis Ende neugierig auf der weiteren Verlauf machte und meinen Puls mehr als einmal in die Höhe trieb. Das Finale wurde langsam aufgebaut und setzte sich unangenehm im Nacken fest, bis es dann Schlag auf Schlag ging und mich völlig unter Strom setzte. Zwar fand ich eine Szene etwas zu schnell und es war schade, dass es so fix ging, aber hier mochte ich das recht offene Ende ganz gerne, weil es sehr gut zu der Geschichte passte.

Es ist etwas schade, dass das Cover und der Klappentext im Grunde schon so viel verraten, denn die Tatsache, dass ein Vampir in Salem´s Lot umgeht, wird erst recht spät thematisiert. So war ein wenig die Spannugn dahin, aber nichts desto trotz fieberte ich von Beginn an mit. Die Anleihen zu den üblichen Vampirmythen und vor allem Bram Stockers Dracula wurden geschickt platziert und ausgeweitet, wodurch King dem leicht ausgelutschten Thema in meinen Augen frischen Wind verlieh und seinen eigenen Stempel aufdrückte. Und man muss bedenken, dass dieses Buch in den 1970ern erschien. Aber selbst nach gut 50 Jahren passt dieser Roman um Längen besser als so manche Vampirgeschichte, die heutzutage herauskommt. Ein bedrohliches Wesen, das sich wie ein Parasit einistet und seine Umgebung verseucht; King hat es perfekt umgesetzt.

Das lag auch an den Charakteren, die ich sehr gut ausgearbeitet fand. Trotz der vielen Figuren, die teils nur kurz auftauchten, hatte ich keine Probleme sie auseinander zu halten und fieberte bei so manchen Schicksal mit, das mir sehr unter die Haut ging. Vor allem bei einer Figur bangte ich mit und war über ihre Entwicklung betrübt. Ben, Susan, Matt und Mark, die stets im Mittelpunkt standen, mochte ich sehr gerne. Sie hatten Tiefe und es war interessant, wie sich ihr Charakter im Laufe der Geschichte veränderte.

Kings Schreibstil sagte mir zuletzt nicht mehr so zu, aber hier habe ich ihn sehr geliebt. Klar, er hatte wieder die üblichen Längen, aber die Atmosphäre war einfach nur unglaublich klasse. So spannend, schaurig und tragisch, das hat so gut gepasst und ich bin im Grunde durch die Seiten geflogen. Bei manchen Szenen ist mir eine sehr kräftige Gänsehaut über den Rücken gefahren und die Stimmung war wunderbar beklemmend. Er spielte förmlich mit den Wörtern und seine ausschweifende Art war gerade bei der Beschreibung der Szenerie ein Vorteil.

Fazit:
Brennen muss Salem ist ein Roman, der sehr viele Jahre auf meinem SuB lag und bei dem ich mich frage, wieso eugentlich ? Denn abgesehen von den Längen hat es mich völlig umgehauen. Das Thema Vampir ging hier auf seine Ursprünge zurück und King variierte es dennoch auf eine ganz andere Art und Weise, die mich nicht nur fesselte und begeisterte, sondern mir auch richtig unter die Haut ging. Ich fieberte mit den Charakteren mit und mir lief mehr als einmal ein gehöriger Schauer über den Rücken, denn vor allem die Atmosphäre raubte mir den Atem. King hat mir mit diesem Buch gezeigt, warum ich ihn als Autor so liebe. Von mir gibt es:

5 von 5 Sterne

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